Archiv des Autors: nunette

Go Shopping!

Bei mir heißt Urlaub immer: Lesen. Der Liebste langweilt sich immer vor sich hin (selbst was lesen ist seit einem schweren „Vielzuviele-Skripten-für-die-FH-lesen-müssen“-Trauma nicht mehr), und ich les pro Urlaubswoche mindestens drei Bücher. Meistens die, in die ich im Alltag nicht gscheit „reinkomm“, weil sie volle Konzentration erfordern und man nicht kurz zwei, drei Seiten lesen, dann doch wieder auf Facebook oder auf den Blog schauen, kurz in die Küche, was trinken, doch wieder lesen, hoppla, Blumengießen, nochmal drei Seiten, Mama ruft an, weiterlesen kann.

Eines dieser Bücher diesmal war „Go Shopping!“ von Eva Tenzer. Und ich kanns echt sehr empfehlen. Tenzer will uns nicht das Shoppen austreiben, sondern erklärt nur sehr humorvoll und wissenschaftlich basiert, warum wir eigentlich unbedingt shoppen wollen. Und da gibt es echt viele Gründe, einige davon kommen mir seehr bekannt vor. Durch Shopping belohnt man sich (check), die bösen Marketer haben inzwischen das Neuromarketing entdeckt und sprechen unser Shoppingverlangen im Unterbewusstsein an, Neugier bedeutet ganz klar die Gier auf Neues (check), und die ist uns angeboren, wir statten uns wie die Tierwelt mit Schönem aus zwecks höherer Attraktivität zwecks Fortpflanzung (sooowas von nicht check!!), und und und ….. Tenzers eigene Schlussfassung: All ihre Erkenntnisse und Recherchen bewahren sie jetzt nicht vor weiteren Shoppinganfällen. Aber sie weiß jetzt, warum sie sie hat. Und warum sie gerade diesen einen Strohhut haben wollte.

Liest sich super, hier der Fotobeweis (mit Tuch über den besonnenbrandeten Knien…)

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Übrigens, weils mir letztens aufgefallen ist: Wenn ich Amazon-Seiten verlinke wie hier am Foto, dann ist das nur zu eurer Information, ich hab da nix davon, keine Prozente und gar nix. Kenn mich gar nicht aus mit dem System. Nur: Nirgendwo sonst im Internet kann man besser nach Büchern suchen. Kaufen bitte in der Buchhandlung eures Vertrauens vor Ort! Danke!

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Die tabubrechende Hose

Ich muss jetzt was gestehen – diese Jeans ist meine Lieblingsjeans (und dieser See mein Lieblingssee. Und ja neben mir stehen Plastikflipflops. Neue, nicht aus Plastik, gibts nächstes Jahr).

(c) der Freund

(c) der Freund

Diese Hose hat jedoch ein Geheimnis. Ich habe sie mir mal in einem Anfall von Neugierde gekauft. Diese Hose ist eigentlich für Schwangere gedacht und hat überm Bund noch Baumwollstretch. Anfangs wars mir uuuuuurpeinlich. Inzwischen: Ich liebe sie. Niemals kalte Nieren beim Radfahren. Keine Schwimmreifen, wenn man nachspeisentechnisch mal wieder wiederholt über die Stränge geschlagen hat. Ein tief sitzender Bund, der bei optimaler Verdeckung des Baumwollteils aussieht wie die Übersuperhüfthose, etwas, was bei mir sonst immer in Maurerdekoltee (ohne Arschgeweih!) endet.

Lange war sie mir sehr sehr peinlich, die Hose. Einmal, in einer Mädchenrunde, gab ich es nach einszweivierzehn Gläsern Prosecco verschämt zu. Die Reaktionen (von Müttern UND Nichtmüttern unter meinen Freundinnen): „So eine hab ich auch!“, „Die sind so bequem!“, „Die hab ich nach der Schwangerschaft weitergetragen!“, „Wie genial, wieso bin ich noch nicht drauf gekommen, mir so eine zu kaufen!“ und „Ich hab drei davon und kein Kind, noch Fragen?“

Tabu Schwangerschaftshosen, quasi. 🙂 Meine ist vom Textilschweden und hat im Ausverkauf genau 12 Euro gekostet. Jetzt frag ich mich grad, wo ich solche in Bio und/oder Fair herbekommen könnte.

Ach ja, und der See ist wirklich cool. Und arschkalt, übrigens.

