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Ein ganz ein neues Shoppingerlebnis

Metro, 21.00h – hallenweise Mampf, aber auch sonstiges von Fahrradschläuchen über Autowarnwesten bis hin zu Orchideen und bepackten Schultüten. Pro gefühlt kilometerlangem Gang maximal ein Kunde. Und wir mittendrin, einkaufen für eine Festivität.

Erstens: Ich geh nie wieder einkaufen, ohne mir vorher überlegt zu haben, was ich eigentlich brauche.

Zweitens: Schon gar nicht zum Metro. Heillose Überforderung.

Shopping, das keinen Spaß macht. Zu einer sich sehr seltsam anfühlenden Uhrzeit.

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Selbsttest, mal wieder

Hatte heute früh etwas Zeit, bevor mein Zug gen Westen ging. Darum hab ich mich am Westbahnhof mal wieder einem Selbsttest unterzogen und bin in verschiedenste Fetzengeschäfte rein, hab einzelne Kleidungsstücke angeschaut, den Preis begutachtet, ganz so wie früher.

Nur mit dem Unterschied, dass mich kein einziges Teil angemacht hat, während ich früher fast schon mit dem Gedanken „Ich muss was finden“ derartige Unternehmungen startete.

(c) nunette colour

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Sogar beim bunten Spanier war ich drin. Nicht ein einziges Teil hat mich angemacht.

(c) nunette colour

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„Kleidung, Bücher, Lampen, Stiefel.“ oder: Der Stehlampenknall

Ich sollte grad wirklich richtig brav sparen, um mir die Fachhochschule länger als nur ein Jahr leisten zu können. Drum fahr ich nicht mit nach München aufs Tenacious D-Konzert (sorry Katrin, aber wir sehen uns eh Ende September 😉 ), drum gehe ich auch nicht auf das Konzert in zwei Wochen, wo die Vorband grandioser ist als der Hauptact, drum bestelle ich Rezensionsexemplare und verbinde meinen Lesewahn gleich mal mit Arbeit. Drum war der Urlaub dieses Jahr ein recht günstiger, damit das Urlaubsgeld schnurstraks aufs Sparkonto wandert.

Doch dann schwächle ich wieder, so wie gestern. Nicht nur, dass es mich nach dem bunten Kauf nochmal in den Laden gezogen hat, um weitere Bügel- und Nähgadgets zu kaufen (28 Euronen), bin ich kurz danach auch beim Komolka eingefallen, obwohl ich weiß, dass der sehr teuer ist, und hab für einen Kreidenstift und einen halben Meter Stoff 13 Euro dortlassen. Beides jetzt nicht soooo tragisch. Doch dann sah ich SIE.

(c) solebich.de

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Sie starrte mich in einem Online-Store an. Weiterlesen

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Selektive Wahrnehmung – yes I can!

Da fahr ich täglich durch die Stadt, fahr öfter mal am Museumsquartier vorbei, sehe immer wieder diese besonnenbrandeten Plakate, und halte es für eine Theaterstückankündigung. Dabei gings da um den Summer of Fashion – und ich nicht dabei. Soviel zu selektiver Wahrnehmung – yes I can!

Dass ich den Flohmarkt der Modebloggerinnen verpasst habe, macht mich jetzt nicht sooo unfroh – einerseits wär das sicherlich verführerisch gewesen, andererseits hätt mir sicher kaum was gepasst. Aber dass ich diese Diskussion versäumt habe, nervt mich dann doch etwas. Es scheint da aber einen zweiten Teil zu geben – den ich auf keinen Fall verpassen werde. Anyone in?

Für ganz Spontane (ich bin anderweitig verplant): Das da beginnt in ein paar Stunden….

Hier gibt es den Gesamtüberblick

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200 Tage

Also gut, jetzt hab ich auch den 200er. Seit 200 Tagen habe ich mir keine neue Kleidung gekauft. Kollegen sind ganz verzückt, dass ich immer noch nicht zerlumpt im Büro sitze, mein Konto ist seit Monaten nicht mehr in der Gefahr, auf die rote Seite der Null zu fallen, und das Projekt hat – wie schon vor kurzem mal geschrieben – mein Leben verändert.

