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Wie gehts weiter?

Heute seid mal IHR gefragt: Ich hab ja schon so diverse Ideen, wie ich den Blog nach Ende des shoppingfreien Jahres weiterführe, aber noch hat es sich nicht zu einem schlüssigen Konzept entwickelt. Und alle paar Tage fällt mir wieder eine neue Perspektive ein, die ich am Blog einbauen könnte.

Aber eines interessiert mich auch sehr: Liebe LeserInnen, was würdet ihr denn gerne nächstes Jahr (weiterhin) lesen? Oder wartet ihr nur ungeduldig auf den 16. Jänner, ob ich es auch wirklich geschafft habe, und dann hat sich die Sache?

Liebe Leute, Vorschläge willkommen – soll ich weiterraunzen, weiter Labels vorstellen, das ganze zum DIY-Blog machen, oder habt ihr komplett andere Ideen für mich? Ich bin sehr gespannt drauf, und freu mich auf euer Feedback!

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Problematische Inspiration

Mich hat es mal wieder erwischt. Kennt ihr das, wenn in eurem Kopf ein Outfit „wächst“? Und ihr überlegt, wie ihr was kombinieren könnt oder was ihr Neues haben wollt, damit dieses Outfit zustande kommt? Ich hab das immer wieder – und bin früher dann immer in die Läden gerannt und habe gesucht, gesucht, gesucht.

Lange Zeit hat es jetzt funktioniert, dass ich mir meine Outfits aus meinem Kastenbestand zusammensetzen konnte und es mir Spaß gemacht hat. Jetzt hat es mich wieder erwischt. Ich bilde mir ein Outfit ein, bei dem mir so ziemlich jeder Bestandteil fehlt. Noch dazu ist es nichtmal ein kreatives Outfit, sondern ein klassisches „Bobo-Frau-rennt-so-durch-den-siebten-Hieb“-Outfit: Schwarze enge Hose, Bikerboots (check), überlanges weißes Herrenhemd, (Kunst-)Lederjacke im Bikerstil, dickerfetterbreiter Schal (wie ich gestern draufgekommen bin: check, hab letztes Jahr erst einen gemacht, Alzheimer lässt grüßen), graue Haube (check), große Tasche (check, auch wenn sie am Auseinanderfallen ist).

Also fehlen mir:

– Jacke
– Hose
– Hemd/Kleid.

Nicht grad die unwesentlichen Bestandteile…
Noch dazu ist das sicherlich ein Outfit, dass mir mit gefühlten xx Kilo weniger besser stehen würde. Dennoch. Ich bilde es mir grad ein. Und würd am liebsten gleich jetzt beginnen, online bei diversen Shops herumzusurfen. Irgendwie bin ich dann wieder recht froh über mein Projekt: Ich weiß, ich darf nicht, kann das Problem jetzt mal auf die Seite schieben und hab wieder ein paar Stunden gewonnen, die ich mit der Suche nach der perfekten schwarzen Hose, der darauffolgenden Depression aufgrund der benötigten Größe, dem perfekten Herrenhemd und der Jacke versch….en hätte. Vielleicht findet sich ja doch in meinem Kleiderschrank was, in dem ich mich ähnlich wohl fühlen kann.

 

Seufz… Ich reds mir halt ein.

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Unweghaubare Kleiderleichen

So, nachdem jetzt hier sowieso schon jede/r weiß, wie ich ausschau – nix mit Anonymität des Internets, das hat genau drei Monate gehalten hier am Blog – bin ich mutig. Und zeig euch jetzt mal Fotos von mir. Aus allen möglichen Zeiten. Mit Kleidungsstücken, die ich heute nicht mehr trage. Die aber immer noch in meinem Kleiderkasten liegen. Und die ich nicht weggeben kann, keine Chance. Weil einfach genau diese Erinnerungen dran hängen.