(c) Der Freund

(c) Der Freund

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Impressionen eines Shoppingfreien Urlaubs (einfach, weils so schön war)

Tut jetzt thematisch rein gar nix zur Sache, sondern soll nur fototechnisch den Blog etwas aufpeppen.

Katzinger, wunderschön und verfressen, wir haben uns eine Fischplatte geteilt.

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Unten: Nunu, glücklich. Und in einem der Barcelonaschen Panikkäufe.

(c) nunette colour

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Diese Farben!!!

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Auf Cres wird dringend neues katzisches Genmaterial benötigt, jede zweite Katze dort schernglt. Wobei: wirklich entzückend!

(c) nunette colour

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Nein, ich hab nicht zugenommen…

(c) nunette colour

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Refashionista

Mein Name ist Nunu und ich liebe Blogs. Hab schon wieder einen gefunden, der von nun an mindestens einen Klick pro Tag mehr in seiner Statistik aufweisen wird: www.refashionista.net 

Auch Jillian kauft altes Gewand und näht es um, hier ihre Selbstbeschreibung:

 For one year, I’ll be wearing your rejected rejects…clothing that was donated, but too damaged to sell, and destined for the landfill. The lovely folks at Revente’s Last Call, Revente, and Sid & Nancy have been kind enough to donate their damaged stuff to help make my wardrobe for a year.
That’s right…I will be remaking something new every day for one year.

It doesn’t end there, folks. I’ll be donating everything I remake to Revente’s Last Call, where all profits go to the Women’s Shelter.

However, I might throw in an occasional 50 cent or $1.00 piece, just to keep things interesting. 😉

In a nutshell:

*Yay! I’m helping keep clothing out of the landfill!

*Yay! I’m helping women in need!

*Yay! I’m using my creativity to do something more than a little nutty!

I really hope I’m clever enough for this. 🙂

Neuestes Beispiel:

Vorher (c) refashionista.net

Vorher (c) refashionista.net

Nachher (c) refashionista.net

Nachher (c) refashionista.net

Nicht schlecht, oder?

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Das Dirndl-Kindheitstrauma

Der Urlaub in der Steiermark in der Ferienwohnung, die meine Großeltern länger besitzen als es mich gibt, hat mich wieder daran erinnert: Ich habe es gehasst. Es war oben aus festem, kratzigem grünen Stoff, unten Rosa mit blass-speib-lila Schürze. Es war unbequem. Und dazu noch diese elendiglichen gehäkelten Stutzen und diese Blusen, die gezwickt haben am Arm. Bähbähbäh. Ich hasse Dirndl. Ich hasse auch das ganze trachtige Traditionsdrumherum von Dirndln. Halt, anders. Ich mag einige der hier vorherrschenden Traditionen a la Kirtag oder Gstanzl oder Almraungerln gern, finde sie witzig, aber hallo, wozu braucht man da solche in meinen Augen unglaublich hässlichen Frauenoberbekleidungen dazu? (Das Dirndl von der Ex-Mitbewohnerin ist ausgenommen, das hat steil ausgeschaut mitm roten Gürtel statt Schürze..)

Ja, das war mal funktionale Kleidung, und ja, durch die Farben hat man sich sowohl in Sachen örtlicher Herkunft als auch in Sachen Familienstand geoutet. Aber heute? Städterinnen schnallen sich die Titten hoch, legen ein paar Perlen drauf, und schon hat man ländlichen Touch? Ja, ich könnt mich da noch länger hineinschwurbeln, meine Abneigung ist – wohl auch aufgrund des alljährlichen kindlichen Anziehzwangs , siehe Foto – nicht enden wollend. AAAAAAber: Echte Dirndl sind aus traditionell bedrucktem Stoff regional oder zumindest in einer der großen Dirndlmanufakturen in Österreich oder Deutschland genäht. Natürlich gibt es da auch schon die Massenproduktionskonkurrenz aus Fernost, erst kürzlich gesehen an den Kellnerinnen bei einer bekannten österreichischen Raststationskette (die mit den Häferln). Aber ein gutes Dirndl ist angepasst, im Optimalfall auf den Leib geschneidert. Das heißt, Dirndlträgerinnen müssen zumindest kein schlechtes Gewissen haben. Immerhin. Liebe Dirndlfans: Ihr seits quasi ausm Schneider (ein Wortspiel als Treppenwitz, auch nicht schlecht…)

(c) nunette colour

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Und weil wir grad bei Kindheitstraumata sind: Immer kurze Haare. Immer für einen Bub gehalten worden. Wenn neue Leute gefragt haben: „Mei, wie alt ist er denn, der Kleine?“ (vorausgesetzt, ich war NICHT im Dirndl), knurrte meine Mutter immer nur harsch: „SIE ist vier. Und hat Ohrringe, sehens das nicht?“…..anstatt mir einfach zu erlauben, mir die Haare wachsen zu lassen. Fürchterlich war das. Gemein. So. Fertig mit öffentlicher Aufarbeitung meiner Kindheit. NIEMALS werde ich ein Dirndl besitzen. NIE.

