Schlagwort-Archive: Inspiration

Refashionista, die zweite

Ach, die Zeit, von der gibt es einfach viel zu wenig. Wenige Seiten fehlen noch bis zur Abgabe hiervon, und danach gehts direttamente an die FH-Abschlussarbeit. Nebenbei wird noch schnell das Dellago eingestrickt, die neugemietete Sommerhütte in Niederösterreich bezogen und überhaupt gibts da so ganz nebenbei einen Vollzeitjob auch noch.

Soll heißen: Nähen ist nicht. Fürs Nähen brauch ich so viel Zeit, da muss ich mich entspannen können und darf keinen Stress haben. Ab Oktober dann wieder… Bis dahin finde ich in regelmäßigen Abständen die tollste Inspiration bei Refashionista. Hab ja schon öfter mal was über sie gebracht, aber bitte wie genial sind diese Teile?! Einmal hat sie von einem großen Shirt die Ärmel abgetrennt und unten assymetrisch angenäht, und ein anderes mal ein grausames rosageblümtes Overallteil eingefärbt und zu einem Kleid umgenäht. Ich bin begeistert…

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Refashion – mein neues Lieblingswort

Juiuiui, gestern Abend bin ich mal wieder in die Blogosphäre abgedriftet. Was das Nähen angeht, haben sich bei mir bereits einige Favoriten herauskristallisiert, die ich liebend gerne besuche (auch wenn die Nähmaschine momentan grad im Eck verstaubt, zu groß die Strickleidenschaft): Die Refashion-Blogs. Wenn aus alten Sachen vom Flohmarkt oder dem internationalen Äquivalent des Caritaslagers Neues, Trendiges entsteht. Ganz weit vorne die immer wieder von mir verlinkten Refashionista und New Dress a Day.

Und urplötzlich bin ich hier gelandet. Was ist denn das für eine coole Idee bitte? Eine von mehreren Refashion-Bloggerinnen schickt gefundene Secondhand-Teile an die anderen, und alle müssen was Neues, Cooles entstehen lassen. Das Ganze geht am 3. Juni erst los – mein erster Gedanke: Maaaaah, so laaaang noch!! Ich freu mich schon so auf die Vorher-Nachher-Bilder….

The Refashioners
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Moralische Freuden

„Ich les deinen Blog zwar nicht, aber letztens, wie wir im G3 vorm Primark gestanden sind – da hab ich mir gedacht, nah, da geh ich nicht rein. Drei Euro für ein Shirt können sich nicht ausgehen. Siehst, hast doch Einfluss auf mich gehabt.“

Diese Worte kamen aus dem Mund jenes Mannes, der mir während des gesamten vergangenen Jahres Desigualgutscheine, die am 15. Jänner 2013 ablaufen würden, angedroht hat.

Da ist mir wieder eingefallen, was ich gestern noch schreiben wollte: Ja, die Kauflust war wieder da (und wurde durch mein „Wiederbelebungskofferl vom Strickdoc“ überraschenderweise massivst befriedigt), was davon jedoch ausgeschlossen ist: Konventionelle Modeproduktion. Echt angenehm, wenigstens in dem Bereich laufe ich nicht Gefahr, „rückfällig“ zu werden – da ist mein Bauchgefühl wirklich stark genug.

Jetzt muss ichs nur noch auf die restlichen Bereiche ausweiten. Federpennäler und so. Aber bitte, ich hab – im Nachhinein – gesucht: Ein solches Pennal mit eingenähten Gummischlaufen in ökofair ist nicht auffindbar. Zumindest von mir nicht.

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Ich hätt gern Bio-Früchte

Irgendwann in letzter Zeit bin ich mal über Stylefruits.de gestolpert. Kurz erklärt: Da kann man sich selbst aus den verschiedensten Onlineshops Sachen aussuchen und zu Kollagen zusammenstellen. Und die schauen dann beispielsweise so aus (alle Fotos: (c) Stylefruits.de!)

der-fruehling-kann-kommen

Abgesehen vom Schal: Nettes Outfit. Ich würd das Speiblila weglassen. Aber die Schuhe, hach…

Oder so. Übrigens: Man kann auf der Website in die Bilder hineinklicken und landet in direkt in den jeweiligen Onlinestores. Schlaue Idee, irgendwie.

Nennt sich "Gechillt zur Schule"....

Nennt sich „Gechillt zur Schule“….

