Archiv für den Monat Februar 2012

Trost?

Und wieder eine Beobachtung: Seit zwei Tagen beutelt es mich privat ziemlich her, weil mein heißgeliebter Kater eine ganzganz üble Prognose vom Tierarzt erhalten hat. Der gestrige Tag hat aus regelmäßigem Tränenvergießen bestanden, heut gehts schon viel besser, weil der Kleine sich auch schon fürs Erste sichtbar erholt hat.

Gestern Abend dann gedankenlos bei ebenso gedankenlosem Fernsehen im Internet gesurft und plötzlich – also ich weiß gar nicht, wie das geschah, also wirklich 🙂 – war ich im Onlinestore von H&M und bei Etsy bei den Kleidern.

Ja, ich wollte mich ablenken durch Shopping. Zum Glück die Reißleine gezogen. Bzw. das Stromkabel….

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Erleichterung

Hin und wieder landen Bestellkataloge in meinem Postkasten. Oft ist es H&M, manchmal La Redoute, hin und wieder andere Anbieter. Diese Kataloge blättere ich gern durch, lande dann aber meistens in den Onlineshops und schau mir dort nochmal alles an. Insofern kann man sagen, ich bin relativ katalogimmun. Dennoch: Heute im Postkasten ein ziemlich dicker Katalog. Und ziemlich große Erleichterung meinerseits, dass er an meinen Freund adressiert war und voll von Sportprodukten ist, die mich weniger interessieren.

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Heldin in Strumpfhosen

Welch Ehr, welch Freude – Vielen Dank fürs Gastbeitrag schreiben dürfen, liebe Katrin! Doch nicht nur sie hat mir einen tollen Gefallen getan, auch meine liebste Freundin und Nachbarin hat mein schon nicht mehr wirklich subtiles Winseln und Raunzen durchschaut und mir ein tolles Paar Strumpfhosen geschenkt! Jetzt muss die nur noch passen – ist etwas klein, aber einfach nur toll!

Kleine Geschenke waren immer schon viel wert, aber wenn man selbst nicht kaufen darf, sind Geschenke einfach nur wun-der-bar!

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Hey, ich könnte!

Es wird bedenklich. Dieses Gefühl, das ich im Elektronikladen zum ersten Mal hatte – ich brauch nix wirklich, es ist auch nichts wirklich Verführerisches in den Regalen, aber toll ist es trotzdem, alles hier kaufen zu dürfen – verfolgt mich inzwischen bereits bis in den Supermarkt. Ich sehe die vielen verschiedenen Butterpäckchen und denke mir zwar, wie pervers, wozu braucht man elf verschiedene Buttersorten im Angebot, aber einen Gang weiter beginne ich beim Anblick der verschiedenen Kekspackungen zu strahlen. Aus so vielen Dingen kann ich auswählen! Gekauft hab ich keine einzige Packung, aber hey, ich könnte!

 

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Projekt März: Pulloverstricken

Der März fängt bald an und mit ihm mein Projekt „Pullover selbst stricken“ (übrigens: das Jänner-Projekt „Kasteninventur“ läuft immer noch mehr oder weniger, der Februar-Projekt „Ausmisten“ ist soweit durch). Ab jetzt gehts ans Selbermachen. Spannend, in diese DIY-Welt im Internet da einzutauchen!

Jetzt gehts um die Auswahl:

Der hier?

Oder soll ich häkeln?

Ich hätte am liebsten ein großes (bis zu den Oberschenkeln) Grobstrickteil, ob Pulli oder Jacke, gemütlich, warm, weich. Find aber keine Anleitung. Und da ist ja dann überhaupt das Problem: Ich bin Freestyle-Strickerin, ich kenn mich mit solchen Anleitungen einfach überhaupt nicht aus.  Hilfe!

 

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Conrad

Heute war ein Tag, an dem es gut war, dass ich keinen Zugriff auf nasse Handtücher hatte, die ich einigen Mitexistierenden auf diesem Planeten gerne um die Ohren geschnalzt hätte, vom Installateur über diverse Verkehrsteilnehmer jeglicher Form bis hin zum kompletten Chaos im Büro. Normalerweise ein Klassiker: Nach der Arbeit ab auf die Einkaufsstraße – heute wärens mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit die kürzlich gebloggten braunen Stiefel geworden. Heute: Nix. Der Holde sagt, er wolle nach der Arbeit noch zum Conrad.

