Schlagwort-Archive: Nähen

Huch, schon wieder!

Ich hab ein neues Spiel mit meiner Nähmaschine erfunden: Mach mit so wenig Nähten wie möglich ein Kleidungsstück.

Voila: Eine Naht am Kleid, drei Nähte pro Träger. Die Länge wird noch überarbeitet.

Noch bin ich nicht sicher, ob es ein Kleid oder doch ein Nachthemd ist. Aber Spaß machts und die Berührungsangst mit der Nähmaschine sinkt..

(c) nunette colour

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Eingeständnis: Abgelichtet wird das Teil derzeit nur an Adele, meiner kopflosen Schaufensterpuppe. Es passt mir zwar, aber schaut einfach besser aus an ihr…

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DIY – DURCHBRUCH!!!!!

Ich habe endlich herausgefunden, was mich von der Näherei als Bestes aller Hobbies abhält: Man muss genau sein. Man muss sich durch Schnittmuster quälen, genau abstecken, Kanten genau abbügeln, messen (am eigenen Körper! Iiieh!), wasweißichnochalles. Der Gedanke an die vielen einzelnen Schritte, die man da bis zum fertigen Teil abarbeiten muss, haben mich genervt. War immer schon so, ich bin viel, aber definitiv nicht gründlich, nicht konsequent, aber dafür ziemlich gewaltig ordentlich schlampert. Und genau so wollt ich auch nähen.

Leute, es geht! Man nehme: zerknitterten, frischgefärbten Stoff, den Lieblings-Ballonrock, malt sich irgendwie grob die Maße ab, näht zwei Stoffteile in grooooßem Bogen zusammen, dreht den Stoff halbert um und näht mit viel Spannung oben einen Stretchstoff an. Vier Nähte, 20 Stecknadeln, Dauer: Knappe Stunde von gar nix zu yey, Rock!

Die Nähte vom Stretchteil sollte man sich nicht genauer anschauen, und es ist wirklich ir-gend-wie genäht, aber genau das gefällt mir. Ich bin grad richtig wirklich stolz auf mich. Ist ja doch nicht so schwer wie ich dachte!

Das Foto ist MEGAschlecht, mein Handy, so sehr ich es mag, spinnt. Total.

(c) nunette colour

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Übrigens hab ich mich erstens in der Länge so vertan und das Band dafür so eng angenäht, dass es auch als trägerloses Kleid herhalten kann (hier abgebildet mit Trägertop drunter, aber bis auf die Träger ist alles, was ihr seht, Kleid).

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Ich weiß, das klingt jetzt blöd, aber ich bin unglaublich beeindruckt von mir selbst. Ich kanns ja doch – auf meine Art… der Knoten ist jetzt geplatzt, überlege schon seit gestern Abend, wie ich die Stoffreste, die eine Arbeitskollegin mir mal geschenkt hat, verarbeite…

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Upcycling anno 1939

Die werte Babsie hat mir letztens etwas zukommen lassen, wovon ich momentan grad restlos begeistert bin: Ein Nähbuch von 1939 namens „aus alt mach neu“. Habe mir erlaubt, das PDF ein paarmal screenzushotten, viel Spaß! Die gesamten 24 Seiten gibt es auf Anfrage unter ichkaufnixx@wordpress.com weitergeleitet…. – sie hat es übrigens per Newsletter von dem Knauserer erhalten, um der Quellenangabe hier auch mal gerecht zu werden.

Screenshot (c) nunette colour

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Die Verirrungen von DIY

Nach einigem Kampf mit der Nähmaschine festgestellt: Ok, du willst hohe Oberfadenspannung? Kannst du haben!

Heute Mittag während eines gewaltigen Gewitters im Strandbad Kritzendorf beschlossen: Rock nähen. Rock in bodenlang, beige, leicht. Warum? Weil so einen an einer Frau gesehen, unglaublich toll kombiniert – weißes Männerunterhemd, der Rock, weiße Sandalen, und eine türkis- und altrosafarbene Kette um den Hals. Klingt jetzt ein bissl nach Wasserleiche, hat aber wirklich toll ausgesehen, und nachdem ich grad ansatzweise so etwas wie braun bin (in meinem Fall eher: die Sommersprossen zu einer großen zusammengewachsen sind), fand ich die Farbwahl toll und eventuell auch für mich passend.

Warum grad in Kritzendorf draufgekommen? Richtig, weil dort der Müller ist. Aber ebenso richtig: Sonntag. Drum kein Müller und ich raunzend, dass ich doch bitte beige Baumwollstoff haben will. Bis mir wieder eingefallen ist, dass ich ja – zumindest zum Üben – beige Baumwollstoff vom Möbelschweden habe. Mit dem ich das doch glatt ausprobieren wollte.

