Neuer Kaufnix-Beschluss

…und wieder gehts nicht um was politisches, soziales oder ökologisches. Nein. Viel oberflächlicher.

Ich habe zwei Paar Jeans, beide stammen aus meinen Studentinnentagen, die eine zehn Jahre, die andere sieben Jahre alt. Die eine weit von oben bis unten und dabei wahnsinnig lässig, die andere hat einfach den perfekten Bootcut. Beide ohne Elasthan-Anteil (ok, die Blitzgneisser unter euch checken jetzt schon, in welche Richtung das geht, oder?).

Richtig.

Beide inzwischen viel zu eng – die einst mal durchgehend weite Jeans formt meine zarten Oberschenkerl zu Knackwürschten, mit der Bootcut erspare ich mir im Fall eines Segeltörns den Rettungsring.

Ich brauch da jetzt gar nicht herumüberlegen, ob ich mal eine meiner perfekten Jeans dort hin oder dort hin schicke – ich hab sie ja eh im Schrank liegen, sie passen nur einfach nicht mehr.

Und das muss sich jetzt ändern. Ja, gnagna, hab ich schon öfter geschrieben, und nein, in diesem Fall habe ich bisher nicht wirklich durchschlagende Konsequenz bewiesen. Darum nun, jetzt, hier und heute, nach zwei gscheit anstrengenden Tagen, einem kaputten Knie (Mitleid bitte, was bauen die auf der Donauinsel auch Kabelstufen vor die Ubahnstation, Hiafler, blöde) und gefühlstechnisch irgendwo zwischen nassem Handtuch und erschlagener Fliege beschließe ich öffentlich hiermit folgendes:

Der Einkaufsstopp ist wieder „on“. So lange, bis die Hosen wieder passen. Erst die Bootcut, dann die Weite. So schauts aus. Irgendwie muss ich mich ja bitte motivieren. Und nachdem ich in den letzten fünf Monaten doch schon wieder so manches Mal zugeschlagen habe (eine Bestellung bei Maas-Natur habe ich euch abgesehen von den neuen Sandalen vorenthalten, da waren noch ein Paar Leggings und eine Hose dabei), aber bei weitem nicht in Gefahr bin, in alte Muster zurückzufallen, in einem anderen Bereich jedoch in letzter Zeit ein, zwei Mal das „ich gönn mir was und ich belohne mich“-Shoppingverhalten an den Tag gelegt habe, leg ich noch eins drauf:

Kein Wollkauf bis die Bootcut passt.

Und das, obwohl nicht nur das Laniato, sondern auch meine heißgeliebten Pingouine grad Ausverkauf haben.

*schluck*

Den Rettungsringanblick erspare ich euch, stattdessen stimme ich mich selbst wehmütig mit dem Anblick meines allerletzten Wollkaufs.

Den Rettungsringanblick erspare ich euch, stattdessen stimme ich mich selbst wehmütig mit dem Anblick meines allerletzten Wollkaufs.

Keine Sorge, das wird ab jetzt kein überfröhlicher Abnehmblog, und ich scheue auch davor zurück, euch Zwischenstände zu präsentieren. Es ist jetzt einfach so und ansonsten gehts weiter wie gehabt. Es warat ja nicht so, dass mein neuester Plan auch nur minimal relevanter wäre als der umfallende Sack Reis in China. Ich wollts nur aus puren Selbstkontrollgründen hier gepostet haben – das hat schließlich schon mal recht gut funktioniert 🙂

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11 Gedanken zu „Neuer Kaufnix-Beschluss

  1. muschelmaus sagt:

    Kommt mir sehr bekannt vor. Einen ähnlichen Entschluss habe ich vor ungefähr 4 Wochen getan. Erst mal wieder dahin kommen, dass die Klamotten im Schrank passen, dann sehe ich weiter. Einige Teile habe ich erst letztes Jahr gekauft, ne ne, so gehts jedenfalls nicht.
    Lieben Gruß und viel Erfolg

  2. tina sagt:

    Ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll. Ich kenn Dich zwar nicht persönlich, aber was ich von Dir auf Fotos bis jetzt gesehen hab hast Du eine ganz normale Figur und bist jetzt kein 100kg Brocken oder so wo es dann doch ungesund wird. Und Du beschäftigst Dich gedanklich so sehr und reflektiert mit Kleidung. Aber immer wieder blitzt hier auf dem Blog dieses „oh, und was macht man wenn man so extrem rundlich ist wie ich“ durch (mir ist es jetzt schon ein paar Mal so als Nebenbemerkung aufgefallen) und jetzt dieser Post. Das geht für mich nicht zusammen.