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Fachwissen: Bestanden, Outfit: Durchgefallen

Ich bin der Meinung, kleidertechnisch für alle Eventualitäten in meinem Alltag ausgerüstet zu sein. Allerdings schaffe ich  es hin und wieder, in meiner Kleiderauswahl etwas daneben zu liegen. Und so auch heute. Aber ich kann ehrlich nix dafür. Es war etwa drei Uhr und wir waren mitten in einem stundenlangen Meeting, als der hochgeschätzte Kollege R. mich fragte, ob ich ihn spontan um fünf zu einem Termin mit Mitarbeitern eines Ministerbüros begleiten würde. Weil die einen neuen Pressesprecher haben und ich soll doch kennenlernen und so. Na klar würde ich da mitkommen!…war meine erste Reaktion.

Dann schaute ich an mir herab. Nun ja, in meinem Outfit festigte ich das Öko-Birkenstock-Image von Umwelt-NGOs. Ich hatte ebensolche an (zu meiner Ehrenrettung: Es sind die Birkenstock-Zehenschlapfen, die coolen, nicht die mit den zwei Schnallen), dazu ausgeleierte Leggings und ein altes übergroßes Jeanshemd-Tunika-Ding, getoppt von meiner im Urlaub häufig und seither nicht gewaschenen schwarzen Weste. Warum dieses Outfit überhaupt zustande kam? Leute….erster Arbeitstag nach zwei Wochen Urlaub. 500 ungelesene Mails und dann noch zwei interne Marathonsitzungen. Da war mir wirklich von der Früh weg an nach gemütlich, bequem, pfeifdrauf.

Nun ja. Nicht nur, dass es etwas für sich hatte, dass ich in ebenjenem Outfit (für das ich mich mächtig genierte) neben dem neuen Pressesprecher saß, der sich aus seinem Anzugsakko schälte, bevor er sich setzte, auch seine Kollegin war aus dem Ei gepellt fesch. Sie kannte mein Projekt bereits, als ich ihr beim Gehen davon erzählte. Ich hoffe, sie denkt jetzt nicht: „Nix kaufen, und nix zum anziehen. Na prack.“ Aber immerhin konnte ich feststellen: Ich hab in drei Jahren NGO-Arbeit doch so einiges an Fachwissen angesammelt. Und mir angewöhnt, neue Leute grundsätzlich mit „Du“ anzureden. Die Birkenstocks wandern trotzdem ab sofort wieder ins Regal.

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kompostierbare Puma-News

Gestern auf ORF.at:

Puma will kompostierbare Trikots auf den Markt bringen

Der Sportartikelhersteller Puma setzt weiter auf ökologische Investitionen. Wie die „WirtschaftsWoche“ berichtete, will Puma im kommenden Jahr als erstes Unternehmen kompostierbare Trikots auf den Markt bringen.

„2013 werden wir die ersten Produkte anbieten, die komplett biologisch abbaubar sind“, zitierte das Magazin Puma-Chef Franz Koch.

Auch bei Verpackungen will Puma demnach auf Nachhaltigkeit setzen und konventionelle Schuhkartons durch Ökostoffbeutel ersetzen. „Bis Jahresende wollen wir weltweit 80 Prozent unserer Schuhe in ‚Clever Little Bags‘ verkaufen“, kündigte Koch an.

Ich muss echt lernen, mir nicht gleich „Mah, großer Konzern, ist sicher wieder nur irgendein Greenwashing-Scheiß“ zu denken. Hab ich in diesem Fall nämlich auch. Dabei sind das doch wirklich gute Neuigkeiten. Hoffentlich. Man wird einfach misstrauisch, wenn man erfährt, dass bei so vielen angeblich „guten“, „grünen“ Projekten in Wahrheit wiedermal nichts als Profitstreben dahintersteckt. In diesem Fall wird die Gschicht mit den komplett biologisch abbaubaren Produkten wohl sowas werden wie die Bio-Levi´s-Jeans (sie haben eine Jeans, die ist vom Baumwollanbau bis zu den Knöpfen und Nähten komplett bio und fair – EINE. von SEHR SEHR SEHR vielen unterschiedlichen Modellen…). Aber die Sache mit den Ökostoffbeuteln statt Schuhschachteln find ich ehrlich gut. Freut mich!

