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14 Tipps für die Revolution im Kleiderschrank

Heute schreib ich mal schamlos von Greenpeace.de ab und liefer euch mal eine Auflistung, die quasi eine Zusammenfassung dessen ist, was ich hier am Blog täglich so von mir gebe. Was ich ja super finde: Greenpeace arbeitet intensiv daran, weitere Unternehmen zum Umdenken und Entgiften ihrer Lieferkette zu bewegen. Aber gleichzeitig: Hey, alleine schaffen die das nicht, da ist auch Reaktion und Feedback der KonsumentInnen gefragt. Und die Tipps, die sie geben, sind auch die, die ich selbst gebe (und befolge). Textlich danke ich meinen deutschen KollegInnen von Greenpeace, ich habs an der einen oder anderen Stelle aber noch verösterreichischt.

1. Kaufen Sie Secondhand
Warum immer neu kaufen? Auf Flohmärkten, in Second-Läden, auf Onlineplattformen wie Kleiderkreisel oder bei Freunden bekommen Sie einzigartige Mode – häufig viel günstiger oder umsonst. Gehen Sie kreativ mit Ihrem Wunsch nach Veränderung um und kombinieren Sie neue mit alten Teilen.

2. Werden Sie Modeschöpfer/in
Was beeindruckt mehr als Selbstgemachtes? Lernen Sie häkeln, stricken, nähen oder siebdrucken! In vielen Städten bieten Modeläden, Volkshochschulen oder sogar Designer Workshops an. Do-It-Yourself-Anleitungen (DIY) finden Sie online, etwa bei YouTube. Ökofaire Stoffe oder Garne finden Sie auf einer der grünen Listen vom Grüne-Mode-Blog sowie hier.

3. Kaufen Sie grüne Mode
In Deutschland (Anm. und Österreich) sind in den letzten Jahren viele Eco Fashion Stores aus dem Boden geschossen, die sich gänzlich der grünen Philosophie verschrieben haben. Viele Designer und Modelabel arbeiten daran, Mode grüner zu machen und erzeugen so Druck auf globale Produktionsbedingungen. Häufig wird die Mode unter deutlich besseren Sozialstandards produziert, nicht selten zu vergleichbaren Preisen wie Markenkleidung. Gerade die kleinen Label sind oft doppelt gut und bieten Bio&Fair, Ökologie und Ethik im Doppelpack. (…)

4. Organisieren Sie eine Kleidertauschparty
Eine Kleidertauschparty macht großen Spaß und ist der kreativste und umweltfreundlichste Weg, Ihrem Kleiderschrank einen Frischekick zu verpassen, ohne einen Euro auszugeben! Eine Kleidertauschparty zu organisieren, ist ganz einfach. (…) Anm: Anleitungen für Tauschparties gibts hier (privat) und hier (öffentlich).

5. Kaufen Sie Klassiker und achten Sie auf Qualität
Investieren Sie in gute Qualität und Stücke, die Sie lieben. Manchmal hilft auch einmotten und abwarten. Bis jetzt ist noch jeder Trend wieder gekommen.
Drehen Sie die Kleidung von innen nach außen – sehen und fühlen Sie den Unterschied zwischen guter und schlechter Qualität. Hier darf man mal echt „materialistisch“ sein. Lieber liegen lassen, was so aussieht, als sei es mit der heißen Nadel genäht.

6. Reparieren
Wenn Sie Kleidungsstücke besitzen, die Sie nicht mehr tragen, weil sie einen neuen Reißverschluss brauchen oder der Hosenboden geflickt werden muss, versuchen Sie sie selbst zu reparieren. Wenn’s nicht klappt, können Sie sie immer noch zu einer Schneiderei um die Ecke bringen. Sie werden überrascht sein, wie viele es gibt und wie günstig die Reparatur häufig ist. Und wenn Sie schon dabei sind, können Sie die Kleidung auch gleich nach Ihrem Ideal umgestalten: neue Knöpfe, machen Sie aus einem Dress einen Rock, aus einer Jeans eine Shorts, usw. (…)

7. Misten Sie den Kleiderschrank aus
Misten Sie Ihren Kleiderschrank einmal gründlich aus. Was Sie nicht mehr tragen wollen, geben Sie einfach weiter. Dass die aussortierten Teile in die richtigen Hände geraten, garantiert das Zeichen von FairWertung. Eine gute Idee sind auch die Shops der Entwicklungsorganisation Oxfam (in Deutschland, in Österreich würde ich am ehesten die Caritas empfehlen), die alte Kleidung annehmen. Natürlich können Sie Ihre Sachen auch bei Ebay oder über den Kleiderkreisel verkaufen.

