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Take a Break!

So. Ende jetzt. Seit Monaten denk ich jeden einzelnen Tag über Mode und Kleidung in jeglicher Form nach. Beschäftige mich mit den diversen Hintergründen der Modeindustrie. Aber nicht heute. Heute ist Auszeit. Heute ist Sonne, ab aufs Land, Familie, spielen mit meinen grandiosen Nichten und Neffen, die Zeit einfach genießen und entspannen. Und nicht drüber nachdenken, wie ich ausschau, was ich anhab, wo das, was ich anhab, herkommt, und wieso und überhaupt.

Schönen Sonntag! 🙂

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Pflichttermin

Von 28.-30. September 2012 bin ich bereits voll verplant. In Linz. Ich freufreufreu mich schon extrem darauf, viele neue Anbieter fairer Bio-Mode kennenlernen zu dürfen. Natürlich wirds megabitter, dass ich dann noch nicht shoppen darf – aber die Vorfreude überwiegt. Habe es vor kurzem schon mal angekündigt, und auch jetzt wird sehr wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein. Ich bin einfach begeistert, dass es so etwas in Österreich gibt – und dass man dafür nicht nach Berlin oder London muss. Bleibt statt Zug- oder Flugticket mehr Geld fürs Shoppen. THEORETISCH NATÜRLICH! 🙂

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Verführung in der Inbox

Ich habe seit Jahren eine Emailadresse, unter der ich meine ganzen Online-Bestellungen tätige. Und die ich angebe bei Newsletteranmeldungen und sonstigem. Ich schau inzwischen nur noch selten auf die Adresse, und wenn, dann verschaff ich mir kurz einen Überblick, klicke aber bei weitem nicht in alle Mails rein.

Gestern hab ich mir mal einen Überblick verschafft, was ich da alles reinkriege – und war schockiert. Da sind beinahe tägliche Newsletter von

  • Zalando (weil ich mir genau einmal ein paar Stiefel bestellt habe, jetzt erinnern sie mich täglich dran)
  • Zalando Lounge
  • Dawanda
  • Daily Deal (weil ich mir über die mal ein tolles Essen im Dellago verschafft hab)
  • Brands4Friends (aufgrund der Begeisterung einer lieben Freundin, nie was bestellt)
  • Fab (Hinweis einer anderen Freundin und gaaaanz gefährlich, darf ich derzeit nicht anschauen)
  • Amazon (gut. die dürfen. die finanzier ich auch ganz brav…)
  • QypeDeals (ich hab keinen blassen Schimmer, wieso ich das krieg, werd mich auch wohl mal angemeldet haben)
  • La Redoute
  • und noch einige mehr, in denen es nicht um Mode geht…

Wahnsinn, was da schon allein an Traffic entsteht! Vier Tage nicht Nachschauen macht gleich mal 100 neue Mails. Dafür, dass ich mich grad nicht verführen lassen sollte.

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Rückschlag

Muss noch schnell eine Anekdote aus Berlin loswerden. Bei uns in der Straße gab es ein total nettes T-Shirt-Geschäft, alles Bio und Fairtrade. Und mit der nettesten Auslage überhaupt:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

In der schönen Auslage weiter unten lag dann auch noch eine Geldbörse. Die exakt aussah wie meine von der niederländischen Firma Sticks and Stones, die wunderschöne Sachen haben, aber meinen Informationen zufolge nix mit Bio und Fairtrade am Hut haben. Ich kann mich auch irren, bin mir aber recht sicher, dass sie schon extra drauf hinweisen würden.

Was hab ich mich gefreut! Diese Geldbörse in der Auslage war der exakte Beweis, dass es einfach nullkommagarnix an Unterschied zwischen Bio- und Nichtbio-Produkten gibt. Diese Geldbörse widerlegte einfach jeden „Jute-statt-Plastik-Optik“-Vorwurf, der so gern an Bioprodukte gerichtet wird.