Gesagt, getan. Den Liebsten zu Mothers Finest geschickt, Daumen mal Pi zwei Stoffbahnen zugeschnitten, gebügelt. Die Stoffreste der Bahnen auch noch gebügelt und beschlossen: Das werden Geschirrtücher. Also: Erstmal Geschirrtücher genäht. Richtig cool mit Kanten erst einbügeln, damit das Nähen leichter geht. Viel Bügeln also, und das bei 30 Grad Außentemperatur. Auch nicht das Schlaueste. Nach zwei von vier Tüchern die Textilfarbe wieder gefunden.

Wieder umgeplant. Diesmal: Der Rock wird blau, nicht beige! In die Küche, Wasser heiß gemacht, Farbe rein, Salz rein, Stoff rein. Diesmal – im Gegensatz zu DAMALS – musste das ja funktionieren, weil kein Kunstfaseranteil. Der Stoff wurde auch gleich wunderbar blau – allerdings auch der Herd, die Arbeitsplatte und mein Shirt (das ich letztens aber eh mit einer dunkelbraunen Hose gewaschen hab und das daher nicht mehr freilufttauglich ist – leider ebenso wie dieses Teil, das ich aber gedenke, von der Putzerei retten zu lassen) auch.

Ich war begeistert, wenn schon nicht erfolgreich nähen, dann wenigstens endlich mal erfolgreich färben. Aber: In der Anleitung steht was von „so lange auswaschen, bis keine Farbe mehr rauskommt“. Nach einer halben Stunde Auswaschen festgestellt: This will never happen.

Fazit: Ich sitz im Wohnzimmer und zwitschere zwecks Verhinderung meiner beginnenden Verzweiflung Prosecco, und in der Küche schaut es grad so aus:

(c) nunette colour

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Wird wohl kein Rock mehr heute.

Prost.

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Ein neues, altes Baby

Darf ich vorstellen: Hier ist meine von Oma bekommene Privileg Freiarm-Super-Nutzstich-Nähmaschine Modell 1510 von Quelle. Laut Oma, die es nicht mehr ganz so mitm Schätzen hat, 5 Jahre alt, meiner persönlichen Einschätzung nach aufgrund der Optik der Bedienungsanleitung mindestens viermal so alt. Und überraschend schwer. Und ja, mein Esstisch hat eine komplett hinige Furnier- beim Nähen werd ich was unterlegen.

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Den Namen mit drei Bindestrichen finde ich persönlich wirklich entzückend..

(c) nunette colour

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Mein persönliches Lieblingsbild aus der Bedienungsanleitung – ich schwöre, meine Oma hat seit ich mich erinnern kann, wirklich immer exakt solche Schuhe getragen. Sie war also wirklich die perfekte Zielgruppe für dieses Nähmaschinenenmodell… übrigens noch so eine Anekdote, wieso ich meine Oma so liebe: Sie sagt nicht „Ich seh nicht mehr gut, kannst die Maschine haben“, sie sagt mit ihren 92 Jahren: „Ich seh im Moment grad nicht so gut, ich geb sie dir mal als Dauerleihgabe.“

(c) nunette colour

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Auch hübsch finde ich den Satz auf der letzten Seite der Bedienungsanleitung:

Das Gerät entspricht in Bezug auf die Funkentstörung dem Amtsblatt 61/91, VfG 242/1991 des Bundesministers für Post und Fernmeldewesen.

Hübsch, oder?

Genäht wird morgen, nachdem das Lamperl kaputt und erst nachgekauft werden muss. Nachdem die Maschine zwei Jahre mindestens (nach großmütterlicher Schätzung, wohlgemerkt, also wahrscheinlich warens fünf Jahre mindestens) am Dachboden gestanden ist …. sollt ich die mal durchservicieren lassen?

Und hoffe jetztmal darauf, dass mein Unterbewusstsein über Nacht unfassbares Nähtalent entwickelt…

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Fachchinesisch

Nähen lernen ist, eine neue Sprache zu lernen. Oder versteht ihr diesen Fachkauderwelsch? Ich vermute, dass der noch auf der einfachen Seite angesiedelt ist.

Die Schnittteile so legen, dass die Markierungen aneinander stoßen. Schürze zzgl. einer Nahtzugabe von einem cm im Stoffbruch zuschneiden und rundum versäubern.

Tasche zzgl. einer Nahtzugabe zuschneiden und versäubern. Nahtzugabe am Beleg zur linken Stoffseite bügeln , Beleg zur linken Stoffseite bügeln und steppen

Die Schürze rundum schmalkantig absteppen.

Stoffbruch?

versäubern?

am Beleg?

Hä?

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Die beste Oma der Welt

Ich habe die allerallertollste Oma der Welt. Erstens Mal konnte die bis vor kurzem nähen wie eine Weltmeisterin, und hat mir regelmäßig meine Jeans so toll gestopft, dass Jahre später der Rest der Jeans, nicht aber der gestopfte Teil auseinandergefallen sind, und zweitens muss ich hier mal feststellen: Meine Großeltern sind 96 und 92 und (Opa zumindest fast)  fit wie Turnschuhe – körperlich wie geistig – und die beiden sind regelmäßig nicht erreichbar, weils grad beim Heurigen oder bei Freunden im Garten oder sonstwo sind. Einfach lässig.

