Archiv des Autors: nunette

Klickklick!

Ich muss sagen, dieses Onlineshopping ist wirklich ein Hund. Ich surfe derzeit wieder ganz ern auf diversen Onlinepages, hauptsächlich Dawanda. Aber ich habe noch nix gekauft, bitteschön. Ich hab nämlich eine neue Methode: Alles, was mir gefällt, wird erstmal bei den Browser-Lesezeichen unter „haben?“ abgespeichert.

Seit ein paar Tagen speichere ich da Links hinein. Ich denke mir dann einfach: Wenn ich morgen noch dran denk, dann klick ichs nochmal an und schau es mir wieder an, ob ich es mir bestelle.

Und keinen einzigen dieser Links habe ich seither wieder angeklickt.

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Shoppingwahnsinniges Köln

Mich hat es letzte Woche ja kurz mal nach Köln verschlagen. Fazit: Köln ist echt keine schöne Stadt, aber mit coolen Bierkellern, Kölsch schmeckt sogar mir als Nicht-Bier-Trinkerin (und wird bei meiner Trinkgeschwindigkeit nicht schal, yey!), aber shoppingtechnisch hat Köln einen Knall. Die Einkaufs-Fußgängerzone war eine wirklich extreme Ansammlung aller nicht ganz so guten Marken. Individualität Fehlanzeige, wirklich alles Massenware.

Nur der Dom. Der ist schön, definitiv.

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Doch halt, was verstellte mir beim Fotografieren da die Sicht? Richtungsschilder. Dahin zu dem Museum, dorthin zu der Kirche, und nach rechts gehts zum ….. Shopping? Einfach nur so? Ist das jetzt in die Liste der Kulturdenkmäler aufgenommen worden, dieses Shopping?

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Ich weiß, ich übertreibe grad, aber ganz ehrlich: Ich hab da grad ein geschärftes Bewusstsein für sowas. Und ich finds irgendwie ganz schön bedenklich. Kultur, Sightseeing, Shopping. Wir werden ja wirklich drauf hin gedrillt. Und ich bin früher sowas von drauf reingekippt, dass ich grad ziemlich das Gegenprogramm fahre. Tschulligung, falls ich zu moralinsauer werde. Schon klar, ich hab auch nur die Tourigegend rund um Dom und Bahnhof gesehen, aber trotzdem, der Hinweis war sogar öfters zu finden.

Doch ein Gutes hatte Köln (ok, es hatte sogar verdammt viel Gutes, aber das ist eine andere Geschichte): Ich durfte meine liebe Mitbloggerin von der Konsumrebellion kennenlernen. Die Frau ist wahnsinnig nett und schaut verboten jung aus, lassts euch das gesagt sein! Lesen! Bitte…

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Haus oder Jacke?

Heute früh bekam ich wiedereinmal eine InStyle zwischen die Finger. Drinnen: Eine Fotostrecke nur mit Lederjacken. Alle so ein- bis fünftausend Euro. Ich habe mich immer schon gefragt, wer so viel Geld hat. Solche Leute sehe ich sonst nur im Fernsehen und sie haben aufgespritzte Lippen oder schreien laut Roooooobert oder beides. Neid ist das keiner, selbst bei einem Monatseinkommen im sechsstelligen Bereich wär mir eine Jacke (!) doch niemals mehrere tausend (!) Euro wert.

Aber bei einer Jacke hat es mir wirklich den Vogel raus gehauen (abgesehen von der Tatsache, dass ich mich nicht in Krokodil kleiden will, ich mag die Viecher aus der Ferne irgendwie)…

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zur Vergrößerung:

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Ohne Scheiss jetzt: Um diesen Preis haben meine Eltern vor ein paar Jahren, ist noch gar nicht lange her, ein ganzes Haus gekauft!! Find ich gut, hält ein paar Saisonen länger als die Jacke in ist ….

Edit: Uuuuh, Gelegenheit – auf der Website von Plein kostet sie nur 40.000! Rebajas!!