Oder aber auch so (ich hab auf die Schnelle drei Outfits aus den „neuesten“ ausgewählt, da sich mir die Website noch nicht so ganz erschließt):

kranker-kitsch

Prinzipiell find ich das eine gute Sache, dass man bereits vor dem Kauf solche Outfits zusammenstellen kann und dann entscheiden kann, ob es zusammen passt oder nicht. Gerade das ist es doch auch, was so vielen Frauen am Kleiderkauf Spaß macht, oder? Aber zwei Sachen fallen auf:

  1. Gut drei Viertel der Outfits schauen stilistisch wirklich gleich oder sehr ähnlich aus, siehe beispielsweise die ersten beiden von mir geposteten. Aber dennoch sind die ausgewählten Artikel alle unterschiedlich! Das ist doch Wahnsinn, dieses Überangebot, bei dem erst recht alles gleich ausschaut, oder? Mich erschlägt das Etwas.
  2. Ich hätt bitte gerne genau dieses Konzept für biofaire Mode. Alle verfügbaren Shops und Designer, die Online versenden, zu einem Netzwerk zusammenhängen, und UserInnen solche Outfits in Fair und Bio zusammenstellen lassen. Klingt nach einem lässigen Projekt, oder? Nur dass ich gefühlt im kommenden Jahrzehnt nicht dazu kommen werde, ein solches Projekt alleine auf die Beine zu stellen. Also, liebe Web2.0-Investoren, liebe Programmierer, liebe Produzenten: Wer macht mit? 🙂

Ps: So. Ich habe es jetzt auch ausprobiert. Ausgehend von dem Kleid, das ich irgendwie lässig finde – ich wollte immer schon mal eine Telefonzelle sein -, und dem Wunsch, den ganzen Nude/Pastelltönen, die mich auf der Startseite von Stylefruits anstarren, bin ich auf diese Kombi gekommen. Und habe mir lustigerweise immer dabei gedacht: So eine Jacke hab ich letztens am Flohmarkt gekauft, einen Schal in der Farbe hab ich auch, die Tasche wär eigentlich auch was, was ich im Caritaslager aufstöbern könnte, Schuhe würden meine mit dem roten Zipp noch besser passen, in die neuen Leggings von Kemperman muss ich einen neuen Gummi einziehen, nicht vergessen, und und und. Fazit: Als Inspiration kann man das Konzept von Stylefruits echt leiwandest verwenden, aber die Kaufverführung dahinter ist böse. Aber die Sachen auf dem Bild sind von Street One, Conleys, Zalando – und denen gegenüber hab ich glücklicherweise eine massive Kaufhemmung entwickelt. Meine Idee von Punkt 2. ist grade noch gefestigter. So eine Spielerei in Biofair, hach, man wird wohl noch träumen dürfen.

Ich wollte immer schon mal eine Telefonzelle sein

Ich wollte immer schon mal eine Telefonzelle sein

Edit 2:

Na toll, komplett drauf reingekippt. Immer noch wirklich bestellungsresistent und der Meinung, ich habe wirklich genug im Kleiderschrank – diese Zusammenstellerei macht irre Spaß. Bin doch auch in das Pastellige reingekippt…

test-2-2

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Talent in rauhen (rauen?) Mengen

Die größte Onlineshoppinggefahr besteht bei mir immer Sonntagvormittags, wenn ich schon wach bin und am Sofa im Wohnzimmer mitm Laptop am Schoß Nachrichten aus aller Welt lese und der Liebste noch hinten im Bett vor sich hin mützelt. So auch heute, jetzt gerade. Ich trotz sehr ausführlichen Feierns gestern bei meiner lieben ehemaligen Arbeitskollegin Soosoo (ja, sowohl ich heiß wirklich Nunu als auch sie wirklich Soosoo – also bei uns beiden hat sich der Spitzname durchgesetzt, was den Arbeitsalltag für uns regelmäßig amüsant, für Kollegen anstrengend gemacht hat: „Du, Soosoo, äh, tschulldigung, Nunu, ah, na eh, Soosoo!“) schon wach, mich über den Artikel über das Buch vom lieben Matthias, der mir beruflich eine Zeitlang wirklich massivst weitergeholfen hat, gefreut, und schon wieder hat es mich in Richtung Kleidung und Shopping online gezogen, natürlich nuuuur aus Recherchegründen für den Blog hier.

Doch dann landete ich über einen meiner Lieblingsblogs, Refashionista, bei einem weiteren Blog: Charity Shop Chic hat das gleiche Konzept – nähe Gewand von Flohmärkten, Second-Hand-Läden und Caritaslagern um in Topmodisches. Sowas macht schon echt Lust auf Selbermachen und weniger auf Einkaufen.

