Archiv des Autors: nunette

Wie leben? Wie diskutieren?

Ist recht kurzfristig, aber ich bin morgen eingeladen, bei einer Podiumsdiskussion meinen Senf abzugeben:

Das IDRV mit seiner bereits 5. Diskussionsrunde zum essentiellen Themenkreis rund um „Design for Sustainability“ geht dieses Mal in medias res: was sind praktikable Ansätze für zukunftsfähige Lebensstile?

Wie können wir die zahlreichen bereits vorhandenen Ideen und Initiativen integrieren und Signale des Optimismus für eine Kultur der Nachhaltigkeit aussenden?

Wir diskutieren mit:
Christoph Breuer, Kairos – Wirkungsforschung & Entwicklung GmbH, Bregenz
Nunu Kaller, Bloggerin, Selbstversuch: Ein Jahr ohne Kleiderkauf, Umweltaktivistin, Wien
Maren Richter, Kuratorin und Kunstkritikerin, Linz

Mit dem Klick aufs Bild gehts zur Veranstaltungseinladung!

wieleben

Getaggt mit ,

Abendliches Genadele

An alle, denen der heutige Tag, der aufgrund von mir verhasstem Novemberhochnebel nicht hell werden will und auch ansonsten sich bereits etwas anstrengend gestaltet, am Nerv geht: Heute Abend können wir uns in den Breitenseer Lichtspielen bei Film und Gestricke entspannen! DLIFF_Plakat_RZ_01_Layout 1 Um halb sieben gehts los!

Getaggt mit , , ,

„Nix von Schickimicki macht auf Bio!“

Ich darf nicht abheben, ich darf nicht abheben, ich darf nicht abheben …. und das ist grad schwer. Wenn die viele Aufmerksamkeit letztes Jahr schon eine Bauchpinselei ist, ist das, was da jetzt gerade passiert, wie ein Bad in flüssiger Schokolade. Gaarn.de verlost drei Ausgaben des Buchs. Teilnahmebedingung: Den Blogbeitrag kommentieren.

Und was les ich da?

yeah, das ist gerade genau mein thema! das wäre die perfekte lektüre für mich!

viele grüße
doro

Ein Jahr finde ich sehr mutig – die Verlockungen sind doch sicherlich sehr groß. Ich bin auf das Buch gespannt.
Viele liebe Grüße
Anke

Interessantes Thema, nachhaltig inspirierend.
Die ideale Lektüre für den Winter!

Also nachdem ich auch jeden Tag Nunus Blog lese, würde ich mich über das Buch unheimlich freuen..

Auch ich bin begeisterte Leserin von Nunus Blog und bin gerade dabei auf „selber machen“ umzusteigen. Das Buch wäre die ideale Inspiration und Hilfestellung für mich 🙂 würde mich narrisch darüber freuen 🙂

Ich finde es sehr schön, das ihr über dieses Buch informiert. Habe schon über Nunus Blog davon erfahren und wollte es mir zu Weihnachten schenken lassen. Vielleicht gewinne ich es früher und kann es dann (ausgelesen) weiterverborgen. 🙂

Viele Grüße, Laura

Hallo! Ui, so gerne möchte ich Nunu´s Buch gewinnen – und vor Freude dann sogar springen! 🙂 glg Elisabeth

JAJAJA!!!!!
ichwillichwillichwill!!
weil->absolutDASwichtigethema“
und-> nixvonschickimickimachtaufbio !
sondern-> echt gelebtvollundganzdabei!

ich will auch gewinnen! der blog ist schon so toll!

Also nach Schokobad fühlt es sich grad wirklich an, unfassbar. So richtig umgehen kann ich damit immer noch nicht, es ist irgendwie unangenehm und doch toll. Ich hoff nur, dass es auch so weitergeht, wenn das Buch dann wirklich draußen ist (27.11.!) und die ersten das Buch auch wirklich gelesen haben….. irgendwie fürcht ich mich schon langsam vor den ersten Kritiken und Rezensionen.

Getaggt mit ,

Second Hand um Neupreis?

Ich bin heute Nachmittag aus Hirnauslüftungsgründen eine Runde spazieren gegangen. Bei mir im Hieb. Es war mal wieder eine Wundertüte an Sozialvoyeurismus. Als erstes Mal die gelangweilte Mutter in der Straßenbahn, die mit dem Handy spielte, und auf die Aussage ihres etwa 6-7-jährigen Kindes „Mama, ich kann nicht so gut zählen, wie gehts weiter nach zehn?“ mit den Schultern zuckte und nichts sagte. Dann die unglaubliche Menge an Würschtlständen, die mir so nie aufgefallen ist – auf der Hütteldorfer gibts ja echt an jeder Kreuzung einen! Und dann eine erschreckende Beobachtung vor der Humana-Auslage.

