Stricken, Schleppen, Demonstrieren und Tanzen für Flüchtlinge!

Puh, lang nix geschrieben hier. Irgendwie ist grad zu viel los. Gestern zum Beispiel. Gestern Abend war ich nicht nur wirklich WIRKLICH stolz auf diese Stadt, in der 10 Prozent aller Einwohner sich am Heldenplatz versammelten und ein Zeichen gegen Ablehnung und Rassismus und FÜR Flüchtlinge setzten. 150.000 Leute (zumindest sagten sie das auf der Bühne, der Standard spricht von über 100.000, die halten sich wohl an die polizeilichen Angaben, und die sind ja oft eher am unteren Ende des Spektrums). Und die Toten Hosen sangen Schrei nach Liebe von den Ärzten. Fühlte sich irgendwie falsch und doch richtig an 🙂 Nein, ernsthaft, es war toll. Und ich bin stolz, ein Teil dessen gewesen zu sein.

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Am Vormittag war ich ebenfalls flüchtlingstechnisch unterwegs: Ich trat meine erste Runde des Wollsachenabholens für Stricken für Flüchtlinge an. Von den sechs Läden schaffte ich leider nur drei, aber das Ergebnis war unglaublich.

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Aus dem Laniato, dem Strickwerk und von den Pingouinen holte ich insgesamt 3 Paar Fäustlinge, 4 Paar Socken, 3 Decken (!), 7 Pullis von klein bis groß, 7 Stirnbänder, 11 Hauben/Schal-Sets, 28 Schals und unglaubliche 136 Hauben ab. Und das ist erst die Hälfte aller Läden! Im Sunshine Loop, da schau ich ausnahmsweise heute hin, warten nochmal über 60 Hauben auf mich, und was in Laufmasche und Wollmeile zusammengekommen ist, weiß ich noch gar nicht.

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Leute, ich bin echt unglaublich froh darüber, was für einen Anklang Stricken für Flüchtlinge hat! Bittebitte macht weiter! Was wir nach erster Durchsicht vor allem brauchen, sind Mützen für Männer und lange Schals, Kindersachen sind schon einige da (wobei es da natürlich nie genug geben kann 😉 ). Aktuelle Infos gibt es immer auf der eigens eingerichteten Facebookseite!

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2 Gedanken zu „Stricken, Schleppen, Demonstrieren und Tanzen für Flüchtlinge!

  1. Karin Rekos sagt:

    Hallo Nunu,
    das Gefühl, wenn viele Menschen gemeinsam ein Zeichen FÜR Flüchtlinge setzen, ist einfach unglaublich. In Hamburg kann man dies sehr gut erleben, wenn man in der Kleiderkammer Messehallen (Zusammenschmeissen.de) beim Sortieren und Bearbeiten der vielen vielen Spenden hilft. Am meisten hat mich beeindruckt, wie unkompliziert das ist. Man geht einfach hin, erhält eine Arbeit zugeteilt (man kann mit aussuchen) und fängt an. Es dauert keine 5 Minuten bis man hilft!!!
    Ich hätte diese Möglichkeit zu helfen gerne viel früher gefunden, daher hier mein Kommentar für alle interessierten Hamburger. Helfer werden zur Zeit dringend benötigt, jederzeit auch für eine Stunde! Für Essen und Trinken der Helfer wird gesorgt.
    Liebe Grüße aus Hamburg!

  2. Liebe Nunu,

    tolle Aktion!

    … auch in Berlin (oder jedem anderen Ort) gibt es jede Menge Helfer und für jeden, der möchte, viele Möglichkeiten zu helfen. Ich selbst habe viele Infos weitergeleitet, in der Kleiderkammer geholfen, gespendet und engagiere mich nun regelmäßig bei einem Basteltisch für Kinder in einer großen Notunterkunft in Berlin.

    Viele Grüße von hier nach Wien,
    Anja

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