Inzwischen scheint es wirklich fast allen Leuten, die ich seltener treffe, ein Bedürfnis zu sein, mir ihre Begeisterung und ihr Lob über diesen Blog mitzuteilen. Und ich? Ich freu mir jedes einzelne Mal einen Haxen aus – vor allem, wenn es von so überraschenden Seiten kommt wie von meinem Bruder (der sich normalerweise der sozialen Seite des Internets eher verschließt und zu meinem großen Entsetzen seit kurzem auf Xing zu finden ist – ich glaub, in zehn Jahren hat er es dann auch auf Facebook geschafft 😉 ), von entfernten Bekannten, die ich ewig nicht höre, und das erste, was sie sagen ist, dass der Blog so super sei, von Barbara, der Stalkerin (die ich übrigens sehr vermisse), oder von von mir angehimmelten Kleidungsproduzenten wie ihr.

Ich liebe den Sommer, und finde es super, dass es dieses Wochenende wieder heiß sein wird. Aber… Weiterlesen

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Die tabubrechende Hose

Ich muss jetzt was gestehen – diese Jeans ist meine Lieblingsjeans (und dieser See mein Lieblingssee. Und ja neben mir stehen Plastikflipflops. Neue, nicht aus Plastik, gibts nächstes Jahr).

(c) der Freund

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Diese Hose hat jedoch ein Geheimnis. Ich habe sie mir mal in einem Anfall von Neugierde gekauft. Diese Hose ist eigentlich für Schwangere gedacht und hat überm Bund noch Baumwollstretch. Anfangs wars mir uuuuuurpeinlich. Inzwischen: Ich liebe sie. Niemals kalte Nieren beim Radfahren. Keine Schwimmreifen, wenn man nachspeisentechnisch mal wieder wiederholt über die Stränge geschlagen hat. Ein tief sitzender Bund, der bei optimaler Verdeckung des Baumwollteils aussieht wie die Übersuperhüfthose, etwas, was bei mir sonst immer in Maurerdekoltee (ohne Arschgeweih!) endet.

Lange war sie mir sehr sehr peinlich, die Hose. Einmal, in einer Mädchenrunde, gab ich es nach einszweivierzehn Gläsern Prosecco verschämt zu. Die Reaktionen (von Müttern UND Nichtmüttern unter meinen Freundinnen): „So eine hab ich auch!“, „Die sind so bequem!“, „Die hab ich nach der Schwangerschaft weitergetragen!“, „Wie genial, wieso bin ich noch nicht drauf gekommen, mir so eine zu kaufen!“ und „Ich hab drei davon und kein Kind, noch Fragen?“

Tabu Schwangerschaftshosen, quasi. 🙂 Meine ist vom Textilschweden und hat im Ausverkauf genau 12 Euro gekostet. Jetzt frag ich mich grad, wo ich solche in Bio und/oder Fair herbekommen könnte.

Ach ja, und der See ist wirklich cool. Und arschkalt, übrigens.

(c) Der Freund

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Impressionen eines Shoppingfreien Urlaubs (einfach, weils so schön war)

Tut jetzt thematisch rein gar nix zur Sache, sondern soll nur fototechnisch den Blog etwas aufpeppen.

Katzinger, wunderschön und verfressen, wir haben uns eine Fischplatte geteilt.

(c) nunette colour

Unten: Nunu, glücklich. Und in einem der Barcelonaschen Panikkäufe.

(c) nunette colour

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Diese Farben!!!

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Auf Cres wird dringend neues katzisches Genmaterial benötigt, jede zweite Katze dort schernglt. Wobei: wirklich entzückend!