8. Waschen Sie umweltfreundlich
Eine große Auswirkung auf die Umwelt hat das Waschen von Kleidungsstücken. Darum sollte die Maschine ganz voll sein, wenn Sie sie anstellen. Nutzen Sie zudem die Sparfunktionen, hängen Ihre Wäsche auf statt einen Trockner zu verwenden. Bei den meisten Kleidungsstücken reicht die 30-Grad-Einstellung zur Reinigung.

9. Sagen Sie ja zu fairer Bezahlung
Greenpeace ist kein Spezialist für Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, sondern für die Umweltschutz-Anstrengungen der Branche. Die „Kampagne für saubere Kleidung“ – Experten für solche ethischen Fragen – hat jüngst ein Firmenranking veröffentlicht, in dem sie die Firmen in puncto Zahlung existenzsichernder Löhne bewerten. Interessierte können sich dort ein Bild machen, wie 50 große Firmen im Vergleich abschneiden.

Greenpeace fordert, dass auch die sozialen Bedingungen der Textilarbeiter verbessert werden müssen. Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen müssen Hand in Hand gehen. Die Textilfirmen sind dafür verantwortlich, beides zu garantieren.

10. Entscheiden Sie sich für Biobaumwolle
Baumwolle ist eine empfindliche Pflanze, für deren Anbau viel Dünger und Pestizide verwendet werden. Oft kommt sie als gentechnisch veränderte Sorte auf den Acker. Bio-Baumwolle ist eine gute Alternative. Wenn „Organic Cotton“ oder „Bio Cotton“ auf dem Etikett steht, sollte dort auch die Angabe 100 Prozent stehen.

11. Sprechen Sie Ihre Lieblingsmarke an
Sie haben eine Lieblingsmarke? Informieren Sie sich auf deren Webseite über ihre Umweltpolitik, insbesondere ihr Chemikalienmanagement. Sagen sie ihnen, dass Sie ihre Kleidung mögen, aber wünschen, dass sie mehr tun. Eines haben wir aus der Detox-Kampagne gelernt: Marken hören auf ihre Kunden!

12. Achten Sie auf Gütesiegel
Es ist nicht leicht, sich in dem Dschungel der Standards zu orientieren. Der Fashion Guide schafft Abhilfe.

13. Machen Sie bei Kampagnen mit
Reden Sie mit Ihren Freunden über die dunkle Wahrheit hinter dem schönen Fummel. Begeistern Sie sie für Kleidertausch, peppen Sie Ihre Kleidung auf oder gehen Sie zusammen in Second Hand-Läden. Gemeinsam macht alles mehr Spaß! Damit helfen Sie Greenpeace, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Teilen Sie diesen Text auf Facebook und Twitter. Alles weitere zur Detox-Kampagne finden Sie hier

14. Kaufen Sie weniger, aber bewusster
Es geht nicht nur darum, was wir kaufen, sondern auch wie viel. Der Überdruss am Überfluss hat inzwischen auch das Thema Mode erreicht, obwohl hier das Lebensgefühl des schnellen Wandels verkauft wird. Bis zu 40 Prozent dessen, was im Schrank hängt, tragen wir selten oder nie. Konsumieren wir weiter in diesem Tempo, wird es schwer, den Planeten zu entlasten.

 

 

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Dumpster Divas?

Ok, ich bin grad ungeduldig und brauch euch. In Sarah Schills Buch, das ich heut vormittag fertiggelesen hab, bin ich über den Ausdruck „Dumpster Divas“ gestolpert. Dumpstern ist euch ein Begriff? Dumpster sind jene, die in den Mülltonnen von Supermärkten nach noch Essbarem suchen – und das ist ziemlich viel. Es gibt sogar eine ganze Koch-Community, die sich dem Verarbeiten von Lebensmitteln, die aus dem Müll stammen, verschrieben, haben: Die Wastecooker. Ich durfte die mal auf der WearFair bewundern (und kosten) und bin echt begeistert – ich finds ja grundsätzlich echt saublöd, dass erstens anscheinend nur noch Obst und Gemüse gekauft wird, das flecken-, beulen- und sonstigemerkmalsfrei ist, die nicht dem Standard entsprechen, und zweitens man am Samstagnachmittag in den Supermärkten meistens noch volle Obst- und Gemüseregale findet. Das ist doch absurd, oder? Beim Brot denk ich mir das auch oft. Irgendwo hab ich mal gehört, dass man mit der Menge an Brot, die in Wien täglich (!) weggeschmissen wird, weil der Anspruch besteht, um fünf vor Ladenschluss noch das volle Sortiment vorzufinden, der Menge an Brot entspricht, mit der man Graz täglich vollversorgen könnte. Pervers!!