    Zu diesem konkreten Post: die Figur einer Frau ist mit 20 noch nicht fertig, dh. es ist NORMAL, daß Du nach Abschluß Deines Studiums nicht mehr in Jeans reinpasst die Dir am Anfang mit 19/20 noch gepasst haben. Klar, wenn’s Zeug vom letzten Jahr ist wie bei muschelmaus, dann ist’s was anderes, aber sich in Sachen von vor x Jahren reinhungern zu wollen die vor dem Zeitpunkt liegen wo der Körper komplett ausgewachsen und erwachsen ist?

    Ehrlich, wenn Du eine durchschnittlich große Frau bist – also irgendwo zwischen 160cm und 175cm groß – und irgendwo zwischen Kleidergröße sagen wir mal 36 bis 42 hast, dann ist das doch auf jeden Fall als völlig ok und als „normale Durchschnittsfigur“ einzuordnen. Sich gesünder ernähren, den Fast-Food-Schrott zu streichen und mehr Bewegung zu machen oder was tun zu wollen wenn man sich einfach unfit fühlt ist sicher niemals schlecht, aber dieses sich bei normaler Durchschnittsfigur selbst als fett zu bezeichnen auf einem ansonsten super-reflektierten Blog über Kleidung?

    Davon abgesehen ist „bis die Jeans wieder passt“ kein gescheites SMART-Goal. Ein Ziel wie „ich kaufe die nächsten 10 Wochen nur dann etwas, wenn ich jede Woche 3x Sport gemacht habe und maximal an 1-2 Tagen ‚gesündigt‘ habe und an -zb- mind. 5 Tagen meine Gemüseportionen um x% vergrößert habe“ oder so in der Art wäre viel sinnvoller. (In 10 Wochen kann man seine Fitness tatsächlich meßbar steigern, dh. 10 Wochen sind tatsächlich ein sinnvoller Zeitraum für so ein Projekt.)

    • nunette sagt:

      Hallo Tina, danke für den Feedback! Einige Feststellungen hierzu: Ich bin einsachzig und hab derzeit einen Neuner als erste Ziffer auf der Waage stehen, und das gefällt mir einfach gar nicht. Ich habe wirklich nicht vor, gertenschlank zu sein, das gefällt mir auch gar nicht, aber ich eben derzeit ein paar Liter über meiner persönlichen Wohlfühlgrenze und versuche nun, mich zu motivieren. Lustigerweise bin ich derzeit aber wirklich viel fitter als noch vor zwei, drei Jahren, und regelmäßige Bewegung, die mir früher ein Graus war, ist inzwischen wirklich wichtig geworden. Danke für deine Bedenken, aber mir geht es wirklich nur ums eigene Wohlfühlen. Die Hosen, aus denen ich rausgewachsen bin, sind 42 – und da wieder hin zu kommen, ist in meinen Augen weder gefährlich noch bedenklich im Sinne von „sie hungert, weil sie einer utopischen Idealfigur entsprechen will“. Ich wollte mir mit dem Post einfach selbst einen Arschtritt verpassen, damit ich auch wirklich dort wieder hin komme, wo ich hin will 🙂

  3. Ena sagt:

    Liebe Nunu, solche Hosen sind total hinterhältig, ich hab auch welche von diesem Schlag im Kasten liegen. Glücklicherweise neben einem Stapel Hosen, der mir tatsächlich passt, das wäre sonst zu deprimierend, weil ich seit zwei Jahren versuche, dort wieder hinein zu passen. Aber ich bin gedanklich ganz bei dir und wünsch dir viel Erfolg für dein Projekt – vielleicht hör ich dann auf darüber nachzudenken, ob ich meine unpassenden Hosen nicht einfach verwurste 😉

  4. […] wehe, irgendjemand von euch bringt das jetzt damit in Verbindung – ich mach das ganz normal am Heimtrainer, sobald mein Knie nur noch schillert […]

  5. […] doppelt gebrochen. Erstens war aufgrund dickem Schädel und zu wenig Schlaf heute Fresstag, was diesem Plan etwas entgegensteht, zweitens war ich heut bei meiner geliebten Pingouin-Wolle, was […]

  6. […] heißt: Ich hatte fix vor, mein Vorhaben zu brechen, und habs jetzt unabsichtlicherweise nicht getan. Auch gut. Bleibt mir nur der Hinweis: […]

  7. Kathrin sagt:

    Stöbere hier gerade in deinem Blog umher und finde den Gedanken, mal auf neue Kleider zu verzichten spannend, allerdings ist meine Ausgangsbasis nicht so üppig. Ich habe neulich eine andere Art des „Verzichts“ für mich entdeckt: Süßigkeiten nur fair! Da ist meine Konsumausgangslage schon besser und was soll ich sagen, seit dem ist mein Schokoladenkonsum drastisch gesunken, was auch ein klein wenig die Pfunde purzeln lässt.

  8. […] obwohl ich nix gekauft habe, habe ich festgestellt: Das mit diesem Vorhaben, das wird nix. Ich hab pervers  viel zu tun, und das dann auch noch hungrig zu erledigen und ergo […]

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