Archiv für den Monat April 2012

Habenwollen nach dem Jahr

Hab mich selbst duch die im letzten Beitrag angegebenen Shops durchgeklickt. OK, beim Waschbärversand ist mir wirklich zuviel „Jute-statt-Plastik-Mief“ bei den Frauenkleidern, aber Slowmo rockt!! Diese Kombi find ich SUPER, allerdings find ich leider das Top nicht im Shop….wenns das in ein bissl dünkler gäbe. HACH!! Das kommt auf die Liste, gleich nach Sockenpulli und Ina-Kent-Tasche

www.slowmo.de

 

 

 

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GrüneMode.de

Es dürfe der geneigten LeserIn (nachdem ich fast nur weibliche Kommentatorinnen habe, gehe ich jetzt mal von einer größtenteils weiblichen Leserschaft aus – tschulligung Hans 🙂 ) nicht entgangen sein, dass in mir das grüne Erwachen stattfindet. Grün war ich immer schon, und politisch auch und fest bei Demos mitgeschrien hab ich auch. In H&M-Kleidung.  Grumpf. Meinen Job hab ich auch definitiv nicht aus Karriere- oder Gehaltsgründen….

Wie ein Schwamm saug ich momentan alles, was mit Öko-Mode und sustainable fashion zu tun hat, in mich rein. Derzeit bin ich an dem Punkt, wo ich bereits Redundanzen feststellen kann. Schreibt ein Ökojornalist über eine der „guten“ Fabriken in Indien, schreibens alle. Immer wieder kommen die gleichen Positivbeispiele – an Hess Natur, dem Waschbärversand (dessen Schuhangebot ich nicht so prickelnd finde…) und Armed Angels werde ich wohl nicht vorbeikommen 2013, ebensowenig an Göttin des Glücks, Slomo oder Kuyichi. Und dem Terra Plana Shop in der Neubaugasse werde ich wohl auch wieder eine Chance geben, auch wenn ich aufgrund der frappanten Relation „Je schöner der Schuh, desto höher der Absatz“ bisher dort nie fündig wurde (Website von Terra Plana derzeit down…).

Derzeit tigere ich mich grad in „Saubere Sachen“ von Kerstin Brodde rein. Die auch bloggt. Les ich mal nicht das Buch, krame ich mich durch ihre gruenemode.de…

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Woman, zartgrün

Der folgende Beitrag ist nur bedingt kleidungsrelevant, aber ich muss mich jetzt mal abreagieren: Im Gegensatz zu einigen anderen Frauen ist – trotz Abo der Zeitschrift, das ich mir in einer schwachen Minute mal andrehen hab lassen – der Woman Day komplett an mir vorüber gegangen (lustig, schreibt mal fünfmal woman hintereinander – das ist so ein typisches Wort, dass bei häufiger Verwendung irgendwie befremdlich klingt…). Ich muss jedoch vorausschicken: In meinen Kreisen gehört es zum guten Ton, über die Woman zu schimpfen. Ich halte sie jetzt nicht für die beste Zeitschrift der Welt, muss jedoch jetzt auch mal öffentlich feststellen: Für den Anspruch, den sie stellt, ist sie eigentlich recht gelungen und für mich die optimale Badewannenlektüre – man ist sie in 20 Minuten durch, hat drei, vier ganz interessante Geschichten drin und es ist nicht so dramatisch, wenn sie nass wird.

Heut früh hab ich mir mal den Beileger der neuen Ausgabe vorgeknöpft, die Green Woman. Und liebe Woman-Redaktion, wie gesagt, ich find euch nicht so schlecht, wie alle tun. Aber diesmal habt ihr ein paar kräftige Griffe ins Klo getätigt:

