Archiv des Autors: nunette

Fertig!

Dank der im Büro ausgemusterten Karabiner (ja, ich hab Kollegen, die sich auch mal wo abseilen) wirkt das Ding plötzlich wirklich sehr lässig:

(c) nunette colour

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Und mit den Ösen war ich auch viel zu ungeduldig – das hab ich dann doch lieber gleich mal selbst erledigt….

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Hoooked Zpagetti – nicht nur der Name ist cool

Wahnsinn, bin ich begeistert. Seit Wochen habe ich überlegt, wie ich mir diesen Pullover (ohne Muster!!) selbst mache, wenn ich doch keine T-Shirts zum Zerschneiden habe – daraus ist er nämlich gemacht. Weil ich nicht genügend Shirts in einer Farbe habe, die ich auch zerschneiden wollen würde. Und dann wies mich die Lady Grey auf was unglaublich cooles hin, das es grad beim Thalia gibt:

(c) nunette colour

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Das sind Baumwollreste, die bei der Kleidungsproduktion anfallen, und die zu Bändern geschnitten werden. Also im Grunde genau das, was ich selbst machen wollte, auf breiterer Basis. Hier steht in nicht immer komplett richtigem Deutsch eine genauere Beschreibung. Ich bin restlos begeistert…. wie cool, die Reste in der Massenproduktion gscheit zu verwerten, anstatt bestehende, schon genähte Shirts zu zerschneiden! Zweiteres ist natürlich auch ein guter, kreativer Zugang, aber diese Version erscheint mir schon sehr sinnvoll – und die Website trotz oder gerade wegen ihrer vielen Fehler im deutschen Teil sehr sympathisch.

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Vier Stoff-Flecken = eine Tasche

Irgendwas muss man mir ins Essen gemischt haben – ich geh grad über vor Näh-, Strick-, Selbstproduzierlust. Echt eine unglaublich inspirierende Nebenwirkung meines Shoppingboykotts. Ich wollt ja ausprobieren, wie lange das Selbstnähen von Kleidung und Accessoires dauert, aber mir hat echt kein Mensch gesagt, dass das so derartig viel Spaß macht, wenn wirklich was Herzeigbares dabei rauskommt!! Lustig, dafür macht das Kochen, das ich sonst so gern mach, grad keinen Spaß. Dauert viel zu lang und hält mich vom Nähen ab 🙂

Aaalso. Diese drei Stoffe mussten ganz dringendzu einer Tasche vernäht werden. Mussten, weil wir in Kürze zum Vater des Liebsten reisen und der hat eine Ösenzange, die ich für den Verschluss und den Henkel brauchen werd.

(c) nunette colour

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Nach VIEL Fluchen, weil das einfache Aneinandernähen von vier komplett schnittgleichen Stück Stoff NICHT gerade und seitengleich ausgegangen ist, ist das hier rausgekommen (und zwar bis auf die nicht ganz so graden Nähte exakt so, wie ich es mir vorgestellt habe):

(c) nunette colour

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Und jaaa, Geständnis: Es waren drei Säcke voller Stoff, die ich mir zugelegt hab letztes Wochenende. Eine neue Form des Lust-Shoppens. Dafür hab ich tapfer „nuuuujjjjein“ gesagt, als der Liebste mit mir zum Flohmarkt nach Schwechat wollte. Und im Thalia letztens hab ich mir auch kein einziges Buch gekauft. Dafür was anderes. Was un-fass-bar geiles, geniales, zum Blog passendes, tolles PFOAH! Das zeig ich aber erst später her, ätsch!

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Verarscht vom Online-Store

Bitte wie cool ist diese Idee?? We are knitters ist ein Onlinestore, in dem man sich superschön Gestricktes von der Haube bis zum Pulli aussuchen und bestellen kann. Und was dann ankommt, ist ein brauner Papiersack, in dem sich die richtige Menge an Wolle, Stricknadeln und die Anleitung befinden.

