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Wiedereinstieg

Mein Körper ist ja nie so wirklich entscheidungsstark, wenns ums krankwerden geht.  Ich kränkle dann immer so drei, vier Tage halbert vor mich hin, bis ich entweder wieder fit bin oder die Verkühlung wirklich Vollgas ausbricht. Ich bin seit vorgestern in diesem blöden Zwischenstadium. Was hilft: Ab nachhause, direkt aufs Sofa, einkuscheln, kübelweise Tee und Metavirulent quasi intravenös. Und: Magazine. Zeitschriften. Bling. Ich brauchs einfach. Und man lernt dabei so viel! (Ok, der Satz funktioniert ohne meine Mimik schlecht, also: ich wedle mit der Ironiefahne…)

Wie bereits im Interview gesagt, fällt es mir im Herbst schwerer, nicht einzukaufen, als im Sommer. Den zweiten Teil der Erklärung, warum das so ist, haben sie aber rausgeschnitten. Es sind nicht nur die Herbstfarben, es ist dieses Neuanfangs-Gefühl, das ich seit Schulzeiten mitschleppe. Im Spätsommer und Frühherbst, da ging es immer um neue Buntstifte, neue, unbeschriebene, glatte Hefte, ev. eine neue Schultasche, neue Jeans und Pullis für die Schule usw.

In einem der Magazine hab ich jetzt gelernt: Weiterlesen

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Der geringelte Liebste

Der Liebste  ist zwar jetzt nicht unbedingt ein Modemuffel, aber einmal im Jahr einkaufen, neue Grundausstattung mit Jeans und T-Shirts bei Bedarf und feddisch – so läufts bei ihm. Noch trau ich mich nicht so wirklich, ihn einzukleiden. Erstens, weils mich einfach nix angeht, zweitens, weil er eh selbst zahlen müsst und daher ihm die Wahl doch wohl wirklich überlassen werden sollte….da kenn ich nix, da bin ich so richtig gönnerhaft 🙂 🙂  Im Großen und Ganzen mag ich seinen Stil ja auch (groooooooooooße Ausnahme: Diese fürchterliche graue, seltsam geschnittene Jeans. Aber ich bin chancenlos, er liebt sie – schon länger, als er mich liebt.  Sie hat also ältere Rechte.). Was er allerdings nicht so will, ich an Männern aber ganz toll finde, sind Streifenshirts.

Ob ich ihm dieses hier einreden kann? Ist aus GOTS-zertifizierter Baumwolle und überhaupt….gut. Bastle derzeit an einigen Sachen rund um die WearFair herum und bin über dieses Label gestolpert.

Ich wage zu befürchten: Nein. Ich lieb den Liebsten trotzdem. Wenns sein muss, auch mit grauer Jeans….

Na dann: Liebe Männer, tragt mehr Streifenshirts! Optimalerweise aus fairer Produktion….

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Reflecting Fashion

Habe mir gestern mit meiner Lieblings-Aniger die Ausstellung „Reflecting Fashion“ im mumok angeschaut. Ich halt mich ja so ganz grundsätzlich jetzt nicht unbedingt für latent blöd, aber ich muss zugeben: Das Konzept dieser Ausstellung hat sich mir erst im zweiten Stockwerk eröffnet. In der Theorie will man zeigen, wie sich Kunst und Mode gegenseitig beeinflussen. In der Realität ist die Ausstellung wirklich schlecht beschriftet, und ich mag Audioguides nicht. Ich will lesen, liebe Kuratoren. Schreibt mir hin, was ich da sehe.

Aber teilweise hab ich da echt coole Dinge gesehen, allen voran das Video von zwei älteren türkischen Frauen, eine progressiv – geschminkt, Dauerwelle, schwarze Hose, Rüschenweste in Rot -, die andere konservativ – schichtenweise Gewand, an oberster Front ein hochzugeknöpftes und wadenlanges Blumenkleid, eine altmodische Cardigan, Socken und Schlapfen, Kopftuch. Die beiden tauschen vor der Kamera, begleitet von einem Gekichere, das eher auf das gefühlte Alter 16 als das gesehene Alter 66 schließen lässt, ihre Kleidung. Wirklich berührend – und beeindruckend, wie Kleidung einen Menschen verändert.

