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Wien kriegt einen Leihladen!

Nicht wundern, dass ich doch so viel blogge, nach Wanderungen in der Hitze tagsüber bin ich am Abend gerade mal zu ein bissl surfen fähig, während der Liebste bereits den morgigen Tag plant.

Und: Es gibt Neuigkeiten. Ich bin wahrscheinlich nicht die Erste, die das gelesen hat, aber:

Super!

Super!!

SUPER!!

 

Ich freu mich, Wien kriegt einen Leihladen. Alles Gute dir, lieber Simon, und deinen KollegInnen! Hach, schön, wenn Leute wirklich initiativ was anpacken und machen. Supersupersuper. Freu mich bereits auf meinen ersten Besuch, und eines der mindestens 100 geplanten Vereinsmitglieder werd ich definitiv!

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Buffalo Exchange – ein Thrift-Lichtblick in Las Vegas

Wie versprochen der Lichtblick aus Las Vegas: Buffalo Exchange. Meine Leserin Michaela hat mich drauf aufmerksam gemacht, als ich über den Thrift Store in Los Angeles geschrieben hatte. Musste ich natürlich gleich testen, in Las Vegas gibts eine Filiale. Ein Thrift Store der besonderen Art, hieß es. Und ja, das ist er wirklich. Buffalo Exchange ist eine Kette mit Filialen in den ganzen USA. Das Prinzip: Man kann seine eigene Altkleidung dort hinbringen und zu ein bisschen Geld machen, und Buffalo Exchange verkauft sie weiter, etwas teurer als im Ankauf, um das Filialnetz zu finanzieren. Zusätzlich ist Buffalo Exchange eine „Green Company“ ohne Plastiksackerl und sonstigen Schmafu. Was mir besonders gefällt: Es gibt eine gewisse Vorauswahl, angekauft wird nur, was als wiederverkaufbar erscheint. Find ich als Konzept völlig ok, denn das Ergebnis: Dort hängen fast durch die Bank stylishe Sachen, überraschend viele mit Original-Hangtag. Und: Es riecht nicht nach Second Hand. Die Ware ist ordentlich gewaschen und mieft nicht. Für mich ein ganz ganz ganz großes Plus in Second Hand Läden. Buffalo Exchange unterscheidet sich sehr stark von bisher gesehenen Thrift Stores.

Kurz erinnerte ich ich an meine Kindheit, da gabs in der Sechsschimmelgasse, fast schon oben beim Gürtel, ein solches Geschäft. Meine Mama brachte nicht mehr Getragenes hin und  bekam einen Einsatzschein, wenns verkauft wurde, bekam sie einen Teil des Ertrags. Oder die Besitzerin, ich hab leider ihren Namen vergessen, war sich so sicher, dass sie die Sachen loskriegen würde, dass sie es Mama gleich abkaufte. Ah, Frau Friedrich hieß sie, glaub ich, ich kann mich aber auch irren. In ihrem Laden wurde ich in meiner Kindheit quasi eingekleidet. Das verhasste Blumenkleid war von dort, aber auch eine recht nette Winterjacke, wenn ich mich richtig erinnere.

Wieso gibt es solche Läden eigentlich nicht mehr bei uns? Ist doch ein super System! Schon klar, tauschen und geldfrei und so ist moralisch gscheiter, aber sorry, wer wenig Kohle hat, ist froh, aus nichtgetragener Kleidung doch noch was rausholen zu können (a la Kleiderkreisel, nur halt …achtung, Modeabkürzung… IRL. In real life.), und diese Mode dann weiterverkaufen, daran find ich nix verwerfliches, solang man das ganze Konzept ordentlich aufbaut. Mode wird nämlich nach dem Erstbesitzer oder der Erstbesitzerin nicht wertlos. Und wenn man durch den Gewinn ein solches Verkaufskonzept weiter ausbauen kann, ist das ja nur gut, denn dann heißt das, dass immer mehr Leute Second Hand kaufen.

