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Birner Bags

Die Caro Birner, die ist eine sehr lässige Person. Die ich leider nur recht selten sehe, aber mit der es immer witzig ist. Aber Caro ist nicht nur lässig und witzig, sondern auch hammermäßig kreativ. Darum hat sie kürzlich auch diese Taschen entworfen:

(c) Carolin Birner

(c) Carolin Birner

Die Taschen sind aus alten Ölbildern gemacht – wie genau das aussieht, ohne brüchig zu werden oder abzufärben: Ich bin gespannt drauf. Und ich freu mich, weil: Die Caro hat gesagt, sie wird mir eine solche Tasche schenken, weil kaufen darf ich sie ja nicht 🙂

(Und jetzt keine Diskussionen über Schenken als Regelbrechen bitte. Schenken ist erlaubt. Soll aber das Kaufen nicht ersetzen. ok?)

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Code Blue (Jeans)

Nuuueeeeiiiinnnn!!!! Neinneinneinneinneinneinneinneinnein!!!! Ich krieg keine Luft mehr, ich hyperventiliere, ich hab gleich einen Herzstillstand, ich muss das Projekt abbrechen!!! Meine innigst heißgeliebte Jeans ist kaputt. So, dass sogar die Krisenmanagerin meines Herzens und meiner Alltagstauglichkeit (a.k.a. meine Mama) gesagt hat: „Des wird nix mehr. Die is hin. Wennst die stopfst, reißts dir am Rand gleich wieder auf, so hauchdünn ist der Stoff schon…“

Es ist schrecklich. Ein Alptraum. Diese wunderbare Jeans – eine Entdeckung in London, auf einer meiner letzten Dienstreisen für den vorigen Arbeitgeber. Der Shop hatte eine Abteilung für besonders große Menschen – für mich mit meinen 1,81 hosentechnisches Schlaraffenland. Die Hose saß wie angegossen, war etwas zu lang. Ich liebe zu lange Hosen. Seit meiner Pubertät, die ich gefühlt 80% der Zeit in Hochwasserhosen verbrachte, gibt es für mich hosentechnisch nichts schöneres als ein an der Ferse abgetretener Saum. Sie machte tolle Beine und war unfassbar bequem. Für 20 Pfund echt ein persönlicher Goldschatz.

Was mach ich jetzt? Keine einzige meiner anderen Jeans ist auch nur annähernd so perfekt wie diese eine, gewesene. Es ist doch unfair – da mach ich mir Sorgen, dass ich strumpfhosentechnisch nicht durch den nächsten Herbst und Winter komme, und dann macht sich in Sachen Beinkleidung plötzlich eine ganz andere Front auf? Die blitzeblanke, strahlendweiße Oberfläche der Zuversicht hat grad einige ganz gewaltige Kratzer bekommen.

Ökologisch gesehen war die Jeans ein ebenfalls ein Traum, ein Alptraum nämlich.

  • Dem CO2-Ausstoß durch Produktion in Indien und Verkauf in London setzte ich durch den Transport nach Wien gleich mal noch eins drauf, bevor ich sie auch nur einmal ohne Zetterl dran anhatte.
  • Stretchanteil hoch. Will ich über die ganze Chemie, die bei der Produktion eines solchen Stoffes eingesetzt wird, nachdenken? Hmm…
  • Modische Waschungen (wobei „modisch“ dahingestellt ist, ihr einziger Nachteil war ebendiese Waschung – dunkle Seiten und ein heller Popsch. Es gibt Vorteilhafteres. Wurde mit Röcken drüber aber meist kaschiert.). Sandblasting oleole.
  • Der virtuelle Wasserverbrauch liegt grob geschätzt bei etwa 6000 Litern, und ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich mit dieser Schätzung noch ordentlich tiefstaple.
  • 20 Pfund. Danke, liebe Näherinnen, die ihr nichtmal ein 100stel davon an der Hose verdient habt.

