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Große graue Dummheit

Es ist doch wirklich unfassbar! Manchmal hab ich echt Aussetzer Richtung Dummheit.

  1. Mein Kleiderschrank ist gut bestückt.
  2. Ich habe heute ein perfekt lässiges Wohlfühloutfit an, meinen riesigen grauen Strickpulli mit Leggings, Boots und Lederjacke. Merke: Riesiger grauer Stickpulli. Drei Jahre alt und heiß geliebt im Winter.
  3. Ich bin wunschlos (und) glücklich gerade und brauche fürs restliche Jahr definitiv nix mehr, bin von meinem Rückfall sowieso noch übersättigt.
  4. Ich befinde mich immer noch im Dilemma zwischen: „In Bangladesch und Co. herrschen Scheißzustände in den Fabriken, ich will das nicht unterstützen“ und „Gewerkschafterinnen aus Bangladesch bitten inständig, weiter diese Sachen zu kaufen, damit sie wenigstens die Möglichkeit eines Jobs haben“ – und rein aus persönlicher Überzeugung heraus fällt es mir momentan jedoch sehr schwer, in solche Fast-Fashion-Stores zu gehen, der Gedanke an „ich will das nicht unterstützen“ überwiegt einfach (naiver Gedanke: weil vielleicht ändern die Unternehmen ja was, wenn sie Umsatzrückgänge haben…).
  5. Ich fahre heut früh in die Arbeit, steige wie immer, wenn ich nicht am Rad unterwegs bin, auf der Mahü (die übrigens fast super ist, so wie sie jetzt ist! So! Da habt ihrs!) von Ubahn in den Bus. Und sehe das da: pulli

Und denke mir: Wie schööööön!!

Merke: Gegen den Kaufwunschimpuls ist man (wenn man früher Shopaholic war und sich noch dazu auf der Mahü herumtreibt, zugegeben) anscheinend nie gewappnet, aber es hilft ungemein, an sich herunter zu schauen und kurz mal zu überlegen: Brauch ich wirklich einen riesigen grauen Strickpulli? 🙂

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Ich gestehe: Ein Rückfall

Ich muss etwas gestehen, was mir eigentlich erst durch den gestrigen Blogbeitrag so richtig aufgefallen ist.

Ich bin in den vergangenen Wochen zum ersten Mal seit Anfang 2012 rückfällig geworden. Schon klar, ich darf zwar seit Jänner wieder shoppen gehen, und ich bin immer noch sehr streng und kaufe wenn möglich Bio, Fair und/oder Second Hand. Mein Kleiderkasteninhalt hat sich verringert und wird es auch weiterhin tun, weil ich all die Teile, die ich wirklich gar nicht mehr trage, weggebe.

Aber es war ein bißchen viel in letzter Zeit – und auch wenn ich für mich immer wieder Erklärungen gefunden habe, muss ich es zugeben: Es ist ein Rückfall in alte Muster gewesen. Ich habe mir eine neue Hose gekauft (lange gesucht, lange davon geträumt, endlich gefunden, leider konventionell, trotzdem super und wahrscheinlich Standarduniform kommenden Winter), ich habe mir nach sehr langem Umkreisen einer Tasche in einem privaten Mädelsflohmarkt online ebenjene kürzlich doch geleistet (Second-Hand, was sie für mich legitimiert, neu würde ich mir aus Preis- und Herkunftsgründen niemals eine Liebeskindtasche kaufen), und es könnte sein, dass Jonnys mit mir ganz schön Geschäft gemacht hat, genauso wie Maas Natur, wo ich mir zwei Basic Shirts gekauft habe.

Die Tasche hab ich definitiv nicht gebraucht, und auch über die Notwendigkeit der schwarzen Boots kann man angesichts meiner Stiefelsammlung streiten. Weiterlesen

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Wirds zuviel?