Los gehts in der Zeitreise:

(c) nunette colour

Es geht um die Kette. Die inzwischen nach jeglichem modischen Maß unter aller Sau ist – und ich kann sie aufgrund genau dieser Erinnerung nicht weggeben. Es war 2006, und ich war in Wiesbaden. Bin extra dorthin gefahren, um meinen absoluten Lieblingssänger SIOEN zum ersten Mal mal live zu sehen. Und außerdem gabs da so einen Wiesbadener, der damals etwas Herzklopfen verursachte. Es blieb beim Herzklopfen, er wurde ein sehr guter Freund, der in der falschen Stadt wohnt, und es wurde eine Erinnerung an ein unglaublich feines Wochenende. Der breitestmögliche Grinser in meinem Gesicht galt jedoch Sioen, nicht dem Kerl. Jedesmal, wenn ich die Kette sehe, ists wieder da, die Erinnerung. Das Shirt hab ich übrigens immer noch, in heavy usage. Respekt, das hat ja lang gehalten für ein Textilschwedenteil…

(c) nunette colour

Halloween 2004. Das Kleid gabs damals beim Texilschweden, und obwohl es weder meinem Stil entsprach noch ich außerhalb von Halloween Gelegenheit sah, es anzuziehen, musste es sein. Inzwischen obenrum viel zu eng, hab ichs in den letzten Jahren genau keinmal mehr angehabt. Dennoch, es liegt im Schrank, und ich komm nicht weg davon, kanns einfach nicht hergeben. Die Jacke ist nochmal ein anderes Kapitel – gekauft 2002 in Hamburg auf einer der absolut besten Reisen meines Lebens, war sie jahrelang Standarduniform und wurde erst durch die Jacke aus New York 2008 abgelöst. Aber das Kleid, echt, völliger Schwachsinn, dass ichs immer noch habe.

(c) nunette colour

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich mir den Rock 2005 in Kopenhagen gekauft. Hier sitze ich gerade am Fensterbrett in meinem Zimmer in der Jugendherberge im 13. Stockwerk. Den Rock habe ich in den zwei Jahren danach heiß geliebt – feine Farbe und – sieht man am Foto nicht – recht coole Abnäher und Reißverschlüsse an unerwarteter Stelle. Seither liegt er im Schrank, passt zu meiner großen Überraschung sogar noch halbwegs, ist aber am Hinterteil zerrissen, die aufgenähte Tasche ist halb unten. Wäre aber leicht reparierbar, weil er nicht an der Naht aufgerissen ist, sondern nur am Taschenstoff. Zum Reparieren seit Jahren zu faul, hergeben kann ich ihn aufgrund all der Erinnerungen, die an ihm hängen, einfach nicht. Ach ja, und den Gürtel hab ich auch immer noch. Irgendwann wird der wohl doch auch wieder modern werden…

(c) nunette colour

Hach, mein alter Laptop, gleich nochmal nostalgisch – den hab ich durch ein Update umgebracht. Aber auf diesem Bild gehts eigentlich um die Schuhe. 13 Euro und vom Hofer, gekauft Ende 2010. Böse at its best, also. Aber an denen hänge ich unendlich. Dieses Foto postete ich mit dem Titel „Mad Men, neue Schuhe, life is good“ damals auf Facebook. Und nur wenige Tage später ging mit einem unglaublichen Bombenschlag die schrecklichste Zeit meines Lebens los, bei deren Erinnerung ich in der Sekunde losheulen könnte, und die seit etwa einem Dreivierteljahr gefühlt wirklich erst vorbei ist  – die Schuhe waren also der letzte Nicht-Frustablenkbelohnungströst-Kauf, bis heute.

(c) nunette colour

Dieses Foto darf in der Sammlung einfach nicht fehlen. Ich brauchs nur kurz anschauen und muss schon lachen. Entstanden 2002 in Norwegen, ich damals alleine am backpacken und plötzlich mit zwei Bayern, Susi und Tobi, unterwegs. Von drei Monaten Reise die beste Woche überhaupt. Susi hab ich leider aus den Augen verloren, aber ich freue mich, Tobi bis heute zu meinen Freunden zählen zu dürfen. Nur für den dreckigen Blick samt Banane in der Hand auf dem Foto könnt ich ihm immer noch … nein, ich finds einfach nur lustig und freu mich jedesmal über die Erinnerungen. Das Kleid hab ich mir damals auch während der Reise gekauft, bei irgendeinem Textilschweden in Skandinavien im Ausverkauf. Der Schnitt war ja ganz nett, das Rot war mir immer ein bißchen zu tomatig und wirds auch immer bleiben. Ich habs trotzdem noch und kanns auch nicht hergeben – er erinnert mich zu sehr an diese geniale Zeit meines Lebens.

