Schlagwort-Archive: Nähen

Tilt.

Nach einer ex-beruflichen Weihnachtsfeier, einer anigerschen Geburtstagfeier, einer großmütterlichen Geburtstagsvöllerei und einer ena-schen Geburtstagsfeier (und der unglaublichen Freude, sie beim Mäxchenspielen zu beobachten, so eine unglaublich charmante schlechte Lügnerin!) und einem Geburtstagsbrunch noch vor mir heut Nachmittag bin ich komplett erledigt und blogtechnisch inspirationslos und wünsch euch einen erholsamen Sonntag… Ich werd mich in meinen warmen Pullover und in meinen warmen Mantel, beide selbstgemacht, reinkuscheln und stricken, so schauts aus. Blöde Minusgrade.

Getaggt mit , , ,

Ein neues Ziel

Dieses Teil in schwarzem Jersey, mein neues Ziel.

image

…wenn ich jemals mal wieder ein Wochenende komplett und absolut frei habe…und mit frei meine ich blöderweise auch meinen Kopf. der ist grad definitiv zu voll mit hunderten Ideen, Projekten, Veränderungen und meinem Job, um diese Hieroglyphen zu entziffern.

image

Nach einer unglaublich stressigen Woche durfte ich wenigstens am Wochenende am Land entspannen. Und das passierte, als ich Feuer gemacht hatte und strickend im gemütlichen Sessel am Fenster saß, während der Liebste draußen auf der Terrasse eine alte Waschmaschine zerlegte, um aus der Trommel ein neues Möbelstück zu bauen. Und das alles fand ich einfach fürchterlich cool.

zurück zum Kleid…Ena http://einfachena.blogspot.com? 🙂 

Getaggt mit ,

Nix kaufen heißt noch gar nix

Ich hab letztens mal „Kassasturz“ gemacht und zusammengezählt, was in den vergangenen neuneinhalb Monaten so alles in meinem Kleiderschrank gelandet ist, das da vorher noch nicht war. Und holla, das ist nicht grad wenig – irgendwie wird mir grad klar, warums mir nicht wie Verzicht vorkommt, das Jahr. Vorausschickend: Ich habe nicht um Geschenke gebeten. Bis auf eine Tasche. Geb ich zu.

  • Eine Strumpfhose, extrem genial, aber leider umgehend innerhalb meiner vier Wände so derartig professionell verschustert, dass sie seither nicht mehr aufgetaucht ist.
  • Insgesamt fünf (bist du irre!!!) Paar Leggings, von denen zwei leider nachm ersten Waschgang wieder „adios“ gesagt haben und eine zu klein, aber sehr sehr cool ist (vom Liebsten)
  • drei selbstgenähte Röcke: 1, 2, 3
  • ein selbstgenähter Mantel,
  • ein selbstgenähter, ein selbstgestrickter (siehe Foto), ein geschenkter Schal
  • ein fast fertiggestrickter Pullover 
  • der unfassbar geniale Sockenpulli, mein Geburtstagsgeschenk
  • eine selbstgenähte, zwei geschenkte Taschen (die zweite ist giftgrün und von meiner liebgehabten Frau vom See)
  • ein Cardigan
  • ein Shirt, das Ena bekommen hat, ihr aber zu groß war. Third Hand quasi.
  • ein Seidenkleid, ein Pulli, ein Rock, ein Shirt, noch ein Shirt – bei einer Tauschparty. Hab aber mehr Teile hingebracht als mitgenommen. Gilt aber dennoch als „neu“ in meinem Schrank.
  • eine Wollhose von der zweiten Tauschparty, die allerdings längentechnisch noch etwas gepimpt werden muss…
  • Alte, von meiner Lieblings-aniger nimmer getragene Strumpfhosen (Freundinnen jenseits der 1,80 sind in Sachen Kleidertausch bei mir echt Gold wert). Mal schauen, ob sie mir passen.

Aaaaaalter Schwede.

Also erstens: Ende Jänner ist Großausmisttag. Aber sowas von.

