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Und Tschüss?

Die Hose von gestern spukt mir noch im Kopf herum – sie erinnert mich wirklich an die Zeit damals, vor meiner Shoppingauszeit. Doch was anderes ist gestern auch noch passiert – etwas, das ich nur jeder empfehlen kann, die gerade große Lust auf Shopping hat: Mistet euren Kleiderschrank aus. Da befindet sich so viel drin, was ihr seit Ewigkeiten nicht mehr getragen habt. Auf einige Dinge bekommt ihr wieder Lust, andere werden weggegeben. Was danach ganz sicher weg ist, ist die Lust auf Neues. Bei mir ist die grad absolut nicht vorhanden.

Ich hab gestern einen Großteil meines Hab und Guts durchsortiert. Das Ergebnis: Ein Bücherregal, in dem wieder Platz ist, zum Beispiel dafür: Weiterlesen

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Sechs Tage!

Auf Facebook hab ichs schon gepostet: Es ist einfach unfassbar. Heiße SECHS Tage nach Erscheinungstermin informiert mich der Verlag (also meine liebe Lektorin), dass nachgedruckt wird. SECHS TAGE! Nach sechs Tagen in die zweite Auflage…. es ist gerade wie im Film….

Liebe Leute, vielen Dank. Ich feier emotional grad jeden Tag Weihnachten. Für mich geht es entgegen einiger Anschuldigungen ganz und gar nicht darum, dass ich jetzt möglichst viel Kohle mach – sondern schlicht um die Tatsache, dass ich unfassbar glücklich und stolz bin. Ich hab ein Buch geschrieben! Eines, das auch so richtig veröffentlicht wurde! Und dann ist es auch noch ein Erfolg!!!

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Und nun zu etwas Sinnvollem: Die Caritas braucht warme Sachen. Jacken, Schals, Hauben, alles mögliche. Man kann die Teile auch direkt in der Gruft (auf der Mahü, formschön direkt gegenüber vom Desigual) abgeben (solche Obdachlosenschlafstätten gibt es wahrscheinlich auch in jeder deutschen Stadt) – und das werd ich heut machen. Es wandern zwei alte Winterjacken in sinnvolleren Besitz….

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„Die kauft nix? Na und wo is die Leistung?“

Ich rede gerade bei Interviews (heute zB. bei Cafe Sonntag) in einer Tour über Konsum, über guten Konsum, bösen Konsum, und über mein Projekt – und: Ich weiß ganz genau, dass meine Leistung nix Großes war. Ich hab mir ein Jahr nix gekauft – anderen passiert das manchmal sogar. Und ich gebe sogar zu: Ich bin nicht der immer Vorzeige-Öko (auch wenn ich mir mehr und mehr Mühe gebe, an ein paar Schwächen muss ich definitiv noch arbeiten). Ich mache mir meine Gedanken, wo meine Sachen herkommen, aber ja, Tatsache, mein bester Freund ist von New York nach Wien geflogen und hat mir dabei dort gekaufte Schuhe mitgebracht, spricht nicht für meine Ökobilanz (wobei: bei mir war bei den Schuhen wenigstens ein wichtiger Mensch mit dran, der sich viel öfter mal in seiner Heimat blicken lassen sollte 😉 – und immer zwischen New York und Wien hin- und herschwimmen geht irgendwann auch auf die Gelenke…).

Worauf ich jedoch trotzdem Wert lege: Ich bemühe mich, andere Menschen mitzukommunizieren. Und zwar die, die hier keine Stimme haben. Die ArbeiterInnen von Bangladesch,  die in Fabriken sitzen, die jederzeit über ihnen zusammenbrechen können, die Baumwollbauern aus Indien, die sich duch Gen-Baumwolle und Pestizide so derartig verschulden, dass sie nur noch den Ausweg Selbstmord sehen – und all das passiert, weil wir hier dieses Jahr lieber dunkelrot als dunkelblau tragen wollen (sehr verkürzt, eh klar).

