Archiv für den Monat April 2012

Gemeinheit

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Hab festgestellt, dass ich gegen das klassische Windowshopping relativ immun bin – Onlineshopping ist da viel gefährlicher. Insofern kein Problem, wie heute die Mariahilferstraße runterzugehen. Die einzige Ausnahme: Diese Hose. So eine senfgelbe wollte ich unbedingt noch vorm Shoppingboykott haben, doch die einzige, die ich in Barcelona fand, war mir zu eng (wie das ja bei Hosen öfter vorkommen soll, hüstelhüstel).

Würde ich derzeit shoppen, ich hätte schon längst eine senfgelbe Hose. Jetzt schau ich mal, ob ich die nächstes Jahr auch noch haben will, und dann schau ich, dass ich sie irgendwo herkrieg, wo ich ein halbwegs gutes Gewissen dabei hab. 34,90 bei Zero riecht nach meinen derzeitigen Recherchen nämlich ein bißchen zu sehr nach nicht ganz so easy-cheesy Produktionsverhältnissen.

Man beachte das Foto – würde die Hose nicht wunderbar zu meiner alten Freitagtasche passen? 🙂

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Absurdistan

Es ist so weit, ich teile meine absolute Lieblingsgeschichte in Sachen „Transport, absurd“ mit euch. Eine Bekannte arbeitet bei einem der weltweit agierenden Textilhersteller mit Headquarter in einem europäischen Land (um sie zu schützen, geh ich da jetzt nicht weiter ins Detail):

Die Firma lässt ihre Entwürfe unter anderem in China nähen, so wie alle anderen großen Konzerne. Dort werden die Teile dann abgepackt und Richtung Headquarter verschifft. Dort werden sie ausgepackt, umgepackt in Kollektionen und landen wieder am Schiff. Es gibt auch Filialen in China dieses Textilriesen. Die Kollektionen werden also auch nach China geschickt. Ich betone: Große Teile der Kleidung sind dann quasi einmal um die ganze Erde herum. Und übrigens: Auch Transport per Schiff ist umweltschädigend, und zwar nicht gerade wenig.

Und dann? Bleibt die Kleidung aufgrund mangelhafter Qualität im chinesischen Zoll hängen.

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Transportbaby

Eine Freundin von mir hat sich kürzlich fortgepflanzt. Der kleine Sproß hat von seiner Oma eine Kiste voller Babykleidung bekommen, die sie am Dachboden gelagert hatte – von ihren eigenen Kindern, geboren zwischen 1983 und 1990. Die Kleidung war größtenteils „made in Austria“ (wer von uns hatte als Kind keine Winterbekleidung von Mäser, zB.?). Jetzt hat sie eigenen Aussagen zufolge sogar Probleme, Kleidung „made in Europe“ für den Kleinen zu finden. Das hat jetzt nichts mit Nationalismus zu tun, sondern ist eine einfache Schlußrechnung: Je weiter weg, desto teurer (und umweltschädlicher) der Transport. Das bedeutet, logisch, wissen wir schon lange, dass die Produktion außerhalb von Europa um ein zigfaches billiger ist.

Es steht auf einem ganz anderen Blatt, in welcher Qualität die Kleidung produziert wird – sie muss ja gar nicht mal so schlecht sein. Dennoch gefällt mir der Gedanke nicht, dass bereits die Bekleidung für die Kleinsten so weite Strecken hinter sich hat.

Ich sehe es ja auch bei meiner eigenen Nichte – es muss rosa sein, und es muss Hello Kitty draufsein. Und wo kommt das Zeug massenweise her? Richtig. China, Bangladesch, die üblichen Verdächtigen….

Ein Fazit oder einen Beschluss kann ich aufgrund von Kinderlosigkeit nicht tätigen, aber bitte, ich wollt mich mal drüber ausraunzen, dass ich das echt arg find – innerhalb nur einer einzigen Generation wurde das System komplett gedreht…

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Ich war shoppen

Ich habe mir ein Shoppingerlebnis gegönnt, und was für eines. Der Holde hat mir einen Wunsch erfüllt und ist mit mir zu Textil Müller in Kritzendorf gefahren – ein echtes Paralleluniversum. Die derzeitige DIY-Lust ist riesig, und am liebsten hätt ich mir bereits vorgestern Abend bereits von irgendwem eine Nähmaschine ausgeborgt, leider habe ich keine spontanen nähmaschinebesitzenden und/oder herborgwollenden FreundInnen – was ich auch versteh: Ich bin mit 12 das letzte Mal an einer Nähmaschine gesessen (Aniger, Ena, das ist genau der Grund, wieso ich euch nicht gefragt hab..) . Aber hey, ich stricke, knüpfe, bastle, färbe (letzteres grandios erfolglos) – da kann das Nähen dann ja auch nicht so schwer sein! Aber wurscht, weiter: Also – Textil Müller.

Das Shoppen – war echtes Shopping. Qualität befühlen, überlegen, wie und ob es zur aktuellen Garderobe dazupasst- da war nix anders als im Textilfachhandel . Das Probieren ist halt weggefallen. Viele tolle Sachen gefunden. Ideen gehabt. Geld ausgegeben. Und mich ein bißchen wie die Teilnehmer von Project Runway (meiner Ansicht nach eine der besten Castingshows überhaupt, wäre da nicht der Wunsch, Heidi Klum einen Grund für eine Schönheitsoperation zu verschaffen – immer und immer wieder) gefühlt – nur halt komplett ohne Näherfahrung. Doch wo ein Wille, da meine Sturheit….