  • Was ist für schwach halte: Ihr lobt euch, dass das Heft auf Recyclingpapier gedruckt ist. Wieso nicht alle normalen Ausgaben auch? Greift sich nämlich sogar viel angenehmer an.
  • Die Anzeigen, die euch das Blatt finanzieren, sind von Siemens, Mercedes-Benz, Nivea, ÖBB, bellaflora, Hofer und Nespresso. Gut, Siemens und Hofer seh ich ein, die zeigen wirklich Sustainabiltiy-Initiativen. Aber eine Autowerbung, selbst wenns um einen Hybrid geht? Oder noch schlimmer: bellaflora? Die neben ihrer Bio-Linie auch solche hochgiftigen, dezitiert umweltgefährdenden Dinge verkaufen? Oder – noch schlimmer  – Nespresso? Schon mal Informationen über den CO2-Verbrauch bei der Aluminiumproduktion eingeholt? Oder darüber nachgedacht, wie minimal der Prozentsatz der Kapseln ist, die wirklich zurück in den Recyclingkreislauf gelangen (ich bin als Nicht-Kaffeetrinkerin da fein raus)? Ok, diesen Punkt kann ich unter Umständen auch nochmal verzeihen, irgendwo MUSS die Kohle fürs Heft herkommen. Aber bitte das nächste Mal die Anzeigenkunden bissl besser prüfen. „Hey, die haben eine Bio-Linie, die können wir ja anpreisen“, riecht ein bisschen sehr nach Beihilfe zum Greenwashing.
  • Mein „Lieblings“-Artikel: „Die 30 größten Umweltlügen“. Gut, die ersten 11 Punkte find ich ok und nachvollziehbar. Aber bei Punkt 12 hat es mir metaphorisch die Schuhe ausgezogen (metaphorisch, weil im Bett):

Der Klimawandel. Der Mythos: Der Mensch ist schuld am Ozonloch und der Veränderung des Klimas. Fakt ist: Befragt man Experten, gibt es keinen Konsens bei der Ursachenfindung für die langfristige globale Erwärmung des Klimas. Es gibt bis jetzt auch keine wissenschaftlichen Beweise für diese These.

  • Das ist jetzt nicht euer Ernst, oder? Erstens: Klimawandel ist Tatsache. Und auch in Österreich schon angekommen. Klimawandel ist meßbar einhergegangen mit der beginnenden Industrialisierung der Menschheit. Ganz einfache Schlußrechnung: Tausende Jahre lang ist nix, keine historisch nachweisbaren extremen Klimaveränderungen. Dann kam Industrie, Fortschritt, Technik, und in weniger als 100 Jahren veränderte sich das Klima auf erschreckende Art und Weise. Wer solls denn bitte gewesen sein, wenn nicht wir?!? Außerdem widersprecht ihr euch ganz schön selbst, weil ihr in einigen der folgenden „Umweltlügen“ ganz klar auf den Zusammenhang Mensch/Klimawandel hinweist! Dass eine solche Aussage in einem auf Grün und Nachhaltigkeit konzeptionierten Magazin steht, ist meiner Ansicht nach grob fahrlässig!
  • Unter dem Titel „Wir haben eine grüne Weste – gut gekleidet“ stellt ihr Labels mit Ökomode vor. An erster und größter Bildposition: H&M. An zweiter: Levi´s. Nein, nein und nochmal nein. Da gibt es bessere Beispiele. An der Arbeit an eine Levi´s-Jeans verdient ein einzelner Arbeiter nichtmal 5 Cent. H&M zeichnet sich selbst grün, aber kommts, denkts mal nach, in DER Massenproduktion? Nie.
  • Auf Seite 35 steht wörtlich: Von einer Reduktion des Fleischkonsums „profitiert unsere Umwelt enorm. Denn es ist die beste Methode, um CO2 einzusparen.“ Stimmt. Und ok, der Satz steht im Zusammenhang mit einem Artikel über „Teilzeitvegetarismus“ – einer Gruppe, der ich angehöre. Fleisch ja, aber nicht mehr als drei, viermal im Monat. Aber liebste Redaktion: Dann sollte doch aus purer Konsequenz in einer Green Woman ein Fleischrezept doch bitte keinen Platz haben! Wenige Seiten später preist ihr Fleischleibchen und Lammkottelets an.