(c) steffen thomä - License: Public Domain Dedication (You can copy, modify, distribute and perform the work, even for commercial purposes, all without asking permission.)

(c) steffen thomä – License: Public Domain Dedication (You can copy, modify, distribute and perform the work, even for commercial purposes, all without asking permission.)

Aber zurück zur Mode – Schill schreibt in einem kurzen Nebensatz von den Dumpster Divas, die ihre Kleidung aus dem Müll beziehen. Das finde ich schon wirklich sehr spannend – und schwierig umsetzbar in unseren Breitengraden. Oder bin ich da gerade zu naiv? Ich denke und hoffe, dass noch brauchbare Kleidung zumindest in die bekannten Tonnen, sei es Humana (von denen ich wenig halte) oder die Caritas (von der ich etwas mehr halte), geworfen wird und nur wirklich Hiniges im Müll landet. Für die USA mit diesem Wahnsinnsturbokapitalismus kann ichs mir jedoch schon vorstellen. Aber hier? Glaubt ihr, dass das machbar ist?

Ich habe auch im Netz recherchiert, bin aber nicht wirklich fündig geworden. Gefunden habe ich das Dumpster Diva Collective, denen es aber anscheinend auch oder mehr um Vintage und Second Hand geht. Ansonsten hat alles, was mit Dumpster Diva zu tun hat, mehr mit aufgemotzten Möbeln zu tun. Ich geb aber auch zu: Ich hab heut nicht den Nerv, mich lang in was reinzurecherchieren. Nach diesem Blogbeitrag ist heute computerfrei. Sachdienliche Hinweise sind willkommen! Und falls wer Erfahrung mit Lebensmitteldumpstern hat: Sind euch auch schon mal Kleiderdumpster untergekommen? Sie wären mir interviewtechnisch herzlichst willkommen!

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Kleiderei statt Bücherei

Juhuu, ich hab mal was nuuur für meine deutschen LeserInnen!

Wahnsinn, es gibt inzwischen schon sooooo viele tolle Alternativ-Ideen zum Kleidungsneukauf. Gut, Kleidungsneukauf in Bio und Fair ist echt ok – aber wer „mehr“ will als hin und wieder ein neues Stück, sondern sein Fashionista-Dasein nicht so ganz ablegen kann, uuuund….wer in Hamburg wohnt, dem sei die Kleiderei empfohlen.

Man kann sich das wie eine Bücherei vorstellen, nur mit Kleidern. Und die Kleiderei, die will jetzt online gehen. Damit man sich in ganz Deutschland Kleider ausborgen kann, nicht nur in Hamburg. Und ihr könnt helfen, per Crowdfunding!

PS: Das ist übrigens ein Blogbeitrag auf Zuruf. Danke für den Hinweis, liebe Katharina!

PS2: Und jetzt, liebe Deutsche, viel Spaß beim Spiel!

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Wenns nicht mehr Primark sein soll

Mal weg von Primark und Co.: Es ist echt unglaublich, wieviele Alternativen es inzwischen gibt. Wie unglaublich viele ProduzentInnen und DesignerInnen auf ökologische und/oder faire Produktion umsteigen. Kürzlich bin ich über eine weitere Seite gestolpert und sich dem Thema der fairen Mode widmet.

Auf Gutscheinpony (wasndasfüreinNamebitte?) gibts erstens einen Ratgeber und zweitens eine Liste an ökofairen Läden. Sind ein paar dabei, die ich noch nicht kannte, aber ich hab auch den Überblick für Deutschland sowas von nicht.