Aber jetzt reichts auch wieder. Zuerst die Schmuckbasteleien, dann der Färbeversuch, dann die Stoffe: Alles Shopping, wenn mans genau nimmt. Und mit ebenjenem freudigen Belohnungsgefühl, das ich ja schon recht gut kenne. Im April werden jetzt auch keine weiteren „Zutaten“ für DIY gekauft. Ich bewege mich ganz klar innerhalb meiner eigenen Regeln, aber hab trotzdem ein schlechtes Gewissen.

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DIY – Fail

Habe übrigens auch eine Strumpfhoseneinfärbeaktion (a.k.a. „Das kann doch nicht so schwer sein!“) gestartet – habe geflissentlich ignoriert, dass da auf dem Sackerl mit dem Färbemittel „nur bis 20% Kunstfaser“ gestanden ist, wozu denn auch, auf diesen Strumpfhosen gehts ja auch – und war weniger erfolgreich. Das einzige wirkliche Ergebnis: Eine Strumpfhose weniger. Na toll. Ich kann die eh nicht genau ganz dringend brauchen. Wobei die Farbe, an sich ein wunderschönes Altrosa, für meine Beine dann so oder so nicht so wirklich vorteilhaft war….da bekam „Schweinshaxen“ gleich mal eine neue Bedeutung…

(c) nunette colour

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DIY – Win

Katrin zieht drüber her, ich bin hingezogen: Zu der Kette, die neben Kaffee jede Menge wöchentlich wechselnde Produkte im Angebot hat, die frau uuuuuunbedingt braucht. Die hatten Bastelutensilien im Angebot. Die Kettenfädelei bei Aniger hat mich mal wieder angefixt – ich mach mir meinen Schmuck jetzt selbst. Es ist seit jeher das Gleiche – früher warens Freundschaftsbänder, die ich leidenschaftlich geknüpft hab (und mir durch Verkauf mein Taschengeld aufgebessert hab – yes, I can see the irony in that…), Schalmonster, die ich mir selbst gestrickt hab – ich hab einfach einen Hang zum Basteln. Ich steh dazu. Vor allem: Ich muss etwas zu tun haben, während ich abends fernsehe – sonst esse ich.

Ja! Es mag einigen uncool bis dorthinaus erscheinen, aber ich steh einfach drauf. Und noch viel toller finde ich es dann, mich in Perlen-, Woll- oder sonstigen Bastelzubehörgeschäften einzudecken. Ist ja erlaubt!

Hier erste Ergebnisse, selbstgemachte Ohrringe (mit selbstgekaufter Perle, aber selbst zusammengesteckt und gebogen und gezanglt!)…werden wohl nicht alle in meinem Besitz bleiben…

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Strumpfige Verführung

Wunderschön. Ich muss zugeben, würde „one size“ bei mir nicht irgendwo auf halbem Oberschenkel enden (groß und kurvig ist NICHT one-size, liebe Industrie), ich würde trotz des stolzen Preises in Versuchung geraten. Wobei: Weiß jemand, ob und wie man sowas selbst machen kann? Ist ja von Etsy, muss also jemand selbst gemacht haben…

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Nix anzuziehen

Hat der Liebste mir kürzlich geschickt:

(c) Facebook.com

Sehr amüsiert hat mich auch der Hinweis einer Freundin auf diesen Kommentar im Standard. Habe besagten Beitrag in der Woman auch gesehen – und mir ähnliches gedacht. Gibt es wirklich Frauen (vor allem solche innerhalb des Zielgruppenalters der Woman, also Anfang 20 bis schätzomativ Ende 40?), die so derartig gar kein Gefühl für ihren eigenen Stil besitzen, dass sie sich Listen an ihren Kleiderschrank hängen müssen? Und vor allem: Wer genau hat mir zu sagen, wieviele Unterhosen ich besitzen „darf“? Ich finde solche „Spartipps“ ja vor allem immer dann witzig, wenn eine Seite weiter eine teure Werbeanzeige von Palmers o.ä. prangt….

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Glänzende Ehre

Bist denn du geleckmeiert, mir war schon klar, dass der Beitrag auf ORF.at einiges auslösen wird. Aber erstens mal, liebe Leute, mit fast 10.000 Klicks in zwei Tagen hätte ich sicher nicht gerechnet. Am Samstag der meist-, am Sonntag der zweitmeistgelesene deutschsprachige WordPressblog überhaupt zu sein, schon gar nicht. Und am allerwenigsten damit:

Meine Auszeit vom Shoppingwahn.

Für Nukimama war der Artikel der letzte Auslöser für einen Einkaufsstopp. Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass so etwas passiert, freue mich sehr und wünsche ihr ganz viel Motivation und Energie! Du schaffst das!

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(DIY-) Belohnung

Ich hab mir doch was als Trost gekauft – allerdings was „Erlaubtes“: Ein Parfum. Das ganz wunderbar nach einer Mischung aus Weinrebe und Blumenwiese riecht – und das mich an den letzten Urlaub erinnert, weil ich eine Probe davon mit hatte.

Außerdem war ich heute bei meiner persönlichen Bastel-, Näh – und überhaupt Fee Aniger, deren Vorrat an Bastelutensilien die DIY-Abteilung vom Thalia in den Schatten stellt. Während die anderen Ostereier beklebten, hab ich mich aufs Sofa zu den vielen Dosen voll mit Perlen verzupft und mich – ebenfalls in Erinnerung an den Urlaub – für Maritimes entschieden. Das Ergebnis:

Und ich habs sogar behalten dürfen 🙂 Danke, liebe Fee!

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