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Und die nächste Herbstkollektion, diesmal in Habenwollenfarben

Die zweite Woche Urlaub fand in den österreichischen Bergen statt. Auch dort waren die Eindrücke – abgesehen vom Neon – modisch nicht unbedingt erhebend. Über meine höchstpersönliche Abneigung gegen traditionelle Schürzenbekleidung komm ich ein anderes Mal, und in den Bergen war mir bequeme und vor allem funktionale Kleidung um einiges wichtiger als Optik. Glücklicherweise wars dem Liebsten wurscht, der mag mich auch in aufgekrempelter Hose, Funktionsshirt und ausgelatschten Converse. Sagt er zumindest.

Doch ein Unterschied war da: Das Internet am Handy funktionierte. Zum allerersten Mal im Urlaub seit Jahren ging ich nun also doch ins Internet. Und da war: Die neue Herbst/Winterkollektion von Cora Kemperman. Auf vielen schönen bunten Fotos. Und ich bin mal wieder zerflossen vor Habenwollen. Ich weiß, 2013 wird Promod, Vero Moda und all den anderen Massenproduzenten so gut es geht abgeschworen, aber Cora, my love, werde ich 2013 ga-ran-tiert besuchen fahren. Oder „liefern lassen“, so wie ich es mit meinem letzten Lieblingsstück von Cora gemacht habe: Weste auf der Homepage gesehen, eine ehemalige Kollegin aus dem Amsterdamer Büro vor dem Besuch des Wiener Headquarters mit dem Kauf beauftragt und tschakka, schon hatte ich sie, die Weste. So zwei, drei Stücke lachen mich schon wieder an. Aber dieses Jahr darf ich ja nicht… Aber nächstes Jahr, haarhaarr, da fahr ich mit der lieben Aniger auf ein Mädelswochenende nach Amsterdam und werde wieder dürfen – bei Cora Kemperman sogar sowas von! Doch davor muss ich noch zwei Dinge erledigen. Erstens: Rausfinden, wann Winterschlussverkauf ist, und zweitens: Sparensparensparen. Und nein, diesmal denk ich beim Anblick der Fotos nicht ans Selbst-Nachnähen. Erstens, weil ich es sicher nicht so gut hinbekomme – CK-Teile erkennt man stilistisch einfach als CK, zweitens, weil CK Shopping mit gutem Gewissen ermöglicht, und drittens, weil ich mich einfach wieder aufs Shoppen freue.

Hier mal wieder ein paar Screenshots, alle (c) corakemperman.nl

Ich steh auf diese Hose:

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

Wenns das rotschwarze Teil links im Frühjahr noch gibt (was ich sowieso nicht vermute), dann, ja dann….

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

Die Weste bitte….und den Hund.

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

Ich mag ihre einfachen Schnitte, die saucool ausschauen, siehe das Kleid da unten. Mit dem Schal und dem Bolero – einfach nur cool. Find ich halt.

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

 

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Der neue Katalog vom Textilschweden

Auch bei mir ist er im Postkastl gelandet: Der große Herbstkatalog vom Textilschweden. Und ich genieße es grad ungemein, zuhause am Sofa zu lümmeln und ihn durchzuschauen, und in Ruhe den Urlaub ausklingen zu lassen (nur halt erstmals ohne Katzi am Schoß – den ich noch mehr vermisse, seit ich die Katzenwelt von Kroatiens schönster Urlaubsinsel wahrscheinlich kollektiv vorm Verhungern gerettet habe. Ein halbwüchsiges Würschtl hats mir mit einer Kratzwatschn gedankt, undankbares Gfrast. Ok, vielleicht hätt ich sie auch nicht gar so viel frotzeln sollen…).