Und zweitens: Diese Liste da oben ist ein Bruchteil dessen, was ansonsten so durchschnittlich in einem Jahr neu in meinem Kleiderschrank gelandet ist. Und die Freude über jedes einzelne Teil war 2012 locker viermal so groß wie vorher.

Drittens: Ich hab mich komplett an meine eigenen Regeln gehalten. Trotzdem kommt mir diese Liste da oben echt wie ein Regelbruch vor.

Aaaaaaaaaaber viertens: Auf die Tour kann ich locker noch ein paar Monate länger weitermachen. Wäre da nicht das mit Aniger geplante Amsterdamwochenende 🙂

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Getaggt mit , , , , , , , , ,

Individueller Nichtkonsum

Wir waren die letzten Tage beim Vater des Liebsten am Land. Dort haben sowohl der Bruder des Liebsten samt dessen Frau sowie wir beide uns je ein Zimmer im Haus renoviert. Die Unterschiede sind so wahnsinnig bezeichnend: Während das Zimmer des Bruders eine Möbelschwedenwerbung sein könnte (das ist nicht negativ gemeint, das Zimmer ist recht nett geworden), ist das vom Liebsten und mir noch etwas zusammengewürfelt. Aber wir sind beide einfach unglaublich stolz, weil wir ein altes Yokabett neu stoffbetackert haben, uralte Nachtkastln selbst abgeschliffen und lackiert haben, den Boden selbst verlegt haben, den Tisch im Zimmer selbst gebaut haben – und der alten Ikea-Kommode werden wir demnächst noch mit Spraydosen und Farbfolien zu Leibe rücken… aber eines ist auch klar: Fertig und stimmig ist unser Zimmer noch lange nicht. Das, was der Bruder an zwei oder drei Wochenenden geschafft hat, dafür werden wir wohl noch so einige Wochenenden bis zum Sommer brauchen. Seltsamerweise bin ich da plötzlich ganz geduldig – und das, obwohl „Ungeduld“ mein zweiter Vorname sein könnte.

Worauf ich hinaus will? Dass nicht nur bei der Kleidung gilt, dass es immer neu sein muss. Etwas selbst zu produzieren oder zu verändern, macht einfach nicht nur wahnsinnig viel Spaß, sondern bringt auch wirklichen Individualismus. Unsere Nachkastln: Die hat niemand sonst. Pah. Meine Tasche auch. Soviel ist sicher: Dabei bleib ich, auch nächstes Jahr.

(c) nunette colour

Diese Kastln waren früher braun, beige und gagerlgelb. Und das Bett war altrosa. Samt. Uah.

Und bevor wer raunzt: Ja, Lampe und Mistkübel sind vom Möbelschweden. Den ich ja immer noch sehr mag. Auch wenn bei dem auch nicht alles rosarot rennt.

Getaggt mit , ,

Fertig!

Dank der im Büro ausgemusterten Karabiner (ja, ich hab Kollegen, die sich auch mal wo abseilen) wirkt das Ding plötzlich wirklich sehr lässig:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Und mit den Ösen war ich auch viel zu ungeduldig – das hab ich dann doch lieber gleich mal selbst erledigt….

Getaggt mit ,

Vier Stoff-Flecken = eine Tasche

Irgendwas muss man mir ins Essen gemischt haben – ich geh grad über vor Näh-, Strick-, Selbstproduzierlust. Echt eine unglaublich inspirierende Nebenwirkung meines Shoppingboykotts. Ich wollt ja ausprobieren, wie lange das Selbstnähen von Kleidung und Accessoires dauert, aber mir hat echt kein Mensch gesagt, dass das so derartig viel Spaß macht, wenn wirklich was Herzeigbares dabei rauskommt!! Lustig, dafür macht das Kochen, das ich sonst so gern mach, grad keinen Spaß. Dauert viel zu lang und hält mich vom Nähen ab 🙂

Aaalso. Diese drei Stoffe mussten ganz dringendzu einer Tasche vernäht werden. Mussten, weil wir in Kürze zum Vater des Liebsten reisen und der hat eine Ösenzange, die ich für den Verschluss und den Henkel brauchen werd.