Die Oma ist aber heute überhaupt mein Rockstar: Nachdem sie selbst nicht mehr so gut sieht, schenkt sie mir ihre Nähmaschine. Weil die andere musste ich heute zurückgeben. Ich trau mich aber grad nicht, sie fürs Dankesagen anzurufen – ist grad Fußball, da darf sie nicht stören…

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Nunu in einer Fachjury

Meine Damen und Herren, ich bin schon wieder gebauchpinselt. GLOBAL 2000 hat nämlich diesen wunderbaren Bewerb namens „Der gute Style“ ins Leben gerufen. Und wär ich nicht bald elfundzwanzig, sondern ein paar Jahre jünger, dann hätt ich da auch teilnehmen dürfen. Der gute Style ist ein Fotobewerb, bei dem es um Outfits geht. Einzige Bedingung: Die Outfits dürfen nicht neugekauft sein – harrharr, Jackpot! Dafür alt, ausm Kasten von der Oma, neugestylt, oder überhaupt selbergemacht.

Meine nette Kollegin hat mich nun in die Fachjury berufen (ok, zugegeben, ich wollt da auch mitmachen 🙂 ). Und meine Aufgabe in dieser Fachjury: Die DIY-Outfits bewerten. Hey, im Bewerten anderer Outfits bin ich hundertpro besser als im selber Selbermachen!

Hier jedenfalls der Link zu meinen lieben Kolleginnen in der Jury, ich freu mich schon auf die Auswahl der Outfits – da waren in den letzten Wochen echt ein paar Knaller dabei…

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Kreativer Leo und masochistische Nunu

Einen gewissen Hang zum Masochismus kann man mir anscheinend nicht absprechen. Ich hab selbst bei der von mir beworbenen Vernissage von Nählehrer Leo vorbeigeschaut. Was soll ich sagen: Da hingen zwei Kleider und vor allem ein Oberteil, das ich gerne anprobiert hätte. Und zumindest das Oberteil hätte ich mir sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit gekauft. Nicht nur GOTS-zertifizierte Baumwolle und ganz sicher nicht von armen kleinen Kindern aus Bangladesh genäht, sondern auch einfach nur su-per-schön. Genau meins. Einfarbig, aber im Schnitt hochkreativ.

leo (c) nunette colour

leo (c) nunette colour

Leo und ich sind aber draufgekommen, dass wir rein beruflich in nächster Zeit mindestens einmal, aber hoffentlich zweimal miteinander zu tun haben werden. Ich freue mich sehr drauf!

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Werbeeinschaltung für meinen Nählehrer

Die liebe Alex vom Stoffsalon hat mich gebeten, hier am Blog Werbung für die Ausstellung von Leo zu machen. Leo ist der Mann, der mit mir das Tascherl und den Rock genäht hat. Und dem ich bald gestehen muss, dass ich seither nur in höchst zärtlichen Schritten weitergemacht hab mit der Näherei (gilt der Einbruch eigentlich drei Wochen später auch noch als Ausrede?)…

Mach ich doch gerne, bitteschön: Stattfinden wird der Spaß im Stoffsalon selbst (Westbahnstraße 38) am 23. Juni von 15-20h…..

LEOS Kollektion „ …anbandeln kann zu Verstrickungen führen…“
beschäftigt sich, wie schon mehrere Jahre, mit dem Thema „Wirkware“.
Hand – und Maschinenstrick, Walk und Jersey sind die vorherrschenden
Materialien. Diesmal wird GOTS- zertifizierte Biobaumwolle
pflanzengefärbt in den Farben erdschwarz, morgennebelgrau, wiesengrün,
sonnengelb und feurigrot verwendet.

Der Baumwolljersey wird z.B. in Streifen geschnitten, gerafft
aufgesteppt oder sogar manuell verstrickt. Teilweise wird, scheinbar
wahllos, abgesteppt. Oberteile werden verdreht bzw. werfen Blasen oder
stülpen sich in Zacken aus.

Der Zufall in der Verarbeitung spielt eine wichtige Rolle, es entstehen
dadurch Unikate. Die Kollektion ist für den Alltag gedacht. Die
spielerischen Elemente verführen zum Hinschauen und Erstaunen. Einfach
und doch interessant, freiheitsliebend, temperamentvoll und manchmal wild.

Und was ganz Feines kommt zum Schluss: Es gibt Prosecco!!

Hier ein bildlicher Vorgeschmack (und ja, bei so manchem Teil fuxt mich mein Shoppingboykott doch wieder….schaut gemütlich, fesch und so schön „anders“ aus!).

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