Conrad ist ein Geschäft, in dem ich für meine persönlichen Belange nichts, aber auch wirklich gar nichts auch nur ansatzweise Spannendes finde. Wenn, dann geh ich in solche Elektronikläden, weil ich etwas brauche. Ich brauch aber keinen neuen USB-Stick, Laptop, kein neues Autoradio, keine Riesentaschenlampe, keine Satellitenschüssel, kein DJ-Set, kein HDMI-Kabel mit Goldummantelung. Ein Geschäft also, das mir – selbst wenn ich etwas von dort gebraucht hätte – nicht das befriedigende Gefühl geliefert hätte, das durch das braune Paar Stiefel entstanden wäre.

Und doch war es unglaublich toll, in einem riesigen Geschäft zu sein, in dem ich theoretisch was kaufen DARF!

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Gib Stoff!

Am vergangenen Wochenende habe ich auf einer Party Ena getroffen. Ena ist eine Bekannte von mir, die extrem toll nähen kann, und mit der ich ausgemacht hab, dass sie gemeinsam mit mir einen Rock oder ein Kleid näht (also ausverhandelt war ein Rock, jetzt bild ich mir aber grad ein Kleid ein, weil ich aus meinem Lieblingskleid in den vergangenen sieben Jahren etwas rausgewachsen bin und noch so eins haben möcht).

Was ich in Bezug auf meinen Einkaufsboykott und das immer intensiver einsetzende Nachdenken über die Sachen, die ich da täglich trage, im Gespräch mit ihr wahnsinnig spannend gefunden habe: Stoffe sind sauteuer (und ich meine RICHTIG sauteuer). Mit hier gekauftem Stoff ist man bereit bei einem Laufmeter Jersey über dem Kaufpreis eines Jerseyshirts im Fetzenladen nebenan. Ohne „Zutaten“ wie Faden oder Maschinenverschleiss, und vor allem ohne Arbeits- und Zeitaufwand. Na gut, kann man sagen, aber bei der Massenproduktion findet doch vieles maschinell statt. Ja, sag ich, vieles, aber nicht alles. In Bangladesch gibt es laut ARD-Doku „Der H&M-Check“ eigens angestellte Personen, die die überstehenden Fäden von den eingenähten Labels abschneiden  – den ganzen Tag.

Aber, und damit werd ich jetzt übermoralisch – es ist ja nicht nur die Massenkleidungsproduktion, in der vieles schief läuft. Es fängt ja schon bei der Stoffproduktion an. Das Fazit: Ich werd mich wohl nie wirklich ohne schlechtes Gewissen anziehen können, selbst wenn ich meine Sachen selbst nähe. Und trotzdem tu ichs jeden Tag. Verdrängung rockt. Und das grüngemusterte Kleid aus der Marni for H&M-Kollektion wäre sowas von meins, würd ich einkaufen dürfen. Ja, ich bin mir der Ironie des letzten Absatzes bewusst. Grummel….

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Vivienne Westwood hat recht!

Ich war immer schon ein Fan von Schuhe reparieren statt neue kaufen (naja gut, Schuhe reparieren UND neue kaufen…) – bis alle Schuster in meiner Umgebung zugesperrt haben. Auch in Sachen Kleidung hat sich in den letzten Jahren, aber vor allem seit meinem Einkaufsboykott meine Einstellung zu Wegwerfprodukten massiv geändert. Sobald ich wieder shoppen „darf“, werde ich definitiv mehr auf Qualität und „Reparierbarkeit“ achten, auch wenns teurer ist – langfristig ist das nämlich sowieso billiger und der Umwelt tu ich damit auch was Gutes. Das Traurige: Ich bin mit der Reparier-Qualitäts-Einstellung aufgewachsen. Und dann kam die erste H&M-Filiale pünktlich zu meiner Pubertät nach Wien und aus wars damit.

Und: Vivienne Westwood war schon immer cool. Sie hat einfach recht.