humana1

25 Euro für ein kurzes Kleid von La Redoute

humana2

Und hier nochmal – ein Pulloverkleid, abgewetzt an Ärmeln und Achseln, um 25 Euro

Ich weiß, das widerspricht jetzt meiner üblichen Leier von „Kleidung ist unterbezahlt wie nix anderes“, aber ganz abgesehen von der Tatsache, dass Humana sowieso einen üblen Beigeschmack hat, bekommt man doch solche Teile um diesen Preis in neu. Nochmal: Das heißt nicht, dass ich das gut finde, aber ich glaube nicht, dass die KonsumentInnen bei diesen Preisen zu Second-Hand greifen, wenn sie um den gleichen Preis neue Produkte ebenfalls erwerben können. Leider.

Mich ärgerts auch. Meine absoluten Lieblingsbloggerinnen sind jene, die aus Second-Hand-Ware neue, tragbare Stücke nähen. Ob Refashionista, New Dress A Day oder auch Charity Shop Chic – selten kosten dort die Teile mehr als fünf Dollar oder Pfund. Wobei: Ich glaube, ich fang jetzt an, mich auf Tauschparties auszurüsten mit Umnähbaren, meine Nähmaschine will mal wieder benutzt werden, die schaut schon ganz traurig immer in der Ecke…

Aber apropos Sozialvoyeurismus: Zwei ältere Damen werden sich wohl ziemlich gewundert haben. Sie gingen hinter mir, und eine sagte zur anderen, dass es „echt nur noch alles verpackt ist, und die Leute machen nix mehr selbst, es gibt kein Handwerk mehr!“. Worauf ich mich umdrehte und sie ziemlich anstrahlte… ich glaub, ich war ihnen dann etwas unheimlich. 🙂

Getaggt mit , ,

Märchenhaftes Crowdfunden

Unter dem Namen Fairytale Fashion betreiben wir seit mehreren Jahren ein Modelabel in Österreich für bio-faire Damenmode – designed in Austria, handmade in Nepal. Gemeinsam mit unserer Partnerschneiderei in Kathmandu erarbeiten wir Kollektionen, bei denen wir die traditionelle nepalesische Sticktechnik mit europäischen Designtrends verweben. Dabei werden die einzelnen Kleidungsstücke überwiegend aus Biobaumwolle hergestellt, Taschen aus edlen Khadi-Stoffen. Wir machen nicht Mode, weil es zu wenig Mode gibt. Wir machen Mode, weil es zu wenig bio-faire Mode gibt – und das leistbar und trendig für unterschiedlichste Frauen!

Klingt gut, oder? Sind sie auch – und waren auch auf der WearFair! Und die Fairytales, die werden jetzt noch besser. Sie crowdfunden.

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt und hat unter anderem große Probleme mit der Energieversorgung. Täglich fällt in Kathmandu stundenlang der Strom aus und somit gibt es in unserer Schneiderei kein Licht und auch keinen Strom für die Nähmaschinen. Aktuell arbeitet die Schneiderei daher mit einem Diesel-Notstrom-Aggregat, um diese Stromausfälle zu überbrücken.

Und da das nicht wirklich umweltschonend ist, wollen sie jetzt eine Photovoltaikanlage aufs Dach der Fabrik draufbauen. Aber dafür brauchen sie 15.000 Euro. Und weil inzwischen von allen Seiten bereits begonnen wird, dass wir alle sehr wenig subtil an jeder Ecke und in jeder Werbung und auf jeder Zeitungsseite darauf hingewiesen werden, dass doch bitte bald Weihnachten sei und man doch bitte nicht drauf vergessen sollte, ja auch für alle seine Liebsten irgendein Klumpert einzukaufen, weise ich euch jetzt DARAUF hin. Sinnvoller Geldeinsatz!

Für eure Unterstützung haben wir uns originelle Gegenleistungen einfallen lassen, die ihr euch abhängig von der Höhe eures Beitrags auf der rechten Seite aussuchen könnt. Zum Beispiel habt ihr die Möglichkeit, mit uns gemeinsam an einem Fair Trade Mode-Workshop für den Entwurf eines individuellen Einzelstücks oder bei einem exklusiven Foto-Shooting im Fairytale Fashion Style teilzunehmen. Oder ihr werdet NamensgeberIn für ein Modell oder entscheidet euch für einen Werbeauftritte am Stand von Fairytale bei der WearFair 2014 – Messe für ökofaire Mode und nachhaltigen Lebensstil. Ebenso könnt ihr ein Überraschungs-Mitbringsel erstehen, euch einen Fifty-Fifty-Joker sichern oder die „Männer“-Prämie in Anspruch nehmen und euch damit namentlich im Etikett eines Modells der Herbst/Winter-Kollektion 2014 verewigen.

 

Getaggt mit , ,

Fesche Tauscherei aus Mauritius…oder so ähnlich.