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Die Schaufenster bleiben dunkel

Ganz schnell, weil ganz viel Stress: Die Aktion der französischen Umweltministerin find ich super, allerdings fänd ich auch spannend, ab dann auch die Kriminalitätsrate zu beobachten und schauen ob sie steigt (weil eh dunkel) oder sogar sinkt (weil Taschenlampen auffallen, ich hab da grad ganz naiv diese Watergate-Filmszenen im Kopf 🙂 ).

Ich denks mir zu Weihnachten auch immer wieder: Bitte hängt doch einfach in ganz Wien keine Weihnachtsbeleuchtung auf den Straßen auf. Und schon hamma Budget- und Energieersparnis…

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Knotfall

Titel schamlos von Cut Magazine gestohlen, Anleitung nicht gestohlen, aber auch von dort. Gar nicht mal so schlecht geworden, oder?

(c) Nunu Kaller

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Neues vom Allwetterschal!

Ich freu mich, die werte Elisabeth alias eliZZZa hat den Beitrag, den ich vor Monaten über sie geschrieben habe, entdeckt und verlinkt! Und wenn DIE Strickheldin schlechthin mich verlinkt (ich fühl mich grad gebauchpinselt bis dorthinaus!!), dann muss Strick-Content für die vielen neuen LeserInnen her! Bitteschön, ein Update vom Allwetterschal – ich weiß zwar jetzt schon, dass mir die Wolle ausgehen wird, aber er wird immer schöner! ….. find ich halt …. Jetzt muss nur noch das Wetter auch schöner werden…

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

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Inspirierendes virtuelles Windowshopping

Ich darf ja jetzt endlich wieder auf Dawanda stöbern, ohne nervös zu sein, weil ich was finden könnte, was mir dann gefällt und was ich dann aber nicht kaufen und überhaupt, aaah, Hilfe, Stress…. Komplett stressfrei hab ich mich gestern Abend, während der Liebste neben mir fernsehschlief, durch einige Kategorien von Dawanda gesurft. Sehr löblich: Im Modebereich gibt es eine eigene Kategorie „Grüne Mode„, in der man sogar nach den diversen Zertifikaten (Ökotex, GOTS, … ) filtern kann. Und ich musste wieder mal feststellen: Mir gefällt Upcycling oder einfach Design aus ungewöhnlichen Stoffen einfach am allerallerbesten. Ich mag die Kreativität, die dahinter herrscht.

Der Pulli erinnert mich vom Konzept her ein kleines bißchen an Anita Steinwidders Sockenmode (sozusagen deconstruct und reconstruct)…

Eine Riesenauswahl an umgenähter Kleidung gibt es im Recycling-Markt. Nicht alles mein Stil, aber immerhin überlegt sich da jemand etwas, um die Lebensdauer aussortierter Kleidungsstücke zu verlängern. Mag ich!

In dem Bereich gibt es natürlich auch sehr viel Hippieoptik-Patchwork. Mag viel Arbeit sein und auch das gleiche, ökologische Ziel verfolgen, aber mir gefällts einfach nicht so gut. Ich freu mich trotzdem, dass es so viel davon gibt. Das Teil hier ist jetzt nicht so meins, ich weiß aber, dass es beispielsweise Ena sehr gut gefallen würde..

Was wiederum mir gleich wieder viel besser gefällt, sind Kleider, die aus alten Zelten genäht sind. Über den Schnitt lässt sich noch diskutieren, aber die Idee machts einfach aus!

Also dass ich auch auf bunte Farben stehe, fällt in diesem Beitrag nicht wirklich auf 🙂 Und jetzt, jetzt muss ich nur noch wieder Lust auf Shopping kriegen. Wobei das „müssen“ da wohl das kritischste Wort in dem Satz ist. Ich freu mich einfach, dass ich jetzt völlig entspannt nach Inspiration suchen kann – und obwohl ich vor allem den Pullover ganz oben richtig gut finde, denke ich mir bei jedem Stück, auch bei dem: Näh. Brauch ich nicht. Noch nicht. Aber schön zu wissen, wo ichs dann finden kann, wenn sich das ändert.