Ich bin ja wirklich froh, dass es Initativen wie die Green Woman gibt. Nur bitte nächstes Mal besser recherchieren und vor allem nicht auf Greenwashing reinfallen. Zu eurer Ehrenrettung: Grautlation zu dem Artikel über Upcycling und vor allem dem Interview  mit Susanne Klingner, die ich sehr bewundere.  Ich werd euch trotzdem in der Badewanne weiterlesen. Auch die nichtgrüne Woman. Über die reg ich mich ja auch weniger auf, die stellt ja nicht den grünen Anspruch an sich selbst…

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Birner Bags

Die Caro Birner, die ist eine sehr lässige Person. Die ich leider nur recht selten sehe, aber mit der es immer witzig ist. Aber Caro ist nicht nur lässig und witzig, sondern auch hammermäßig kreativ. Darum hat sie kürzlich auch diese Taschen entworfen:

(c) Carolin Birner

(c) Carolin Birner

Die Taschen sind aus alten Ölbildern gemacht – wie genau das aussieht, ohne brüchig zu werden oder abzufärben: Ich bin gespannt drauf. Und ich freu mich, weil: Die Caro hat gesagt, sie wird mir eine solche Tasche schenken, weil kaufen darf ich sie ja nicht 🙂

(Und jetzt keine Diskussionen über Schenken als Regelbrechen bitte. Schenken ist erlaubt. Soll aber das Kaufen nicht ersetzen. ok?)

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Code Blue (Jeans)

Nuuueeeeiiiinnnn!!!! Neinneinneinneinneinneinneinneinnein!!!! Ich krieg keine Luft mehr, ich hyperventiliere, ich hab gleich einen Herzstillstand, ich muss das Projekt abbrechen!!! Meine innigst heißgeliebte Jeans ist kaputt. So, dass sogar die Krisenmanagerin meines Herzens und meiner Alltagstauglichkeit (a.k.a. meine Mama) gesagt hat: „Des wird nix mehr. Die is hin. Wennst die stopfst, reißts dir am Rand gleich wieder auf, so hauchdünn ist der Stoff schon…“

Es ist schrecklich. Ein Alptraum. Diese wunderbare Jeans – eine Entdeckung in London, auf einer meiner letzten Dienstreisen für den vorigen Arbeitgeber. Der Shop hatte eine Abteilung für besonders große Menschen – für mich mit meinen 1,81 hosentechnisches Schlaraffenland. Die Hose saß wie angegossen, war etwas zu lang. Ich liebe zu lange Hosen. Seit meiner Pubertät, die ich gefühlt 80% der Zeit in Hochwasserhosen verbrachte, gibt es für mich hosentechnisch nichts schöneres als ein an der Ferse abgetretener Saum. Sie machte tolle Beine und war unfassbar bequem. Für 20 Pfund echt ein persönlicher Goldschatz.

Was mach ich jetzt? Keine einzige meiner anderen Jeans ist auch nur annähernd so perfekt wie diese eine, gewesene. Es ist doch unfair – da mach ich mir Sorgen, dass ich strumpfhosentechnisch nicht durch den nächsten Herbst und Winter komme, und dann macht sich in Sachen Beinkleidung plötzlich eine ganz andere Front auf? Die blitzeblanke, strahlendweiße Oberfläche der Zuversicht hat grad einige ganz gewaltige Kratzer bekommen.

Ökologisch gesehen war die Jeans ein ebenfalls ein Traum, ein Alptraum nämlich.