Dass medial eine solche Geschichte einfacher einzuhängen ist, wenn da eine Person sagt: „Hey, ich kauf nix, und nach der Auszeit – uh, ich Tussi ein Jahr nicht shoppen, hilfehilfe – konsumier ich nur noch kritisch und bewusst“, dann ist das greifbarer. Da brauchts keinen Übersetzer, keine Reportage aus einem fernen Land, keine kulturelle Überwindung. Und genau das finde ich auch gut – denn dadurch wird auch die Arbeiterin aus Bangladesch und der Bauer aus Indien zur Geschichte, die für uns greifbarer ist. Und genau das ist auch der Grund, wieso ich mich so freue, dass das Buch veröffentlicht wurde. Ich selbst befinde mich beruflich schon länger im Bereich Medien/NGOs. Und mir ist mehr und mehr aufgefallen: Man holt als NGO nur die Leute ab, die sowieso schon sensibilisiert sind. Andere erreicht man nicht, die klappen von vorneherein die Ohren zu. Das hat mich streckenweise sehr frustriert. Mit dem Buch (das rein aus diesem privaten Projekt heraus entstanden ist, wer mich kennt, weiß: Strategie war nicht, das war alles aus meinem Bauch heraus) ist das nun hoffentlich anders – man kann es aus der Perspektive der Chicklit lesen, uh, die kauft nix, wie schafft die das – aber man kann auch die ganzen Hintergründe rauslesen, von GMO-Saatgut bis zu den Müllbergen, die Fast Fashion produziert. Und ich persönlich hoffe: Man wird zwar ein paarmal genauso schockiert sein wie ich es bei meinen Recherchen war, aber man wird hoffentlich hin und wieder auch lachen müssen – denn allzu ernst hab ich mich selbst manchmal auch wirklich nicht nehmen können in meiner hehren Leistung des Konsumverzichts…

Und weil die Frage recht oft kommt: Man kann sich Bücher auch ausborgen oder sie tauschen 😉 Auf der anderen Seite: Bücherkauf kann man mit dem Kauf anderer schnellebiger Produkte nicht gleichsetzen, der Mehrwert dieser paar Seiten (FSC-)Papier geht weit darüber hinaus, was uns schnelle Mode gibt. Denn Bilder im Kopf sind sowieso unbezahlbar 🙂

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Bestseller ohne Angora

Ich mag ja die Skurrilitäten meines Lebens. Zum Beispiel hab ich mal aus Versehen einen LKW geklaut. Ist mir erst aufgefallen, als ich ihn zurückgeben wollte. Lange Geschichte.

Ebenfalls skurril war jener Anblick heut früh:

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und noch skurriler jener hier. Ich und Management. Ja genau.

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Hier ist mal wieder Platz für die Bitte: Wenn ihr das Buch kaufen wollt, dann kauft es bitte in eurer lokalen Buchhandlung. Think global, act regional. Ich habe außer Amazon gerade noch kein Richtmeter, wie das Buch rennt – dennoch freu ich mich umso mehr, wenn es in lokalen Buchhandlungen gut läuft.

Ich bin gerade zurück aus Köln, hundemüde, und damit es auf diesem Blog nicht nur um die Metaebene BuchBuchBuch geht, auch mal wieder was inhaltliches: H & M und C & A listen Produkte mit Angorawolle aus. Ich wundere mich zwar ein bissl, wieso die Leute jetzt so überrascht sind, dass die Kaninchen (Fluchttiere) nicht aus lauter Liebe gestreichelt werden und die herausfallenden Haare dann einzeln sortiert werden. Aber dass diese beiden so großen Unternehmen da jetzt was dagegen machen, finde ich gut, weil es Impact hat.

Nur muss ich auch zugeben, ich bin da gedanklich grad wieder in Richtung Überforderung unterwegs. Ich stricke leidenschaftlich. Beim Stricken umgeht man miese Produktionsbedingungen. Aber die Winterwolle ist eben meistens aus Tierhaar gewonnen. Und industrielle Massengewinnung hat ja jetzt nicht ganz so den besten Ruf. Gelinde gesagt. Ich steh grad wieder an dem Punkt: Wo wirds zuviel? Bis wohin gehe ich in meiner neu entdeckten Konsequenz? Ich träume davon, mir mal selbst was aus Kaschmirwolle zu stricken. Aber den Ziegen gehts wahrscheinlich auch nicht besser als den Angorakaninchen. Verdammte Gewissenskrise.

 

 

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Cafè Sonntag und sonstiges am Morgen

UFF. Was für ein Ritt in den vergangenen Tagen. Seit wenigen Tagen bin ich keine Pressesprecherin mehr, und quasi im direkten Übergang hab ich auf die andere Seite der Medienarbeit gewechselt und gebe in einer Tour Interviews. Das Nächste: Morgen Sonntag um 9h auf ö1: Cafe Sonntag – mit Oliver Baier und einem Werner Brix bei dem ich nicht Nichtapfelstrudel ohne ohne Schlagobers bestellt habe.

Hier gehts zur Sendeankündigung – mit fürchterlichen Fotos, was definitiv (!) nicht am Fotografen, sondern am Objekt lag. An dem Tag war ich komplett groggy, weil zwei Stunden früher als sonst aufgestanden, und hatte ein schmerzendes, weil verrissenes Kreuz (das NACH einer Spritze mehr weh tat als vorher, dumm gelaufen). Und Farbe im Gesicht hatte ich auch vergessen. Und frisiert das letzte Mal zirka am Vorabend…. egal.