Kurz: Toller Laden. Ich wurde fündig in Form einer schwarzen Blusenjacke, cooler Schnitt, 6 Dollar, super mit meinen Kleidern zuhause kombinierbar, und einem grauen XL-Pulli (7 Dollar), unendlich weich und kuschelig, und in Anbetracht meines vergessenen Schlafgewands in Kombination mit am zweiten Tag hier ruinierten, weil durchlöcherten Leggings (nicht auf rauhen Gartenbänken sitzen in der Früh!) fast schon in die Kategorie „brauchich“ einzusortieren, und der Liebste fand sogar auch was, ein sehr cooles schwarzes Jeanshemd, zehn Dollar.

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Mich lässt seit Tagen der Gedanke nicht los: Ich will sowas in Wien haben. Genau sowas. Sauber, stylish, modern, Second Hand. Ohne viel Chichi drumherum, ohne komplette Vereinnahmung durch irgendwelche Hipsters, die glauben, das ist Vintage und daher sooo in, sondern stinknormal, aber modisch. Für all die Fehlkäufe in unseren Kästen, die wir nie anhatten, aber auch nicht wegwerfen wollen. Ich stell mir das grad super vor, auch gleich als sozialen Treffpunkt aller möglichen Leute. Wichtig wäre halt die Auswahl, es sollt halt wirklich tragbare Mode sein. Leute, in mir brodelts. Mich juckts in den Fingern. Liebe Leute im Raum Wien: Wer mag mitmachen?

Ach ja, und sonst so: Los Angeles ist künstlich, der Weg nach L.A. ist erst künstlich, dann wüstig, und dann mitten in der Wüste Las Vegas, künstlicher gehts gar nimmer. Hier alles Plastik und billig und trashig und uff, wir knotzen schon den ganzen Tag im Hotelzimmer herum, das ist nämlich megagemütlich, und so ein Tag Pause ist auch mal nett. Freu mich schon sehr auf morgen, da gehts dann Richtung Nationalparks – wo es hoffentlich signifikant weniger Shoppingcenter und Konsumwahnsinn gibt 🙂 Dafür geb ich mir in zwei Wochen dann die Dröhnung, ich werde eine der größten Fashion-Malls der Welt besuchen, und dann berichten. Wobei, schlimmer als Las Vegas kann das auch nicht sein. 🙂

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Second Hand um Neupreis?

Ich bin heute Nachmittag aus Hirnauslüftungsgründen eine Runde spazieren gegangen. Bei mir im Hieb. Es war mal wieder eine Wundertüte an Sozialvoyeurismus. Als erstes Mal die gelangweilte Mutter in der Straßenbahn, die mit dem Handy spielte, und auf die Aussage ihres etwa 6-7-jährigen Kindes „Mama, ich kann nicht so gut zählen, wie gehts weiter nach zehn?“ mit den Schultern zuckte und nichts sagte. Dann die unglaubliche Menge an Würschtlständen, die mir so nie aufgefallen ist – auf der Hütteldorfer gibts ja echt an jeder Kreuzung einen! Und dann eine erschreckende Beobachtung vor der Humana-Auslage.

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25 Euro für ein kurzes Kleid von La Redoute

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Und hier nochmal – ein Pulloverkleid, abgewetzt an Ärmeln und Achseln, um 25 Euro

Ich weiß, das widerspricht jetzt meiner üblichen Leier von „Kleidung ist unterbezahlt wie nix anderes“, aber ganz abgesehen von der Tatsache, dass Humana sowieso einen üblen Beigeschmack hat, bekommt man doch solche Teile um diesen Preis in neu. Nochmal: Das heißt nicht, dass ich das gut finde, aber ich glaube nicht, dass die KonsumentInnen bei diesen Preisen zu Second-Hand greifen, wenn sie um den gleichen Preis neue Produkte ebenfalls erwerben können. Leider.

