Modenschau im Reisfeld

Heute ist der letzte Meetingtag bei Greenpeace. Und ich muss sagen: Das war wahrscheinlich die beste Woche ever bei Greenpeace. Wenn über 50 Greenpeace-MitarbeiterInnen aus grob geschätzt 30 Ländern zusammen an neuen Ideen arbeiten, entsteht unglaublich viel Motivation und Inspiration.

Sehr inspirierend ist auch die Aktion meines indonesischen Kollegen Ashov. In Java gibt es eine Gegend, die im Ranking der weltweit 10 am meisten verschmutzten Orte der Welt mitmischt. Der Grund dafür ist die Textilproduktion. Ein ehemaliges Reisfeld schaut besonders grauslich aus, überall schwarzer Schlamm.

Indonesian models presenting Eco Fashion from 3 different designer Felicia Budi, Indita Karina, Lenny Agustin during

Indonesian models presenting Eco Fashion from 3 different designer Felicia Budi, Indita Karina, Lenny Agustin during „Detox Catwalk“ on damage paddy field area in Rancaekek, West Java province on Sunday 22 March 2015. Photo Greenpeace/Hati Kecil Visuals. Photo taken from  www.rappler.com

Wo kann man die unökologischen Auswirkungen besser zeigen als dort? Ashov tat genau das: Er organisierte gemeinsam mit lokalen DesignerInnen eine Modenschau mitten in dem Feld, mit Models, die nicht nur besondere Kleidung, sondern auch Gasmasken trugen. Am Meeting erzählte er, wie unglaublich es gewesen sei, die ganzen Modejournalisten, die er eingeladen hatte, in High Heels im Schlamm stöckeln zu sehen – das wirkte. Es wurde ihnen (und durch ihre Beiträge in weiterer Folge wohl noch einigen anderen) einfach klar, dass ihre Kleidung derartige Bodenvergiftungen auslöst.

Indonesian models present an Eco Fashion apparel designed by Indonesian well known designer Felicia Budi, Indita Karina, Lenny Agustin during

Indonesian models present an Eco Fashion apparel designed by Indonesian well known designer Felicia Budi, Indita Karina, Lenny Agustin during „Detox Catwalk“ organised by Greenpeace in the paddy field in Rancaekek, West Java province to highlight the toxic pollution brought by clothing industry. Photo taken from http://www.rappler.com

Das sind starke Bilder, die mich sehr berühren. Und die mir wiederum zeigen, ja, es ist wohl ein aussichtloser Kampf, aber wir müssen ihn führen. Und wo anfangen, wenn nicht bei uns selbst?

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