Waschmaschine gesucht!

Wiedermal Off-Topic, sorry – aber in Wahrheit eins der wichtigsten Themen überhaupt im Moment. Und: Ein Auftragspost vom Bruderherz. Bruder #1 kümmert sich nämlich um einen geflüchteten Afghanen hier in Wien. Die Geschichte dieses Mannes ist grausam: Da er fünf Sprachen fließend spricht, nutzten ihn die US-Truppen und einen zweiten als Übersetzer, versprachen ihm, ihn danach in die USA mitzunehmen. Taten sie nicht. Der zweite wurde danach von den Taliban getötet, er schaffte die Flucht. Seit kurzem ist er anerkannt, darf Job suchen und seine Familie nachholen. Das ist nun passiert, die Familie hat bereits eine kleine Wohnung. Alles super, nur auf eines haben sie vergessen: Die Waschmaschine. Es gibt keine – und kein Geld für eine neue. Daher bat mich Bruder #1, per Blog mal einen Aufruf für Wien zu starten: Hat jemand eine alte Waschmaschine herzugeben? Wird natürlich selbst abgeholt und alles (diese Dinger sind so elendsschwer…).

Übrigens (und ja, das hab ich dem Bruder #1 auch schon gesagt): Willhaben.at hat eine „Zu Verschenken“-Kategorie, und dort tummeln sich teilweise echt brauchbare Sachen, solltet ihr also flüchtlingshelfstechnisch unterwegs sein, ist das sicher ein spannender Kanal!

Ansonsten: Feinen Montag wünsche ich allerseits!

EDIT: Unfassbar. Fünf Minuten zwischen Posting und Anruf meiner Lieblingseva, sie hätte eine Waschmaschine herzugeben. Eva ist einfach einer der tollsten Menschen auf diesem Planeten, ich hab dich sooooo lieb!!! Danke!!!  

screenshot willhaben.at

screenshot willhaben.at

5 Gedanken zu „Waschmaschine gesucht!

  1. volker sagt:

    Hi Sorry, ich hasse es wenn man Bedüftige auf den Begriff Flüchtlinge reduziert. es gibt viele Deutsche die hilfsbedürftig sind, durch scheidung, krankheit und andere schicksalsschläge. Es wäre schön, wenn die Gutmenschen das auch endlich kapieren.

    • nunette sagt:

      Habe dir auf Facebook geantwortet. Übrigens, zu „Gutmensch“ – wer diesen Begriff herabwertend verwendet, disqualifiziert sich selbst zum „Schlechtmenschen“. Lassen wir diese Begriffe doch bitte mal ganz weg, ok?

  2. Lena sagt:

    Also ich finde ja auch, dass zuerst alle Wiener mit Waschmaschinen versorgt gehören, dann die Bewohner der umliegenden Bundesländer, dann die Nachbarländer – allen voran jene die die selbe Sprache sprechen, dann alle EU-Länder, dann alle Länder auf der eurasischen Platte, dann gehen wir nach dem HDI vor bzw. nach dem BIP usw. D.h. es ist gaaaaanz klar dass ein Afghane erst lange nach einem Deutschen eine Waschmaschine geschenkt bekommen darf! WTF?

    Gutmenschen, sind Gutmenschen, weil sie versuchen für jeden eine geschenkte Waschmaschine aufzutreiben der sie gerade braucht – mal ist es eine Alleinerzieherin; mal ein Hochwasseropfer, das zwar eigentlich gut verdient, aber weil das Haus unter Wasser stand gerde in Nöten ist; mal einen Studenten; mal ein altes Mutterl; mal für Flüchtlinge; mal für Ex-Sträflinge; mal für invaldie Mindestpensionsbezieher; mal die beste Freundin die ihr ganzes Geld auf nem Shoppingtrip nach New York verprasst hat usw.
    Und es sind nicht immer Waschmaschinen…mal geht man mit Alten spazieren, mal bäckt man Kuchen für die U6 Fußballmannschaft, mal verkauft man Adventkränze für die Kirchengemeinschaft, mal sammelt man die Lebensmittel für jemanden ein, dessen Sackerl gerade gerissen ist, mal spendet man für graue Star Operationen in Nepal.

    Man kann nicht immer für alle die Situation verbessern. Vielleicht bleibt mal die Alleinerzieherin auf der Strecke und kann ein Monat nicht heizen, weil man die Waschmaschine den Studenten gegeben hat, die nun wirklich dafür hätten hackln gehen können… Aber man kann wenn jemand um Hilfe bittet bzw. Hilfe braucht da sein. Egal wer die Person ist und vorallem woher.

  3. […] Menschen, die zu uns kommen, sind da, weil sie sonst vom IS abgeknallt werden würden. Diese Menschen haben das Pech, in einer Region geboren worden zu sein, in der der IS über […]

  4. tatsächlich sind bei uns im dorf auch etliche menschen untergekommen, von denen jeder seine eigene geschichte mitbringt. das sind existenzielle probleme, welche diese leute hierhin treiben. vielleicht nicht alle und vielleicht ist es auch zu romantisch sich mit worten damit zu befassen. ich befürworte die hilfe ja, aber will auch sagen, dass diejenigen, die hier nicht der norm entsprechen eher herabgewürdigt werden, als asoziale verschmäht oder was weiss ich. seht ihr, die konditionen in denen man geboren wird, die umstände, die einen aufwachsen lassen sind oft mit dem eins, wer man wird. d.h. wäre ich an der stelle meines gegenübers, ich wäre 1:1 genau der selbe mensch. übrigens, hilfe hilft nicht. hilfe zur selbsthilfe war in den 90ern mal ein schlagwort. hier schiebt man den leuten nur geld nach. das hilft niemandem.

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