Letztens war ja wieder mal eine Reportage über Bangladesch, diesmal im Weltjournal+ auf ORF. Und langsam, aber sicher kam ich ins Wigelwagel. Keine Frage, die Reportage war super, deckte auf, welche Labels in welchen heruntergekommenden Fabriken eingenäht wurden, deckte auf, dass Kinderarbeit nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist, und dass große Firmen wie Inditex über das alles bestens Bescheid wissen. Oder dieser Artikel, extrem informativ…

Und so sehr mich das Thema bewegt: Mich hat keine Sekunde der Doku überrascht. Schlicht, weil für mich nichts Neues dabei war. Das soll nicht heißen, dass ich abgestumpft bin, die Bilder sind und bleiben einfach nicht in Ordnung. Es gab nur einfach in den vergangenen Jahren wirklich viel Berichterstattung dazu.

Nur ein Gedanke ist mir nach der letzten Doku dann doch zum ersten Mal gekommen: Langsam muss es doch so weit sein. Langsam müssen doch wirklich alle Bescheid wissen. Es wird so breit getreten, von einer Titelseite in der New York Times nach dem Zusammenbruch von Rana Plaza bis hin zu regelmäßigen Skandalmeldungen in der Bildzeitung für ….. andere Bildungsschichten als die der New York Times. Dieses: Ok, was könnte jetzt eigentlich folgen, wenn jetzt alle Bescheid wissen, das beschäftigte mich einige Tage. Und abgesehen von der Frage, was wirklich folgen könnte, wenn die Unternehmen wenigstens ihren Worten Taten folgen lassen würden (was nicht geschieht, frustrierend bis dorthinaus, was da gerade – nicht – passiert), bin ich leider auch auf zwei Antworten gekommen, die mich sehr frustrieren:

Erstens: Es ist noch nicht bei den KundInnen angekommen. Die KonsumentInnen wissen zwar vielleicht alle irgendwie Bescheid (oder auch nicht – als Nachrichtenjunkie fällt es mir schwer zu glauben, dass es sehr viel mehr Nachrichtenresistenzler als Nachrichtenjunkies gibt, aber anscheinend ist es so), aber an ihrem Konsumverhalten ändert das nichts. Weiterhin haben FastFashion-Unternehmen Rekordumsätze. Nochmal: Ja, ich weiß, schwierig. Würde dort niemand mehr shoppen gehen, gäbe es für die Frauen in Bangladesch nur noch die Wahl zwischen Heirat oder Strich. Und jenen hier, die es sich nicht anders leisten können, werde ich Besuche beim Textilschweden nie vorwerfen. Aber jenen, die es sich sehr wohl leisten können, durch Umdenken und kritischen Konsum ein Zeichen zu setzen, und es nicht tun, auf die bin ich dann doch ein bissl angfressen. Wobei: Dazu hab ich auch kein Recht, jeder Mensch entscheidet für sich. Auch ich habe zwei Hosen im vergangenen Dreivierteljahr konventionell gekauft – zwar bei keinem dieser Massen-Fast-Fashion-Ketten, sondern in einem kleinen Concept Store und von kleinen Labels, aber dennoch. Dieses hirnlose „jö, das nehm ich auch noch mit, das ist ja schön“-Shopping und Shopping als Hobby anstatt von Shopping aufgrund von „das brauch ich“, das ist doch das eigentliche Problem – und das wird von FastFashion per Werbung gepusht wie blöd. Diese „Ich-hab-nix-zu-tun-gehmma-shoppen“-Einstellung. Und das sollte ja das erste sein, das einem bei diesen Bildern aus Bangladesch vergeht, oder?

Zweitens: Es überrascht sogar immer noch die kritischsten Menschen. Habe letztens mit einer sehr guten Freundin, die wirklich sehr bedacht, sehr kritisch mit einem Grundgedanken von Fairness für und Solidarität mit allen an sämtliche Themen im politischen Regenbogen herangeht, über genau jene Weltjournal-Reportage geredet. Und ich traute kurzfristig meine Ohren kaum, als sie mir komplett überrascht erzählte, wie sehr es sie schockierte, dass zwischen Textilschweden- und Diesel-Jeans wahrscheinlich außer dem Preis kein Unterschied besteht. Ich traute meinen Ohren deshalb kaum, weil ich dachte, sie müsste darüber doch eigentlich schon Bescheid wissen. Auch ihr ist im Grunde kein Vorwurf zu machen, niemand erwartet von ihr, dass sie von jetzt auf gleich zur Textil-Gerechtigkeitsfanatikerin wird. Muss sie ja auch gar nicht! Nur finde ich es einfach sehr überraschend, dass gerade dieses medial schon so breit getretene Thema sich auch in kritischen Köpfen anscheinend noch nicht gefestigt hat.

