es wird immer schräger.. kronenzeitung. nur der liebste meinte trocken, Seite sieben wäre cooler…
Biddeschön, ich hab genau gar nix an Kleidung, Schuhen, Taschen oder Schmuck bekommen. Dafür – find ich auch recht amüsant – haben der Liebste und ich es geschafft, uns gegenseitig Konzertkarten zu schenken. Unabgesprochen. In vier Jahren haben wir uns noch nie Konzertkarten geschenkt, und dann komplett anspielungsfrei gegenseitig. Zu unterschiedlichen Konzerten. Schön!
Doch das beste Geschenk lieferte mein heißgeliebter 96-jähriger Großvater ab. Er meinte, nachdem ich mir von den Entwicklungen rund um mein Kaufnixprojekt erzählte:
„Die Leute scheinen ja am End doch wieder vernünftig zu werden, wenns sowas lesen wollen!“
🙂
Ich bin ja selbst schuld – ich war am Samstag zu faul, das Haus zu verlassen, also müssen die letzten Besorgungen heute geschehen. Keine Angst, ich verfalle nicht in Kaufrausch, aber ich brauch halt doch ein buntes Gemüse in der Hand, wenn ich bei den Großeltern aufkreuze.
Blöderweise war auch ein Paket noch abzuholen (Inhalt: 13 Knäuel Wolle, herrlich!), ich musste daher in die mir völlig verhasste Lugnercity. Nicht nur, dass ich bereits meine alte, höchst kafkaeske Postfiliale mit einer Leidenschaft hasste, die ich nichtmal für Kohlsprossen (wäh!!) empfinde, nein, jetzt haben sie sie verlegt, in die Lugnercity. Die Hölle auf Erden.
Wie erwartet, wurde ich bereits um kurz vor neun Uhr früh mit Feliz Navidad beschallt (und summte meine Version mit – I wanna wish you a merry crisis and a happy new fear...) und war umgeben von schlechtgelaunten Verkäufern. Eh klar. Wer will schon am 24. arbeiten.
Doch dann wurde es doch noch schön: Ein kleines Kind, vielleicht drei Jahre alt, krähte im Bus komplett falsch, aber aus voller Lunge „Oh Tannenbaum“, und sang nach jeder dritten Zeile „Wie gehts weiter?“. Die Mutter musste also mitsingen. Auch da musste ich meine Version im Geiste mitsingen, bitteschön gelernt von meinem Opa (Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, mir geht beim ….. die Haut net zamm…).
Und irgendwie bin ich jetzt doch in Weihnachtsstimmung, wenn man das so nennen kann. Weil ich freu mich heut Abend zuerst auf meine heißgeliebten Großeltern, und danach auch auf die Familie des Liebsten. Weihnachten hin oder her.
Merkt man, dass ich kein großer Fan der heiligen Feierei bin? Trotzdem: Ich wünsch euch alles alles alles Liebe und entspannte Feiertage!
Liebe LeserInnen, ich mach heut Pause. Ich genieße es grad so sehr, was für einen leiwanden Freundeskreis ich habe, dass ich fast schon so ein bissl Freizeitstress habe – gestern Weihnachtsfeier mit vielen Freunden, heute brunchen mit ein paar, am Nachmittag dann ein Wiedersehen mit M. Daher ist heut wieder einer der wenigen Tage (ich glaube, außer meinem Sommerurlaub waren es drei solcher Tage, wo das so war), an denen ich euch leider keinen neuen Blogbeitrag liefern werde. Wobei, das da, das ist ja eigentlich schon wieder ein solcher Blogbeitrag, oder?
Weiß ich eh 😉 Nur der Liebste ist da manchmal anderer Meinung, wenn ich so im Knotzgewand am Sofa hocke, umgeben von Wolle, Nadeln, Maßband und Schere. Und außerdem ist er ganz schön arm, weil wenn jetzt freche Sprüche kommen, hab ich immer ein Gerät in der Hand, mit dem ich ihm in den Arm stechen kann…..
Auf das Buch bin ich trotzdem neugierig 🙂
Ich bin vor wenigen Minuten aufgewacht, der Holde schläft noch, bin ins Wohnzimmer gegangen, knotze vor mich hin, vor mir steht ein Tee, der Rückenteil des Pulliprojekts wird bald fertig, und es ist einfach nur gemütlich – und ich plane, daran in den kommenden sechs Stunden nichts zu ändern. Die paar Geschenke sind besorgt, und allein schon beim Gedanken, was heute in den Einkaufsstraßen und -zentren los sein wird, kringeln sich mir die Zehennägel hoch.
Und ihr so?
Der M, der is ja einer meiner besten Freunde – und das, obwohl er vor fünf Jahren schändlicherweise nach New York gezogen ist (ok, nicht ganz so schändlich, dort eine Wohnmöglichkeit zu haben…). Und der hat meine mehr oder minder gar nicht subtilen Hinweise verstanden (es könnte sogar sein, dass ich ihm sogar den spezifischen Link zu den Stiefeln geschickt habe…natürlich unter der strengen Auflage, sie erst nach dem 16.1. zu bekommen und zu bezahlen). Seit heut ist er in Wien und hat mir vorhin ein kurzes Mail geschickt. Inhalt: Ein Foto. Dieses Foto. Das ich trotz mehrminütigem Kampfes gegen meinen Laptop nicht drehen konnte, dauernd Fehlermeldung. Bäh.

