Archiv des Autors: nunette

kreative Gradeser

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Ich schulde euch noch einen Bericht aus Grado. also….es war sehr fein, und abgesehen von dem Wunsch des Liebsten nach silbernen Bocciakugeln gab es keinen Plan und auch kein Bedürfnis nach Shopping. Beim Schlendern durch die Altstadt dann jedoch dieses Geschäft entdeckt. Es roch bis draußen nach Plastik, und es gab von der falschen bis zur echten Markenware alles an Fetzen. Typisch Tourifalle.

Aber der Name!!!! Ich war begeistert. Bitte wie kommt man auf so einen Namen??? 🙂

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Markendodel Nunu (13)

„Meine Güte, warst du ein Markendodel“, meinte der Liebste ganz entsetzt, als ich ihm die folgende Geschichte erzählte. Vorgeschichte: Damals, frischpubertierend, wollte ich unbedingt eine echte L. haben. Ich war eifersüchtig ohne Ende auf die Theresas, Lucies und Andreas in meiner Schule, die in den echten L. herumliefen.

Meine Mama, glücklicherweise seit jeher mit einer sehr sehr sehr großen Portion Hausverstand ausgestattet, fand folgenden Kompromiss: „Kind, eine L. ist absurd teuer. Aus der bist auch gleich wieder rausgewachsen. Aber du bekommst eine L. Irregular.“ Also trug ich die gleiche Marke, aber eben zweite Wahl. Um weniger als den halben Preis. Und der einzige Unterschied: Ein winziges Fähnchen an der linken Popschtasche.

 

Bei den Zweitwahlhosen waren diese Fähnchen abgeschnitten, damit auch wirklich jeder sehen konnte, dass es keine „echte“ war. Also, sie war schon echt, aber eben mit irgendeinem kleinen Fehler. Ich trug die L. irregular mit viel Stolz, immerhin war es eine L. Aber den Fähnchenträgerinnen gegenüber fühlte ich mich immer noch unterlegen.

Glücklicherweise dauerte meine Fähnchenphase nur vielleicht ein halbes, dreiviertel Jahr. Inzwischen sind mir solche Marken-Statussymbole wurscht wie nur was. Aber bedenklich find ichs trotzdem. Und wenn ich mal wieder groß dahinmoralisiere, wie sinnlos und blöd doch dieser Markenwahn ist, dann werde mich einfach wieder dran erinnern, was für ein Markendodel ich war. Das machts nicht besser, aber nachvollziehbarer.

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Eines hab ich noch, eines hab ich noch!

Ha, doch noch was gefunden, bevor ich fahre (wobei, eigentlich wollt ich das ja in der Früh posten und den andern Beitrag am Nachmittag, hab da aber irgendwie einen Knoten in die Terminspeicherung gemacht…geschrieben hab ich beides in der Früh 🙂 ):

Wiedermal ein neuer Aspekt – ich hab schon ein paarmal drüber gelesen, hier eine interessante Doku: Was passiert eigentlich mit unseren Altkleidern? Und wie absurd viel schmeißen wir eigentlich an funktionaler Kleidung weg? Und dann wär da auch noch das Problem mit der afrikanischen Textilindustrie….

Ich find ja an sich diese Secondhand-Industrie nicht schlecht. Wir gehen da einfach ein bissl von den falschen Vorstellungen aus, wenn wir Kleidersäcke in den Container geben – da steckt einfach eine Industrie dahinter, und der Bedarf in Österreich ist einfach gedeckt. Dennoch glauben wir, dass all unser Gewand bedürftigen Leuten günstig oder gratis zugute kommt. Dieses Bild in den Köpfen der Leute erinnert mich immer an die Bio-Diskussion, die ich mit Kollegen mal hatte. Das Fazit daraus war: Die Menschen sind naiv. Weil die Werbung es vorgaukelt, glauben sie, dass der Bauer Martin seine zwanzig Eier von seinen Hendln aus Freilandhaltung, denen er täglich eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt, in der Früh in der lokalen Supermarkt-Filiale abgibt. Dass da eine inzwischen riesige Industrie dahintersteckt und daher diese Landromantik einfach nicht ist, geht vielen nicht ein (deshalb find ich die Tonalität vom Bio-Schmäh auch ein bissl lächerlich, das ist einfach künstliche Betroffenheit).

Aber dennoch: Der Hausverstand (meiner, nicht der vom Billa) sagt mir, dass ich das Gwand, das ich hergeben werde, entweder zu Tauschparties tragen werde, umnähen werde oder guten Freunden geben werde, die noch viel Tolleres draus umnähen. Damit cooles Neues draus entsteht und meine Lust am Neukauf geringer wird.

Was nicht heißt, dass wir Wohlstandsmenschen Ärmere nicht unterstützen sollten. Aber dann bitte direkt. Kleidersäcke in der Gruft abgeben oder so.

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Halt! Hiergeblieben!

Ich muss euch noch was präsentieren, worüber ich im Netz grad gestolpert bin (an dieser Stelle danke an die liebe Tatwort-Frau meines Vertrauens, die ist „schuld“ dran): Ein Online-Magazin – in dem man so richtig schön blättern kann -, in dem es drum geht, Eco-Mode en vogue zu machen. Und genau so heißt das Ding: Eco en Vogue. Ich finde, die haben eine richtig nette Vielfalt an dargestellten Designs und Designern….was meint ihr?

Und: Wer outet sich und gibt zu, die Dame ausm Trash-TV zu kennen? Ich schon 😉

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Tomatenmark mit passiertem Gemüse…oder: und Tschüss!