Der Fall liegt klar: Ich erfahre immer mehr Gemeinheiten aus der Textilbranche. Kann sie, siehe oben, in nullkommanix aufzählen – anhand eines einzelnen Kleidungsstücks. Der Kopf weiß Bescheid, alles klar, easy und grün.

Und der Bauch? Der will am liebsten sofort nach London fliegen und Himmel und Erde in Bewegung setzen, um genau! diese! Hose nochmal zu bekommen.

Das mit dem Lerneffekt, das muss ich noch üben. Aber ich hab ja noch ein paar Monate…..

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Ich werde kleidertauschfeiern!

Weil ich ja nicht nur selbst ganz brav aufs Shoppen verzichte, sondern auch bei einer Umweltschutzorganisation arbeite – wie man durch meine langsamen Erkenntnisse hier am Blog sieht: Realo, nicht Fundi 🙂 – und die diese wunderbare Kampagne ins Leben gerufen haben, habe ich gemeinsam mit einigen Kolleginnen eine Kleidertauschparty angezettelt (vielen Dank an Stella, übrigens, die die Organisation übernommen hat). Passt zur Kampagne, passt für mich ganz wunderbar – und passt für die liebe nähmaschinenherborgende Eva, in deren Lokal wir ganz edel bei Prosecco und Fingerfood (Händeabwischen nachm Essen nicht vergessen, denkts an die Flecken auf der Kleidung!) nicht mehr Gewolltes tauschen werden.

Ich hoffe, ich sehe einige von euch am 7. Mai ab 15.00h (bis 19.00h) im Dellago am Yppenplatz.

… und bringts Größe L oder 42 mit, damit ich auch was davon hab, hihi! 🙂

…uuuund: wenn ihr einen Account habts, wärs super, wenn ihr auf Facebook zusagen könntets (es warat wegen dem Überblick und so…)

(c) GLOBAL 2000

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Die Bauchpinselei nimmt kein Ende

Ist gerade passiert und muss jetzt in den Blog. Bin grad schwerstens beeindruckt. Folgendes ist passiert:

Nunu sucht auf Willhaben nach einer billigen Nähmaschine für Anfänger. Findet eine tolle, bei Autos würde man es „garagengepflegt und kaum gefahren“ nennen. Schreibt hin, sieht aber nicht, dass die Maschine schon verkauft ist. Bekommt trotzdem eine Antwort, total lieb, mit dem Hinweis darauf, welche Maschinen zu empfehlen sind. Nach kurzem Hin- und Hergemaile das Geständnis der Verkäuferin, mein Name sei ihr bekannt vorgekommen, sie habe mich gegooglet und sei auf den Blog gestoßen.

Nach sechs Stunden Autofahrt, die mit einem Nahen-Verwandten-im-Krankenhausbesuch geendet hat, also beides pfui, ein echt schöner und vor allem sehr schräger Lichtblick dieses Tages! 🙂

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Ich mach einen Nähkurs!

Ich zappel grad vor mich hin und freu mich und bin aufgeregt! Weil: Mein Hausverstand hat über meine Sturheit gesiegt. Ich mache demnächst einen kurzen Nähkurs.

Auf den Tipp der Freundin eines Bekannten hin bin ich nämlich vor kurzem am Heim(um)weg mal im Stoffsalon eingefallen. Ist ein kleines, freundliches Geschäft in der Westbahnstraße mit wuuuuuuuuuuuuuuuuunderschönen Stoffen, alles schön bunt und schöne Qualität und hach! Auch die Besitzerin ist wirklich nett und lässig. Sie veranstaltet auch Nähkurse, und in einen Anfängerkurs hab ich mich noch reinzwicken können. Ich freu mich, bin gespannt und kanns kaum erwarten!

Daumen halten, dass ich etwas mehr Talent beweise als bei der Strumpfhosenfärberei!

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Luxusproblem?

Seit Wochen warte ich drauf, dass mir irgendjemand erklärt, was für ein verwöhntes Etwas mit einem absurden Luxusproblem ich bin. Ok, verwöhntes Etwas hat er nicht gesagt, absurd auch nicht, aber vom Luxusproblem hat er gesprochen, der Herr Kollege. Und recht hat er.