Wer dann zu meiner großen Überraschung immer noch nicht die Nase voll von mir hat, der möge doch bitte am Dienstag dann früh aufstehen: Mich gibts in Servus TV am Morgen. Dann auch wieder brav angemalt und gekämmt, schließlich ist das Motto der Sendung „gemeinsam schöner in den Tag“. Na ob ich das hinbekomme? 🙂

 

 

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Draußen kalt, drinnen fernsehn!

Liebe deutsche LeserInnen: Es gibt was zum Guckn. Am Freitag, den 29. November um 21.45 im WDR.

Liebe österreichische LeserInnen: Es gibt was zum Schaun. Am Dienstag, den 3. Dezember, um 10.14 auf 3sat. Die Wiederholung von der freitäglichen WDR-Sendung.

Liebe österreichische LeserInnen: An diesem Dienstag könnts gleich in der Früh Servus TV einschalten.

Langsam, aber sicher werd ich dann doch nervös….

An dieser Stelle: Ein dickes fettes Dankeschön an Igor von der Göttin des Glücks für dieses schöne Fernsehkleid, bei so durch und durch guten Marken werde ich gerne zur Werbeträgerin. Danke mir gehts gut. Wahnsinn, und wie gut es mir geht. Danke für alles. An alle. Und überhaupt.

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DER Moment des Jahres 2013

Ich beim Buchhändler. Zwar nicht bei dem meines Vertrauens, aber dem meines Westbahnhofs.

Auf diesen Moment hab ich mich gefreut, seit ich wusste, dass es was wird mit den Kiwis und mir. Seit gestern, 18.30h ist das, was ich seit Wochen ankündige, also wirklich wahr. Da ist mein Name auf einem Buch drauf. Und dann gleich mal am „Best of“-Stapel….

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Ich bin mir des Widerspruchs bewusst, dass ich hier zu Konsum anleite, anstatt Konsum zu kritisieren. Aber hey, Büchersind für mich da in einer komplett anderen Liga. Bücher kann man nicht genug haben. Wie kann man jemals aufhören zu lesen?

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Es ist da!!!!!

Endlich!! Glücklich!!

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Ab ins Wochenende! Wobei, ich weiß eh was drinnen steht! 😉

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Ein Tag wird bunt: The Baby is born!

Da ist gestern einfach nur ein dunkelgrauer Tag. Wobei, da muss ich dazu sagen: Wenn mir etwas so richtig nachhaltig (!) die Laune verderben kann, dann ist das Hochnebel im November. Der bleibt in Wien dann nämlich gleich mal zwei Wochen und ich stell mir meistens nach vier Tagen die Frage, ob ich nicht doch mal Antidepressiva schlucken sollt, gleich mal packungsweise. Pfuideubel, grauslich ist das. Regen, Schnee, Kälte, das ist mir bis zu einem gewissen Grad alles wurscht. Aber Hochnebel? Der erklärte Feind meiner Hypophyse.

Doch dann kam ein Mail, gestern so gegen halb fünf. Von Fanny, „meiner“ Pressesprecherin im Verlag. Und dann kam noch eines. Und noch eines. Und noch eines, und noch eines. Und… ich muss mir jetzt für die Zukunft merken: Wenn schon das erste Mail einen jubeln lässt, dann macht man die weiteren nicht mitten in der Ubahn auf. Die Leute schauen dann nämlich so besorgt, wenn man auf sein Handy schaut und plötzlich nasse Augen und ein emotionsverzerrtes Gschau kriegt….

Das Buch ist fertig. Realität. Gedruckt. Und ich kanns kaum noch erwarten, mein eigenes erstes Exemplar in Händen zu halten. Ja, da werd ich wahrscheinlich wieder heulen vor lauter Freude.

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Und bunt ist es!

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Ab 27.11. im Handel. Yeah.

 

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Wie leben? Wie diskutieren?

Ist recht kurzfristig, aber ich bin morgen eingeladen, bei einer Podiumsdiskussion meinen Senf abzugeben:

Das IDRV mit seiner bereits 5. Diskussionsrunde zum essentiellen Themenkreis rund um „Design for Sustainability“ geht dieses Mal in medias res: was sind praktikable Ansätze für zukunftsfähige Lebensstile?

Wie können wir die zahlreichen bereits vorhandenen Ideen und Initiativen integrieren und Signale des Optimismus für eine Kultur der Nachhaltigkeit aussenden?

Wir diskutieren mit:
Christoph Breuer, Kairos – Wirkungsforschung & Entwicklung GmbH, Bregenz
Nunu Kaller, Bloggerin, Selbstversuch: Ein Jahr ohne Kleiderkauf, Umweltaktivistin, Wien
Maren Richter, Kuratorin und Kunstkritikerin, Linz

Mit dem Klick aufs Bild gehts zur Veranstaltungseinladung!

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