Die ÖsterreicherInnen unter euch darf ich nochmal auf meinen letzten Wurf hinweisen: Der Greenpeace Fashion Guide. Über 400 Einkaufsmöglichkeiten in ganz Österreich, von öko und fair über Second Hand bis hin zu Tauschbörsen.

shoppingguide (2)

Ps: Ja, ich weiß, das war schon mal, das ist nix Neues, was ich da heut schreib, aber ab einem gewissen Alter zieht Geburtstagfeiern relativ lange Regenerationszeiten nach sich. Ich bin da grad mittendrin. Ächz. 🙂

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Auch Flohmärkte kann man schlecht organisieren. Leider.

Na gut, das war wohl nix. Abzüglich der (glücklicherweise vergünstigten) Standmiete und einem eigenen Drei-Euro-Kauf (es war eine kleine Geldbörse. Und sie war türkis. Noch Fragen?) habe ich gestern genau 33 Euro eingenommen, sieben Stück verkauft. Um das Geld wird der Liebste zum Essen eingeladen, der stand am Samstag nämlich brav um acht mit mir auf und führte mich mit meinen vier blauen Ikeasäcken in die Kettenbrückengasse.

Natürlich kann es sein, dass meine Sachen jetzt unverkaufbar hässlich waren, aber es kamen noch ein paar andere Dinge hinzu, die mich etwas traurig machen. Und leider muss ich das jetzt aufschreiben, vielleicht, um konstruktive Anstöße zu geben.

Der letzte Flohmarkt war einfach fantastisch, es war irre viel los, ein einziges Gedränge, gute Musik, lustige Stimmung, alles. Überall standen mobile Kleiderständer, Kisten oder Sessel herum, es fühlte sich ein bissl wie eine Tauschparty unter Freundinnen an, obwohl man sich nicht kannte.

Diesmal war alles anders. Vorgefertigte Gestelle, die Platz für nur wenige Ausstellerinnen boten. Sie sahen zwar sehr stylish aus und wirkten im ersten Moment auch praktisch (bis mir das Gestell gegen Mittag einmal entgegen kam), aber der chaotische Charme war verloren.

flohmarkt

Eine Gastgeberin (nicht Jasmine) war hantig bis dorthinaus, schimpfte herum und spazierte grundsätzlich mit brennender Zigarette in den Nichtraucherbereich zwischen all die Kleidung, die Frauen gehörte, die sie nicht mal kannte. Das Chaos im Vorfeld, ob man am Vortag schon aufbauen durfte oder nicht, hatte so unter Jasmine laut anderen Verkäuferinnen bisher auch noch nicht stattgefunden.

Jasmine jedoch verteidigte uns und war wirklich nett, das Einzige, was mich etwas wunderte, war die Ankündigung eines zeitgleich auf der Kettenbrückengasse stattfindenden Straßenfests – von dem war nämlich weit und breit nix zu sehen. Vom Flohmarkt abgesehen von zwei mit Buntstiften handbemalten A4-Zetteln in den Auslagen des Lomo-Stores allerdings auch nicht (was ich schade find, man hätt ja nur den Flyer ausdrucken und aufhängen brauchen).

Aber am schlimmsten war die Musik. Es waren Trauerklänge, unbeschreiblich. Musik, bei der einem eher danach ist, sich lemminggleich von einer Klippe ins Meer zu stürzen, anstatt fröhlich zu shoppen. Selten wurde mir so sonnenklar wie gestern, was für einen unglaublichen Einfluss Musik auf unser Einkaufsverhalten hat (einige Fast Fashion Anbieter nutzen das ja für sich, allerdings auch nicht wirklich auf die richtige Weise, find ich).

De facto wäre es ein wunderbarer Flohmarkt gewesen, und wenn ich mal wieder genug Gewand zusammenhab, mach ich auch gern wieder mit. Allerdings nicht bei Trauermusik, Zigarettengeruch auf meiner Kleidung und so schlechter Ankündigung im Laden selbst. Jasmine nehm ich weiterhin in Schutz, die hat für Ankünder gesorgt, on- und offline.

Schon klar, es ist langes Wochenende und es war klar, dass nicht so viel los sein würde wie im März. Ich hab nicht damit gerechnet, mehr als 80 Euro zu bekommen für meine Sachen. Auch die Stimmung zwischen uns Mädels in dem großen Verkaufsraum war durchgehend gut. Von Beleidigtsein kann also keine Spur sein, ich möchte mit diesem Beitrag nur bewirken, dass die betreffenden Organisatorinnen beim nächsten Flohmarkt nicht die gleichen Fehler machen. Und potentiellen Verkäuferinnen lege ich den Fashionistas Best Flohmarkt trotzdem ans Herz, wenn die Randbedingungen wieder stimmen, ist es einer der besten und lustigsten Flohmärkte für Frauen in ganz Wien. Ich bin im Endeffekt auch gar nicht bös, dass ich wenig verkauft habe – ein großer Teil meiner Restware wird entweder an Purple Sheep oder die Caritas gehen.

