Archiv für den Monat April 2014

Wenigstens ehrlich

Die verpackens nicht in „Frauenmagazin“ oder ähnliches, da gibts Klartext: Das Magazin über Shopping. Und dann heißts auch noch Lucky. Im Inneren kaum Unterschied zu Glamour, Joy und Co., nur dass NOCH weniger Text und NOCH mehr Fotos mit Dollarzeichen im Bildtext sind. Ich mag solche Magazine ja eigentlich zwecks Hirnabschalten und/oder Inspiration zum Selbermachen, aber Lucky ist sogar mir zu seicht. Nur die Ehrlichkeit im Titel, die taugt mir 🙂

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Synergy. Ein bisschen Göttin in Pastell.

Von San Francisco, wo ich mich aufgrund des dichten Touri-Programms (und dem einen Ausflug in die ganz und gar nicht touristische Gegend zwecks Thrift Store) genau gar nicht mit der Fair Fashion – Szene beschäftigt hab, sind wir am Weg Richtung Monterey in Santa Cruz zwischengestoppt. Warum? Weil ich dort den einzigen Organic Fashion Store auf der gesamten Route auftreiben konnte (und einen wirklich tollen Liebsten hab, der meinen Umwegwunsch brav erfüllt hat).

Der Laden: Synergy. Die Mode: Irgendwie Göttin des Glücks meets Pastellfarben. Und statt Drucken gibts aufgestickte Eulen, Blumen usw. Die Schnitte sind ein bissl anders, aber diese Kombi aus Yogamode und alltagstragbarem Jersey ist halt sehr einladend für Assoziationen. 😉

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Was mich etwas traurig gemacht hat, war die Unterhaltung mit der Verkäuferin. Auf meine Frage, wie es denn außer dem Laden sonst noch so mit Organic Fashion in der Gegend aussehe, kassierte ich ein Schulterzucken. Die Szene sei quasi nicht vorhanden, es gibt einen anderen Shop, der auch fair und bio führt, aber ansonsten: Nada. Dafür Gap neben American Outfitters neben American Apparel neben Schlagmichtot.

Der Laden ist dafür wirklich nett – und die Umkleiden haben eine Größe, die bei anderen Leuten als ganzes Schlafzimmer herhalten muss… Trotzdem, dass es bei einem so wahnsinnig großen Angebot an Shoppingmöglichkeiten in einer ganzen Stadt genau zwei Läden gibt, find ich schad. Wenn ich dran denk, wieviele tolle ökofaire Designer es in Wien gibt…. gut, größere Stadt, aber trotzdem). Wir sind dann weiter Richtung Monterey. Und dort wars besser. Kein Shopping, sondern:

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Sehr sehr sehr sehr sehr schön hier…..

 

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Von Jeanshemden und geschmacklosen Stoffen: San Francisco

San Francisco. Nach viel viel viel Touristenprogramm beschloss ich: Wir schauen uns jetzt mal so einen typisch amerikanischen Thriftstore an. Den größten in San Francisco rausgesucht, schnell nachgeschaut, wie man hinkommt, und ab in den Bus. Gelandet sind wir dann in einer Gegend, die ich erstens definitiv nicht zu meiner Wunschwohngegend ernennen würden, und zweitens dort aber sooowas von definitiv nicht in der Nacht unterwegs sein will. Eh traurig, dort waren fast nur kaputte Menschen. Im Sinne von drogensüchtig. Und mittendrin ein paar Hipsters, die auch alle in den Thriftstore rein sind.

Der Laden hatte echt eine Größe und Auswahl wie bei uns wahrscheinlich die drei größten Caritaslager zusammen. Unfassbar. Und die Preise echt annehmbar, wenns auch die berühmten Ein-Dollar-Kleider aus meinen liebsten Blogs nicht wirklich gab. Aber ansons

ten: Unmengen. Einen grauen Kaschmirpulli, der sogar meine Größe gehabt hätte, um neun Dollar. Leider fleckig. Leider, weil der Wind in San Francisco echt schweinekalt ist. Was hab ich gefroren die letzten Tage. Meine zwei Longsleeves sind echt zu wenig – aber Rei in der Tube ist zum Glück erfunden.

Zurück zum Thrift Store: Wow. Und ich wurde sogar fündig: Ein Jeanshemd wanderte in meinem Besitz. XXL, so lang, dass es auch mir Hünin über den Popsch geht, und komplett ungetragen, es hingen noch die Original-Tags dran. Was das in einem Second Hand Laden verloren hat….

 

Und dann war praktischerweise neben dem Thriftstore auch noch ein Fabric Outlet. Nunu im Himmel!!! Sooooo viele Stoffe, dabei aber auch sooooo geschmacklose, unpackbar! Und: türkisfarbene Stricknadeln. Die ich nicht gekauft hab. Ich hab Fünfer, ich mag Metallnadeln nicht so sehr, und ich brauch sie nicht. Aber hach. Türkisfarbene Stricknadeln.

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Und tschüss!

Liebe Leute, jetzt wirds ernst. Ich hau ab. Und nachdem das ein Fair-Fashion-Blog und kein Urlaubsblog ist, werden meine Einträge in den kommenden Wochen mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger werden. Für mich ungewohnt, weil ich die Bloggerei so gewohnt bin und in meinen Alltag integriert hab, aber ich werd garantiert nicht täglich was über faire Mode posten – sondern echt Urlaub machen. Ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem geneigt, versorgt mich weiterhin so unglaublich super wie bisher mit spannenden Infos über faire Mode, wenn ihr drüberstolpert, und ihr genießt das Selbstnähen und -stricken, das faire Shoppen und euren eigenen Weg zu einem bewussteren Einkaufsverhalten.

Wir lesen uns bald wieder! Ich freu mich auf euch (und aufn Urlaub!).

PS: Liebe Einbrecher, vergesst es. Haben Aufpasser und Bewohner der Wohnung und sämtliche Dinge, die ihr beim letzten Mal mitgenommen habt und die wir nachgekauft haben, befinden sich nicht in der Wohnung. Und solltet ihr beschließen, das Klavier mitnehmen zu wollen: Das Ding hat 150 Kilo. Ich wünsch euch viel Spaß. Ätschibätsch.

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