Kleidertauschen & Plauschen – ein grandioses Konzept!

Ich dachte, in Sachen Tauschparties würd ich mich jetzt schon echt gut auskennen. Aber letzte Woche habe ich wieder etwas gelernt. Die von mir sehr, sehr, sehr gemochte Daniela hat mich ziemlich hartnäckig zu einem von ihr organisierten „Kleidertauschen & Plauschen„-Event eingeladen – und mich dann gleich mal als Stargast verkauft. Pah. War schon ein bissl peinlich, als ich dann da stand mit meinen zwei mickrigen Tauschteilen. Aber zum Anfang. Also.

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Das Konzept von Kleidertauschen & Plauschen ist grandios. Daniela und Linda (ihre kongeniale Partnerin in Crime, und übrigens auch Denkpartnerin für alle) haben nämlich eines verstanden: Man kann solche Tauschparties zu Netzwerkveranstaltungen machen. Ohne dass mans merkt! So super! Es waren einige Frauen aus dem Bezirk Korneuburg da, alle möglichen Alters- und Berufsgruppen, und jede hatte etwas zu erzählen. Von der Brieftaubenzüchterehefrau („Mein Mann hat gsagt, mich gibts nur mit den Tauben. Und das war vor 30 Jahren.“) über die Omniopathin (wenn ich mich da jetzt richtig erinnere, jedenfalls ist sie Osteopathin für Mensch und Tier) bis hin zum blinden Wiesel.

Das Wiesel. Eigentlich heißt sie Sabine. Und ist seit Geburt (oder kurz danach) blind. Sie kam mit ihrem Blindenhund Lea, ein Königspudel, superbrav und verschmust (ich durfte, weil Lea ohne Geschirr unterm Tisch lag. Einen Blindenhund unterwegs zu streicheln, ist keine gute Idee, übrigens. Die sind da grad hochkonzentriert im Job). Das Wiesel beeindruckte mich endlos. Sie tauschte munter mit, erfühlte sich Kleidungsstücke, legte genau die Dinge, die keiner anderen gefielen, ebenfalls weg, und dann hatte sie auch noch dieses irre Farbgerät. Ein kleines Teil, schaut aus wie ein mobiles Fahrradlicht, das sie auf den Stoff draufhält, einmal klickt, und schon sagt ihr das Ding, welche Farbe das Teil hat, das sie gerade in der Hand hat. Mir sind sofort jede Menge SEHENDE Menschen eingefallen, die so ein Teil richtig gut gebrauchen könnten (allen voran mein Vater…).

Das da unten ist übrigens nicht das Wiesel 🙂

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Jede erzählte ein bißchen von sich, und es ergaben sich danach spannende Gespräche. Danach? Na klar, vorher wurde getauscht. Jede musste sich nach vorne stellen und jedes einzelne Teil präsentieren. Wer als Erste im Publikum aufzeigte, hatte das Recht, es als erstes anzuprobieren. Wenn es nicht so gut passte, wurde es weitergegeben. Ich ging nachhause mit der oben im Foto gezeigten echt lässigen hellbraunen Lederjacke (und in ein paar Monaten kann ich auch drin atmen, wenn sie geschlossen ist) und ein paar lässigen Shirts. Das ist ein Rest meiner früheren Hamsterei: Second Hand oder auf Flohmärkten komm ich einfach nicht an guten Lederteilen vorbei. Halten ewig, wozu neues Leder verwenden (gut, Schuhe ausgenommen)? Gerade im Fall von Leder ist Second Hand für mich inzwischen Pflicht. Auch bei der schwarzen Lederjacke oben im Bild schrie ich schnell als erste auf, doch leider passte sie hinten und vorne nicht und bekam bei einer der anderen Ladies ein neues Zuhause.

Jede konnte auch eigene Sachen zum Verkaufen mitbringen. Das ging von selbstgenähten Mappen über Honig vom Hof der Eltern bis hin zu selbstgebastelten Etageren.

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Hach, ich finds super, wenn man Dinge so schlau verbinden kann. Und wenn ichs nicht ausreichend erklärt habe, dieser Artikel tut es:

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Cool wars, gerne wieder!

5 Gedanken zu „Kleidertauschen & Plauschen – ein grandioses Konzept!

  1. Luci sagt:

    Das klingt ja echt fein! 😀

    Die Etageren sind ja traumhaft! Wo kann Frau die erstehen?

    LG Luci

  2. atlantica0705 sagt:

    coole Idee – da werd ich auch mal hinschauen 😀

  3. Romy sagt:

    Ich ersten Moment habe ich gelesen „mit einer echt hässlichen hellbraunen Lederjacke“. 😀 Dacht nur so, warum hast du sie dann genommen haha.

  4. […] aber das gestern war echt nochmal ein neues Level. Ich hab recht schamlos das Konzept von Kleider tauschen und plauschen “gestohlen”, ein paar SEHR unterschiedliche Freundinnen eingeladen und ihnen nur eine […]

  5. […] Jacke: Getauscht. Da. Sooo leiwand gewesen. Die Jacke ist Größe 38. Und geht zu, inklusive weiterhin Luft bekommen. Mein persönlicher Sieg über mich selbst. […]

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