Vivienne Westwood: Wir sind so schlecht angezogen wie nie

London. Nach Ansicht von Modedesignerin Vivienne Westwood waren die Menschen noch nie so schlecht angezogen wie heute. Schuld daran sei vor allem eine Kultur der Konformität und des Wegwerfens, sagte die 70-Jährige am Sonntag nach der Vorstellung ihrer Kollektion bei der Londoner Modewoche. „Wir sind so konform, niemand denkt mehr nach. Wir saugen alle lauter Zeug auf, wir sind darauf trainiert worden, Konsumenten zu sein, und wir konsumieren alle viel zu viel.“ Ihr Aufruf sei deshalb: „Kauft weniger, sucht gut aus, achtet darauf, dass es länger hält.“

Früher seien die Menschen viel besser angezogen gewesen, erklärte Westwood, die als Mitbegründerin der Punk-Mode gilt und für ihre Exzentrik bekannt ist. „Mit Blick auf ihre Kleidung haben die Menschen noch nie so hässlich ausgesehen wie heute.“ Die Leute sähen aus wie „Klone“. Unter den seltenen Ausnahmen seien vor allem ältere Menschen über 70 Jahre.

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Selbsttest – fast bestanden…

Gestern abend Partyhopping betrieben. Nachdems beim ersten Fest gutes Essen gab, beschloss ich, den Weg zum zweiten Fest zu Fuß zurückzulegen – zwecks Verdauung. Der Weg führte über die bekannteste Einkaufsstraße von Wien, die Mariahilfer Straße. Ich dachte mir gleich: Cool, Selbsttest – aber auf der sicheren Seite, da alles zu hatte. Mal schauen, ob mich irgendetwas so anspringen würde, dass ich mir einbilden würde, es sofort am Montag kaufen zu müssen. Das klingt jetzt vielleicht für manche seltsam, aber ich kenne dieses Verhalten an mir….

Kurz: Die ganzen Kleidungsläden ließen mich kalt – zum Glück ist die Mode des kommenden Frühlings in meinen Augen einfach nur brutal hässlich. Ich finde weder glänzende und glitzernde Fetzen im Golden Girls Style, nur signifikant kürzer, schön, noch haben es mir Karottenjeans in bunten Farben angetan. Diesen Trend gabs schon mal, als ich 12 war, und damals machte ich munter mit. Einmal reicht.

Aber ich habe meine eigene Sucht nach Stiefeln unterschätzt. Von diesen Stiefeln hat mich in dem Moment wirklich nur das Problem der Öffnungszeiten getrennt (glücklicherweise). Ich liebe den Schnitt, ich liebe die Farbe, ich will hellbraune Stiefel haben, und runtergesetzt sind sie auch! Und mein Geburtstag ist noch so weit 😦

die in der mitte. sie sind perfekt.

Falls jemand mich beglücken will: Es gibt sie in dem Schuhgeschäft neben dem großen H&M (Attersee), und ich hab Schuhgröße 41, freu mich bei Stiefeln aus Einlagen- und dicken Socken – Gründen aber auch immer sehr über 42, wenn es das gibt.

Das hab ich offiziell natürlich grad nicht geschrieben. Ich bleibe stark.

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Mitstreiterinnen

Ich hab die Dame gefunden, die mich überhaupt erst mal auf die Idee gebracht hat: Kerstin Weng – sie macht die Modediät. Sie hat Mitte November 2011 begonnen. Ist also als erste fertig. Sie hat eine Spezial-Härte-Aufgabe: So viel online in den Stores herumsurfen wie sonst auch, und sich aufschreiben, was sie sich NICHT kauft, um auf den Betrag zu kommen. Spannend, aber ich würds nicht packen. Dafür darf sie Strumpfhosen kaufen.

Katrin macht Shoppingdiät. Sie hat klassisch mit 1.1. begonnen. Aber sie war auch nicht in Barcelona, ha! (Dafür in Edinburgh, und das nach Beginn der Diät, die Arme…). Sie ist schon fest am Swappen, das hab ich noch vor mir.

Ich mach nicht Diät. Ich mag das Wort nicht. Ich kauf nix. Auch keine Strumpfhosen. Seufz.

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