Mich ärgerts auch. Meine absoluten Lieblingsbloggerinnen sind jene, die aus Second-Hand-Ware neue, tragbare Stücke nähen. Ob Refashionista, New Dress A Day oder auch Charity Shop Chic – selten kosten dort die Teile mehr als fünf Dollar oder Pfund. Wobei: Ich glaube, ich fang jetzt an, mich auf Tauschparties auszurüsten mit Umnähbaren, meine Nähmaschine will mal wieder benutzt werden, die schaut schon ganz traurig immer in der Ecke…

Aber apropos Sozialvoyeurismus: Zwei ältere Damen werden sich wohl ziemlich gewundert haben. Sie gingen hinter mir, und eine sagte zur anderen, dass es „echt nur noch alles verpackt ist, und die Leute machen nix mehr selbst, es gibt kein Handwerk mehr!“. Worauf ich mich umdrehte und sie ziemlich anstrahlte… ich glaub, ich war ihnen dann etwas unheimlich. 🙂

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Kostüm(h)aus

Bitte heut früh hab ich eine Stunde FH gestangelt. Warum? Weil ich die Ulla besuchen war, die nicht nur diesen tollen Vintageshop hat, sondern auch im Kostümhaus arbeitet. Und das Kostümhaus, das macht zu. Was unglaublich traurig ist, finde ich. Die Film- und Theaterszene Österreichs wird darunter leiden (wobei, die leiden jetzt auch schon, ausgehungert, wie die werden).

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Nachdem es ab Montag die untenstehende Aktion geben wird und mich dieser Massenkaufrausch nicht so wirklich interessiert, sind wir eben heute noch schnell hin. Lauter Second-Hand-Ware, gute Qualität, günstig. Und ich? Weiterlesen

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Es Flohmarktet…

Herrlich, Sommer, Sonne, Sonnenschein, Gräserallergie! Das Leben ist grad richtig gut! Wenn jetzt nur noch das Shirt auch wieder auftauchen würde – noch immer Fehlanzeige, dabei würde es soooo gut zu meiner grauen Hose passen!

Aber eigentlich mag ich über was ganz anderes schreiben: Am Freitag und Samstag ist mal wieder Neubaugassenflohmarkt. Und wenn Maronski schreibt:

Aufgepasst!
Der Neubaugassen-Flohmarkt mit Schnäppchen aller Art kündigt sich pünktlich zum heiß ersehnten Jahreszeitenwechsel an!
Auch wir sind selbstverständlich dabei und bieten T-shirts, Kleider, Hosen und vieles mehr aus vergangenen Kollektionen zu Tiefpreisen an. Teilweise sind natürlich lediglich noch Einzelstücke vorhanden, deshalb: stürmt Euch bald ins Getümmel! Denn wie sagt man so schön? Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Freitag, 03.Mai und Samstag, 04. Mai von 9-19h

Einen schönen Feiertag Euch allen.

Dann bin ich schon sehr in Verführung, da mal zu schauen, was es so gibt. Vielleicht ein weites, ockerfarbenes Shirt?

In meine früheren Stammgeschäfte vom Textilschweden bis zum bunten Spanier hab ich auch bald eineinhalb Jahre nach Beginn meiner Auszeit keinen Fuß mehr gesetzt – aber Flohmärkte, uiuiui. Ich liebe sie, bereits anerzogen von meiner Frau Mama, die sich unseren halben Hausrat dort ertandelt hat (lustigerweise die wertvolle Hälfte). Welch Treppenwitz es eigentlich ist, dass der Liebste FLO heißt, haben mir bereits einige Freunde vorgehalten. Jaja, haha, hab ich den vom Flohmarkt? Hamma glacht… Trotzdem, hach, Leute, Neubaugassenflohmarkt! It doesn´t get better than that! See u!

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Ein guter Tag

Was ist ein guter Tag? Wenn es endlich wieder warm genug ist, um am Fahrrad unterwegs zu sein, und man dann noch in der Früh draufkommt, dass man sich (wohl unterbewusst vor lauter Vorfreude) exakt zum Fahrrad passend angezogen hat. Noch dazu in alte Lieblingssachen oder neue Tausch/Flohmarktsachen (sieht man am Foto nicht, aber die Jacke vom Bloggerinnenflohmarkt von Swarina ist erstens auch grau und zweitens sehr super!). Es reicht nämlich – seit Wochen bin ich halb bis total krank, und ich hab einfach gar keine Kondition mehr, sogar eine Stunde Heimweg zu Fuß lässt mich schwitzen, fürchterlich!!