Super, und ich hock jetzt da und denk mir: So lustig wars damals, so wirds nie wieder…. Ich komme während des Schreibens grad drauf: Andere haben Fotoalben, ich habe den Kleiderschrank, voll von Erinnerungen. Und schwelge grad hochmelancholisch in ebenjenen. Traurig machts mich, weils so toll war und so frei, nix mit vierzig Stunden arbeiten gehen und schaun, dss sich die Kohle am Ende des Monats so ausgeht, dass ich auch noch was sparen kann und um Weiterbildung kümmern und die Miete und nicht ausschlafen können und und und (merkt mans? Ich vermisse meine Studententage unglaublich…) Nur bei der Frage, ob ich mich von der Kleidung trennen sollte, wer weiß, vielleicht wirkt das ja sogar befreiend, bei der Frage komm ich nicht weiter…Fotoalben schmeißt man doch auch nicht weg.

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Sanft offtopic: Fundi oder Realo?

Ich muss mir jetzt mal durch die Außenperspektive mein eigenes Weltbild wieder gerade rücken. Ich bin ja normalerweise in meinem gesamten Arbeitsumfeld umgeben von Leuten, die so ticken wie ich. Quasi eine Öko-Gutmenschenblase, wenn mans so bezeichnen will. Die anderen ticken sogar noch viel lauter, ärger. Im NGO-Umfeld würde ich mich jetzt mal als „Realo“ bezeichnen. Ich bin weder fanatische Veganerin, sondern mehr so eine 90% Vegetarierin… Ich beschäftige mich zwar intensiv mit meiner Kleidung, renne aber tageweise dennoch von oben bis unten in den Textilschweden eingekleidet herum (ok, dafür hab ich derzeit auch eine Ausrede…) …. Ich bin, uh, jetzt kommt das Geständnis, sogar eine sehr schleißige Mülltrennerin, und habe vor allem keinen eigenen Biomüll, weil sonst noch mehr Tiere in meiner Küche leben würden, als es aufgrund der allsommerlichen Ameisenstraße quer durch eh schon tun. Ich fahre Auto, noch dazu gibt es in meinem Umfeld ein weiteres Auto, mit dessen Abgasen sich mirnixdirnix ein paar Radfahrer um die Ecke bringen lassen. Aber ich fahre eben auch liebend gerne Rad, habe wenig Verständnis für den Autoverkehr von a nach b innerhalb Wiens, schau mir an, wo mein Gemüse herkommt, hab keinen Bock auf Pestizidcocktails, und beginne außerdem – dank Sandra – meinen Umgang mit Plastik(-verpackungen) massiv zu überdenken.

Worauf ich hinaus will nach so viel persönlichem Outing? Ich bin doch bitte wirklich Mittelmaß aus ökologischer Sicht. Ich machs vielleicht in vielen Bereichen ums Äutzerl bewusster (nicht per se besser!!) als die Masse, aber ein Fundi bin ich bitte doch noch lange nicht!

Seit Montag sitze ich in meiner neuen Ausbildung zum Thema CSR-Management. Meine Studienkolleginnen kommen aus den unterschiedlichsten Ecken, über Pharma-, Banken- und Gastrowesen bis hin zu den diversesten NGO-Vertretern. Ich bin jedoch die einzige mit beruflichem Öko-Hintergrund. Und sicherlich die mit der größten Pappm, aber das ist wirklich nicht schwer, diesen Contest hab ich schon öfter mal für mich entschieden… Und in den vom Studiengangsleiter sicherlich bewusst provozierten Diskussionen über Ethik komm ich immer mehr drauf: Pfuh, ich bin ja doch Fundi! Oder? Ich kenn mich nimmer aus. Ist dieser Blog Fundi? Nicht wirklich, oder? Oder fängt meine Definition von Fundi nur einfach viel später an als die von anderen?

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Überinspiriert

Obwohl ich es immer noch ein bissl absurd finde, dass so viele Medien über die Tatsache, dass eine junge Frau sich ein Jahr lang keine neue Kleidung kauft, berichten, muss ich jetzt doch von noch so einer Interviewszene berichten. Ich hatte ja bereits zwei TV-Auftritte, von denen ich einen sehr super finde, den anderen nicht ganz so. Letzterer ist noch nicht ausgestrahlt worden und ich fürchte, ich werde euch da erst im Nachhinein berichten, wenns gelaufen ist.