(c) M
Und ich weiß, Steve Madden ist NICHT bio. NICHT öko. NICHT fair. Ich kann da nur sagen, dass ich vermute, dass da drin wahrscheinlich genau DIE einen jenen Stiefel sind, die ich in den nächsten Jahren quasi durchgehend tragen werde. Dass ich sie mir seeehr wünsche. Und dass ich mich grade bei Schuhen leider bisher noch nicht mit den „guten“ Alternativen habe anfreunden können, so rein optisch gesehen. Und dass ich sie hegen und pflegen werde und liebhaben werde und achten werde und ehren werde und aaaaalter Schwede, da sind wirklich Stiefel drin, für mich! Das kauffreie Jahr ist mir bis heute wirklich kurz vorgekommen. Jetzt plötzlich ist der Gedanke, dass es noch soooo viele Tage bis zum 16. Jänner sind, zaaaaaach.
Noch weiß ich nicht, ob ich sie ihm pünktlich Mitte Jänner zahle (und somit entgegen meiner bisherigen Überzeugung sehr wohl am 16.1. gleich Geld ausgeben werde… fühlt sich doof an) oder geschenkt bekomme, da stehen wir in „Verhandlungen“ … und ein kleiner Insider so nebenbei: Liebster M, das nächste Mal wette ich mit verdammt hohem Einsatz :)…
Ohje, gestern eine traurige Feststellung gemacht – die blöden Weihnachtsfeiern und die zugehörige Bäckerei und die Schokonikoläuse haben Spuren hinterlassen. Ich muss wieder in ein paar Sachen meines Schranks hineinschrumpfen. Der Klassiker für einen Jahresvorsatz, oder? Näh, nicht mit mir. Mein Tempo. Und mein Ansporn: Das eine für mich reservierte Teil von Anita spannt etwas in der Oberweitengegend (was jetzt nicht zwangsweise schlecht ist, aber es hat Grenzen, also textile Grenzen).
Und nein, das ganze wird jetzt definitiv nicht bildlich untermalt. Ätsch.
Irgendwie ist von beginnender Weihnachtsruhe bei mir nix zu spüren. Nicht etwa wegen dem Geschenkeeinkaufsstress, sondern aufgrund spannender Arbeit bis zum letzten Arbeitstag sowie diverser persönlicher Entwicklungen, über die ich schreib, wenn die Eier gelegt sind.
Das Schöne ist die abendliche Entspannung – mit den Stricknadeln in der Hand, dem nächsten Projekt auf ebenjenen Nadeln, und einer der absolut besten Serien der letzten Jahre am TV-Gerät…. Ich kann mir gar nimmer vorstellen, wie das funktioniert hat letztes Jahr, fernschauen ohne stricken. Wenn ich früher gewusst hätte, wie cool selbstgestrickte Pullover sein können (ok, sie können auch fürcherlich peinlich sein und scheiße aussehen, zugegeben), ich hätt mir diverse 14,90 oder 19,90-Teile vom Textilschweden nicht besorgt.

(c) nunette colour
Ich finds ja witzig. Ich bin Pressesprecherin. Soll heißen, es ist mein Job, dafür zu sorgen, dass meine Kollegen und die Themen, die wir bearbeiten, möglichst oft in den Medien sind. Täglich schaue ich mir in der Früh als eine der ersten Taten im Büro den Pressespiegel des Tages an, und freu mich über große, positive Artikel und ärger mich über Medien, die es gewagt haben, unsere Presseaussendung vom Vortag nicht zu übernehmen. Aber mehr auch nicht, ich denk mir oft nur: „Ah, super, der Johannes ist heute in vier verschiedenen Zeitungen, passt, Job gut gemacht.“ Aber wenn ich selbst und mit diesem Projekt und so…..dann ist jeder einzelne Artikel jedesmal aufs Neue einfach nuuuuuur leiwand. Vor allem, weil ich so gut wie keine aktive Pressearbeit für diesen Blog mache. Hier gehts übrigens zur Onlineversion des Artikels…

Screenshot Artikel Salzburger Nachrichten
Auf der anderen Seite bringt mein Job es aber auch mit sich, dass ich so etwas nicht überbewerte. Ich freue mich drüber, aber – frei nach dem Kurier-Journalisten und Kabarettisten Guido Tartarotti: „Die News von heute sind das Meerschweinchenkäfigpapier von morgen.“
Aber dennoch: Ich freu mich. Ich finde den Artikel nämlich richtig schön….