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Und auf meinem Drahtesel bin ich heute nicht nur ins Büro geritten, sondern ich werde am Nachmittag auch noch hier einreiten (alle meine liebsten fairen DesignerInnen aus Wien auf einem Haufen, das MUSS ja ein Lieblingsplatz werden!) und dann, am Abend: Ab zum Strickfilm!!! Grenzenlose Vorfreude!!)

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Get ReDressed

Die Elisabeth hat mir letztens von einem sehr lässigen Projekt erzählt: Eine Frau, die ein Jahr lang nur Second-Hand-Kleidung trägt, Kleidung, die ansonsten weggeworfen würde, Kleidung, die andere nicht mehr wollen. Das Ding nennt sich „redress“ – und die Dame arbeitet mit Friends of the Earth zusammen. Also irgendwie quasi fast eine Kollegin – weil wir sind die österreichischen FOE.

Die Dame wird jedes Monat von anderen Topstylisten unterstützt – und sie zeigt damit 365 Möglichkeiten, top stylish nicht zwangsweise neue Dinge zu kaufen. Außerdem promotet sie recht fein das Tauschkonzept, beispielsweise der schwarze Rüschenrock ist getauscht. Ich finde, das ist so ziemlich das beste Projekt, das man machen kann, um Second Hand, Tauschen und Kleidungslager a la Caritas oder heilsarmee wieder cool machen kann. Und zwar so richtig. Ich bin ab-sol-lut begeistert!

Et Voila, alle Bilder sind Screenshots  von http://redress.com.hk/projects/clothing-drives/the-365-challenge/, Copyright liegt bei redress:

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Abwrackprämie für BHs und Slips

Lustig, seit ich wieder shoppen darf, interessieren mich – wahrscheinlich aus Selbstschutz – die „guten“ Alternativen weniger. Ich bin nicht mehr auf der Suche nach neuen Labels, zumindest jetzt grad nicht. Was mich sehr wohl interessiert – wahrscheinlich weil ich da noch auf der sicheren Seite bin, Shopping bei den Läden kommt für mich derzeit noch nicht in Frage – ist das Nachhaltigkeitsstreben konventioneller Hersteller. Heute am Heimweg an Intimissimi vorbeimarschiert – und über riesige Recyclingzeichen in der Auslage gestolpert. Zuhause mal genauer nachgeschaut: Intimissimi vergütet alte, zurückgebrachte BHs und Slips. Abwrackprämie für Unterwäsche.

Auch  hier wieder: „Kleidung jeglicher Marke“. Rückvergütung: Ein Gutschein – bei dem es sich empfiehlt, das Kleingedruckte zu lesen. Die Altkleidung übernimmt dann eine Schweizer Firma namens I:CO. Das kommt einem doch bekannt vor, oder?

Inzwischen hat die Firma I:CO jedoch eine eigene Homepage, die ich vor wenigen Wochen noch nicht im Netz fand.

Dort stehen andere Infos als die, die ich bisher hatte. Vor wenigen Wochen hieß es: I:CO verkauft die gebrauchte Kleidung wieder. Und ich war sauer, das roch nach Greenwashing und auf Profit auf Kosten anderer Hersteller. Auf der Page präsentieren sie sich gleich ganz anders.

Die I:CO-Formel: Rewear und Upcycling
Um diesen geschlossenen Produktkreislauf realisieren zu können,  heißt die Lösung für uns  REWEAR & UPCYCLING. REWEAR bedeutet, dass Tragbares zunächst weitergetragen wird. Dies garantiert, dass die Energie, die einmal in ein Produkt geflossen ist, respektiert und optimal genutzt wird. Ein Auto wird schließlich auch nicht entsorgt, nur weil uns die Farbe nicht mehr gefällt. UPCYCLING bedeutet, dass aus der ausgetragenen Textilie oder dem ausgedienten Schuh ein neues Produkt in gleicher oder sogar besserer Qualität entsteht.  Nicht mehr Tragbares wird in einen UPCYCLING- Prozess geführt und somit in einem Kreislauf gehalten. Damit aus einer Jeans in Zukunft auch wieder eine Jeans entstehen kann. (von: http://www.ico-spirit.com/de/ico-story/)

Gut, Information macht schlau – das System find ich letztendlich doch gut. Und ich finde gut, dass sie mit konventionellen Anbieten kooperieren. Und vor allem finde ich gut, dass das System endlich transparent ist. Aber: Wer verdient am Wiederverkauf? Das frage ich mich immer noch – die Auftraggeber, also der Textilschwede und Intimissimi, oder I:CO selbst?

