Schlagwort-Archive: Fast Fashion

Frühstück, angezogen.

In letzter Zeit werd ich manchmal vorwurfsvoll angeschaut, wenn ich Sachen vom Textilschweden anhabe, weil ich ihn ja so kritisiere.

Jo eh.

Allerdings: Alles, was ich vom Textilschweden habe, ist entweder ein ganzes Randl älter als eineinhalb Jahre – oder getauscht. Natürlich würde ich gerne nur faire Mode tragen, es gibt einfach so ein unglaublich tolles Angebot (und alter Schwede, bei der AusstellerInnenliste auf der WearFair fang ich echt jetzt schon mal zu sparen an). Aber einfach alles weggeben, was unfair produziert wurde, wär ja der größte Schwachsinn überhaupt! Schon klar, die Dinge, die ich definitiv nicht mehr anziehe, die sind verschwunden aus meinem Kleiderschrank. Aber die Teile, die ich gerne anziehe, weil sie mir stehen, gemütlich sind und mir gefallen? Wozu denn, jetzt ist es schon mal produziert, und jetzt trage ich es, bis es mir vom Leib fällt (was angesichts der Qualität einiger Textilschwedenteile in nicht allzu ferner Zukunft liegt..). Nur neues nachkaufen, das passiert so gut wie möglich nur bei fairen und ökologisch korrekten Anbietern. So zumindest der Plan 🙂

Nur heute, da fällts mir selbst auch auf, heute ist ein Tiefpunkt, jetzt aus fairer Sicht. Weiterlesen

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Bangladesh stärkt Rechte von Arbeitern

Agenturmeldung, kopiert von der nzz.ch, kopiert von mir:

Bangladesh stärkt Rechte von Arbeitern

(Reuters) Bangladesh hat als Konsequenz aus dem Einsturz eines Fabrikgebäudes die Rechte von Arbeitern gestärkt. Das am Montag verabschiedete Gesetz sieht unter anderem vor, Gewerkschaften gründen zu dürfen. Zudem wird ein Fonds gegründet, um die Lebensumstände von Arbeitern zu verbessern. Firmen müssen künftig fünf Prozent ihrer Gewinne verwenden, um Sozialleistungen für ihre Angestellten zu bezahlen. Zudem wurden die Rechte von Gewerkschaften und Gewerkschaftsmitgliedern gestärkt. Weiterlesen

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Short, simple, oahjeee

Jaaa, ich les online ziemlich gern die Bildzeitung (zu meiner Verteidigung: als eines von sehr vielen Onlinemedien, die ich konsumiere). Und heute hat es mich wieder ganz besonders gefreut: Schaut grad gar nicht so gut aus für Abercrombie, the Bitch

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Feinstaubliches

Mal wieder Lesestoff gefällig, bei dem einen das Essen im Hals stecken bleibt? Bitteschön! Die Clean Clothes Kampagne hat mal wieder einen Bericht veröffentlicht, diesmal geht es wieder ums Sandblasting. Richtig, das ist genau das, von dem sich bereits vor ein paar Jahren diverse Unternehmen distanziert haben.

Kurz ausgeholt: Es ist die Behandlung von Jeansstoff mit einem Schlauch, aus dem mit hohem Druck Quarzsand kommt – damit sie „used“ ausschauen. Die Lungen der ArbeiterInnen sind danach auch ziemlich „used“, die stellen nämlich ihre Arbeit ein und die ArbeiterInnen sterben einen wirklich grausamen Tod, sie ersticken nämlich. Langsam. Weiterlesen

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Der Textilschwede: Zu schön, um wahr zu sein

Karl-Johan Persson hat viel Geld. Sehr viel. Er ist nämlich der Chef des Textilschweden. Und auf kritische Fragen reagiert er gar nicht gern. Wenn er jedoch selbst die Message steuern kann, wird er mutig. Jetzt meint er nämlich, er wolle ein eigenes H&M-Fairtrade-Label schaffen. Er würd halt so gern. Aha. Er sagt:

„Nur wer sich an definierte Standards bei Löhnen, Umwelt und sozialen Aspekten hält, soll es an seine Textilien hängen dürfen.“

Klingt super, oder? Klingt aber irgendwie nach GOTS, oder? Und GOTS gibts ja schon, oder? Und wieso macht man als Marke sein eigenes Zertifikat? Damit man seine eigenen Regeln machen kann!

Was mich an dem Interview jedoch viel mehr beschäftigt: Weiterlesen

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Bringts was?

In Bangladesch sind wieder hunderte ArbeiterInnen umgekippt (diesmal wurden sie subtilerweise vergiftet), und ich bin langsam wirklich nicht mehr sicher, was es bringt, immer wieder darauf hinzuweisen. Ich fühl mich so machtlos, mehr als drüber berichten geht nicht – wah, nervt das! Ich würd so gern mehr machen…. aber was tun von hier aus, was nicht eh schon entweder durch mich oder mein Umfeld passiert? Manchmal denke ich mir: Ja, es ist verdammt wichtig, dass es diese Bewusstseinskampagnen gibt, und es kann gar nicht genug Leute geben, die darüber berichten und spread the word und so.

Aber manchmal, so wie heute, da zipfts mich einfach nur an. Weiterlesen

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Jo schau, jessasna, wos mocht a Nackerter….

(c) Nunu Kaller (c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

… auf der Kärntner Straße?

Tolle Aktion gewesen heute, am liebsten hätt ich mir auf die Kleider vom Leib gerissen – aber die Frau Pressesprecherin muss ja bitte halbwegs seriös rüberkommen. Die Reaktionen waren enorm – unsere AktivistInnen sind jetzt sicher auf Urlaubsfotos von Japan bis Spanien vertreten, Wiener (weniger Innen) machten Handyfotos oder riefen in Selbiges, dass die ja bitte wirklich, nein, echt, die sind wirklich nackert! Weiterlesen

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Die Visualisierung der Produktion

ecou

(c) Ecouterre.com

 

Gut dargestellt. Aber mah, 15 Dollar, wie teuer!!!

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Licht im Gütesiegelwald

Wunderbares Büchlein, in dem alle Gütesiegel, die ernstzunehmen sind, dargestellt sind – endlich Durchblick! Klick aufs Bild = ab zur Bestellmöglichkeit, hoffentlich bald (da fehlt noch ein Link, hab meine liebe Pressekollegin dort aber schon drauf hingewiesen).

 

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Mr. Stylebop spricht Wahres

In der neuen Wienerin ist ein spannendes Interview mit Mr. Stylebop Mario Eimuth, dem Gründer des erfolgreichen Onlinestores. Besonders eine Antwort finde ich spannend:

„Wer eine Beschäftigungstherapie braucht, legt eher die Sachen in den Warenkorb und steigt dann aus dem System aus. So hat man das Shoppingerlebnis, ohne bezahlen zu müssen.“

Ich musste laut auflachen, als ich das las. So ging es mir im Boykott-Jahr wirklich oft. Aber: Befriedigend ist das nicht gewesen. Also hab ichs gleich ganz gelassen 🙂

Die Autorin hat auch die Shoppingtrends der Zukunft zusammengefasst – und wenn ich das lese, krieg ich bei allem Respekt für den elektronischen Fortschritt und Bewunderung für diese immer neuen Ideen auch regelmäßig dieses Gefühl der Nostalgie und den zarten Wunsch nach Vierteltelefonen und Walkmans. Folgendes „kommt“: Weiterlesen

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