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Ich will immer noch Zalandoblog werden. Und was zu verkaufen hab ich auch.

Heute mal ein Wiederholungspost:

1) Am Samstag ist in der Kettenbrückengasse Flomarkt! Ich bin schon fest am Waschen von meinen Sachen, die ich verkaufe (also hoffentlich). Von Sommer bis Winter, von 40-44, und einiges an Schuhen Größe 41 werd ich im Angebot haben.

fashionistas best

Und das Nette: An diesem Tag ist auf der Kettenbrückengasse Straßenfest. Ich hoffe also auf viele BesucherInnen, die einen Abstecher in den Lomo-Keller machen wollen!

2) Ja, es ist immer noch mein voller Ernst.

Zalando Fashion Blogger Awards 2014

Ich bewerbe mich bei Zalando als Fashionblog des Jahres. Schlicht und einfach, weil ich ein Zeichen setzen will an die Zalandos, dass eben nicht immer nur die „Schauwasichneuesgekaufthabund*kreisch*wiebilligeswar“-Mädels gewinnen. Genaueres hab ich hier schon geschrieben. Obwohl ich selbst nicht sehen kann, wie viele schon für mich abgestimmt haben (Zalando ist da etwas sehr intransparent, hach mei, dabei haben die doch eine CSR-Abteilung, die sollten das doch wissen, das mit der Transparenz und das mit der Authentizität in der Kommunikation), freue ich mich über jede Stimme. Denn irgendwer bei Zalando wird sich das schon anschauen und sich dann hoffentlich seinen Teil denken. Gewinnen jedoch fänd ich noch viel besser. Ob die dann wohl mit kooperieren wollen? 🙂  Am 22. Juni weiß ich hoffentlich mehr, denn da endet die Teilnahmefrist. Also bittebitte votet für mich, wenn ihr die Idee gut findet (müsst ihr nicht, nehm ich niemandem übel), und sagts auch anderen. Danke euch!

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Christina Dean, Heldin in Hochglanz

Ich finds ja immer wieder witzig, in klassischen Frauenmagazinen Artikel über nachhaltige Mode zu finden. Einerseits freu ich mir jedesmal einen Haxen aus, und denk mir: „JA! Genau DA gehört die Thematik hin! Alle modeinteressierten  Frauen sollten drüber lesen!“. Andererseits denk ich mir auch immer wieder: „Ach, wie glaubhaft. Zuerst faire Mode auf einer Seite in den Himmel loben und dann Fotostrecken und Artikel voll von konventioneller Mode auf 30 Seiten.“

So auch in der aktuellen Maxi, die ich in der Trafik heut früh durchblätterte. Da ist nämlich ein (immerhin dreiseitiger) Artikel über Christina Dean drinnen. Die war schon manchmal in Magazinen drinnen, meist hochglänzenden. Über die hab ich auch schon mal geschrieben, die macht nämlich was ganz tolles. Erstens ist sie die Gründerin von ReDress, einer Organisation für nachhaltige Kleidung im asiatischen Raum, und zweitens hatte sie 2013 ein sehr leiwandes Projekt: Sie zog nur Dinge an, die sie aus dem Müll aussortiert hatte. Und dabei so cool unterwegs war, dass ich auch nochmal über sie schreiben möchte.

In Hongkong, wo sie wohnt, landen nämlich fast 80.000 Tonnen Kleidung pro Jahr im Müll. Wiedermal so eine hübsch schockierende Zahl, oder? ACHTZIGTAUSEND. Und sooo groß ist Hongkong jetzt auch wieder nicht, es hat in etwa die Einwohnerzahl von Österreich, bissl weniger sogar.