Heute war meine dritte Einladung zu einer TV-Aufzeichnung, und so super wars noch nie. Ich war nämlich eingeladen in einer Talkrunde bei Barbara Stöckl (Sendung Stöckl am Samstag – wird am 29. ausgestrahlt). Und neben der Tatsache, dass Frau Stöckl nicht nur wirklich gut vorbereitet war und auch den Leuten echt zuhörte (das ist nicht selbstverständlich!), waren die restlichen Gäste wirklich inspirierend.

Unter anderem (und mir) war da nämlich zum Beispiel Sandra Krautwaschl. Die Frau hat nicht nur einen superlässigen Nachnamen, die hat auch eine superlässige Mission – sie lebt seit mittlerweile drei Jahren mit ihrer Familie weitgehend plastikfrei. Ja, keine Zahnpastatube, keine Tupperware, keine Plastiktrinkbecher. Natürlich muss man Kompromisse machen – Kinderspielzeug, Fahrradgriff, ich tipp mal auch auf Haarfön…. Sandra hat auch ein Buch drüber geschrieben – und ich bin direttamente nach meiner Ankunft zuhause vorhin aufs Rad und rüber zum Buchkontor, gleich mal bestellen. Freu mich schon drauf, es zu lesen! Bis dahin schau ich mir mal die Website durch mit all ihren lieben Videos!

Auch noch dabei war Lilian Klebow, die Schauspielerin. Ich muss gestehen, ich habe sie noch nie „in Action“ bzw. in einer Rolle gesehen. Was aber auch komplett wurscht ist, die Frau ist auch ohne Rolle, sondern als sie selbst schwerstens leiwand. Nachzulesen hier auf ihrem Blog: Make a difference – wie wir jeden Tag die Welt retten können. Die mag ich, hab ich beschlossen.

Die Diskussion war echt toll – und ging im Gästeraum im Anschluss gleich mal weiter….. das Schöne ist, dass wir alle, so unterschiedlich unsere Ansätze auch sind, irgendwo das Gleiche wollen. Und das ist so schön, so motivierend, ich freu mich grad einfach! Ich bin schon wirklich neugierig auf die Sendung – und hey, ich hatte sogar (zumindest oben) etwas Ökofaires an, tirili!

Nunu wartet auf den Gang ins Studio:

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Immer die Gegenseite anhören

Ich hab ja schon kürzlich geschrieben, wie super ich Sarah von ThisisJaneWayne aufm FashionCamp fand. Auf ihrem Portal steht schon seit einigen Tagen ein Interview mit H&M. Ja, ich habe mir jetzt mal die zweite Seite der Medaille durchgelesen – und es war keine Überraschung dabei. Viel davon ist definitiv Schönrederei, manches mag stimmen.

Nachdems dort viel zu lesen gibt, schreib ich hier jetzt gar nicht viel mehr. Ich hab sowieso Berge an Arbeit. Und Leute: Kommts auf die WearFair, übrigens 😉

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Styleblogging – unreflektiert?

Ok, Fashioncamp also. Zweiter Tag. Ich muss ja zugeben, mit meinen Outfits, die weniger auf Style und mehr auf Wohlfühlen gehen, bin ich mir bissl fehl am Platz vorgekommen. Es war eine Konferenz von Fashionbloggerinnen, also nona war es optisch ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Fashionbloggerinnen, die, die bis zu täglich ihre Outfits posten.

Ich tu mir grad wahnsinnig schwer mit diesem Beitrag, daher schieb ich ihn auch seit einem ganzen Tag vor mir her. Ich surfe seit gestern über verschiedenste Blogs, und ich schaffe es nicht, mir eine Meinung zu bilden über die Damen. Einerseits finde ich schon allein den Trend des Bloggens an sich etwas wirklich Wunderbares. Auch die Macht in Sachen Marketing, die die Blogosphäre inzwischen genießt, ist – solange die BloggerInnen ehrlich bleiben und nicht auftragsweise gute Reviews abgeben! – eine Art der Demokratisierung der Werbewelt. Andererseits tut es mir inzwischen fast schon körperlich weh, dass die Damen komplett unreflektiert von diversen Textilgroßhändlern kaufen und auf bestimmte Marken abfahren, ohne sich auch nur ansatzweise mit der Herkunft der Produkte zu beschäftigen. Nur um das klarzustellen, mir gehts nicht um die Oberflächlichkeit, jedes Blog hat seinen eigenen Stil und seine eigene Thematik – und wenn jemandem Nagellack und farblich passende Schuhe wichtig sind, dann ist das komplett in Ordnung – ich bin gestern auch eine halbe Stunde auf der betreffenden Seite pickengeblieben. Aber: Es geht mir ums Nachdenken über die Herkunft der Produkte – no na net seh ich dann ein einfaches „boah schauts mal wie schön mein neuer Rock/Nagellack/Mantel“ als sehr oberflächlich an.

