Blogoptimierung: Ich bin unabsichtlich erfolgreich

Ich hab schon wieder ein Buch, über das ich euch berichten möchte. Es hat weniger mit Mode, sondern mehr mit dem Bloggen selbst zu tun. Maria Ratzinger, die ich als Bloggerin und Tauschparty– beziehungsweise Bloggerkonferenzmitveranstalterin kenne, hat gemeinsam mit Sandra Konrad einen Guide erstellt: „Optimiere deinen Blog in 14 Tagen„. Ich habs grad quergelesen und muss sagen: Wahnsinn, bin ich naiv an die Bloggerei herangegangen. Hätt ich das Ding am Anfang meiner Bloggerei gelesen, wär ich überfordert gewesen. Bei mir hat sichs organisch entwickelt, und ich bin erst nach und nach draufgekommen, in welche Richtung ich den Blog gestalten will. Mehr oder weniger unabsichtlich, aber immer als Ventil. Und das ist es bis zu einem gewissen Grad heute noch. Ich gebe offen zu: Ich habe kein Konzept. Ich hab eine dunkle Idee, wie der Blog ausschauen soll, so ein schwammiges Gefühl, ich weiß, was ich vermitteln will, aber ich agiere spontan, und ich plane nicht weiter als drei, vier Tage im Voraus, wenn ich weiß, ich hab grad superviele Themen, über die ich schreiben könnte (dass sie mir immer noch nicht ausgehen, wundert mich ja selbst schon fast 🙂 ).

(c) stylekingdom.com

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Maria und Sandra haben Tipps und Tricks gesammelt und auf knapp 50 Seiten zusammengefasst, die ich mir (größtenteils) in zweieinhalb Jahren in Eigenregie erarbeitet hab. Für absolute BlogginganfängerInnen, die den Blog als Spaßding gestartet haben, kann es etwas einschüchternd wirken. Aber für jene, die seit einigen Wochen bloggen und den Blog auf eine neue Ebene heben wollen – also entweder einfach sich auf einem Themengebiet positionieren wollen oder wirklich mittel- bis langfristig mit dem Bloggen Geld verdienen wollen – ist es wirklich super. Für diese Leute ist das Workbook wirklich Gold wert, es sind wirklich gute Ideen dabei (und auch ich hab mir die eine oder andere Inspiration geholt, bin gespannt, ob Maria demnächst mal grinst, wenn sie einen Tipp von ihr bei mir umgesetzt sieht 🙂 )

Wenn ich das Buch so durchlese, stell ich fest: ich glaub, ich bin unabsichtlich erfolgreich. Viele Dinge, die klassische Blogs haben (Newsletter, Redaktionspläne für Facebook usw), hab ich nicht. Ich hab nur meinen Bauch, und der leitet mich. Zu empfehlen ist das wahrscheinlich nicht. Das Buch dafür umso mehr, sehr informativ! Darum verlink ichs gleich nochmal: Hier gehts zu dem Workbook.

Und weil soeben der Kommentar kam: Natürlich gehts beim Bloggen immer um den Bauch. Aber zu wissen, wie man mit Statistiktools, Newslettern und Bildbenenennungen umgehen kann, ist sehr hilfreich.

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12 Gedanken zu „Blogoptimierung: Ich bin unabsichtlich erfolgreich

  1. trix sagt:

    Hi. Gerade denn Satz: „Ich habe nur meinen Bauch, und der leitet mich!“ finde ich wichtig. Ich mag es, wenn Menschen aus dem Bauch heraus schreiben. Das tue ich nämlich auch. Ein paar Grundsätzlichkeiten und eine Vorstellung darüber, was man mit seinem Blog sagen will, sind gut, aber ich möchte gern den Mensch, der dahinter steht, wieder erkennen. 😉 Also bleib ruhig beim impulsiven Scheiben. Es ist uneingeschränkt zu empfehlen. lg

    • nunette sagt:

      Dennoch ist das Buch empfehlenswert – denn es sagt dir nicht, dass du nicht auf deinen Bauch hören sollst, sondern gibt dir Tipps, wie du mit den Softwaregegebenheiten usw. umgehen kannst.

      • trix sagt:

        Ich geb zu … das ist tatsächlich ein Buch mit sieben Siegeln, das ich mal öffnen könnte. :’D

  2. mukolama sagt:

    Ohne das Buch jetzt gelesen zu haben: Das Thema macht sicherlich auch eine Menge aus. Dein Thema hier kommt an, trifft den Zeitgeist, macht Menschen nachdenklich, etc. Da passt ein „Bauchgefühl-Blog“ vermutlich sogar viel besser, als ein total durchgeplanter, nach allen Optimierungsregeln des Bloggens geführter Blog. Einfach weil dieser Mix aus „wichtiges, ernstes Thema“ und „persönliches zu dem Thema“ sehr authentisch und spannend ist.
    Und ein Talent zum schreiben braucht man wohl auch – wer das nicht hat, wird es wohl auch nur bedingt lernen können.
    Wenn ich hingegen über irgendwas anderes schreibe – z.B. über (sorry mir fällt grad nix besseres ein) das Alltagsleben von Schneckenpopulationen im Hintertuxer Unterland – braucht es schon ein genial durchgeplantes Konzept, damit so ein Blog funktioniert 😉