Zum Beispiel hat die Dame sich einfach, weil sie es im Fernsehen sah, ohne irgendein Schnittmuster, dieses Kostüm von Westwood, das Carrie Bradshow trug, nachgenäht (Pfuh, ein Satz fürs Beistrich-Bingo…):

Verwendet hat sie ein Nadelstreifhose, die sie beim Roten Kreuz gefunden hat, und Stoff, ebenfalls ein Fund im Charity Shop, wenn auch ein sehr seltener, wie sie zugibt. Schönerweise passen die beiden fast zusammen:

Und heraus kam *trommelwirbel*

Und wem das jetzt nicht unglaublich toll vorkommt, der solle sich bitte den gesamten Artikel von ihr anschauen, ich steig schon bei den Schnitt-Fotos aus. Restlos begeistert werde ich mich jetzt weiter durch diesen Blog surfen, bis der Liebste wach ist und wir Richtung Familienfeier starten. Herrlich, Inspiration und Surfvergnügen ohne Geldausgebgefahr…

Wobei, Farbe muss ich besorgen. Weil die hier will ihr ihr unbedingt nachmachen.

http://charityshopchic.net/2013/01/09/dip-dye/

vorher

http://charityshopchic.net/2013/01/09/dip-dye/

nachher!

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Zwei Schlitze werden Mode

Spannend, was man aus einem Stück Stoff mit zwei Schlitzen drin alles machen kann. Das ist immerhin nur um ein Schlitz mehr als der Fliegende Teppich mit dem Loch drin, den Obelix zum Poncho umfunktioniert. Und da sind ja wirklich tolle Ideen dabei (und auch ein paar relativ doofe), nur frag ich mich: Wer kauft dann noch so ein Teil um 42 US-Dollar? Leichter geht selbermachen wohl kaum.

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Inspirierendes virtuelles Windowshopping

Ich darf ja jetzt endlich wieder auf Dawanda stöbern, ohne nervös zu sein, weil ich was finden könnte, was mir dann gefällt und was ich dann aber nicht kaufen und überhaupt, aaah, Hilfe, Stress…. Komplett stressfrei hab ich mich gestern Abend, während der Liebste neben mir fernsehschlief, durch einige Kategorien von Dawanda gesurft. Sehr löblich: Im Modebereich gibt es eine eigene Kategorie „Grüne Mode„, in der man sogar nach den diversen Zertifikaten (Ökotex, GOTS, … ) filtern kann. Und ich musste wieder mal feststellen: Mir gefällt Upcycling oder einfach Design aus ungewöhnlichen Stoffen einfach am allerallerbesten. Ich mag die Kreativität, die dahinter herrscht.

Der Pulli erinnert mich vom Konzept her ein kleines bißchen an Anita Steinwidders Sockenmode (sozusagen deconstruct und reconstruct)…

Eine Riesenauswahl an umgenähter Kleidung gibt es im Recycling-Markt. Nicht alles mein Stil, aber immerhin überlegt sich da jemand etwas, um die Lebensdauer aussortierter Kleidungsstücke zu verlängern. Mag ich!

In dem Bereich gibt es natürlich auch sehr viel Hippieoptik-Patchwork. Mag viel Arbeit sein und auch das gleiche, ökologische Ziel verfolgen, aber mir gefällts einfach nicht so gut. Ich freu mich trotzdem, dass es so viel davon gibt. Das Teil hier ist jetzt nicht so meins, ich weiß aber, dass es beispielsweise Ena sehr gut gefallen würde..

Was wiederum mir gleich wieder viel besser gefällt, sind Kleider, die aus alten Zelten genäht sind. Über den Schnitt lässt sich noch diskutieren, aber die Idee machts einfach aus!

Also dass ich auch auf bunte Farben stehe, fällt in diesem Beitrag nicht wirklich auf 🙂 Und jetzt, jetzt muss ich nur noch wieder Lust auf Shopping kriegen. Wobei das „müssen“ da wohl das kritischste Wort in dem Satz ist. Ich freu mich einfach, dass ich jetzt völlig entspannt nach Inspiration suchen kann – und obwohl ich vor allem den Pullover ganz oben richtig gut finde, denke ich mir bei jedem Stück, auch bei dem: Näh. Brauch ich nicht. Noch nicht. Aber schön zu wissen, wo ichs dann finden kann, wenn sich das ändert.

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Rezension: Mach Neu aus Alt

Ich schulde euch (und dem Verlag, der mir die Bücher zur Verfügung gestellt hat) ja noch eine Rezension dieser Bücher. Hab gestern das blaue, also das über Kleidung und Accessoires, durchgeschaut und muss sagen: Tolle Aufmachung, schönes Konzept, feine Beispiele von DesignerInnen. Allerdings – so richtig festgefressen hab ich mich drin nicht. Und ich kann nichtmal sagen, weshalb.