Fazit: Nein, es kann gar nicht zuviel berichtet werden. Immer noch nicht.

LIebe Medien, bitte macht weiter damit.

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Was persönliches…

Es gibt eine Agentur, in der ich früher mal gearbeitet habe. Lang früher. Und für einige Zeit war das ein richtig cooler Job, und das meine ich wirklich: so richtig! Doch mit der Zeit fühlte ich mich immer unwohler dort, zog die Konsequenzen und kündigte. Diese Agentur und ich haben uns seither diametral auseinander entwickelt, fischen aber immer noch im selben Gewässer. Es geht um Social Media, es geht um Blogs, es geht um PR, es geht um Kommunikation. Nur: Während die Agentur jetzt Unternehmen erklärt, wie man auf Shitstorms reagiert, freue ich mich unglaublich darüber, weil es sich aus meiner Perspektive wie eine Anleitung liest, wie man einen anständigen, nachhaltigen Shitstorm auf die Beine stellt. Weil ich – zugegeben gewaltige Gerechtigkeitsfanatikerin – meinem Berufsleben seit Jahren (eigentlich seit meinem Ausstieg dort) einen Sinn geben will, der mich am Abend in den Spiegel schauen lässt, erscheint mir die Arbeit meiner ehemaligen Agentur etwas zu auftraggebergetrieben (wie die meisten Agenturen, ist mir schon klar). Wer zahlt, wird bedient. Von Fairness keine Spur, weder bei den Auftraggebern noch … egal. Es geht hier nicht um persönliches Aushauen.

Doch irgendwie haben sie es jetzt geschafft, dass ich doch über sie blogge. Denn sie machen etwas, was mich stört. Auch wieder: so richtig! Und wenn mich an großen, für mich anonymen Unternehmen wie dem Textilschweden was stört, dann hau ich auch aus. Darum habe ich beschlossen, in diesem Fall jetzt meine Beißhemmung abzulegen. Weil – und nicht nur ressourcentechnisch find ich das in sich schon sehr absurd – diese Agentur jetzt einen Fanshop hat. Eine Agentur. Zugegeben: Eine, die in den letzten Jahren doch so manchen Preis abgestaubt hat. Aber: Die laut offensiv beworbenem Facebookinserat 2000 brutto für Vollzeitjobs zahlt (Kollektivvertrag hin oder her: Das ist verdammt wenig, wenn man gleichzeitig jahrelange Erfahrung verlangt), und laut kununu und unter ehemaligen KollegInnen den Ruf genießt, arbeitsstundentechnisch ziemlich übers Ziel hinauszuschießen, hat einen Fanshop. Doch um die Absurdität dessen geht es jetzt nicht. Sondern um die Produkte, die sie anbietet. In diesem Fanshop wimmelt es nur so von wahlweise chinesischer oder wahrscheinlich kambodschanischer Mindestlohnmistarbeit. Es gibt gebrandete Kulis (Respekt, wenn die wer um einszwanzig kauft, überall sonst werden einem Kulis als Give-Aways nachgeschmissen), es gibt die heiße Möglichkeit, Sticker mit dem Firmennamen um sechzig Cent zu kaufen, und vor allem: Es gibt Handtücher, es gibt Taschen. Nix bio, nix Fairtrade, nix Vorbildwirkung, dafür weht der Duft von Größenwahn durch den Shop.

Ich weiß, das ist ÜBERALL so. Wurscht, wo man hinschaut, man wird mit Giveaways, unnötiger als weißichwas, zugesch…en. Gerade jetzt vor der Wahl gibts wieder eine massive KuliStickerPlüschtierStofftaschen-Welle. Ich wollte einfach mal thematisieren, dass Textilproduktion nicht bei der Textilschwedentür aufhört. Handtücher, Einkaufstaschen, Kissenbezüge, Plüschtiere – muss alles genäht werden, ist alles aus Stoff. Aber ich habe diese Agentur ausgewählt, weil sie mir ermöglicht, wirklich emotional zu schreiben – gerade weil ich sie kenne, und mir denke: Ihr seids doch nicht blöd bitte! Ihr habts doch grad so die Möglichkeit, zu einer Bewusstseinsänderung beizutragen! Es ist so traurig, dass sich trotz unserer diametralen Auseinanderentwicklung auch nach Schlagzeilen wie Rana Plaza oder Jazreen kein Bewusstsein dafür entwickelt hat, dass es auch anders geht. Kommt schon, es ist sogar bobo und in, mit der Fairtrade-Einkaufstasche herumzulaufen! Und bei den Handtüchern, da könntet ihr sogar Trendsetter sein!

