Archiv des Autors: nunette

Clean Clothes: Ein Spaziergang der etwas anderen Art

Bei der Clean Clothes Kampagne, deren GLOBAL 2000-Vertreterin ich bin (wieder so ein schöner Schicksalswink, der sich gegen Ende meines Projektjahrs ergab), gibt es ein paar Neuigkeiten: Von 21.-27. Oktober findet die Aktionswoche Existenzlohn statt. Denn: Ein existenzsichernder Lohn ist ein Menschenrecht. Wir diskutieren da was von Mindestsicherung usw –  Menschen, die für uns arbeiten, sind weit entfernt davon.

In Österreich gibt es einige Aktionen dazu, vom Kamingespräch in Wien mit Michaela Königshofer von der CCK und Lisa Muhr von der Göttin des Glücks bis zu einem Bericht meiner höchstgeschätzten und sehr gerngehabten Pressekollegin Christina Schröder (Südwind) in Linz, die im August einige Tage in Bangladesch verbrachte (und nicht zum ersten Mal dort war). An alle LinzerInnen: Hört euch an, was sie zu sagen hat. Mir ist es bei ihren Erzählungen eiskalt den Rücken runtergeronnen…. Das gesamte Programm der Aktionswoche findet ihr hier.

Und bei einer dieser Aktionen habe ich die Ehre, dabei sein zu dürfen.

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Ich präsentiere: Der Stadtrundgang der etwas anderen Art:

Stadtrundgang: Clean Clothes
Diese Stadtführung anderer Art lässt herkömmliche Sehenswürdigkeiten links liegen. Im Zentrum stehen Geschichten über Mode, Produktion und Konsum. Exklusiv für die Aktionswoche existenzsichernde Löhne haben SOL, Jugend Eine Welt, die katholische Frauenbewegung, GLOBAL 2000 und Südwind einen Stadtrundgang der modischen Art zusammengestellt.
Termin: Dienstag, 22. Okt., 17.00-19.00 Uhr
Ort: Wien, Treffpunkt: Humanic, Mariahilfer Str. 1b, 1060 Wien
Veranstalter & Kontakt: SOL, simon.buechler@nachhaltig.at (Anmeldung erbeten)

Liebe Leute, meldet euch an, ich freu mich auf euch – ich darf nämlich die Station „Baumwolle“ moderieren und euch ganz viel über Wassereinsatz, Pestizid(miss)brauch und Baumwollmüllberge erzählen – als eine von sieben Stationen, von denen eine spannender ist als die andere, ich freu mich selbst schon sehr auf die Erzählungen meiner KollegInnen.

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Gastritis hat einen einzigen Vorteil

Die Lieblingsjeans passt wieder! Aber Schmäh beiseite: Gastritis ist was gar nicht Lustiges, und nach der kompletten Änderung meines Konsumverhaltens ändere ich nun gezwungenermaßen mein Ernährungsverhalten. Blöd nur: Zweiteres ist ungleich schwerer für eine Genußnunu wie mich. Aber zurück zur Jeans: Yey! Freude!

lieblingsjeans gastritis

Und ja, entgegen des Skinny-Trends (gut, ich hab auch so eine enge, zugegeben) steh ich sehr auf Glockenjeans. Sie sind einfach cool…Und damit der Post jetzt nicht zu oberflächlich wird – außer dieser Jeans und dem Rollkragenpulli (der noch älter ist als die Jeans) trage ich nur getauscht oder selbstgemacht. Während ich bei meinen ersten Tauschparties noch ordentlich im Zweifel war, ob ich dort auch was für mich finde, freu ich mich jetzt schon ganz gewaltig auf die nächste unter Freundinnen. Bald – aber liebe Lilly, das mit dem Schal, das kannst auch weiterhin vergessen 🙂 Wem die Kleiderkästen der FreundInnen nicht reichen, dem seien die Tauschparties von Danila ans Herz gelegt!