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Endlich Erleichterung

Halleluja, die Kleiderständer sind doch wieder nur noch halb voll, es ist wirklich einiges von meinen Freundinnen mitgenommen worden. War wirklich lustig, gestern Abend ein paar Ladies dabei zuzusehen, wie sie sich durch meine Sachen probierten – und immer wieder fragten, ob sie das denn wirklich haben und so und überhaupt und eeecht? Ich nahm allen das Versprechen ab, dass sie die Sachen auch wirklich tragen sollten – im Kasten herumliegen und verstauben können sie bei mir nämlich auch. Lustig, wie es immer wieder diese Gesichter von wegen „Und ich kann das echt haben, Nunu, du willst echt nix dafür?“ anzusehen und zu betonen, wie froh ich sei, dass der Krempel weg sei und dass man sich bitte viel mitnehmen solle.

Die kleine Tochter einer Freundin suchte sich ein Shirt aus, das ich besaß, seit ich selbst so alt war wie die Kleine. Es ist mir ein Rätsel, wieso ich es immer noch hatte.

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Erschreckend

Ich habe jetzt auch noch meinen T-Shirt-Bestand, Sommer UND Winter, auf zwei recht flache Kommodenladen reduziert. Auch meine Kästen gehen alle wieder locker zu, kaum was liegt herum. Die herzugebenden Sachen füllen zwei mobile Kleiderständer, dass diese sich inzwischen bereits durchbiegen, und am Wohnzimmertisch stapeln sich auch noch Shirts und Strumpfhosen.

Aber ich hab IMMER noch keinen Überblick über meine Strumpfhosen! Dünne, die ich fast nie trage, hab ich haufenweise, dicke weniger – und wo verdammtnochmal ist schon wieder meine schöne mit der roten Naht?!

Ich reduziere jetzt so lange, ich wieder den totalen Überblick habe. Den ganzen Ballast weg. Herrlich wird das.

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Pause bis Amsterdam

Ich hab mich selbst überfordert. Neun Tage nach Ende meines Shoppingboykotts hab ich absichtlicherweise ein neues Paar Stiefel, unabsichtlicherweise zwei neue Strumpfhosen, hab die Sachen von Anita abgeholt (muss den Pulli für sie aber doch nochmal nachbessern, eigener Beitrag folgt) und ein paar Gummistiefel. Letztere hätte ich im vergangenen Jahr ein paarmal gebraucht und hab mich sehr geärgert, keine zu haben. Die zählen wirklich zur Kategorie „brauch ich“ und weniger zur Kategorie „will ich“. Ich geb zu, dass ich die Stiefel auch im Frühling hätte kaufen können, da war meine Ungeduld wohl schuld. Von Anitas Sachen (die noch dazu ökologisch und sozial vertretbar sind)  und den Stiefeln wusste ich sogar schon, und sogar das fühlt sich jetzt nach „zuviel“ an.

Warum ich das schreibe? Weil ich ehrlich sein will mit den LeserInnen. Wie verlogen wäre das denn bitte, ein Jahr lang stolz zu schreiben, dass man nix kauft, und dann die Käufe (und Täusche und Geschenke!) vorzuenthalten? Nöh. Wenn schon schiefe Optik, dann auch dazu stehen.  Vielleicht find auch nur ich die Optik so schief…

Wo ich früher kaum mit der Wimper gezuckt hätte, wird mir heut schlecht dabei, so viel auf einmal. Am Mittwoch war ich aus medialen Gründen zum ersten Mal in den Geschäftslokalen von Anukoo und Anzüglich, und es hat mich genau gar nicht gereizt. Das rote Kleid bei anzüglich, das war WIRKLICH schön, aber der Gedanke, mir das jetzt zu kaufen, der war sehr sehr sehr weit weg. Ich brauchs nicht.

Ich bin komplett überfordert, fühle mich wirklich mies und wünsche mit mein Boykott-Korsett wieder her.  Pause bis Amsterdam.

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