Archiv des Autors: nunette

happy 2013

Katrin und Nunu feiern…Katrin darf an in einer Stunde wieder, ich hab noch sechzehn Tage….

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Gute Vorsätze

Jaa, ich mach sowas, und alljährlich beschließ ich, gegen die paar Kilo zuviel an mir dran zu kämpfen. Aber diesmal, da beschließ ich was anderes. Ich brauch nämlich einen Plan. Man(n) verdächtigt mich nämlich, komplett in einen Shoppingrausch zu verfallen, sobald ich wieder darf.

Ich weiß, dass ich spätestens am 17. Jänner Besitzerin dieser Babies sein werde. Und dass ich bei Fertigung des Strickpullovers zwei Sockenmode-Teile mein eigenen nennen werde. Und dass ich im März nach Amsterdam, wo es eine Filiale von Cora Kemperman gibt, fahren werde. Aber im großen und ganzen ist das der Plan bis März.

Mein Vorsatz für 2013: Ich werde NICHT übertreiben. Ich werde NICHT in alte Muster zurückfallen. Ich werde die Näherei (wenig) und die Strickerei (viel) beibehalten. Ich werde meinen Kleiderschranksinhalt sogar eher weiter reduzieren, bis ich das Gefühl habe, nur noch Dinge zu besitzen, die ich wirklich wirklich wirklich mag.

Ich werde weiterbloggen. Ich werde weiter recherchieren. Ich werde euch ganz penetrant mit Werbung für die WearFair 2013 zuspammen 🙂

Ach ja, nur so nebenbei: DANKE. Für alles. An alle. Ihr seids ein Wahnsinn, liebe LeserInnen! Guten Rutsch! Ich verzupf mich nämlich jetzt mal für ein, zwei Tage aus der virtuellen Welt und begebe mich silvesterfeiern!

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Neues Lesematerial

Ich hab wieder zwei Leseexemplare zur Rezension bekommen – ins rechte hab ich bereits reingelesen und es fängt toll an! Ich hoff nur, ich komm auch wirklich zum Lesen, die kommenden Tage/Wochen/Monate dürften arbeitsintensiv werden, und wenn schon frei, dann wird gestrickt!

(c) nunette colour

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Über holländische Berge

Noch nicht über den Berg…wobei, über DIESEN Berg werd ich wohl auch nicht mehr kommen: Gestern flatterte virtuell mal wieder ein Newsletter von Cora Kemperman ins Haus. Wie sehr ich diese Marke liebe, kann man hier, hier, hier, hier und hier  und hier nachlesen. Die sind größtenteils bio, die sind fair, die sind nachhaltig in ihren Designs, und die sind einfach nur schön.

Und ja, diese Ausverkaufsschreierei, die mag ich nicht (mehr). Gestern war ich genau einen Häuserblock lang (vom Restaurant zur Busstation) auf der Mariahilferstraße, und wahnsinn, hat es mir gegraust. Dieses ganze Gedränge, und überall schon die roten SALE!!! – Schilder….

Aber dieses SALE-Schild, das macht mich sehnsüchtig und wehmütig und hach. Im März bin ich dann in Amsterdam, das wird dann fein. Da werde ich mir auch ein gutes Stück von dort gönnen, genauso, wie ich mir irgendwann eines dieser Kleider gönnen werde. Kein Kaufrausch, sondern selten mal sich selbst was gönnen und leisten. Darauf freue ich mich.

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Quelle horreur!!!

Heute mal wieder ernsthaft – ich wühl mich grad immer noch durch die Abgründe der Textilindustrie (wobei, genaugenommen plansche ich wohl nur am Beckenrand, da passieren wahrscheinlich noch viel schlimmere Dinge).

Seht interessant finde ich den Ansatz der Clean Clothes Campaign mit ihrer Forderung nach existenzsichernden Löhnen (Living Wages). Auf ihrer Website haben sie die Top 10 – Ausreden der Unternehmen aufgelistet, warum diese keine Living Wages zahlen wollen, und erklärt, warum die Bullshit sind. Und es sind echt einige dabei, wo man sich rein aus Hausverstandsgründen (wann wird es endlich wieder aufhören, dass ich bei dem Wort an einen dünnen Mittvierziger im beigen Cordsakko denke…) an den Kopf greift. Ich habe sie in eigenen Worten eingedeutscht, die direkte Rede steht nicht für ein spezielles Unternehmen, das hat so keiner gesagt (wobei, wahrscheinlich haben das sogar ziemlich viele so gesagt):