  • Dem CO2-Ausstoß durch Produktion in Indien und Verkauf in London setzte ich durch den Transport nach Wien gleich mal noch eins drauf, bevor ich sie auch nur einmal ohne Zetterl dran anhatte.
  • Stretchanteil hoch. Will ich über die ganze Chemie, die bei der Produktion eines solchen Stoffes eingesetzt wird, nachdenken? Hmm…
  • Modische Waschungen (wobei „modisch“ dahingestellt ist, ihr einziger Nachteil war ebendiese Waschung – dunkle Seiten und ein heller Popsch. Es gibt Vorteilhafteres. Wurde mit Röcken drüber aber meist kaschiert.). Sandblasting oleole.
  • Der virtuelle Wasserverbrauch liegt grob geschätzt bei etwa 6000 Litern, und ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich mit dieser Schätzung noch ordentlich tiefstaple.
  • 20 Pfund. Danke, liebe Näherinnen, die ihr nichtmal ein 100stel davon an der Hose verdient habt.

Der Fall liegt klar: Ich erfahre immer mehr Gemeinheiten aus der Textilbranche. Kann sie, siehe oben, in nullkommanix aufzählen – anhand eines einzelnen Kleidungsstücks. Der Kopf weiß Bescheid, alles klar, easy und grün.

Und der Bauch? Der will am liebsten sofort nach London fliegen und Himmel und Erde in Bewegung setzen, um genau! diese! Hose nochmal zu bekommen.

Das mit dem Lerneffekt, das muss ich noch üben. Aber ich hab ja noch ein paar Monate…..

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Ich werde kleidertauschfeiern!

Weil ich ja nicht nur selbst ganz brav aufs Shoppen verzichte, sondern auch bei einer Umweltschutzorganisation arbeite – wie man durch meine langsamen Erkenntnisse hier am Blog sieht: Realo, nicht Fundi 🙂 – und die diese wunderbare Kampagne ins Leben gerufen haben, habe ich gemeinsam mit einigen Kolleginnen eine Kleidertauschparty angezettelt (vielen Dank an Stella, übrigens, die die Organisation übernommen hat). Passt zur Kampagne, passt für mich ganz wunderbar – und passt für die liebe nähmaschinenherborgende Eva, in deren Lokal wir ganz edel bei Prosecco und Fingerfood (Händeabwischen nachm Essen nicht vergessen, denkts an die Flecken auf der Kleidung!) nicht mehr Gewolltes tauschen werden.

Ich hoffe, ich sehe einige von euch am 7. Mai ab 15.00h (bis 19.00h) im Dellago am Yppenplatz.

… und bringts Größe L oder 42 mit, damit ich auch was davon hab, hihi! 🙂

…uuuund: wenn ihr einen Account habts, wärs super, wenn ihr auf Facebook zusagen könntets (es warat wegen dem Überblick und so…)

(c) GLOBAL 2000

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Fleece

Zugegeben – bei Fleece bin ich parteiisch. Im Winter wohne ich quasi in meinen unglaublich gemütlichen, weichen und vor allem warmen Fleecejacken, kuschle mich in meinen Fleeceschal, und auch mein schon recht altes, aber immer noch himmlisch bequemes Fleecepyjama soll nicht ungenannt bleiben. Umwelttechnisch hat Fleece einen großen Vorteil – und ein paar riesigen Nachteile. Warum ich Fleece trotzdem liebe, obwohl ich v.a. über einen der Nachteile bereits Bescheid wusste? Tja, das Wunder der Verdrängung, das schlug mal wieder zu…

Der Vorteil: Es wird aus benutzten und natürlich gereinigten PET-Flaschen hergestellt.

Der Nachteil: PET wird in so derartig kleine Fasern zersetzt, dass diese übers Abwaschwasser bei jedem Waschgang irgendwann dann im Meer landen. Und dort nachgewiesen werden können, kein Spaß für die dort lebenden Mikroorganismen natürlich.

Und: PET-Flaschen stehen im Verdacht, Acetaldehyd abzugeben. Möglicherweise krebserregend. Über Acetaldehyd und Fleece weiß Google nix genaues nicht. Dafür wird bei der Fleece-Produktion Antimontrioxid eingesetzt. Ebenfalls als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft.

Fleece ist ein absolutes Massenprodukt. Verlass ich mich jetzt auf Bewertungen, wonach diese Substanzen weit unter dem Grenzwert nachzuweisen sind in meiner Lieblingsfleecejacke? Freu ich mich über die Tatsache, dass tausende Tonnen PET-Flaschen wiederverwendet werden können? Hab ich Angst um meine Gesundheit? Oder – so nebenbei – um die des Meeres?