Eigentlich bin ich der Agentur sogar dankbar. Weil sie mir eine hoffentlich lebenslange Freundin verschafft hat. Und die übrigens die Erfinderin des Agenturnamens ist. Gabs da eigentlich mal ein Dankeschön dafür?

Eine Verlinkung sucht man in diesem Beitrag umsonst. Der Grund ist der Versuch, nicht dort zu landen, wo man dem Niveau bei den Sternen zuwinkt. Die, die mich gut kennen, wissen, von welcher Agentur ich schreibe. Die kennen aber auch schon länger meine Meinung, in persönlichen Gesprächen halte ich mich da auch nicht wirklich zurück. Und die, die nicht wissen, von welcher Agentur ich spreche, die sollen selbige bitte als emtional umschriebenes Beispiel für verdammt viele Agenturen und sonstigen Marketingunternehmen dieser Welt nehmen, in denen das Bewusstsein für faire, soziale und ökologisch verträgliche Produktion sich immer noch im Tiefschlaf befindet.

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Konsumopfer auf Entzug

Jaaajaa, ich kanns doch nicht lassen mit dem Bloggen. Vor allem, wenn man sich in der FH-Abschlussarbeit auch mit dem Kommunikationstool Bloggen beschäftigt, dann juckts einfach noch mehr in den Fingern, selbst wieder was zu veröffentlichen.

Ich hab mir selbst Bootcamp verpasst, um die Arbeit fertig zu bekommen. Aus diesem Grund hab ich den Liebsten ins Burgenland geschickt, und bin heute früh einkaufen gefahren, um mich mit Lebensmitteln fürs Wochenende einzudecken (der Kühlschrank gab nämlich genau ein paar welke Blätter Minze, ziemlich viel Tonic – das ich nicht mag -, ein offenes Glas Oliven und ein etwas älteres Stück Gouda her).

Zuerst hab ich mal den neuen veganen Supermarkt in der Stumpergasse ausprobiert (bin zwar selbst nicht vegan, aber hey, wenns schmeckt, ist es doch eine wunderbare Alternative!) und war begeistert von der Auswahl und nicht ganz so begeistert von den Preisen. Dennoch hab ich mir eine ganze Menge mitgenommen. Und bin schon sehr gespannt, wie die vegane Pasta mit Sojawürfeln wohl schmecken wird, die ich mir heut noch machen werd.

Dann weiter zum Merkur am Westbahnhof. Und dort mal wieder festgestellt, was für unglaubliche Konsumopfer wir doch alle sind, mich fest eingeschlossen.

Erstens: Kenn ihr diese großen Becher mit Joghurtmischungen, die Rewe selbst herstellt? Ich ess da ganz gern das Birchermüsli in der Früh, ist mit zwei Euro irgendwas auch leistbar. Aus der Ferne sah ich heute unglaublich gut aussehende Fruchtjoghurtbecher, mit ganz viel Beeren drin und drauf. Besonders der Becher mit den vielen Heidelbeeren sah echt unglaublich appetitlich aus. Ich schau, was er kostet: Weiterlesen

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Kaufrausch und Verkäuferschmähs, dokumentiert

Also wenns nicht gerade um Sitcoms a la Big Bang Theory oder 2 Broke Girls oder – ich gestehe – Sozialporno a la Shopping Queen zum Hirnabschalten (Immer noch: Eine Sendung wie ein Autounfall, und der kommentierende Designer liefert überraschenderweise manchmal echte Wuchteln ab) geht, bin ich ja kein so großer Fan von deutschen Privatsendern.