Aber einige der Beispiele sind wirklich lässig. Besonders gut gefallen mir:

Shannon South – reMade USA: South macht aus alten Lederjacken Taschen. Ja, totes Tier. Aber wenn schon tot, dann dem ganzen bitte so lange wie möglich einen Sinn geben. Und eine Lederjacke, die nur im Schrank hängt, ist weniger sinnvoll als eine coole Tasche, die daraus genäht wird.

Auf 959 bin ich per se mal eifersüchtig: Wo kriegen die bitte die Materialien her? Ich möcht mir und anderen noch ein paar dieser Taschen nähen und stell mir dafür genau solche Autogurte als Träger vor…. Jedenfalls: Sehr fesche Idee, muss ich sagen!

Und weil sie endlich mal am Blog erwähnt gehören und auch im Buch vorkommen: schmidttakahashi. Sie stellen gebrauchte Kleidungsstücke neu zusammen, und das auf einem unglaublichen ästhetischen Niveau. Und außerhalb meines Budgets.

Die Budgetfrage stellt sich in dem Buch einige Male – einerseits findet man Tipps zum Nachmachen, andererseits Upcyclingmode in einer Preisklasse, die zum selbst Nachmachen zwingt. Insofern eine gelungene Mischung! Auf alle Fälle sind die Bücher (beim zweiten bin ich grad) eine tolle Inspirationsquelle und geben einem das Gefühl, dass vor allem Künstler als Trendvorreiter hier vorgeben, dass Neues aus Altem sehr sehr stylish sein kann.

Und wer nachlesen will, wie der Spiegel über das Buch schreibt: Bitteschön. Ich stimme dem nicht ganz zu – ja, es sind zwar einfache Schnitte drin, aber dargestellt ist da teilweise wirklich High Fashion.

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Prominente Verlinkungen

Wer kann sich noch an meinen Stöckl-Auftritt erinnern? Das war der ORF-Auftritt, der mir nicht peinlich war. Nicht nur die Diskussion hatte Niveau, auch die weiteren eingeladenen Gäste waren sehr sehr sehr leiwand.

Eine davon war die Schauspielerin Lilian Klebow. Die auch bloggt.

Und die Gute hat mich nicht nur im Beitrag, sondern gleich mal in ihrer Linkliste vorgestellt – ich freu mich!! Und liebe Lilian: Inzwischen bin ich sogar zur SOKO-Donau-Schauerin geworden, einfach nur aus Neugierde, was du da so beruflich machst 😉

Und übrigens, nur so nebenbei: Lust auf Party? Heut abend gibts im WUK 30 Jahre GLOBAL 2000 – samt Modenschau einer Second-Hand-Umgestylt-von-der-Herbststraße-Kollektion! Werbeeinschaltung beendet, heut Abend wird gefeiert!

 

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Die persönliche Archillesferse

Gestern Abend, nach mehrstündigem Kinder-zum-Lachen-und-direkt-ins-eigene-Ohr-kreischen bringen (es gibt nichts besseres für die seelische Gesundheit als die Dreckslache einer gut gelaunten Fünfjährigen), musste ich nochmal den Kopf durchlüften und ein bissl spazieren gehen. Also beschloss ich, meinen Selbsttest vom Jahresanfang zu wiederholen.

Das Ergebnis war fast das Gleiche. Die Kleidung war mir komplett wurscht, egal, ob Textilschwede, C&A, Vero Moda, New Yorker oder oder oder. Stattdessen zwei neue Impulse: Erstens, das von mir favorisierte Wunschoutfit stand exakt wie von mir beschrieben in der Auslage von New Yorker, was meine Lust an dem Outfit wieder ziemlich ordentlich absenkte. Zweitens waren in der Auslage vom Textilschweden ein paar Sachen, die mich dazu inspirierten, sie selbst nachzunähen. Sollte sowas nicht eignetlich andersrum funktionieren? Sich inspirieren lassen, um es dann billiger nachzumachen? Eine Selbstproduktion wird auf alle Fälle teurer als ein einfacher Kauf mein Textilschweden. Is mir aber wuuuhuuurscht. Zu stark ist der Gedanke beim Anblick der Sachen, wer das wohl produziert hat, und wie. Wäh.

Aber eine Ausnahme gab es. Wieder waren es Stiefel, und wieder im selben Geschäft wie damals. Grau, mit Strickstulpe. Ich hab irgendwie den leisen Verdacht, dass das mit dem Schuhekaufen nächstes Jahr sehr streng kontrolliert werden muss. Stiefel sind einfach meine persönlich Archillesferse…

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