Hach scheisse. Und wieder so ein Ding gefunden, das sich 2013 definitiv ändern wird. Und wenn meine letzte Fleeceweste dann über den Jordan ist: Ich werde dich vermissen, Fleece….

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Pimp up my shirt

Ich hab die Regeln des Kaufboykotts gestern doch ein bißl gebogen. Ich hab mir nix per se gekauft – weder was Neues noch etwas ausm Second-Hand-Shop. Ich habe mir auf der WearFair-Veranstaltung Linz ❤ Labels mein altes Shirt von einer Studentin der Linzer Kunstuni mit anderweitigen Stoffresten pimpen lassen. Habe lange hin und her überlegt, ob ich es tun soll – weil für die Arbeit ein kleiner Unkostenbeitrag verlangt wurde. Nachdem Umarbeiten aber laut meinen eigenen Regeln erlaubt ist, habe ich es gewagt. Die einzige Abweichung von meinen Regeln war, dass es jemand anderer gemacht hat und nicht ich. Und zwar die liebe Bettina Woess von „You are the captain of my heart“.

Wieder zuhause, hatte ich – obwohl ich meine Regeln nicht gebrochen habe – sogar ein schlechtes Gewissen, was „Neues“ zu besitzen. Das gar nicht neu ist, sondern mein uraltes Knotz-Shirt war. Als ich mit diesem schlechten Gewissen meine liebe Ina anrief – die hervorragend streng mit mir sein kann, war die zu meiner Überraschung komplett anderer Meinung. Ihr Vergleich: „Es ist ja auch erlaubt, dass du dir beim Schneider eine Hose kürzen lässt, wenn die zu lang ist, oder?“ Ja. Ist es. Nur besitze ich mit meiner Größe keine zu langen Hosen. „Du hast für eine Dienstleistung fair bezahlt und dir nichts Neues gekauft. Wennst auf Dienstleistungen jetzt auch noch verzichtest, kannst nichmal mehr zum Billa gehen.“ Ja, meinte ich kleinlaut, da muss ich dir rechtgeben, liebe Ina. Mein Fazit: Das nächste Shirt pimpe ich mir selbst. Sobald ich auf der Nähmaschine eine grade Naht zusammenbringe…

Hier die kurze Geschichte meines ehemals weißen Langarmshirts – eh klar, vom Schweden.

Vorher (c) Nunette Colour

Der Marine-Style entsteht (c) Nunette Colour

Bettina beim Nähen (c) Nunette Colour

Tadaa, das fertige Produkt. Mein erstes neues Teil seit drei Monaten – das gar nicht neu ist. Lustiges Gefühl.

Das Ergebnis (c) Nunette Colour

Auf der Veranstaltung wurden auch zwei Filme gezeigt – einer über faire Produktion in Indien, der andere über Näherinnen in einer Jeansfabrik in China. Beide so, dass mir streckenweise die Tränen gekommen sind. Mehr davon bald.

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Der Baumwoll-Porno aus den USA

ACHTUNG, DIE FOLGENDEN ZITATE SIND NIX FÜR KINDER ODER KONSERVATIVE ERWACHSENE!!

Letztens „Gute Marken – böse Marken, Konsumieren lernen, aber richtig“ gelesen – und in Sachen Bekleidungsmarken wieder was gelernt. Stefan Kuzmany träumt vor sich hin, wie das wohl wäre, wenn er der Chef seiner nähenden Freundin und anderen Näherinnen wäre. Ich darf zitieren:

„Ich würde mir einen Siebzigerjahre-Pornobart wachsen lassen. Ich wäre unglaublich cool. Der Chef meines eigenen Textilunternehmens. (…) Ich könnte es mit jeder treiben, die für mich arbeitet und die mitmacht – weil sie mich scharf findet. Oder meine Macht. Oder mein Geld. Oder meinen Schwanz. Wenn ich Chef wäre, dann würde ich sowieso nur die geilsten Frauen einstellen, die ich finden kann. (…) Oder wenn ich einer auf einer Party treffe, die mir gefällt – dann stelle ich die ein, sofort. (…) Wir stellen Unterwäsche her. Für unsere Werbekampagnen posieren wir selbst. Ich würde die Weiber Posen aus alten Pornomagazinen nachstellen lassen, aber mit unserer Wäsche bekleidet. (…) Ich würde mich auch selbst fotografieren lassen, wie ich mit einem dieser superscharfen Teen-Modelle im Bett liege und jeder soll denken, ich hätte sie gerade gefickt. Vielleicht habe ich sie gerade gefickt. Alle müssten sowieso ständig geil fickbereit aussehen in meiner Werbekampagne. Sex ist schon was Geiles und verkauft sich auch noch gut. Man müsste es nur weiter treiben als jeder andere. In den Filialen würde ich Pornomagazine auslegen.“

Es geht noch weiter, Kuzmany schreibt auch, wie er sich vor einer Journalistin…. nun ja. Ich bin ja nach obigem Zitat schon auf die Suchbegriffe gespannt, die die Menschen durch Google auf meinen Blog bringen wird, ich lass das jetzt mal aus.

Leider würden mich irgendwann einige der Schlampen, denen ich mal einen Job gegeben habe, verklagen – nur weil ich gerne in Unterwäsche herumlaufe. Dabei muss das doch so sein als Chef des geilsten und coolsten Unterwäscheherstellers der Welt. Na gut, ich hätte vielleicht doch keine Vibratoren an Mitarbeiterinnen verteilen sollen.

Na gut, denkt man sich. Der Herr Kuzmany, der spinnt. Völlig. Und hat ein bissl viel zuviel Testosteron im Blut. Und denkt eher mit den unteren Körperregionen als mitm Hirn. Ein perverser Vollidiot. Doch weit gefehlt! Das, was Kuzmany da sprachlich überzeichnet darstellt – ist haargenau die Geschichte von American Apparel und deren Gründer Dov Charney.

Aber immerhin: Sweatshop-frei mit Produktion in den USA. Schlecht?

Die Geschichte der Reporterin, in dessen Gegenwart er sich einen *piiiiep*te , kann man hier nachlesen (und wer grad Zeit hat: Hier ein sehr langer Beitrag zu American Apparel – ich hab ihn nicht ganz gelesen). Ich danke Herrn Kuzmany, er hat das Kapitel so arg begonnen, dass er mich bei der Auflösung („alles so passiert“) wirklich eiskalt erwischt hat – wieder was gelernt!

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Freestyle-Rundschal

Also das Nähen … pfuh! Da muss man ja genau sein! Und fitzeln! Beides nicht unbedingt Dinge, deren Fan ich bin. Mal schauen, wie das so wird mit dem Mantel.

Den geplanten Rundschal hab ich jetzt mal hinter mich gebracht. Fast erfolgreich. Hab alle Nähte mit Hilfe von ein paar Stecknadeln eher irgendwie als sonstwie gemacht – einen rechten Winkel wird man in dem Ding, solange man es nicht faltet, nicht finden. Und mein Irgendwie-Zusammennähen war natürlich dann auch irgendwie nicht so erfolgreich – die Verbindungsnaht zum Schlauch war zwar wohlgemeint, aber leider nicht gscheit zusammengelegt. Jetzt prangt ein faustgroßes Loch drin. Das aber nicht auffällt, wenn man den Schal um hat, und darum ist es mir wurscht. Was werd ich mich noch genieren für den Schal, wenn ich mal wirklich nähen kann. Aber derzeit find ich ihn noch super. Und einen braunen Schal wollt ich schon lang haben.

(c) Nunette Colour

Und hier der Beweis, dass ich nicht nur einfach ein Stück Stoff um den Hals geschleudert hab:

Beweisnaht (c) Nunette Colour

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