Sie durfte in den Kleiderbergen in den Müllhalden Hongkongs stöbern, und fand dort – mich überraschts leider nicht mehr wirklich – Kleidung, die nie getragen wurde. Auf der sogar die Preiszettel noch dran hingen. Gut, Frau Dean ist eine Frau mit Aussehen, Figur und Ausstrahlung, an der wahrscheinlich auch ein Kartoffelsack elendsstylish aussehen würde. Dennoch, das Ergebnis spricht für sich, sie war 365 Tage im Jahr wahnsinnig fesch. Coole Sache, so ein Statement, oder? Ich finds super, weil sie damit nämlich nicht nur die Ökos dieser Welt anspricht, sondern definitiv auch die Fashionistas (was auch den diversen Filtern auf Instgram zuzuschreiben ist, aber hey, ich finds cool). Und die muss man ansprechen, damit sich in der Szene wirklich was bewegt. Also, zwei Daumen hoch, werte Frau Dean! Und: Heiliger Bimbam, vermiss ich grad die Thrift Stores in den USA. Wie genial die doch waren.

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Nunu goes Flohmarkt!

Apropos ausgemistete Schuhe: Einige davon werde ich – zusammen mit dem Inhalt der großen Säcke in meinem Wohnzimmer, in denen Kleidung liegt, die ich nicht mehr besitzen möchte, am 21. Juni im Keller vom ziemlich lässigen Lomo-Store in der Wiener Kettenbrückengasse (drei Minuten zu Fuß von der Ubahnstation, nehmts den „alten“ Ausgang, also in Fahrtrichtung Hütteldorf hinten) verkaufen.

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Dieser Flohmarkt ist sehr sehr sehr super und lässig. Lauter liebe Frauen, die ihre Schrankleichen loswerden wollen, das ganze überdacht (Keller! kühl!), untermalt mit feiner Musik und fürs leibliche Wohl inklusive Prosecco ist auch gesorgt! Ich war bisher einmal dort und restlos begeistert! Lieber Wiener LeserInnen: Ich würd mich sehr freuen, wenn ihr kommt, und außerdem noch mehr freuen, wenn ihr es ganz vielen Freundinnen erzählt, die dann auch kommen. Je mehr, desto lustiger. Ehrlich, fantastische Stimmung! Ich freu mich schon sehr drauf (weniger aufs Aufbauen, mehr aufs Quatschen beim Verkaufen!).

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Same Old

Spannende Beobachtung. Nach zwei Monaten habe ich endlich wieder die Möglichkeit, mich mit dem Inhalt meines Kleiderschranks auszutoben und anzuziehen, was ich will. Und was will ich anziehen? Das Zeug, in dem ich zwei Monate herum gelaufen bin. Und wieder der Beweis: man braucht so wenig!!

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Was Rana Plaza und Second Hand-Mode miteinander zu tun haben.

Meine liebe Hamburger Frau Gastgeberin Isabel Bogdan hat mich auf dieses Video hingewiesen. Anschauen, Gänsehaut haben, transparente Lieferketten fordern.

Die Opfer von Rana Plaza dürfen nie vergessen werden. So pathetisch dieser Satz klingt, er ist auch motivierend für mich. Wenn ich anfange, Schwächen zu zeigen (so wie kürzlich passiert), dann hilft mir der Gedanke an Rana Plaza ungemein. Nein, ich will das nicht mehr unterstützen. Nein, nein, nein.

Und Leeeute, es gibt sooooo viele tolle Alternativen! Es gibt faire Mode, inklusive transparenter Lieferkette und einem tollen Ausschnitt, es gibt – zumindest hier – so unfassbar viel Second Hand, von Top Design bis zur Salvation Army. Kein Wunder, die Amis sind uns mode- und shoppingtechnisch etwas voraus, ergo sind auch die Second Hand Läden viel besser gefüllt. Ich habe hier Second Hand Läden gesehen, aus denen man aber sowas von uptodate den aktuellen Massentrends entsprechend rausspazieren könnte …

Wenn ich eines in den letzten Wochen gelernt habe, dann, dass es einfach kein Argument gibt für den Neukauf von Fast Fashion. Einfach nur ein paar Wochen warten, dann landet das Zeug (hoffentlich) in Second Hand Läden (und hoffentlich nicht auf den diversen Müllbergen). Und dann musste auch die Näherin in Bangladesch nicht extra nochmal ans Werk. So schließt sich der Kreis. Stark vereinfacht.

Eigentlich wollt ich grad nur das Video posten, bin wohl etwas abgeschweift. Das ist echt grad so eine Sache. Urlaubsmodus: on. Konzentrationsfähigkeit: gering.  Fokus: null. Genuß: hoch. Tschulligung.

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