Der Heiligenschein ist übrigens auch selbstgemacht, für tolle Spiegelfotos darf ich erstens den Spiegel nicht direkt zur Lampe stellen und zweitens sollt ich ihn mal abstauben. 🙂 Und den einzelnen Socken hinter mir hätt ich auch wegtun können… schulligung!

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Böse Produzenten und bunte Wolle

Bin heute mal wieder mit dem 13A durch die Gegend gegurkt, und habe gesehen, dass Ecke Neubaugasse/Richtergasse wohl bald ein COS aufmacht, diese etwas teurere Marke vom Textilschweden. Erster Impuls: Na die schau ich mir an, die sind sicher gschissen, und dann schreib ich drüber, die gschissen die sind, und dass die Mehrkosten sicher nicht bei der Produktion landen, sondern nur im Marketing.

Aber ehrlich gesagt: Irgendwie nervt mich das grad. Nonanet wird eine Textilschwedenmarke jetzt nicht superpipibiofairfein sein.

Nein, ich werde nicht müde, böse Produktion anzuprangern. Aber ein COS-kritischer Beitrag, weil COS grad in Wien aufmacht, wär einfach zu aufglegt. So aufm Silbertablett mag ichs auch nicht…

Stattdessen was Positives: I did it! Ich habe heute mein Lieblingswollgeschäft betreten, um zwei zuviel gekaufte Knäuel zurückzugeben, und habe es geschafft, keine weitere Wolle zu kaufen. Obwohl ich die da schon wunderschön find. So ein bunter Schal zu einem schwarzen Outfit und der grauen Lederjacke…..das könnt was! Neinneinnein, ich hab einen so einen bunten Schal und bin jetzt eh mal damit beschäftigt, meine von Danis Mama und meiner Oma geschenkte Wolle „abzustricken“. Die von der Oma ist in D-Mark-Preisen angeschrieben, keine Ahnung, warum sie die Wolle in Deutschland gekauft hat. Aber sie war runtergesetzt…. immerhin.

ragazzaleicolor

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Tschulligung

Ich bin immer noch gastritisch, der Stress ist trotzdem nicht weniger geworden, und abgesehen von der Tatsache, dass binnen zehn Tagen grad vier Kilo runter sind und die Lieblingsjeans wieder passen, gibts kleidertechnisch nix zu berichten. Tut leid! Ab morgen hab ich frei zum Lernen für die FH, ich bin sicher, da wird mir rein prokrastinatorisch was einfallen, worüber ich bloggen könnte.

 

Warum ich den besten Verlag der Welt hab

Mah! Herzschmelzmoment gestern!

Ich komm nachhaus, und ein Paket steckt halb im Postkastl. Ich seh: Uh, ist von den Kiwis. Das wird doch nicht…. ist das etwa …. jetzt schon? …. Herzklopfen, instant. Sofort.

Im Wohnzimmer dann das Paket aufgemacht und mich kurz gewundert, und dann direkt dahingeschmolzen. Fanny, ihres Zeichens Pressesprecherin bei den Kiwis, und Stephanie, meine Lektorin, und überhaupt alle dort sind einfach soooo lieb! Ich hatte Fanny nämlich kurz von meiner Gastritis geschrieben.

Und das war im Paket:

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Unterschrieben von ganzganz vielen MitarbeiterInnen 🙂

Ihr seid einfach die Besten, liebe Kiwis!!!! Dabei les ich eh auch grad ein Buch, das ich mir beim letzten Mal Köln mitgenommen hab – und finde es fantastisch! Lesetipp! Und als großer Fan des Pantomimen im Haialarm am Müggelsee steht Leander Haußmann als nächstes an ….