Absolutes Luxusproblem. Und schau ich mir mein Leben an, dann ist das auch wirklich luxuriös. Ich habe eine schöne Wohnung, mein Freund hat ein Auto, das ich jederzeit nutzen kann, Laptop, Handy, Computer, Fahrrad, ein großes Bücherregal – alles vorhanden, aber alles nicht im High-End-Bereich. Es gibt in meiner Familie und der meines Freundes unglaublicherweise drei verschiedene Ferienwohnungen/häuser, die wir jederzeit nutzen können. Plus – für mich VIEL luxuriöser – ich habe eine tolle, liebevolle Familie, die eisern zusammenhält, eine Mann, der mir gewachsen ist und den ich liebe, und einen tollen Freundeskreis, den ich für nichts in der Welt hergeben würde. Das ist für mich wirklich Luxus. Ich bin mir meines Glücks bewusst. Verdienen tu ich für eine Akademikerin recht wenig – aber ich lebe luxuriös und weiß das.

Aber: Manche, nein, viele KÖNNEN sich halt einfach nur KiK leisten und haben preislich keine Alternativen. Es gibt Leute, die können sich überhaupt keine Klamotten leisten und sind von Spenden abhängig. Da gehts dann nicht mehr um Style, da gehts um Wärme, darum, irgendwas am Körper zu haben. Und dann ist das, was man am Körper hat, oft auch noch der einzige Besitz.

Und das alles gibts natürlich in Österreich, nicht irgendwo weit weg. Ja, ist mir alles klar. Nur (und das mag sich jetzt für manche wie eine billige Ausrede anhören): Ich kann und will nur aus meiner eigenen Welt heraus agieren und argumentieren, alles andere wäre doch unglaubwürdig, oder?

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Gemeinheit

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Hab festgestellt, dass ich gegen das klassische Windowshopping relativ immun bin – Onlineshopping ist da viel gefährlicher. Insofern kein Problem, wie heute die Mariahilferstraße runterzugehen. Die einzige Ausnahme: Diese Hose. So eine senfgelbe wollte ich unbedingt noch vorm Shoppingboykott haben, doch die einzige, die ich in Barcelona fand, war mir zu eng (wie das ja bei Hosen öfter vorkommen soll, hüstelhüstel).

Würde ich derzeit shoppen, ich hätte schon längst eine senfgelbe Hose. Jetzt schau ich mal, ob ich die nächstes Jahr auch noch haben will, und dann schau ich, dass ich sie irgendwo herkrieg, wo ich ein halbwegs gutes Gewissen dabei hab. 34,90 bei Zero riecht nach meinen derzeitigen Recherchen nämlich ein bißchen zu sehr nach nicht ganz so easy-cheesy Produktionsverhältnissen.

Man beachte das Foto – würde die Hose nicht wunderbar zu meiner alten Freitagtasche passen? 🙂

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Ich war shoppen

Ich habe mir ein Shoppingerlebnis gegönnt, und was für eines. Der Holde hat mir einen Wunsch erfüllt und ist mit mir zu Textil Müller in Kritzendorf gefahren – ein echtes Paralleluniversum. Die derzeitige DIY-Lust ist riesig, und am liebsten hätt ich mir bereits vorgestern Abend bereits von irgendwem eine Nähmaschine ausgeborgt, leider habe ich keine spontanen nähmaschinebesitzenden und/oder herborgwollenden FreundInnen – was ich auch versteh: Ich bin mit 12 das letzte Mal an einer Nähmaschine gesessen (Aniger, Ena, das ist genau der Grund, wieso ich euch nicht gefragt hab..) . Aber hey, ich stricke, knüpfe, bastle, färbe (letzteres grandios erfolglos) – da kann das Nähen dann ja auch nicht so schwer sein! Aber wurscht, weiter: Also – Textil Müller.