    • Maria sagt:

      Hallo Mukolama,

      Ich habe das Buch nicht geschrieben, um hier Blogzombies zu bedienen. Wir haben sogar ein ganzes Kapitel der Eigenständigkeit und dem eigenen Stil, sowie der Herausbildung einer eigenen Nische gewidmet! Dieses Kapitel habe ich auch aus dem „Bauch heraus“ geschrieben. Ich persönlich schreibe viele meiner Blogeinträge auf diese Art und Weise. Aber es kann schon mal dazu kommen, dass alles ins Stocken gerät und dann braucht man wieder ein bisschen Abstand, um zu sehen, was man alles besser machen kann. Und genau dafür haben wir, Sandra und ich, das Buch geschrieben!

      Liebe Grüße!
      Maria

      • mukolama sagt:

        Sollte auch keine Kritik am Buch sein. Für mich klingt das nämlich sogar sehr interessant, da mich selbst schon seit Monaten (wenn nicht Jahren) tausende Fragen nach dem „Wie???“ vom bloggen abhalten. Insofern – es kann durchaus sein, dass ich das Buch demnächst in Händen halten werde 😉
        Liebe Grüße

      • Maria sagt:

        Super! Würde mich sehr freuen! 🙂

  3. Stadtpflanze sagt:

    Mir geht diese Optimiererei eher auf den Keks. 😉

    Wer beruflich bloggt, sollte sich sicherlich damit auseinandersetzen – aber auch unter den Geldverdienern gibt es inzwischen viele Blogs, die mich nur noch nerven, weil man ihnen die Optimiererei anmerkt und nichts mehr „echt“ wirkt.

  4. Ha, wie witzig, dass ich gestern erst auf die Site Bloggerjobs gestoßen bin und mich gefragt habe, wieso Menschen glauben, aus allem Kapital schlagen zu müssen. Es gibt so viele Blogs, die von echten Sprachprofis geführt werden und eine entsprechende literarische und nicht nur inhaltliche Qualität haben. Wie sollte ich da auf die Idee kommen, mich dem knallharten Wettbewerb zu stellen? Für vermutlich 95 % aller Blogger ist das Blogging eine Sammlung von Erinnerungen und Gedanken für die Freunde und sich selbst. Und das sollte es meiner Meinung auch bleiben.

    Blogs, die mich interessieren, folge ich aus eigenem Antrieb bzw. mit der Follow-Funktion. Nicht törnt mehr ab als Newsletter. Sie sind aufdringlich und störend.

    Aber die Idee, Menschen zu erzählen, wie sie ihren Blog optimieren können und damit Geld zu machen, besticht schon. Ich bin und bleibe jedoch ein Fan von ichkaufnix.:-)

    • nunette sagt:

      Und das Lustige ist, dass ich sowieso schon sehr viele der Dinge, die in dem Buch stehen, intentional umgesetzt habe 🙂 Man kann batzeneinfach einfach nur Beiträge veröffentlichen, oder man überlegt ein bissl, wie man auch öfter gelesen werden kann. Nicht umsonst habe ich auch eine Facebookseite gegründet, die auf die Beiträge verlinkt, beispielsweise. Auf Facebook sind viele Leute von vorneherein täglich, auf meinem Blog nicht – aber so sehen sie trotzdem, dass ich einen neuen Beitrag geschrieben habe. Solche Tipps stehen beispielsweise in diesem Buch. Ich empfehls trotzdem gerne 🙂 Es bleibt doch jedem selbst überlassen was er/sie aus dem eigenen BLog machen möchte und wo er/sie hin möchte. Ich bleib weiterhin die bauchgesteuerte ichkaufnix-Nunu 🙂

  5. Freut mich sehr, dass dir unser eBook gefällt. Ich denke auch, viele Blogger machen aus dem Bauch heraus schon vieles richtig. Aber ich habe auch durch Fragen auf meinem Blog gerlernt, dass Blogger bei einigen Themen gerne “jemanden zur Seite haben”, der sie unterstützt und ihnen hilft, das ein oder andere besser zu verstehen. Dabei geht es oftmals weniger darum, das absolute Optimum aus dem Blog herauszuholen, sondern vielmehrdarum, eine Art Personal Trainer zu haben, der das eigene Tun bestätigt, sie wieder in die “richtige” Richtung lenkt und vor allem sie auch motiviert.
    Nochmals, ganz lieben Dank!
    LG,
    Sandra

  6. […] Maria, die dieses Buch verfasst hat und selbst bloggt, hat eine Übersicht über aktuelle Kleidertauschbörsen zusammengestellt. Spannende Sache, waren auch für mich neue Links dabei! […]

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