  • „Bitte wir wissen nicht, wie man Living Wages berechnen soll.“ Die können nicht nicht, die wollen nur nicht! Aus ArbeiterInnensicht wohl eines der absurdesten Argumente.
  • „Unsere KundInnen wollen nicht mehr für ein Kleidungsstück zahlen.“ Es landet sowieso nur ein Prozent des Verkaufspreises bei den NäherInnen selbst. Würde man denen also den Lohn verdoppeln, würde das durchschnittliche Shirt irgendwo zwischen 25 und 50 Cent mehr kosten. Ja, nein, soviel wollen die KundInnen nicht mehr bezahlen, ganz sicher nicht. Oida!
  • „Die Regierungen sollen was tun, nicht wir. Wir überbringen nur mit Pomp und Trara den jeweiligen Regierungschefs unsere Bitten.“ Damit sie nichts selbst machen müssen, Einserschmäh. Die Regierungen haben zufälligerweise auch das Ziel, ihr Land als Wirtschaftsstandort zu festigen, und das widerspricht halt leider – so absurd sich das in meinen naiven Ohren anhört – den Living Wages. Perfekt gedeichselt: Die Firmen forderns von den Regierungen ein, wissen aber gleichzeitig, dass da nix passieren wird, können also Imagepflege betreiben ohne Kostenaufwand.
  • „Billiglohnländer  verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit, wenn die Löhne steigen.“ Nicht, meine lieben Unternehmen, wenn ihr nach Steigerung der Löhne dort weiterproduziert und nicht wie die Lemminge ins nächste Billiglohnland abwandert (in Thailand sind dem größten Textilproduzenten sogar 7,50 Euro grad zuviel. Mies. Einfach nur mies.)
  • „Ohne uns hätten die ja gar keinen Job.“ Uuuurlogisch: He, sie haben eh einen Job, was regen sie sich auf? Was nützt den Menschen in Billiglohnländern ein Job, der sie auslaugt bis zum Umkippen, und von dem sie dann erst recht nicht leben können? Sollen sie doch Kuchen essen?
  • „Die Lebenskosten dort sind ja viel niedriger, da müssen wir weniger zahlen.“ Naivität, perfekt angewandt. Große Unternehmen verabsäumen es, sich die wirtschaftliche Situation des Landes, in dem sie produzieren wollen, anzuschauen – um nach ihren eigenen Regeln wirtschaften zu können. Die Lebenskosten liegen ÜBER den Löhnen, sonst gäb es ja dieses ganze Griss um die Living Wages net. So schwer kann das doch nicht sein?!
  • „Unser Verhaltenskodex besagt eh, dass wir einen fairen Lohn zahlen müssen.“ Mein Maturazeugnis besagt auch, dass ich einen Einser in Mathe hatte damals. Trotzdem verbinde ich Wurzelziehen bis heute mit etwas Schmerzhaftem. (und ich hör ihn regelrecht, den Papa, er würde jetzt sagen: „Dein Führerschein besagt auch, dasst Autofahren kannst.“)
  • „Bitte die Shareholder sind dagegen.“ Jaja, die bösen Shareholder. Oarm sans, die CEOs, nix entscheiden könnens.

und mein Lieblingsargument:

  • „Wenn wir jetzt höhere Löhne zahlen, dann kommen die ganzen LehrerInnen und Krankenschwestern zu uns arbeiten und das Gesundheits- und Bildungssystem bricht zusammen.“ Quelle horreur!!!
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Seitenweise Abgründe

Für meinen Job bastle ich seit gestern an einem Hintergrundpapier zur konventionellen Kleiderproduktion. Wahrscheinlich ist es eh das siebenundachtzigste im deutschsprachigen Raum, aber es ist mir ein Anliegen, all die Punkte, über die ich in diesem Jahr gestolpert bin, mal selbst kurz und knackig zusammenzufassen.

Es ist mal wieder so unglaublich – allein die Kapitelauflistung, nur die Überschriften, war fast zwei Seiten lang. Als ich ca. die Hälfte fertig hatte, waren es 12 Seiten. Unfassbar, wieviel kriminelles, umweltzerstörerisches und sozialkritisches Potential die Fetzen, die uns kleiden, haben….

Das Paper werde ich, so es irgendwann mal fertig ist, hier auf dem Blog zur Verfügung stellen.