Hier noch ein paar weitere Impressionen der Ausstellung: Weiterlesen

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Wetterwechsel

Herbst, wärmere Sachen. Meine Liste für „will ich mir nächstes Jahr zulegen“ wird doch länger. Ich bin einfach ein größerer Herbst-Kleidungsfan (gibts sowas?) Derzeit befinden sich graue Bikerbooks (Symbolfoto, ich hab nicht vor, dort je wieder was zu bestellen,), dieses Kleid, dieser Mantel, ein Einkauf bei Cora Kemperman und der perfekte Parka drauf. Abgesehen davon, dass diese Liste komplett mein Konto sprengen wird, sich sowieso noch verändern wird (Ich sehs schon kommen, Nunu im Jänner: „Welches Kleid war das nochmal? Ok, kann doch nicht so dringend gewesen sein.“)  und ich so nebenbei ein paar Basics erneuern werden muss, da das ganze Textilschwedenklumpert grad zusehends auseinanderfällt – ist es sowieso eine Illusion.

Vor allem der perfekte Parka. Er ist relativ lang, geht hinten fast bis in die Kniekehlen, ist hinten gebogen und nicht gerade abgeschlossen, hat eine Kapuze, ist schmal geschnitten, wirkt aber trotzdem locker, ist typisch parkagrün eben. Und passt mir wie angegossen, so nebenbei.

Drei grüne Oberbekleidungsstücke hab ich schon verbraucht. Einen Mantel, den ich irgendwo mal angebaut hab, eine dicke Jacke im Parkastil, aber zu kurz, und eine dünne Jacke, eigentlich cool mit großem Kragen und in dem richtigen Parkagrün, aber auch zu kurz. Hatte sie heute an und so wie jedes Mal fühlte ich mich unwohl.

Was ich aber ganz sicher aus diesem Jahr jetzt schon gelernt habe: Ich werde mir keine Kompromissparkas mehr kaufen. Sondern erst dann zuschlagen, wenn ich den. einen. richtigen. gefunden habe. Und wenns dann so weit ist, werde ich kein Geld mehr haben für ihn, weil ich mir graue Bikerboots, das Kleid und den Mantel und einen Shoppingtrip nach Amsterdam zu Cora gegönnt habe.

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Markendodel Nunu (13)

„Meine Güte, warst du ein Markendodel“, meinte der Liebste ganz entsetzt, als ich ihm die folgende Geschichte erzählte. Vorgeschichte: Damals, frischpubertierend, wollte ich unbedingt eine echte L. haben. Ich war eifersüchtig ohne Ende auf die Theresas, Lucies und Andreas in meiner Schule, die in den echten L. herumliefen.

Meine Mama, glücklicherweise seit jeher mit einer sehr sehr sehr großen Portion Hausverstand ausgestattet, fand folgenden Kompromiss: „Kind, eine L. ist absurd teuer. Aus der bist auch gleich wieder rausgewachsen. Aber du bekommst eine L. Irregular.“ Also trug ich die gleiche Marke, aber eben zweite Wahl. Um weniger als den halben Preis. Und der einzige Unterschied: Ein winziges Fähnchen an der linken Popschtasche.

 

Bei den Zweitwahlhosen waren diese Fähnchen abgeschnitten, damit auch wirklich jeder sehen konnte, dass es keine „echte“ war. Also, sie war schon echt, aber eben mit irgendeinem kleinen Fehler. Ich trug die L. irregular mit viel Stolz, immerhin war es eine L. Aber den Fähnchenträgerinnen gegenüber fühlte ich mich immer noch unterlegen.

Glücklicherweise dauerte meine Fähnchenphase nur vielleicht ein halbes, dreiviertel Jahr. Inzwischen sind mir solche Marken-Statussymbole wurscht wie nur was. Aber bedenklich find ichs trotzdem. Und wenn ich mal wieder groß dahinmoralisiere, wie sinnlos und blöd doch dieser Markenwahn ist, dann werde mich einfach wieder dran erinnern, was für ein Markendodel ich war. Das machts nicht besser, aber nachvollziehbarer.

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Tomatenmark mit passiertem Gemüse…oder: und Tschüss!