Was sich im ersten Moment anhört wie die größte Verarsche überhaupt (irgendwie, als ob einem im Restaurant einfach die rohen Zutaten einzeln serviert werden würden), ist meiner Ansicht nach ein megaschlaues Konzept – erstens sind die Designs einfach um Welten cooler als die klassischen Burda-Sabrina-Schlagmichtot-Strickheftanleitungen, zweitens springen die Produzenten (aus Spanien) komplett den DIY-Trend auf, und drittens: Jeder dieser selbstgestrickten Pullis ist individuell, hat seine eigene Geschichte und ist der Trägerin einfach mehr wert, weil sie selbst Arbeit hineingesteckt hat. Auch sehr brav: Sie achten stark auf Nachhaltigkeit, liefern Holznadeln statt solcher aus Plastik, das ganze in Papier verpackt, die Wolle – aus Uruguay – ist 100% acrylfrei, also kein Plastik drin, reines Naturprodukt. Es warat ja eigentlich wirklich einfach, beim Stricken nur nachhaltige Materialien zu verwenden – aber anscheinend muss man heutzutage dennoch schon wieder drauf hinweisen. Vor allem die Farben der Wolle weisen nicht zwangsweise auf ökologische Produktion hin. Trotzdem. Ich mag das Konzept. Und ich mag endlich wieder stricken….langsam könnte mein Arm es wieder zulassen, mal schauen.

nolita sweater von we are knitters

nolita sweater von we are knitters – ich find den wunderschön

Und wenn ich dran denk, was ich für mein Pulloverprojekt schon hingeblättert hab, sind die Preise für die Pullis halbwegs realistisch. Die für die Hauben und Schals allerdings nicht….wui, teuer.

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FM4 – der Beitrag.

Wie nett! Ich hätts sooo gern in der Morningshow gehört, weil Connected wird sich auch nicht ausgehen für mich, weil ich nicht at home, baby, sein werde, sondern at work…… aber dankedankedanke für die vielen lieben Rückmeldungen auf Facebook!

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Fast Fashion in den USA

Schon seit Ewigkeiten wollte ich über dieses Buch schreiben, das mein liebes Bruderherz mir auf Bestellung geschenkt hat – nachdem es aber nur so wimmelt vor beeindruckender Zahlen und Statistiken, interessanter Einzelgeschichten und spannender Side Stories, hab ich noch nicht die Muße gefunden, da mal einen innerlichen roten Faden für einen Blogbeitrag zu legen. Außerdem ist es sehr fokussiert auf den US-Textilmarkt und ich habe nicht recherchiert, inwiefern sich vor allem diese beeindruckenden Zahlen auf den europäischen Markt ummünzen lassen. Ausredeausredeausrede, gnagnagna, ich war einfach zu faul für eine Zusammenfassung und wollte aber mehr als „uuurtollsuperbuchlesenlesen!“ schreiben.

Ecouterre.com war schneller, die haben die Autorin nämlich interviewt. Elizabeth T. Cline gibt Antworten darauf, wie man der Verführung durch Fast Fashion entkommen kann.

Und wie ich selbst auch schon festgestellt habe, dass es für mich nach alle der Information über konventionelle Kleidungsproduktion, die ich im letzten Jahr wie ein Schwamm in mich hineingesogen habe, kein Zurück mehr gibt, sagt auch sie:

Has writing the book changed the way you approach clothing today?

There’s been a complete transformation in my life. For instance I never used to look at fabrication labels but now fabric is now the most important thing for me when I buy clothing, and I’m not saying that that’s how everyone needs to be; I’m just saying that it was a personal shift for me. I don’t want to wear polyester; I want to wear silk and Tencel and modal and things that feel really good next to my skin. I have most of my clothes tailored now. I learned how to sew. I certainly don’t make most of what I wear but I refashion a lot of it, so it’s like an old pair of jeans will become shorts. I alter most of my T-shirts, take out my skirts. I feel like I have a more interactive and meaningful relationship with what I wear, whereas before I would just walk into a store, get something off the rack, wear it one or two times and that was it.

In diesem Sinne: Ich will wieder zu meiner Nähmaschine, das beste Geschenk, das meine Oma mir je machen konnte!!

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Ich bin Pilot!

Nein, keine Umschulung am Wochenende hinter mich gebracht (das wär sich neben der Putzerei eh net ausgangen), sondern: Morgen in der Morningshow und in Connected auf FM4 gibts eine neue Serie : Labor Leben – Eine Versuchsreihe. Und ich habe die Ehre, mit diesem meinen Blogprojekt eine der (die?) Erste(n) zu sein, über die berichtet wird.