Nach erster Durchsicht des Katalogs einige Feststellungen:

  • Es gefällt mir so gut wie kein einziges Outfit. Vieles, weil es einfach nicht meinem Stil entspricht. Die Dinge, die zwar stilistisch gut passen würden, schauen mir – hey, Fortschritt, die Denkweise ist wirklich auch in meinem Bauch angekommen – viiiiel zu sehr nach austauschbarer Massenware in schlechter Qualität aus (Bsp: Ich würde liebend gerne mal meinen Dufflecoat aus dem Jahre 1994 gegen einen neueren, etwas taillierten austauschen – aber ich weiß jetzt schon: der da im Katalog ist zwar fesch, aber sicher nur halb so warm und vor allem viermal so schnell hin wie mein aktueller).
  • Ich habe mir den Katalog unter der Prämisse: „Wenn ich was seh, überleg ich, ob ichs nachnähen kann – mit heftiger Unterstützungen von den Freundinnen, die auch wirklich nähen können“ durchgeschaut. Immer noch: Nix.
  • Ein einziger Strickpulli ist nett. Was mich wieder daran erinnert hat: Bis Ende 2012 habe ich mir einen Pullover gestrickt. Darauf freu ich mich. Bin eh schon ganz heiß aufs Stricken, so sehr, dass ich in der Ferienwohnung fünf Nadeln und ein Wollknäuel aus Omas Handarbeitskiste rausgefischt hab und losgelegt habe. Bin leider nicht fertig geworden mit dem Haubi, wird nächstes Jahr beendet 🙂
  • Ein paar Seiten des Kataloges sind jedoch so super, dass ich jeeede Menge Geld dort lassen könnte: Die Home-Abteilung. Hach, so hübsche Sachen. Und ich habs doch so gern stimmig und schön zuhause…. Aber das Zeug kommt wahrscheinlich exakt aus der gleichen Ecke der Welt wie die Kleidung, und ist noch dazu noch viel einfacher nachzunähen. Nur wo krieg ich so coole Stoffe her?!

 

 

 

 

 

 

 

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Urlaub #1

Urlaub. Schön wars!! Der Liebste und ich haben Kroatien als Urlaubsziel Number one entdeckt – nicht weit weg, traumhafte Strände ohne Sand (=erstens sauberes Trocknen und zweitens unglaublich gute Unterwassersicht), schöne Landschaft und preislich bezahlbar. Habe zwar einige Male beim Anblick schöner Kleider an hübschen Frauen unbändige Shoppinglust gehabt (dieses verwaschen graugrüne Kleid mit dem Häkeleinsatz an Schultern und Rücken will mir nicht aus dem Kopf gehen…), aber erstens gabs auf der Insel sowieso nix, und zweitens waren 80 Prozent der Leute einfach fürchterlich gekleidet. Plus: Inzwischen schau ich mir die Sachen an anderen an und denke nur noch: Diese Massenproduktion! Alles made in China oder Bangladesch oder Türkei oder oder oder! Ich kann Mode, wenn man das, was ich dort an Familienmütter- und Großväterkörpern gesehen habe, als das bezeichnen kann, nicht mehr als das sehen, was sie ist – sondern nur noch als Produkt gemeiner Massenproduktion. Habe mich dann aufs Anschauen von Fischen und dem Meer konzentriert, dieses wunderschöne Türkis, das es nur an Felsen- und Kiesstränden gibt, fantastisch. Und zu meiner Überraschung wirklich noch so einiges Meeresgetier (die griechischen Meere sind ja quasi leer, da gibt’s nichts mehr zu sehen außer Autoreifen).

Was ich außerdem beobachtet habe: Ganzganzganz schlimm, aber Neonfarben scheinen bei der gemeinen Kroatienurlauberin grad recht hoch im Kurs stehen, ganz egal, ob das, auf dem das Neon aufliegt, betonungswürdig ist oder nicht. Eine junge Dame – zugegebenermaßen mit einer Figur zum Niederknien – rannte mir in einer neongelben Hotpant über den Weg, so neon, dass mir die Augen wehtaten. Haben nachher überlegt, ob das eine „Schau-mich-an!“-Hose sein sollte, oder eine „Wenn-du-mich-anschaust-tun-dir-die-Augen-weh-also-lass-es“-Hose. Foto machen hab ich mich dann aber doch nicht getraut. Der Begleiter sah böse aus.

Dass ich nicht die ganze Zeit über Kleidung, ihre Herkunft und mein Projekt nachdachte, war übrigens erholsam. Nur die Bloggerei hat mir etwas gefehlt – ich freu mich, wieder hier zu sein! Fotos werden übrigens nachgeliefert, das Übertragungskabel ist verschollen.

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