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Nach VIEL Fluchen, weil das einfache Aneinandernähen von vier komplett schnittgleichen Stück Stoff NICHT gerade und seitengleich ausgegangen ist, ist das hier rausgekommen (und zwar bis auf die nicht ganz so graden Nähte exakt so, wie ich es mir vorgestellt habe):

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Und jaaa, Geständnis: Es waren drei Säcke voller Stoff, die ich mir zugelegt hab letztes Wochenende. Eine neue Form des Lust-Shoppens. Dafür hab ich tapfer „nuuuujjjjein“ gesagt, als der Liebste mit mir zum Flohmarkt nach Schwechat wollte. Und im Thalia letztens hab ich mir auch kein einziges Buch gekauft. Dafür was anderes. Was un-fass-bar geiles, geniales, zum Blog passendes, tolles PFOAH! Das zeig ich aber erst später her, ätsch!

Getaggt mit ,

Nicht öko, aber fair

Spät aber doch der heutige Blogbeitrag – der Tag war ausflugstechnisch lange und sehr fein (danke nochmal ihr Lieben aus Bruck!) – und begann mit einer Shoppingfahrt nach Kritzendorf. Bei dem war ich gestern Nachmittag schon und kaufte mir dieses unglaublich coole Kunstleder. Mit der Idee für ein Kleid aus Wolljersey mit Kunstledereinsätzen. Und befand sehr bald: Ich hab zuwenig davon gekauft. Also: Nochmal hin.

Ich weiß, beim Müller kriegt man nix, das auch nur im Entferntesten für ein GOTS-Siegel in Frage kommt – aber man kauft zu einem guten Preis tolle Stoffe und kann selbst produzieren. Ich reds mir grad nicht schön, ich weiß: Die Optimallösung ist das nicht. Aber ein guter Weg im Vergleich zur textilen Massenproduktion, oder?

Sind sie nicht schön, meine vier Funde?

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Dieses Rosafarbene ist ein braunbeiger Batikstoff, der am Rand eben rosa ist – ich find Batik ja sonst nicht soooooo, aber der ist echt schön. Das links ist das geniale Kunstleder – von dem ich leider heute nicht mehr bekommen hab, das war weg 😦 Und jetzt geh ich grad über vor Ideen, was ich damit mach – und ganz ehrlich: Dieses Gefühl ist grad viel schöner als das nach dem Kauf eines fertigen Produkts. Das wird doch noch was mit mir und dem Nähen!

Getaggt mit ,

DIY: Jetzt is aber mal wieder genug!

Und ich hab doch wieder genäht, weil ich – um gleich mal die graue Kirsche zu beruhigen – beim Nähen absolut schmerzfrei bin. Und ich einfach uuuunbedingt endlich mal eine Hose ausprobieren wollte. Sie ist wieder genau so entstanden wie (abgesehen vom Mantel) alle meine Stücke: Bewährtes Teil, das nachgenäht werden soll, als Vorlage genommen, Daumen mal Pi und ohne einen einzigen Einsatz eines Maßbandes oder einer Anleitung losgenäht. Das Ergebnis ist zwar gemütlich, weil megaweit, aber: unterschiedlich lang an den Beinen, am Bund gestückelt und außerdem überbetont es auf fast schon ironische Weise meine natürlich absolut nicht vorhandenen Reiterhosen. In anderen Worten: Gemütlich, aber so derartig hässlich, dass ich sie hier sicher nicht herzeige. Vielleicht irgendwann mal, später, in einem wirklich wirklich mutigen und/oder betrunkenen Moment.

Nachdem ich mich jetzt monatelang vorwurfsvoll von meiner Nähmaschine habe anstarren lassen, ist das doch bitte kein schlechter Schnitt für drei Tage – Mantel, Rock und eben Hose….