Das Shoppen – war echtes Shopping. Qualität befühlen, überlegen, wie und ob es zur aktuellen Garderobe dazupasst- da war nix anders als im Textilfachhandel . Das Probieren ist halt weggefallen. Viele tolle Sachen gefunden. Ideen gehabt. Geld ausgegeben. Und mich ein bißchen wie die Teilnehmer von Project Runway (meiner Ansicht nach eine der besten Castingshows überhaupt, wäre da nicht der Wunsch, Heidi Klum einen Grund für eine Schönheitsoperation zu verschaffen – immer und immer wieder) gefühlt – nur halt komplett ohne Näherfahrung. Doch wo ein Wille, da meine Sturheit….

Aber jetzt reichts auch wieder. Zuerst die Schmuckbasteleien, dann der Färbeversuch, dann die Stoffe: Alles Shopping, wenn mans genau nimmt. Und mit ebenjenem freudigen Belohnungsgefühl, das ich ja schon recht gut kenne. Im April werden jetzt auch keine weiteren „Zutaten“ für DIY gekauft. Ich bewege mich ganz klar innerhalb meiner eigenen Regeln, aber hab trotzdem ein schlechtes Gewissen.

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(DIY-) Belohnung

Ich hab mir doch was als Trost gekauft – allerdings was „Erlaubtes“: Ein Parfum. Das ganz wunderbar nach einer Mischung aus Weinrebe und Blumenwiese riecht – und das mich an den letzten Urlaub erinnert, weil ich eine Probe davon mit hatte.

Außerdem war ich heute bei meiner persönlichen Bastel-, Näh – und überhaupt Fee Aniger, deren Vorrat an Bastelutensilien die DIY-Abteilung vom Thalia in den Schatten stellt. Während die anderen Ostereier beklebten, hab ich mich aufs Sofa zu den vielen Dosen voll mit Perlen verzupft und mich – ebenfalls in Erinnerung an den Urlaub – für Maritimes entschieden. Das Ergebnis:

Und ich habs sogar behalten dürfen 🙂 Danke, liebe Fee!

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Nunu allein zuhaus

Drei Tage ist er inzwischen tot, mein kleiner Biff. Er war immer schon ein Patient, oft krank, und vor 14 Monaten wurde ein Loch in seinem Herz festgestellt – man gab ihm noch drei Monate. Der kleine Kämpfer hat aber bis letzten Samstag mit voller Lebensfreude durchgehalten und mich oft vor lauter Liebe, aber auch Sorge oft innerlich übergehen lassen (und hin und wieder auch vor Ärger, wenn er gemeint hat, er muss mir aufs Sofa speiben – dessen Bezüge nicht waschbar sind – oder aus Trotz zielsicher NEBEN das Kistl auf den Parkettboden pinkeln…). Was hat der kleine Furz mich zum Lachen bringen können, besonders spezialisiert war er auf Abstürze aus geringen Höhen aufgrund der Jagd nach seinem eigenen Schwanz und in den letzten Monaten seine Hassliebe zum Schaukelstuhl (Stichwort Schwerpunkt einschätzen). Mir war klar, dass er nicht alt wird, mir war klar, dass der Moment kommt, aber mir war nicht klar, dass es so derartig hart sein wird, zuhause zu sein ohne ihn.

vielfraß und schmusebär, genießer und unglaublicher opportunist

Was das jetzt mit meinem Projekt zu tun hat? AAAAAAAALTER , ICH WILL SHOPPEN GEHN!! Ich will raus aus der Wohnung, auf Richtung Mariahilfer, bei den üblichen Verdächtigen einfallen, Kleider anprobieren, in das Geschäft mit den schönen bunten Taschen schauen, GELD AUSGEBEN. Mich betäuben. Und das ganze dann als „mir etwas Gutes tun“ argumentieren…

Völlig sinnfrei, sowas! Und trösten tuts auch nicht, weil wenn ich dann nachhaus komm, würd er ja trotzdem wieder nicht angelaufen kommen und sich aufführen, als ob ich ihm alle zwei Wochen ausnahmsweise mal was zu Essen geben würde…

Ich gestehe – I am a Crazy Cat Lady.

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