Schöner Wohnen auf Grün: The Up Store

So. Heute ist mal wieder gestern. Soll heißen: Jetzt gerade ist Sonntagabend und ich schreibe den Beitrag für morgen früh, also jetzt. Quasi. Es ist halb elf, und ich habe den gesamten Tag außerhäusig verbracht, eigentlich sogar das gesamte Wochenende. Die Kommunikation mit dem Pressesprecher des Textilschweden beschäftigt mich zwar sehr, aber ich sehe mich jetzt gerade leider außerstande, mir da jetzt einen fachlich fundierten Beitrag aus der Nase zu popeln, ich bin schlicht zu müde. Morgen. Also Übermorgen. Also morgen. So, jetzt bin ich selbst verwirrt. Nach einem näh-party-gintonic-action-intensiven Wochenende wie diesem ist Sonntagabend nur noch Platz für leichte Kost. Und die kriegt ihr jetzt.

Leicht, aber superstylish.

Das ist der Uli. Ob der selbst superstylish ist, kann ich noch nicht beurteilen, ich hab ihn erst einmal gesehen. Aber lustig ist er. Sieht man, oder?

(c) Aneta Jasek

Alle Fotos in diesem Beitrag (c) Aneta Jasek

Der Uli, das ist auch so ein Macher. Der tut einfach drauflos, das ist eine Eigenschaft, die ich an Menschen sehr bewundere. Einfach mal schnell das Leben auf den Kopf stellen, und das tun, was einem wirklich Spaß macht und man wirklich will, und dieses Ding mit dem Welt retten dabei auch so ein bissl im Hinterkopf haben. Beim Uli ist das das Aufmotzen von Möbeln. Er upcyclet, und das auf wirklich lässige Art. Und das tut er so talentiert, dass er einen Laden in Wien aufgemacht hat, in der coolen Ecke vom zweiten Bezirk, der Karmelitergasse nämlich.

Ich bin vor ein paar Wochen mal zufällig in seine Ladeneröffnung reingeschneit, zufälliger gehts gar nicht. Ich eigentlich verabredet, der gute Kerl verspätet sich wie die Hölle (und büßt dafür immer noch, sogar modeln hat er müssen), schlender in der Umgebung herum, und das Geschäft neben der Bar war noch offen, drinnen standen Leute inmitten cooler Möbel und tranken Sekt. Als ich dann auch noch sah, dass es sich um Upcycling handelte, bin ich rein.

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Uli macht aus alt neu. Fahrradsattel und -lenker werden zu ländlich anmutendem Wandschmuck, alte Tische werden mit neuen Elementen ins 21. Jahrhundert geholt, Spinde werden in Lilienporzellanfarben lackiert, und als Lampenfetischistin mein absolutes Lieblingsteil:

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Ich mein: Wie cool! UND ressourcenschonend! Upcycling ist aus ökologischer Sicht wahrscheinlich eine der besten Varianten, sich einzurichten und/oder einzukleiden. Je länger Teile verwendet werden, desto länger landen sie nicht auf dem Müll (die Kamera da oben gehört nicht zu den 41,8 Millionen Tonnen Elektroschrott weltweit. Obwohl sie wahrscheinlich hin war, hat sie nun ein neues Leben). Dinge sinnvoll weiterverwenden heißt manchmal, sie zu verändern, und ihnen neuen Sinn zu geben – und so aus Bestandsmaterialien Neues entstehen zu lassen.

Wenn dann Sinnvolles auch noch so cool und stylish daherkommt wie Ulis Möbel, dann will man gleich gar nicht mehr Neues beim Möbelschweden kaufen – schaut eh alles gleich aus, hat miese Qualität und von der Produktion fang ich jetzt mal gar nicht an. Ich hab auch ein paar Möbelschwedenteile bei mir herumstehen, würd aber bis aufs türkise Regal alles gegen Äquivalentes aus dem Up Store eintauschen. Wohnen mit gutem Gewissen, quasi 🙂

Ergo: Große Empfehlung, schauts rein bei ihm, feine Stücke, gute Stimmung! Der Up-Store fertigt übrigens auch individuell nach Kundenwunsch. So können Lieblingsstücke aus dem vorhandenen Besitz nach Wunsch umgebaut und erneuert werden.

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