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Nein, ich hab nicht zugenommen…

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Das Dirndl-Kindheitstrauma

Der Urlaub in der Steiermark in der Ferienwohnung, die meine Großeltern länger besitzen als es mich gibt, hat mich wieder daran erinnert: Ich habe es gehasst. Es war oben aus festem, kratzigem grünen Stoff, unten Rosa mit blass-speib-lila Schürze. Es war unbequem. Und dazu noch diese elendiglichen gehäkelten Stutzen und diese Blusen, die gezwickt haben am Arm. Bähbähbäh. Ich hasse Dirndl. Ich hasse auch das ganze trachtige Traditionsdrumherum von Dirndln. Halt, anders. Ich mag einige der hier vorherrschenden Traditionen a la Kirtag oder Gstanzl oder Almraungerln gern, finde sie witzig, aber hallo, wozu braucht man da solche in meinen Augen unglaublich hässlichen Frauenoberbekleidungen dazu? (Das Dirndl von der Ex-Mitbewohnerin ist ausgenommen, das hat steil ausgeschaut mitm roten Gürtel statt Schürze..)

Ja, das war mal funktionale Kleidung, und ja, durch die Farben hat man sich sowohl in Sachen örtlicher Herkunft als auch in Sachen Familienstand geoutet. Aber heute? Städterinnen schnallen sich die Titten hoch, legen ein paar Perlen drauf, und schon hat man ländlichen Touch? Ja, ich könnt mich da noch länger hineinschwurbeln, meine Abneigung ist – wohl auch aufgrund des alljährlichen kindlichen Anziehzwangs , siehe Foto – nicht enden wollend. AAAAAAber: Echte Dirndl sind aus traditionell bedrucktem Stoff regional oder zumindest in einer der großen Dirndlmanufakturen in Österreich oder Deutschland genäht. Natürlich gibt es da auch schon die Massenproduktionskonkurrenz aus Fernost, erst kürzlich gesehen an den Kellnerinnen bei einer bekannten österreichischen Raststationskette (die mit den Häferln). Aber ein gutes Dirndl ist angepasst, im Optimalfall auf den Leib geschneidert. Das heißt, Dirndlträgerinnen müssen zumindest kein schlechtes Gewissen haben. Immerhin. Liebe Dirndlfans: Ihr seits quasi ausm Schneider (ein Wortspiel als Treppenwitz, auch nicht schlecht…)

(c) nunette colour

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Und weil wir grad bei Kindheitstraumata sind: Immer kurze Haare. Immer für einen Bub gehalten worden. Wenn neue Leute gefragt haben: „Mei, wie alt ist er denn, der Kleine?“ (vorausgesetzt, ich war NICHT im Dirndl), knurrte meine Mutter immer nur harsch: „SIE ist vier. Und hat Ohrringe, sehens das nicht?“…..anstatt mir einfach zu erlauben, mir die Haare wachsen zu lassen. Fürchterlich war das. Gemein. So. Fertig mit öffentlicher Aufarbeitung meiner Kindheit. NIEMALS werde ich ein Dirndl besitzen. NIE.

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Fachwissen: Bestanden, Outfit: Durchgefallen

Ich bin der Meinung, kleidertechnisch für alle Eventualitäten in meinem Alltag ausgerüstet zu sein. Allerdings schaffe ich  es hin und wieder, in meiner Kleiderauswahl etwas daneben zu liegen. Und so auch heute. Aber ich kann ehrlich nix dafür. Es war etwa drei Uhr und wir waren mitten in einem stundenlangen Meeting, als der hochgeschätzte Kollege R. mich fragte, ob ich ihn spontan um fünf zu einem Termin mit Mitarbeitern eines Ministerbüros begleiten würde. Weil die einen neuen Pressesprecher haben und ich soll doch kennenlernen und so. Na klar würde ich da mitkommen!…war meine erste Reaktion.

Dann schaute ich an mir herab. Nun ja, in meinem Outfit festigte ich das Öko-Birkenstock-Image von Umwelt-NGOs. Ich hatte ebensolche an (zu meiner Ehrenrettung: Es sind die Birkenstock-Zehenschlapfen, die coolen, nicht die mit den zwei Schnallen), dazu ausgeleierte Leggings und ein altes übergroßes Jeanshemd-Tunika-Ding, getoppt von meiner im Urlaub häufig und seither nicht gewaschenen schwarzen Weste. Warum dieses Outfit überhaupt zustande kam? Leute….erster Arbeitstag nach zwei Wochen Urlaub. 500 ungelesene Mails und dann noch zwei interne Marathonsitzungen. Da war mir wirklich von der Früh weg an nach gemütlich, bequem, pfeifdrauf.