Sooodale, meine Lieben – ein allerletztes Mal in diesem Jahr verzupf ich mich nochmal Richtung Meer. Zwar ans nicht so schöne Meer wie in Kroatien, aber fast noch ein bissl näher und außerdem mit lieben Freunden. Sonntagabend hier in diesem Kino gehts weiter.

Hab nur eine kleine Sorge: Der weibliche Part des befreundeten Paares ist eine sehr hübsche, modebewusste Lady – mit seehr ähnlichem Geschmack, aber seeehr anderer Größe wie ich -, die ich bereits Mitte März folgendermaßen beschrieben habe:

Jenni ist eine sehr liebe, sehr kleidershopping-fanatische Freundin von mir. Sie sagt sogar, sobald sie sich etwas gekauft hat, denkt sie schon beim Verlassen des Geschäfts an dieses weitere Teil, das sie da drin gesehen hat, sich aber nicht leisten konnte, weil ja das andere Teil und so und überhaupt. Kürzlich hatte Jenni überraschend eine hohe Steuerrückzahlung. Und ihre erste Reaktion: “Super, was kauf ich mir dafür?”

Und dort, wo wir hinfahren, ist eine charmante kleine, aber sehr touristische Innenstadt – mit Geschäften, die bis weißgottwann in der Nacht offen haben. Die Kombi Jenni und offene Geschäfte nachm Abendessen wird schwierig. Ich denk mal, ich machs wie letztes Jahr: Tomatenmark mit passiertem Gemüse drin (könnt ich mir aufs Butterbrot schmieren!!), Käse und Nudeln kaufen…..ich vermute mal, schachtelweise 🙂

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Zeichen der Zeit

Neulich auf Facebook bei einer Bekannten gefunden:

(c) Petra Gaischin / facebook

(c) Petra Gaischin / facebook

Petra hat Jeans und diverse Markenshirts (Diesel, Killah, Herrlicher, …) gekauft. Der Beweis, dass so ziemlich alles, was wir modetechnisch kaufen, komplett überbezahlt ist – weil unter den Einkaufspreis gehen Shops nie runter. Auch das Fünfeuro-Shirt vom Textilschweden, um die Hälfte runtergesetzt, war im Einkauf immer noch billiger als Zweifuffzig. Ich frag mich nur grad, ob die Petra da extrem schlau eingekauft hat und man es ihr nachmachen sollte – oder ob diese Rechnung mehr denn je ein erschreckendes Zeichen der Zeit ist.

Edit: Korrigiere, Nukimama hats mir erklärt – in bestimmten Situationen ist es möglich, dass man Kleidung unterm Einkaufspreis bekommt. Weitere Details im Kommentar. Ich wage aber dennoch die Vermutung: Die gute Petra hat da sehr sehr viel Geld eingespart, das nicht in die Produktion oder Logistik, sondern direttamente in PR und Marketing der Modemarken gegangen wäre.

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what not to wear

An einem Tag wie heute frage ich mich nicht, was ich noch anziehen kann, sondern was ich eigentlich alles nicht anziehen kann. 35 Grad, bedeckt, und ich darf nicht auf meinem Sofa liegenbleiben.

Ist euch eigentlich bei einer solchen Hitze überhaupt nach Shopping? Würd gern wissen, wie sich Extremtemperaturen auf das Shoppingverhalten der WienerInnen auswirkt….

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Es kreisläuft…

Ich bin derzeit irgendwie alles andere als fit, kreislauftechnisch – schon seit ein paar Tagen prackts mich regelmäßig zamm, heute blöderweise mitten im Büro. Wirklich gut fühle ich mich eigentlich nur im Halbschlaf am Sofa. Bin heute früher nachhause, ausnahmsweise das Rad schiebend und nicht fahrend. Und beim Fahrradschieben bin ich an ein paar Auslagen vorbeigekommen. Es hatte in Wien heute 37 Grad. In den Auslagen war Mode für den Spätherbst zu sehen. Zugegebenermaßen in wunderschönen Farben, aber trotzdem….wer geht bei solchen Temperaturen Herbstsachen kaufen?! Ein sehr seltsamer Kreislauf…Nukimama und die Konsumrebellin haben sich bereits ihre Gedanken drüber gemacht.

 

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