Heut war schon wieder so ein feiner Wien-Samstag – wenn schon nicht draußen am Land den Herbst einatmen, dann wenigstens volles Programm. Und heute war es richtig voll, das Programm. Die Stationen: Feschmarkt, Strickwerk (kurz Hallo sagen und sich freuen, dass der Laden so gut rennt), Anukoo und TopSwap.

Aber mal der Reihe nach. Erstens: Konsumtipp. Feschmarkt. Liebe in-Wien-Wohnende: Das zahlt sich aus. Schaut vorbei in der Ottakringer Brauerei. Der Markt ist auf mehreren Stockwerken einfach supernett aufgebaut, die angebotenen Produkte geben einem das Gefühl: Schön, keine blöde Massenproduktion, und die ganze Stimmung ist sehr sehr fein! Ich bin mir sicher, dass die, die bereits an Weihnachtsgeschenke denken und sich nicht zur Eigenproduktion im Stande fühlen (meine Verwandten tun mir jetzt schon leid, aber ich bin mützentechnisch echt auf den Geschmack gekommen, harrharrharr…), dort fündig werden. Ich erlebte dort eine große Überraschung: Ich kannte nur zwei der ModeausstellerInnen, alle anderen waren mir neu! Werd mich demnächst mal durch die AusstellerInnenliste recherchieren.

Ganz konsumfrei hab ichs leider nicht geschafft – aber dieses Poster musste sein, es war Liebe auf den ersten Blick:

Wird demnächst mein Wohnzimmer zieren. Und lustig: Der Bruder des Künstlers war mit mir mal in der Schule. Der war damals der Inbegriff von cool und in, in einer Zeit, in der ich der Inbegriff von Außenseiterin war. Und einer der beiden Burschen in meiner Klasse, der damals größer war als ich. Die Hälfte aller Mädchen in der Klasse war verknallt in ihn….

Zweitens: Konsuminformation. Ich war im anukoo eingeladen, wo hoher Besuch da war: Gabriel Kamudu. Der Mann kommt aus Mauritius und leitet dort Craft Aid. Weiterlesen

Getaggt mit , ,

Mannnnnomama, wie schön!

Früher fand ich das Konzept von manomama cool, und Sina Trinkwalder eine sehr lässige Frau. Dann kam das Buch von ihr, ich war restlos begeistert, und ärgerte mich ein kleines bißchen, dass ich keine Jeans brauchte, anderes gab es nicht wirklich im Shop von manomama. Seit gestern sind neue Produkte im Onlinestore. Schöne Produkte. Ich habe mir erlaubt, die Bilder zu nehmen, ein Klick auf die Fotos bringt euch direkt in den Onlinestore.

Besonders schön finde ich die Einleitungstexte:

manomamashop1

„Wertschätzung.

manomama ist das erste, preisgekrönte Social Business in der Textilindustrie in Deutschland. Wir sind angetreten und gehen den Weg in eine neue Wirtschaft: transparent, ehrlich und respektvoll. Wir glauben, dass das einzige Ziel eines Unternehmens die Maximierung der Menschlichkeit sein muss. Das ist der Gewinn.“

manomamashop2

„Wertschöpfung. Weiterlesen

Getaggt mit , , ,

Tauschen, erinnerst dich?

Morgen!

1393593_531337276953211_1378594726_n

Hier die genaueren Infos, nur soviel: Morgen, Novomatic Forum (beim Naschmarkt), es wird sicher lässigst! Ich freu mich!

Getaggt mit

Woll-Methadon Papier

Nochmal Strick-Content (draußen kalt, drinnen stricken, so schauts aus): Ein Riesen-Knäuel, das ich mir mal zugelegt hatte, als ich mir einbildete, ich müsste pro Woche einen Pullover stricken, sollte für Hans im Glück zum Schal werden. Den ich aber viel zu breit angeschlagen hab. Und der nun kurzerhand zum Pulli-in-Progress ernannt wurde. Ich hab da so eine Idee mit andersmaterialigen Ärmeln und so. Und ob ichs bekomm oder doch Hans im Glück, wird die Passform zeigen. Was nicht hundertpro passt, wird ohne Wimpernzucken weitergegeben, andere brauchens dringender. Aber langer Rede kurzer Sinn: Ich hab mal wieder übertrieben, und meine Sehnenscheide (Singular? Passt das?) im rechten Handgelenk meldete sich. Seit damals bin ich hypervorsichtig, sobald ich ein erstes Ziehen spüre, hör ich auf – oder drei bis vier Reihen später. Wieso ist Strickzeug-Weglegen eigentlich so schwierig?!

Statt Stricken hab ich dann in einem Strickbuch geblättert, Woll-Methadon quasi. Und zwar in diesem hier: Weiterlesen

Getaggt mit , , ,