Warum ich oben „noch nicht“ geschrieben habe: Lovely Yesmin, Gewerkschaftspräsidentin einer Näherinnengewerkschaft in Bangladesch, hat wiederholt die Aussage getätigt, dass ein Boykott der Fast-Fashion-Produkte der falsche Weg ist. Mehr dazu ein anderes Mal, dieser Gedankengang rumort seit Monaten in mir. Als Ausrede, dass ich doch wieder dort shoppen gehe, will ich das Argument aber nicht gelten lassen.

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Im ethischen Dilemma

Es ist so weit, ich muss dringend nochmal ausmisten. Nicht nur, dass ich immer noch Sachen herumliegen hab, die ich einfach NICHT anziehe, und deren Chance, von mir mal umgenäht zu werden, innerhalb des kommenden halben Jahres leider aus Zeitgründen leider gegen null tendiert.

Uuuuund: Ich hab ein neues Kleid, einen neuen Pulli und ein neues Shirt neben ein paar anderen Sachen von der Tauschparty. Und ich hab die neuen Schuhe. Vielvielviel. und ich habs auch noch getoppt – am Flohmarkt nämlich.

Jetzt wird sich sicher jede denken: Die kippt ja doch wieder rein. Das kann ich nur mit Jein beantworten. Tauschen, SecondHand und Benötigtes (zB Strumpfhosen vorm Termin): Ja, da könnte ich grad so eine Art Freude am Konsum entwickeln, zugegeben. In Konventionelle Läden gehen, online die Kreditkarte glühen lassen: Nein. Das geht einfach nicht.

Ich war am Modebloggerinnenflohmarkt. Und habe dort von einer Frau, die ich einmal zwischen den Zeilen gleichzeitig kritisiert und ihren Blog doch bewundert habe, eine Lederjacke gekauft. Eine graue Lederjacke. Zweimal im vergangenen Jahr war da der Wunsch nach einer solchen Jacke da – am Anfang und gegen Ende. Impulskauf. Den ich in einem Geschäft nie getätigt hätte. Am Flohmarkt jedoch …Außerdem habe ich den Markt dazu genutzt, mich bei Swarina zu entschuldigen – es war nicht meine Intention, sie persönlich so zu schockieren, ich wollte meine Bauchweh dem klassischen Modebloggen gegenüber zum Ausdruck bringen.

Mein Bekanntenkreis umfasst einige vegane Menschen, Tierschützerinnen. Und der Gedanke an ihre Argumente hat mich stark zögern lassen, die Jacke zu kaufen – bis ich festgestellt habe, dass ich mir diesbezüglich doch nur selbst etwas vorlüge. Über meine neuen Stiefel freu ich mir ja auch einen Haxen aus.

Ich habe gerade drei sehr apologetische Absätze mit all den klassischen Argumenten, die Veganern wohl schon zum Hals heraushängen, wieder gelöscht. Ich trage Leder. Ich weiß, dass das einem Teil meines Weltbildes ziemlich krass widerspricht. Und was noch schräger ist, ist, dass die Entscheidung gegen ein anderes tierisches Produkt so wahnsinnig einfach ist: Vor dem Markt sah ich ein Mädchen in einer Jacke, deren Kragen mir gar nicht gefiel, die Zipps dafür umso mehr. Auf den ersten Blick hielt ich den Kragen auch für fake fur. Weit gefehlt. Waschbär. Sowas ist einfach No-Go, so cool die Zipps auch sind und zu meinen Lieblingsstiefeln passen würden – die wiederum aus Leder sind. Aaaah!

 

Im ethischen Dilemma….

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Die rosenrothe Ulla im Kurier

Schööön, meine liebe Ulla wurde vom Kurier interviewt – Vintage wird immer moderner (hübscher Widerspruch, oder?) und Ulla macht sich in der Wiener Szene grad so richtig einen Namen. Yey! Freu mich für sie! Mir hat sie übrigens auch schon ein Interview gegeben, hier nachzulesen!

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