Doch gestern war – zwar auch mit diesem klassischen Privat-Skandal-Reportage-Kolorit, aber trotzdem – eine sehr lässige Doku auf RTL. Es ging um sogenanntes Schnäppchenkaufen und den klassischen Kaufrausch: „Nicht mit uns! die große Schnäppchenlüge“ der natürlich höchst plakative Titel… hier kann man die ganze Sendung nochmal anschauen.

Einiges kannte ich schon, was vor allem in großen Ketten abgezogen wird, aber so gehäuft war es dann doch wieder überraschend und schockierend. Um den Absatz zu steigern, werden

  • Produkte künstlich verknappt (damit man es gleich kauft, weil man gelernt hat, dass das Zeug weg ist, wenns weg ist, und nicht nachgeliefert wird).
  • Stressmomente ausgelöst („Nur jetzt!“ „Angebot des Tages!“), was den Blutdruck steigert und dem Körper suggeriert: Überlebensmodus, raff an dich, was geht, du hast keine Zeit zum Denken.
  • Rolltreppen mindestens acht Meter vom Eingang entfernt aufgebaut, damit man eine ganze Strecke durchs Geschäftslokal zurücklegen muss – und rechts und links starren einen am Weg die Verführungen an.
  • in Schuhgeschäften Parfums mit Ledergeruch versprüht, auch wenns dort nur Plastikschuhe gibt (und das wird dann „Air Design“ genannt, unglaublich)
  • falsche „statt“-Preise angegeben („Jetzt 1,99 statt 3,49!“ – dabei hat das Teil nie mehr als 1,99 gekostet)
  • Fenster abgehängt und mit Kunstlicht „warmes“ Licht geschaffen
  • Illegalerweise Störsender eingebaut, damit man nicht an der Kasse stehen kann und sagen kann: „Bitte auf Geizhals steht, dass es das Teil dort und dort um 20 Euro billiger gibt.“ bzw überhaupt gleich in den anderen Laden schaut). Schwer illegal, weil wenn alle Handys nicht funktionieren, funktioniert bei einem Notfall das Rufen einer Rettung auch nicht.

Aber das Allerirrste ist die Familie, die damit Geld verdient, dass sie im Bekanntenkreis verdeckterweise Produkte anpreist. Anschauen!

Das Schöne kam dann danach: Mein Lieblingsfilm – typische Amikomödie, aber mit unglaublich vielen Lachern und vor allem einer grandiosen Sookie (ich merk sie mir einfach nur unter dem Namen) sowie einem männlichen Hauptdarsteller, dessen irischer Akzent (unbedingt auf Englisch schauen, den Film) mich damals im Kino zum Schmelzen gebracht hat. War ein bissl peinlich, der Holde ist direkt neben mir gesessen…. Tut zwar jetzt genau nix zur Sache, was diesen Blog angeht, aber … mei. Mir ist grad danach. Ich mag nämlich nicht FH-Abschlussarbeit schreiben. Merkt mans? 🙂

 

 

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Dreiste erste Straße

Beim Recherchieren von Blogs im Textilbereich bin ich auf die Corporate-Seite von Street One gestoßen. Lese den Einleitungstext.

Unsere Marke

Eine Vision von aktueller und schneller Fashion

Die Unternehmensgründer der Marke Street One hatten 1983 eine Vision. Sie wollten aktuelle Fashion kurzfristig und schnell liefern können. Das haben sie geschafft und diese Aufgabe wird heute noch jeden Tag und immer wieder aufs Neue vom gesamten Street One Team gemeistert. Mit einem Gespür für Fashion und einem kompletten Fashion-Sortiment.

Mit viel Disziplin und bestens durchorganisierten Prozessen. Denn nur so können 12 Kollektionen im Jahr an über 4.000 Verkaufspunkten in ganz Deutschland und Europa so schnell geliefert werden.

Überall dorthin, wo die Marke Street One für hohe Aktualität und Kombinierbarkeit von Fashion steht, gepaart mit hervorragenden Passformen und Qualitäten sowie einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Denn bei Street One stehen die Wünsche und die Bedürfnisse der Kundinnen immer im Mittelpunkt allen Handelns. Das ist die von allen konsequent gelebte Markenphilosophie. Die Marke lebt und liebt die Marktnähe.