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Nur so nebenbei :)

Soeben von der lieben Teresa auf meine Pinnwand geklatscht bekommen und in schallendes Lachen ausgebrochen:

halsschmerzen

Mir fallen aus dem Stand vier Freundinnen oder vor allem ehemalige Kolleginnen ein, die das definitiv hinbekommen würden. Ich erinnere mich noch gut an Kollegin I.s Erzählung, sie sei schwer verkühlt in die Apotheke, um sich einzudecken – doch zwischen Apotheke und Haustür ist ein Schuhgeschäft. „Das Ergebnis: Bitteschön“, sagte sie, und zeigte stolz auf ihre neuen Stiefeletten. True Story. 🙂

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(Fast) Fashion Hero – alles andere als heroisch

Gestern Fashion Hero geschaut. Erwartungshaltung: Ich steh auf die Kreativität, die bei Project Runway vorgeführt wird. in einer von zehn Challenges geht es darum, etwas für den Massenmarkt zu produzieren, ansonsten gibt es immer wieder witzige  Herausforderungen und tolle Ergebnisse. Der Preis: Die finanzielle Möglichkeit, eine eigene Linie als Designer aufzubauen. Und nicht sich an Massenanbieter verkaufen. Mich inspirieren die Designs, aber nicht zum direkten Nachkaufen, sondern zu Überlegungen, wie ich was nachnähen könnte.

Die Hoffnung: Dass das genau sowas auf deutsch wird.

Das Fazit: BOAH. Was für ein konsumistischer Scheissdreck.

Ein sehr seltsames Konzept: Designer führen ihre „Signature Styles“ vor, und die EinkäuferInnen dreier großer Modehäuser schlagen zu – oder eben nicht. Dazwischen sitzt Claudia Schiffer mit zwei ansatzweise exzentrisch aussehenden Statisten und sagt: „Wow!“ und „Aaah“ und „Ich liebe diese Hose!“.

Es geht nur darum, was sich in Masse produzieren lässt, die ganze Show ist gesponsert von den drei Modemarken, die da „einkaufen“ um horrende Summen (ok, diese Summen sind vielleicht gar nicht so unrealistisch), und alles geht nur um schnellschnellschnell. Vor Monaten aufgezeichnet, heißts „Morgen in den Läden!“ Die sogenannten „Experten“: Staffage, die hin und wieder Senf abgeben.

Die Sendung ist eine Werbesendung für Massenproduktion. Sagt die Einkäuferin von asos (die mir übrigens mal eine Kooperationsanfrage geschickt haben…ich finds immer noch witzig), dass sie 70.000 Euro in zwei Teile eines Designers investiert, denk ich mir: Und die Näherin in Bangladesch/Pakistan/China/wurschtwo, die dieses hässliche Teil jetzt nähen darf, würde bei dieser Zahl in Ohnmacht fallen – und weiterhin 30 Euro im Monat für einen Job, bei dem nicht mal ihre Sicherheit gegeben ist, bekommen. Vielleicht.

Für die Unternehmen ists grandios – die Onlineshops binnen Minuten ausverkauft, bieten sie gleich noch jede Menge zusätzliche Produkte zu den Gewinnerdesigns an. Praktisch.

Ganz ehrlich? Weder asos noch Karstadt noch S.Oliver nehme ich auch nur die kleinsten Schritte Richtung Nachhaltigkeit ab. Das, was sie da abliefern, ist das Gegenteil. Yey Fast Fashion. Ich könnte kotzen. Von so einer Sendung erwartet man sich logischerweise und treppenlustigerweise kein erhöhtes Sendungsbewusstsein, aber so derartig ins Gegenteil umschlagen und nur auf kaufenkaufenkaufen gehen, ist wirklich verachtenswert.

Screenshot Karstadt Onlineshop drei Minuten nach der Sendung

Screenshot Karstadt Onlineshop drei Minuten nach der Sendung

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Fernsehabend

Nach drei Presseaussendungen, einer Pressekonferenz und Tagwache um halb sieben statt ansonsten zwischen halb acht und acht plus immer noch beleidigtem Magen häng ich in den Seilen und werde mich heute nicht mehr vom Fernseher/Laptop wegbewegen.

