
Das hätte ich ja niiiie gedacht! Find ich super, dass auf der Wolle die gleichen Warnungen stehen wie auf Tschickpackerln….
Also im Nichtkleiderkaufen bin ich um einiges besser als im NichtausDosentrinken….verdammt.
Dies ist ein purer Sympathiebeitrag – und ich weiß, dass das auch das Ziel der Organisatorinnen war 🙂 Ich war gestern netterweise aufs Bloggerevent von den Fesch’markt-Ladies eingeladen. Extrem coole Location (wobei, gar nicht cool, weil sie einen Kamin eingebaut haben, der mich vor Neid hat erblassen lassen), feine Stimmung, feines Essen (nachdem ich die vier Stunden zuvor brunchend im Dellago verbracht hatte, hab ich das aber ausgelassen), nette Workshops, sehr sympathische Organisatorinnen. Und außerdem bin ich nun stolze Besitzerin einer der berühmten Fesch’taschen – keine Sorge, war geschenkt. Noch dazu in limitierter Designversion….
Ich persönlich glaub ja, dass diese feschen Beutel bald mal die Viennaletaschen als Wiener Stylesymbol ablösen werden. Mädels, was ihr drei da auf die Beine stellt, find ich absolut grandios!!
Auf Hinweis einer Leserin hab ich mich gestern Abend – während ich einen unglaublich blöden Film ansah, meine Kreuzschmerzen auskurierte, mich erfolglos ums Wäscheaufhängen drückte, den zweiten bereits fertiggestrickten Pulli weiterhin nicht zusammennähte – hingesetzt und eine kleine Liste der Shops zusammengesammelt, in denen man entwederundoder ökologisch korrekt sozial fair hergestellte Mode bekommt.
Die Liste ist alles andere als vollständig, sondern das, was mir innerhalb einer halben Stunde eingefallen ist – also noch nicht viel. Sie wird aber laufend erweitert, versprochen. Also, nach „Ein Jahr lang nix kaufen“ und „Ich kauf euch das nicht ab“ gibt es jetzt zwecks vollständiger Verwirrung im obenstehenden Menü auch noch den Punkt „Da kauf ich„.
Fast fertig. Ich muss noch einen Kragen dranstricken, sonst schlabbert der Pulli aufgrund seiner zwei Kilogramm (!) und des etwas weit geratenen Halsausschnittes sehr bald rund um meine Knöchel. Bevor er ganz fertigfertig ist, gibts mal einen Ausschnitt. Und die Augenringe kommen vom Licht, bittesehr. Fuckse Energiesparlampe… (der Song ist übrigens wirklich ganz großes Kino in Sachen Dialektreimen!)

(c) nunette colour
Mir gefällts – der Liebste hat mir weiterhin zum endlich fertiggestellten Kettenhemd gratuliert….
viel zu tun, viel zu wenig geschlafen, Kreuzschmerzen, sieben Stunden sitzen vor mir, Internet geht nicht, keine Inspiration für einen Beitrag. noch Fragen? 🙂 wunderschönen Samstag….
Gestern war ganz überraschend mein beste Freundin, die seit vier Jahren in England weilt, in Wien. Die ich monatelang nicht sehen oderhören kann, und trotzdem gehts dann beim Treffen weiter, als ob wir uns vorgestern das letzte Mal unterhalten hätten. Und die Dame hat schon so einige Sager getätigt, die es in meinen permanenten Sprachgebrauch geschafft haben. Gestern war sie ebenfalls wieder gut unterwegs: Sie blätterte die CUT durch und meine furztrocken: „Ach, die postmoderne Burda ist also erschienen!“
Irgendwie bin ich heute drübergestolpert über eine Kampagne, die mir seither keine Ruhe lässt. Es gibt in mehreren Ländern weltweit die Campaign for Wool. Schirmherr ist der gute Ohrenkaktus-Charlie (womit ich sagen will: trendtechnisch jetzt nicht unbedingt weit vorne, das Ding), und Ziel der Kampagne ist, dass allgemein in der Textilindustrie mehr Wolle verwendet wird, und diese im wahrsten Sinne des Wortes mehr wertgeschätzt wird, damit sich das Halten von Schafen für die Farmer wieder rentiert.
Zunächst mal ist mir – meine Stricksucht wird wirklich langsam bedenklich – der Sabber geronnen bei all diesen schönen Bildern (vor allem denen auf Pinterest). Dann muss ich der Kampagne rechtgeben: Im Vergleich zu der Produktion von manchen (!) Kunstfasern ist die Wollproduktion nachhaltig. Die Rettung kleiner Farmer durch eine Imageverbesserung von Wolle ist ebenfalls sicher sinnvoll.
Aber.
Wie eine Leserin kürzlich treffend angemerkt hat, ist auch die Wollproduktion in der Masse, in der der Bedarf da ist, tierquälerisch. Und ja, ich verwende trotzdem Wolle – habe aber in letzter Zeit verstärkt darauf geachtet, auch diese aus biologischer und fairer Produktion zu beziehen, immerhin. Aber wenn ich mir meine heißgeliebten Strickgeschäfte so anschaue, sehe ich: Da besteht echt noch viel Luft nach oben.
Wenn diese Kampagne dazu führen sollte, dass mithilfe der Bilder der armen Kleinbauern mit ihren zehn Schafen im Endeffekt die Massenproduktion nach oben geschraubt wird, dann find ich sie nicht gut.
Und allein schon, dass mir bei einer Kampagne zur Imagehebung eines Materials, dessen Verarbeitung ich momentan verfallen bin, derartige Zweifel kommen …. macht mich fertig. Einmal angefangen, etwas „besser“ zu machen und mehr auf bewussten Konsum zu achten, macht man sich ein Minenfeld an möglichen Fallen auf. Das nervt schon gewaltig, dass das alles so kompliziert sein muss. Ich glaub, ich peile doch den Selbstversorgerhof mit meinen eigenen Schafen an…
Ich bin so unglaublich müde, ihr könnt es euch nicht vorstellen. Könnte aber auch daran liegen, das ich gestern bis halb zwei strickend am Sofa verbracht habe …. nur noch eine Reihe, eine Reihe noch…eine noch… aber dennoch hätt ich gern ein bissl Mitgefühl: Krank werd ich nämlich auch grad… 😦
Hier mein neuester Dosenlos-Beitrag.
Gähn.