Zwischenfazit dieses Teils meines Projekts (das Selbstherstellen von Kleidung, um erstens rauszufinden, wie lange sowas wirklich dauert, und zweitens, wenigstens aus sozialer Sicht ein gutes Gewissen zu haben): Oidaaaaaa, das zaaaht sich! Alles, was länger als eine Stunde dauert, übersteigt beim Nähen meine Geduldsgrenzen (daher werden die Hosenbeine der Hose sicherlich erst in ein paar Tagen angeglichen, genauso wie eine Lösung fürs bisher einfach zugeknotete Gummiband im Bund noch gefunden werden muss) . Das einzige Teil, das halbwegs nach „ok, das könnte es wo zu kaufen geben auch“ ausschaut, ist der Mantel. Trotzdem: Ich werd auch weiterhin diverse Näh- und Strick-Herausforderungen annehmen. Weil: Innerhalb dieser Stunde macht das einfach einen Mörderspaß!

Getaggt mit , ,

Stolz wie Osk…. Nunu

Wahnsinn, bin ich stolz! War heute mit dem neuen Mantel, dem neuen Rock, meinem nichtmehrsoneuem Schlauchschal und einer selbstgestrickten Haube im Büro und hab mir so einige Bewunderung abgeholt. Tirili! Mein Lieblingszitat von Kollege T: „Hast dir das auf der WearFair gekauft?“… Nicht nur, dass ich die Sachen selbst produziert habe, nein, ich trau mich auch in die freie Wildbahn damit!

Würde mein Arm (inzwischen tuts gar nicht mehr so sehr am Handgelenk, sondern mehr in der Unterarmmitte weh) nicht so nerven, ich würd ausm Selberkleidermachen gar nimmer rauskommen. Auf meinem Couchtisch stapeln sich bereits die Ideen – besonders angefixt bin ich grad von dem Gedanken, nach Beendigung des dunkelgrauen Pullovers einen gaaaaaaaaaanz breiten hellgrauen Schal zu stricken – und den dann mit einer nichtvorhandenen (Kunst-)Lederjacke in Schwarz zu kombinieren. Hm! Haken!

Oder dieses Kleid, das lässt mich auch nicht los…und nachdem alles andere grad so gut gelingt, würd ich mich da sogar drübertrauen, so echt mit Schnitt und so, nix mit freestyle…… Bidde ich wünsch mir, dass mein Arm bald wieder heil ist! Es neeeeeeeeeeeervt schon so….

(c) nunette colour

Getaggt mit , ,

Na wenn ich nicht stricken darf…dann nähe ich eben!

Ok, es hat mich mal wieder ein Nähanfall überkommen. Weils gestern trotz unglaublicher Müdigkeit bei Ena so gut geklappt hat, hab ich heute begonnen, einen ehemaligen Wandschmuck in einen Rock umzunähen. Wiedermal so, dass da keiner genauer hinschauen darf, aber immerhin! Eigentlich sollte er gerade enden, aber da hätt ich viel zu viele Abnäher machen müssen, dafür war ich eindeutig zu denkfaul, und jetzt ist er eben schräg – genauso wie ich, wie der Liebste und ich vor Jahren schon festgestellt haben.

Also. Von so (samt unerkannt bleiben wollendem Model) – der Stoff war einen langen Gang entlang an der Wand jahrelang einfach aufgenagelt:

(c) Flo, der andere

(c) Flo, der andere

in einer Stunde (hey, Anfängerin!) zu so:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Nochmal: Das Schräge ist Absicht! Das Chaos hinter mir nicht.

Tirili!! Morgen gibts abgesehen von Leggings und Shirt und Schuhen nur Selbstgenähtes im Outfit, inklusive Schal. Und ja, mich macht das schon so ein klitzekleines bisschen stolz. Und fixt mich grad an, weiterzumachen. Fehlt nur noch, dass ich endlich den Pullover fertigstricke, und dann hab ich in Sachen Kleidung selbst produzieren alles, was ich mir vorgenommen habe, auch erreicht… 🙂

Getaggt mit , ,