So schaut anders aus #12 & Wie der Textilschwede das Fashion Revolution Movement ausnutzt

Heute mal wieder ein So schaut anders aus 🙂 Selbstgenähte Hose, Biobaumwollshirt von ichweißnimmer, Jeansjacke, die keiner weiteren Vorstellung bedarf, Schal 10 Jahre alt, ich glaub, von Promod, und die Schuhe sind – soooorrryy – ein konventioneller Kauf. Es war Liebe vor ein paar Monaten. Ich weiß, voll nicht ok. Aber Schuhe sind einfach ein schwieriges Thema. Sabrina ist da heute auch drauf eingegangen.

Weiter unten übrigens das Beweisfoto, dass ich auch im Gesicht heut nicht ausschau wie ein Waldschrat. Aber Mut zur Hässlichkeit, sag ich nur, nüm? 🙂 Damit mein ich jetzt aber nicht die Hose, die lieb ich heiß und innig, die ist gemütlich wie nur, und bei den paar Leuten heute im Büro ists mir auch wurscht.

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So, es ist so weit. Der Textilschwede hat es sich auch mit Greenpeace verscherzt. Nicht komplett, wie gesagt, Chemikalien und so, aber was die da sonst noch so treiben….. knurr.

Folgender Kommentar wurde heute an diverse Journalisten geschickt, in Deutschland ist es gestern schon rausgegangen. Ich finds ja wirklich extrem geschmacklos, dass sich H&M auf die Fashion Revolution Week draufsetzt. Pfui. 

Greenpeace kritisiert H&Ms “World Recycling Week”

An den Zusammenbruch der Textilfabrik Rana Plaza am 24. April 2013 in Bangladesch wird nächste Woche die weltweite Fashion Revolution Week erinnern. Zum Beginn am Montag, 18. April, startet H&M eine Aktionswoche zum Textilrecycling („World Recycling Week“). Mit Hilfe seiner Kunden will der Konzern in dieser Woche weltweit 1000 Tonnen Altkleidung sammeln und recyceln.

Die Kampagne des schwedischen Modekonzerns kommentiert Textilexpertin Nunu Kaller von Greenpeace Österreich: „Nur ein Prozent dessen, was an Altkleidern gesammelt wird, lässt sich momentan wirklich als Recycling-Faser in neue Kleidung mischen. H&M nährt die Illusion, es handle sich um gewaltige Mengen, betreibt aber Recycling im Maßstab eines Reagenzglases. Diese Recyclingwoche von H&M ist eine Woche der Illusionen.“

2015 wurden von H&M 1,3 Millionen Teile mit Recycling-Anteil verkauft, das entspricht allerdings nur 130 Tonnen Recycling-Faser. Die 1000 Tonnen, die jetzt in einer Sonderanstrengung gesammelt werden, brauchen beim gegenwärtigen Tempo von H&M mehrere Jahre, bis sie wirklich verwertet sind. Darüber werden die VerbraucherInnen aber im Unklaren gelassen.

„Recycling ist immer nur die drittbeste Lösung. An erster Stelle steht die Vermeidung von Textilabfällen durch überlegten Kauf, gefolgt von einer langen Nutzung und Reparatur der Kleidung. Recycling darf keine Ausrede sein, weiter hemmungslos Kleidung als Wegwerfware zu produzieren, denn jedes einzelne T-Shirt belastet die Umwelt. Insofern wäre eine H&M Vintage-Week oder eine H&M Repair-Service Week wünschenswerter gewesen“, sagt Kaller abschließend.

Dieser Artikel ist etwas seltsam gemischt heute, einerseits, weil die Gschicht von H&M mich schon wieder ziemlich nervt, andererseits, weil Wochenende ist und endlich wärmer und unsere Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung einfach so toll läuft!  Ich hab einfach gute Laune 🙂

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3 Gedanken zu „So schaut anders aus #12 & Wie der Textilschwede das Fashion Revolution Movement ausnutzt

  1. Merci für´s Verlinken 😀

  2. Uta sagt:

    Hallo Nunu, was hältst Du hiervon: http://www.solerebels.com/ Ich habe da einen Bericht drüber im TV gesehen, da werden Schuhe aus Teilen alter LKW-Reifen hergestellt. Liest sich recht interessant.

  3. […] Kleidung zu H&M bringen kannst und damit der Umwelt was Gutes tust, liegst Du falsch. Die World Recycling Week, in der H&M 1000 Tonnen gebrauchter Kleidung sammeln und recyclen will, ist eine […]

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