Labor Leben – Eine Versuchsreihe
Ein Jahr lang keine Kleidung kaufen? In einem gottverlassenen Landstrich Kulturprogramm aufstellen? Oder sich die Beine nicht mehr rasieren? FM4 will sie kennenlernen, die Projekte und Versuche, mit denen Menschen ihr Leben verändern.
Jeden Dienstag porträtieren wir Menschen, die sich eine Zeit lang gewissen Aufgaben stellen. Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Projekte selbst: mehr Bewusstsein für die Dinge um sich herum zu entwickeln, der Umwelt oder anderen Menschen Gutes zu tun, die eigenen Grenzen auszutesten oder sich weiterzuentwickeln.
Labor Leben – Eine Versuchsreihe. Ab 23. Oktober jeden Dienstag in der FM4 Morning Show und in FM4 Connected.

Zu hören in Connected (15-19) mit Claudia Unterweger

Ich bin schon gespannt, was sie aus meinem Kauderwelsch an Antworten zusammengeschnitten haben! Tirili, FM4, wie cool!

Und damits nicht so bilderlos abrennt: 2010 hatte FM4 echt wunderschöne Plakate

 

 

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Die Nunu-Konstante?

Zu gestern nochmal: Ich hab alles, was an Kleidung jetzt so auf diversen Sofas, Badezimmerkastln, Badezimmerböden, Vorzimmerhaken so herumgelegen/gehangen ist, im Schlafzimmer auf den sowieso schon bestehenden Stapel geworfen. Dieser Stapel ist jetzt HOCH. Ich würd mal sagen, ein halber bis ein dreiviertel Kubikmeter Wohnung ist jetzt…Kleidung. Und das Seltsame – da muss ich jetzt mal öffentlich nachfragen, ob es bei anderen auch so ist: Meine Kleiderschränke sind immer noch voll! Die macht man nicht auf und man denkt sich: Uh, die hat nicht viel, da fehlt einiges…nein! Zwei Schränke: Voll. Ein schmaler Schrank: Randvoll. Die beiden Kommodenladen: voll.

Äääähm…hä? Bitte wie geht das?

Hab ich da ein neues Phänomen entdeckt? Die Nunu-Konstante – ab einer gewissen Menge an Kleidung im Verhältnis zu einer gewissen Menge Kleiderschrank wirkt der Schrank immer voll, selbst wenn ein Großteil sich nicht im Schrank befindet?

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Radikalkur….oder so

Heute: Putztag. Die gesamte Wohnung aufgeräumt und geputzt. Nur eines tunlichst ausgelassen: Die Wäschestapel im Schlafzimmer, die sich türmen. Chaosqueen mit zuviel Kleidung. Und ich weiß: Verdammt, mir ist das zuviel Zeug! Nur wenn ich mich dann dran mach und radikal ausmisten will, dann hat plötzlich jedes Teil wieder eine Bedeutung. Bäh. Es türmt sich weiter und irgendwann in den kommenden Wochen werd ich dann hoffentlich doch mal radikal.

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Nicht öko, aber fair

Spät aber doch der heutige Blogbeitrag – der Tag war ausflugstechnisch lange und sehr fein (danke nochmal ihr Lieben aus Bruck!) – und begann mit einer Shoppingfahrt nach Kritzendorf. Bei dem war ich gestern Nachmittag schon und kaufte mir dieses unglaublich coole Kunstleder. Mit der Idee für ein Kleid aus Wolljersey mit Kunstledereinsätzen. Und befand sehr bald: Ich hab zuwenig davon gekauft. Also: Nochmal hin.

Ich weiß, beim Müller kriegt man nix, das auch nur im Entferntesten für ein GOTS-Siegel in Frage kommt – aber man kauft zu einem guten Preis tolle Stoffe und kann selbst produzieren. Ich reds mir grad nicht schön, ich weiß: Die Optimallösung ist das nicht. Aber ein guter Weg im Vergleich zur textilen Massenproduktion, oder?

Sind sie nicht schön, meine vier Funde?

(c) nunette colour

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Dieses Rosafarbene ist ein braunbeiger Batikstoff, der am Rand eben rosa ist – ich find Batik ja sonst nicht soooooo, aber der ist echt schön. Das links ist das geniale Kunstleder – von dem ich leider heute nicht mehr bekommen hab, das war weg 😦 Und jetzt geh ich grad über vor Ideen, was ich damit mach – und ganz ehrlich: Dieses Gefühl ist grad viel schöner als das nach dem Kauf eines fertigen Produkts. Das wird doch noch was mit mir und dem Nähen!

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