Nun ja. Nicht nur, dass es etwas für sich hatte, dass ich in ebenjenem Outfit (für das ich mich mächtig genierte) neben dem neuen Pressesprecher saß, der sich aus seinem Anzugsakko schälte, bevor er sich setzte, auch seine Kollegin war aus dem Ei gepellt fesch. Sie kannte mein Projekt bereits, als ich ihr beim Gehen davon erzählte. Ich hoffe, sie denkt jetzt nicht: „Nix kaufen, und nix zum anziehen. Na prack.“ Aber immerhin konnte ich feststellen: Ich hab in drei Jahren NGO-Arbeit doch so einiges an Fachwissen angesammelt. Und mir angewöhnt, neue Leute grundsätzlich mit „Du“ anzureden. Die Birkenstocks wandern trotzdem ab sofort wieder ins Regal.

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Und die nächste Herbstkollektion, diesmal in Habenwollenfarben

Die zweite Woche Urlaub fand in den österreichischen Bergen statt. Auch dort waren die Eindrücke – abgesehen vom Neon – modisch nicht unbedingt erhebend. Über meine höchstpersönliche Abneigung gegen traditionelle Schürzenbekleidung komm ich ein anderes Mal, und in den Bergen war mir bequeme und vor allem funktionale Kleidung um einiges wichtiger als Optik. Glücklicherweise wars dem Liebsten wurscht, der mag mich auch in aufgekrempelter Hose, Funktionsshirt und ausgelatschten Converse. Sagt er zumindest.

Doch ein Unterschied war da: Das Internet am Handy funktionierte. Zum allerersten Mal im Urlaub seit Jahren ging ich nun also doch ins Internet. Und da war: Die neue Herbst/Winterkollektion von Cora Kemperman. Auf vielen schönen bunten Fotos. Und ich bin mal wieder zerflossen vor Habenwollen. Ich weiß, 2013 wird Promod, Vero Moda und all den anderen Massenproduzenten so gut es geht abgeschworen, aber Cora, my love, werde ich 2013 ga-ran-tiert besuchen fahren. Oder „liefern lassen“, so wie ich es mit meinem letzten Lieblingsstück von Cora gemacht habe: Weste auf der Homepage gesehen, eine ehemalige Kollegin aus dem Amsterdamer Büro vor dem Besuch des Wiener Headquarters mit dem Kauf beauftragt und tschakka, schon hatte ich sie, die Weste. So zwei, drei Stücke lachen mich schon wieder an. Aber dieses Jahr darf ich ja nicht… Aber nächstes Jahr, haarhaarr, da fahr ich mit der lieben Aniger auf ein Mädelswochenende nach Amsterdam und werde wieder dürfen – bei Cora Kemperman sogar sowas von! Doch davor muss ich noch zwei Dinge erledigen. Erstens: Rausfinden, wann Winterschlussverkauf ist, und zweitens: Sparensparensparen. Und nein, diesmal denk ich beim Anblick der Fotos nicht ans Selbst-Nachnähen. Erstens, weil ich es sicher nicht so gut hinbekomme – CK-Teile erkennt man stilistisch einfach als CK, zweitens, weil CK Shopping mit gutem Gewissen ermöglicht, und drittens, weil ich mich einfach wieder aufs Shoppen freue.

Hier mal wieder ein paar Screenshots, alle (c) corakemperman.nl

Ich steh auf diese Hose:

(c) corakemperman.nl

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Wenns das rotschwarze Teil links im Frühjahr noch gibt (was ich sowieso nicht vermute), dann, ja dann….

(c) corakemperman.nl

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Die Weste bitte….und den Hund.

(c) corakemperman.nl

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Ich mag ihre einfachen Schnitte, die saucool ausschauen, siehe das Kleid da unten. Mit dem Schal und dem Bolero – einfach nur cool. Find ich halt.

(c) corakemperman.nl

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