Sooodale, meine Lieben – ein allerletztes Mal in diesem Jahr verzupf ich mich nochmal Richtung Meer. Zwar ans nicht so schöne Meer wie in Kroatien, aber fast noch ein bissl näher und außerdem mit lieben Freunden. Sonntagabend hier in diesem Kino gehts weiter.

Hab nur eine kleine Sorge: Der weibliche Part des befreundeten Paares ist eine sehr hübsche, modebewusste Lady – mit seehr ähnlichem Geschmack, aber seeehr anderer Größe wie ich -, die ich bereits Mitte März folgendermaßen beschrieben habe:

Jenni ist eine sehr liebe, sehr kleidershopping-fanatische Freundin von mir. Sie sagt sogar, sobald sie sich etwas gekauft hat, denkt sie schon beim Verlassen des Geschäfts an dieses weitere Teil, das sie da drin gesehen hat, sich aber nicht leisten konnte, weil ja das andere Teil und so und überhaupt. Kürzlich hatte Jenni überraschend eine hohe Steuerrückzahlung. Und ihre erste Reaktion: “Super, was kauf ich mir dafür?”

Und dort, wo wir hinfahren, ist eine charmante kleine, aber sehr touristische Innenstadt – mit Geschäften, die bis weißgottwann in der Nacht offen haben. Die Kombi Jenni und offene Geschäfte nachm Abendessen wird schwierig. Ich denk mal, ich machs wie letztes Jahr: Tomatenmark mit passiertem Gemüse drin (könnt ich mir aufs Butterbrot schmieren!!), Käse und Nudeln kaufen…..ich vermute mal, schachtelweise 🙂

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Zeichen der Zeit

Neulich auf Facebook bei einer Bekannten gefunden:

(c) Petra Gaischin / facebook

(c) Petra Gaischin / facebook

Petra hat Jeans und diverse Markenshirts (Diesel, Killah, Herrlicher, …) gekauft. Der Beweis, dass so ziemlich alles, was wir modetechnisch kaufen, komplett überbezahlt ist – weil unter den Einkaufspreis gehen Shops nie runter. Auch das Fünfeuro-Shirt vom Textilschweden, um die Hälfte runtergesetzt, war im Einkauf immer noch billiger als Zweifuffzig. Ich frag mich nur grad, ob die Petra da extrem schlau eingekauft hat und man es ihr nachmachen sollte – oder ob diese Rechnung mehr denn je ein erschreckendes Zeichen der Zeit ist.

Edit: Korrigiere, Nukimama hats mir erklärt – in bestimmten Situationen ist es möglich, dass man Kleidung unterm Einkaufspreis bekommt. Weitere Details im Kommentar. Ich wage aber dennoch die Vermutung: Die gute Petra hat da sehr sehr viel Geld eingespart, das nicht in die Produktion oder Logistik, sondern direttamente in PR und Marketing der Modemarken gegangen wäre.

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Meine persönliche Heldin

Erstens: Vielen vielen vielen Dank an die Konsumrebellin für den Hinweis auf die folgenden Inhalte.

Da gibt ed nämlich eine Dame, die ist wirklich leiwi. Sina Trinkwalder nämlich.

Warum die so leiwi ist, die Dame? Weil sie aus all ihrem Ersparten eine Textilfabrik gründet, und sechzig Personen einstellt, die auf dem Arbeitsmarkt chancenlos sind und als „zu alt, zu krank, zu ausländisch“ abgestempelt sind. Und das Ding funktioniert! So gut, dass sie einen Megagroßauftrag an Land zieht, mit dem sie eigentlich nochmal dreißig neue Leute einstellen könnte – nur fehlen ihr die Industrienähmaschinen. Nachdem ihr niemand Geld gibt (wunderschönes Zitat: „Für das Wirtschaftsministerium sind wir nicht ökonomisch genug, für das Sozialministerium nicht sozial genug und für das Finanzministerium nicht liquide genug“) – sammelt sie das jetzt. Hier und hier und hier.

Ich find die Frau so toll, so unglaublich mutig. Ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde. Was mir auch extrem gut gefällt: Sie wirkt so easy. Einfach mal dahingetwittert oder ein Foto vom Umzug in die neuen Fabrikshallen gepostet, macht einfach sympathisch. Ich hoffe, ihre Seite ist bald wieder online, damit ich mir schon mal notieren kann, was ich ihr in einem halben Jahr alles abkaufen werde 🙂

In der Zwischenzeit: Hier gehts zum Artikel auf Spiegel Online, der für den Servercrash von manomama.de verantwortlich ist.

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Reine Baumwolle?

Bin immer noch alles andere als fit, drum zeichnen sich meine Beiträge derzeit durch Kürze und (oder statt) Würze aus…

Habe am Wochenende zwei unglaublich nette Frauen kennengelernt und bin mit ihnen auch über das ganze Rohstoff-Baumwoll-wasweißich-Thema ins Reden gekommen. Eine von ihnen hat mir dann eine Frage gestellt, die man eigentlich beim Unnützen Wissen von NEON einreichen könnte:

Wusstest du, dass Produzenten bereits bei einem Baumwollanteil von nur 60 Prozent auf das eingenähte Label „Reine Baumwolle“ schreiben dürfen?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das glauben kann – und scheitere schon wieder an der Recherche, irgendwie lässt Google mich in letzter Zeit im Stich… aber ich verspreche, ich bleib dran. Das wär ja echt die Höhe…

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what not to wear

An einem Tag wie heute frage ich mich nicht, was ich noch anziehen kann, sondern was ich eigentlich alles nicht anziehen kann. 35 Grad, bedeckt, und ich darf nicht auf meinem Sofa liegenbleiben.

Ist euch eigentlich bei einer solchen Hitze überhaupt nach Shopping? Würd gern wissen, wie sich Extremtemperaturen auf das Shoppingverhalten der WienerInnen auswirkt….

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