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Hauls, zum Heulen

Lustig, inzwischen weist mich sogar schon mein Geschäftsführer auf Artikel zu Thema hin – noch dazu auf ziemlich spannende: Die Zeit schreibt von „unserer zweiten Haut„. Bei denen ich sogar noch was lerne… Es geht um sogenannte Haul Videos. Das sind Videos, in denen Mädchen die Beutestücke ihrer Shoppingtripps in die Kamera halten und möglichst oft „Sosososo süß“, „war so günstig“, „passt perfekt“ und „soooo toll“ sagen. Ich habe mir eines davon angesehen, und es hat mich mal wieder ein Zwiespalt ereilt, mit dem ich mich seit ein paar Jahren herumschlage: Finde ich das total beschissen, weil ich einfach anders ticke als diese minderjährigen Shoppingopfer, oder finde ich das total beschissen, weil ich inzwischen so alt (wäh!) bin, dass ich mit den Trends der heutigen Jugend nicht mehr mithalten kann und  vor allem will? Ich finds nicht nur beschissen, sondern auch pervers und unglaublich dumm. Diese Kids instrumentalisieren sich, und einige davon machen das wahrscheinlich bewusst, um dann günstiger bei den vorgestellten Marken einkaufen zu können, oder – und jetzt laut kreischen – sogar gratis Sachen zugeschickt bekommen. Ich wage jetzt aber mal die Vermutung, dass ein Großteil der Mädchen es einfach macht, um sich selbst als erfolgreiche Shopperinnen darzustellen, auf die man neidig sein soll – und keine Ahnung hat, dass sie den Firmen tausende Euro an Marketing- und Werbebudget ersparen. Ich selbst mache auch oft auf diesem Blog Werbung, aber dann meistens für Firmen und DesignerInnen, die von den Budget, die die Haul Girls den großen Konzernen ersparen, nur träumen können. Es kommt echt selten vor, dass ich etwas so knallhart aburteile, aber das ist echt ein Trend in die komplett falsche Richtung, weil so gedankenlos und unreflektiert. Oder seh ich da was falsch? Vielleicht bin ich auch nur neidig? Wo nehmen die bitte die Kohle her?! Nein, ich finds einfach sehr sehr traurig, das Ganze.

Das Mädl ist bei weitem nicht das einzige…. gebt mal „Haul“ bei Youtube ein…

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Blog-Bewegungen

Ab wann kann man von einer Bewegung sprechen? So, ich hoffe, ich vergess jetzt keine: Nach Nukimama, Konsumrebellion, Simplicity365, 100TageohneKlumpert und Haballes – und natürlich Katrin von der Shoppingdiät, aber die war sogar vor mir dran – scheine ich (zumindest nach deren Aussage) wieder als Inspiration für einen weiteren Blog hergehalten zu haben: Konsumboykott. Allein schon der Gedanke, dass da jemand das, was ich tu, so toll findet, dass sie es auch tun will, der haut mich um.

Leute, ganz ehrlich: Ja, die Kronenzeitung war geil. Eine volle Seite in der Zweitagesausgabe der Kronenzeitung, in bunt und schön, am Feiertag, das pinselt den Bauch ungemein. Am Schlafzimmerkastl stapeln sich grad vier oder fünf Ausgaben, die mein knapp dreijähriger Neffe mir gestern in die Hand gedrückt hat. Aber was mich ehrlich noch mehr freut, sind diese Blogs. Denn die sind tausendmal mehr Bestätigung als jeder Zeitungsartikel. Ich freu mich einfach, dass ich nicht die Einzige bin, der es zuviel geworden ist.

Liebe Bloggerinnen, ich will euch alle mal live kennenlernen, das wisst ihr eh, gell? 😉

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Eindeutig

Weihnachten war.

(c) nunette colour

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Mode mit Hörschaden

Kurzes Gedankenspiel. Man stelle sich einen großen Raum vor, in dem es in etwa so laut ist wie in einer durchschnittlichen Tischlerei. Das ganze im Halbdunkel. Woran denkt ihr? Also ich denk da ans U4, oder an Abende in Vorortdiscos, an die ich mich leider noch erinnere, aber glücklicherweise nur zur Hälfte.

Falsch gelegen. In einem solchen Raum wird Kleidung verkauft.

Und eine ganze Menge Jugendlicher fährt anscheinend extrem drauf ab, nicht zu sehen, was sie sich da kaufen, und das ganze noch mit einem Hörschaden garniert zu bekommen.

Klartext, ganz abgesehen von der üblichen „konventionelle-Mode-ist-Scheisse“-Leier: Hollister ist doof. Sehr sogar. „Ausgezeichnet“ wurden sie trotzdem 🙂

 

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