Gestern war dann eine Podiumsdiskussion, die eigentlich unter dem Titel „Konsumsucht“ stand. Ich war sehr gespannt, wie diverse BloggerInnen, die wirklich eindeutig Fashion Addicts sind, sich zu diesem Thema äußern würden. Und da war ich dann plötzlich im falschen Film:

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Fashion Camp Vienna 2012

Mein Körper hat sich nun also anscheinend glücklicherweise doch dazu entschlossen, nicht krank zu werden. Welche Erleichterung. Das Wochenende ist nämlich schon wieder schwer verplant – unter anderem mit dem Fashion Camp Vienna 2012.

Ich bin leider erst sehr spät drübergestolpert (oder genauer: glücklicherweise doch noch vorher von einem Kollegen drauf hingewiesen worden), habe mich aber doch noch für den einen oder anderen Workshop anmelden können. Ich freu mich bereits, hier dann davon berichten zu können!

 

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Schizophrenes Modebewusstsein

Wie gesagt, gestern Abend am Sofa vor mich hingekränkelt und Zeitschriften gelesen. Und anderem kauf ich mir etwa ein- bis zweimal im Jahr die InStyle. Weil kein Magazin sich besser eignet, einfach nur blöd Kleidung anzustarren. Ich wunder mich zwar immer wieder über die perversen Preise der gezeigten Produkte, und finds oft nichtmal schön, aber hin und wieder brauch ich einfach Hochglanz. Im Postkastl hatte ich gestern außerdem den Produktkatalog von Gudrun Sjöden. Bin bereits mehrfach über diese Marke gestolpert und fand sie von der Werbung her recht hübsch, außerdem öko und fair produziert. Das Fazit: Nette Fotos, wunderschöne Farben, aber stillistisch mehr in der Freundinnenriege meiner Mutter angesiedelt als in meiner (großes Lob: Die Models sind bei weitem nicht alle magersüchtig und zwanzig….).

Die beiden Druckwerke so nebeneinander war ein sehr seltsamer Anblick. Einerseits ähnlich, andererseits von zwei unterschiedlichen Planeten stammend. Gewagte These: Beide müssten sich aufeinander zuentwickeln. Frau Sjöden braucht mehr Trendiges, InStyle mehr Nachhaltiges. Gewagt, weil solche Unternehmungen viele Gefahren bergen. Unter schnelleren Trends leidet die Produktions, und „grüne“ Herkunft der Kleidung gilt halt leider immer noch nicht als sexy. Doch machbar ist es – wie ich immer wieder begeistert hier feststelle. Aber bitte: So etwas soll dabei nicht rauskommen. Liebe Woman, bei aller Liebe, das habt ihr damals vergeigt – und dass ihr mein entsprechendes Posting auf eurer Facebook-Seite einfach gelöscht habt, anstatt darauf zu antworten, das nehm ich euch immer noch etwas übel.

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Vor 100 Jahren…

Gestern war ein laaaaaaaaaaaanger Tag. Beginnend um halb sieben mit Handwerkern und einem hungrigen Hund, endend um Mitternacht mit einem schlafenden Hund und der Aussicht auf viel Stress und Arbeit in den kommenden Wochen. Dementsprechend war ich spät des Abends nur noch semikreativ und ehrlich gesagt zu faul, mir einen Beitrag zu überlegen. Stattdessen auf Facebook herumgesurft und eine Seite mit lauter alten Fotos aus Wien gefunden.Und da fand ich folgendes Foto – ich musste sofort grinsen: Seit hundert Jahren dasselbe. Frauen. Lieben. Shopping. Nur dass es damals noch brav „einkaufen“ geheißen hat.

(c) Imagno/Austrian Archives, gefunden auf facebook.com/vintagevienna

Auslagenbummel anno 1910 (c) Imagno/Austrian Archives, gefunden auf facebook.com/vintagevienna

Ich find das Bild so wahnsinnig nett, wie sie dasteht mit ihren Päckchen und den Schmuck in der Auslage anstarrt…

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