Als erstes schau ich mir in der TV-Thek an, was ich gestern live versäumt habe:

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Screenshot ZDF.de

Schau es jetzt gerade live, während ich diesen Beitrag erstelle, und wenn mir nicht eh schon den ganzen Tag wegen der Gastritis schlecht wäre, wäre es das spätestens jetzt. Unbedingt anschauen. Aber Achtung, WIRKLICH grauslich. Sehr drastische Bilder von Kühen, denen lebend die Haut abgezogen wird, und Marderhunden, die einfach schnell mal auf einem Markt erschlagen werden. Neben diesem Grausen hab ich grad so ein richtiges Bobo-schlechtes-Gewissen: Einerseits weiß ich, dass meine Sandalen, meine Boots und meine Taschen beide aus Ökoleder, chromfrei gegerbt und in Europa hergestellt sind. Andererseits: Leder. Und: Ich kanns nicht genau wissen, ich muss mich auf die HerstellerInfos verlassen. Und dann wär da auch noch die Second-Hand erstandene Liebeskind-Tasche. Verdammt, es ist doch so verlogen. Bei den nächsten schönen Lederboots hab ichs doch wieder vergessen. Wie wir alle. Fast alle. Was Leder und Veganismus angeht: Mein Weg dorthin ist ein sehr langsamer, aber ich versuche, ihn zu gehen.

Und danach geb ich mir neugierdshalber mal das Gegenprogramm. Ich bin ja großer Fan von Project Runway, aber was ich da so in den Vorschauen gesehen hab… ich weiß nicht so recht. Großhändler kaufen gleich mal die Kollektionen ab? Fokus auf Massenverkaufbarkeit? Den gibts bei Project Runway nicht (immer). Mal schauen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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Hipster zu sechs Vierzehnteln!

Ich find sie ja witzig, diese „was ich heute getragen habe“-Blogs. Nur manchmal einfach elendslangweilige Selbstdarstellung.

Doch dann entdeckte ich Mangomini. Die Illustratorin aus den Niederlanden malt auf, was sie trägt. Ich bin total begeistert!!

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Brauch nochmal Hilfe: Winterparka in Männlich?

Ich brauch schon wieder eure Hilfe, diesmal fachbezogener. Der Liebste rennt seit Jahr und Tag unserer Beziehung im Winter in einem Stoffmantel herum, den ich aufgrund seiner fehlenden Wärmegebung (a.k.a. das Teil ist gut gegen ein Herbstlüfterl) bereits MItte Oktober wieder einmotten würde. Aber zugegeben: Er schaut fantastisch in dem Mantel aus, hach! 🙂

Jetzt hat er endlich beschlossen, sich eine „echte“ Winterjacke zu kaufen – und ist sogar nach fairen Alternativen fragend auf mich zugekommen. Yey! Liebe! Große Liebe!

Nur mich hats erstmal ordentlich aufgeblattelt.

Ich weiß, es gibt die Bundeseigentum-Mäntel von km/a auch für Männer, aber das ist nicht sein Stil, will er nicht. Ok.

Hessnatur hat auch einige im Angebot, aber ….. sind halt Hessnatur.

Gestern – unmittelbar, nachdem ich dieses wunderbare Buch ausgelesen hatte, auf die Manomama-Website geschaut, was sie denn so im Shop haben – bei diesem Teil hier gelandet.

manomama flo

Mich würds freuen, aber ich glaub nicht, dass die Jacke sein Stil ist.

Jetzt seid ihr gefragt: Wo krieg ich biofaire WARME Winterjacken her (er hätt gerne eine im Stil einer Snowboardjacke)? Zu Hülf? Die Männerwelt in Sachen Fair hat sich mir noch nicht ganz erschlossen (WAS FÜR EIN SATZ).

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