Und dann war sie doch wieder da, die Shoppinglust. Nach einem langen, grauen Tag (draußen grau und drinnen ebenso, trockener Büroalltag) und einem zu-Fuß-Nachhausemarsch (damit ich wenigstens irgendwas tu für mich) durchströmte mich der Gedanke: „Alles so gemein, alles so grau, ich will mir was kaufen.“
Der Gedanke an weniger Gehalt wegen verringerter Stunden, den aktuellen Kontostand und die Tatsache, dass es schon wieder zwei recht weitläufige Mount McWäscheberge zuhause gibt, hat mich dann wieder davon abgehalten. Aber dennoch, bittere Erkenntnis: Die Freude über die neuen Sachen, egal ob selbstgemacht oder vor nur einem Monat gekauft, hält mich emotional anscheinend jetzt schon nicht mehr vom Wunsch nach Shopping ab – nur fällt es mir inzwischen viel leichter, diesen Wunsch nicht sofort in die Tat umzusetzen. Trotzdem macht mich diese Feststellung ganz schön traurig – ein Jahr Auszeit, danach doch recht ausgiebige Shoppingbefriedigung, und dann nach nur einem Monat schon wieder Lust? Kann doch echt nicht sein. Weg mit dem Gefühl, jetzt sofort! Pfui!
Wobei, 4,99 hab ich heute doch ausgegeben. Ich weiß, hätt ich mir sehr wahrscheinlich auch auf Share&Care organisieren können, aber ich wollt keine Gefahr laufen, Winniepoohprinzessinlillifeecarsnemo-Design zu bekommen. Ich habe die perfekte Lösung für meine herumfliegenden Stricknadeln gefunden, bei denen ich mich jedesmal geärgert habe, dass ich sie in der Kiste mit all den Strick- und Nähutensilien immer irgendwie zusammenbinden musste, damit ich die zwei gleichen wieder finde. Tataaa, ein Federpennal für mein Strickzeug, ich bin restlos begeistert von meiner eigenen Idee (und die Frau Nichte ist es wohl sehr bald auch, es erwartet sie der Inhalt in Form von Bunt- und Filzstiften – neue, farblich sortierte und gscheit farbintensive Stifte waren damals in ihrem Alter für mich das Höchste der Gefühle… )