Deshalb ist Street One auch so attraktiv für ihre Handelspartner und Kundinnen. Für die einen wegen der abverkaufsstarken Produkte, des hohen Lagerumschlags und des kontinuierlichen Wachstums. Für die anderen wegen der modischen, abwechslungsreichen und aktuellen tollen Outfits. Das alles macht Street One heute zu einer der führenden und erfolgreichsten Young-Fashion-Marken für Frauen.

Bisher dachte ich, dass Textil-Unternehmen die paar kleinen grünen Schritte, die sie tun, sehr laut kommunizieren, aber den ganzen Rest, der – sagen wir mal – sehr ungrün ist, einfach verschweigen. Dass ein Unternehmen auch noch so stolz erklärt, dass sie mit 12 Kollektionen im Jahr Mitglieder der mörderischen Fast-Fashion-Bewegung sind, und stolz sind auf abverkaufsstarke Produkte (ist ein Unterschied zwischen abverkaufsstark und verkaufsstark oder kapier ichs nur einfach nicht?) und mit keinem einzigen Wort auf Verantwortung, Nachhaltigkeit oder wenigstens irgendein Scheiß Ökotex 100-Siegel-Gedöns eingehen, das find ich schon heftig.

Oh. Sorry. Hab grad weitergeklickt. Da steht dann doch was von Verantwortung. Und als ob ichs gerochen hätte: Weiterlesen
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Öffentliche Warnung vor Primark

Hoioioioioi, das ist ja komplett an mir vorüber gegangen, ist bereits Mitte Juni publik geworden: Die Arbeiterkammer Tirol warnt öffentlich vor Primark. Da gehts jetzt nicht um Produktionsbedingungen, sondern die Bedingungen in den Verkaufslokalen hier in Österreich. Aber auch die scheinen wirklich, und zwar so richtig bescheiden zu sein. Auch wenn es kein Vergleich ist mit den Zuständen in den Fertigungsfabriken: Es ist einfach traurig, dass solche Zustände im Jahr 2013 vorkommen. Welche Zustände? Diese hier: Weiterlesen

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Neonfarbenener Urlaub

Achtung, intellektuell wenig anspruchsvoller Beitrag. Sind soeben aus dem Urlaub zurück und ich versuche, noch den letzten Abend zu genießen, ohne viel denken zu müssen. Aber: Schön wars, Zumindest die Natur. Modisch gesehen: Uiuiuiuiui, da schaute es in Istrien 2013 wie Lignano 1989 aus:

2013-08-07 22.18.36

Das ist jetzt kein Beitrag darüber, wie schlimm diese Bikinis produziert wurden, nein, ich finde sie einfach nur grottenhässlich, dieses Neon, es ist augenkrankheitenauslösend, wirklich. Die Fotos bringen das gar nicht so gscheit rüber, dennoch, hier eine kleine Auswahl:

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Die sind von woanders!

Heute gehts zu einer großen Sommerfeier, und dementsprechend ratlos bin ich vor meinem Kleiderschrank gestanden. Kurzfristig dann für ein unglaublich bequemes Sommerkleid und meine Sandalen aus Rom entschieden.

Und mir beim Anziehen der Sandalen an den Schädel geklatscht. Das war ein typischer Nunu-prä-2012-Kauf.

Der Liebste und ich waren in Rom, damals, an meinem „echten“ 29. Geburtstag. Ein Wochenende mit viel Sightseeing, gutem Eis, gutem Essen, bissl viel Aperol. Klassisch halt. Und die Nunu bildet sich ein: Ich bin in Rom. Ich brauch Schuhe (völlig egal, dass die inzwischen eh fast alle in China gemacht werden – oder unbezahlbar sind). Ich hatte schon richtig schlechte Laune, bis ich – zwei Stunden, bevor wir uns in Richtung Flughafen aufmachen mussten – ums Eck vom Hotel diese türkis(!)-farbenen Traumsandalen fand.

Und es gab sie nur noch in 37. Ich habe 41.

Aber in Rot gab es sie in 41.

Und sie passten! Dass mir Sandalen passen, ist nicht selbstverständlich, ich habe einen hohen Rist plus die schlechten Venen von Mama, ergo: Im Sommer eine Schuhgröße mehr.

Aber sie passten!

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