Ich schlaues Kind fotografierte zwar den oberen Teil der Auslage, aber nicht die Börse. Und merkte mir den Markennamen nicht. Doch der Laden war schnell recherchiert und angeschrieben. Die Antwort war etwas ernüchternd: „Ich muß dich enttäuschen. Es ist nicht alles 100 % Fair Trade.“

Mööööp. Meine schöne Anti-Jute-statt-Plastik-Story im Eimer…..

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Lila Schikane des Schicksals

Um ans Raunzen aufgrund von Verführungen von gestern gleich anzuschließen: Warum muss die österreichische Designerin Lila unbedingt ihr neues Geschäft entlang meines morgendlichen Wegs ins Büro eröffnen?

Lila Kirchengasse (c) nunette colour

Lila Kirchengasse (c) nunette colour

Ich habe NIE gesagt, dass das Jahr für mich leicht wird. Ich halte mich auch wirklich tapfer. Seit mehr als 120 Tagen keine neugekaufte Kleidung, und vor allem: keine neuen Stiefel. Aber himmelnochmal, muss mir das Schicksal echt solche Schikanen in den Weg bauen?

Zur Erklärung: Lila macht unglaublich tolle Röcke – einer davon ist sicherlich eines der persönlichen Highlights meines Kleiderschranks:

Der Rock am Theaterklo in Steyr (c) nunette colour

Der Rock am Theaterklo in Steyr (c) nunette colour

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Türkisblau

Ich weiß. Der Textilschwede ist mein Feindesfreund. Man könnte glauben, mich würd nix mehr von denen interessieren, modisch gesehen. Und dann das: Eine Auslage voller türkisblauer Kleider.

H&M Mariahilferstraße (c) nunette colour

H&M Mariahilferstraße (c) nunette colour

Zu meiner Verteidigung: Es hätte jeder andere Textilhändler auch sein können. Es ist gar nicht so sehr das Kleid, es ist die Farbe! Kinderarbeit? Aber…. es ist türkis! Chemikalien? Aber… diese Blaugrünmischung! Billiglohnlandherkunft? Aber… auch die ganzen anderen Kleider in der Auslage sind türkis!

Wahnsinn, meine kurzfristigen Komplettaussetzer von Verstand beim Anblick einer Farbe sind echt bedenklich. Funktioniert im Bedarfsfall übrigens auch mit warmen Rottönen, Senfgelb, Olivgrün und hin und wieder sogar Magenta. Nicht immer.  Aber bei Türkis sind die Aussetzer garantiert.

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Campingplatzimpressionen

War gleich nochmal ein Wochenende weg (aber jetzt ist Schluss für ein paar Wochenenden). Diesmal: Kroatien. Rovinj. Unglaublich schöner Ort. Aber tut jetzt nix zur Sache am Ichkaufnix-Blog – weil gekauft wurde natürlich nix außer einer Flasche Trüffelöl.

Aber folgendes ist mir aufgefallen: Wenn du am Campingplatz bist, dann ist es völlig wurscht, wie du aussiehst. Tagsüber kann man noch so ein bissl von einer Fashion-Competition sprechen, aber da gehts um Sportgewand. Angeschaut werden sowieso nur die Campingbusse oder -anhänger samt Ausstattung (und mit einem magentafarbenen T2 macht man schon ordentlich Eindruck, hihi!). Und abends, da frierst du so sehr, dass du alles, was du mit hast, übereinander an hast. Und ich gestehe, es war mal wieder einer der Zeitpunkte, wo ich über Fleece unglaublich glücklich war. Kurz: Aus modischer Sicht sind Campingplätze unglaublich entspannend….

Ich möchte euch aber beide Anblicke vorenthalten. Stattdessen ein paar Urlaubsfotos zum Angeben (hach, war das schön!):

campingplatz valdaliso (c) nunette colour

campingplatz valdaliso (c) nunette colour

klatschmohn (c) nunette colour

klatschmohn (c) nunette colour

merlins cousin (c) nunette colour

merlins cousin (c) nunette colour

Vielen Dank an Soosoo für die Einladung und vor allem vielen Dank an Bully fürs Durchhalten fast bis zum Schluss!

Bully (c) nunette colour

Bully (c) nunette colour

 

 

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4/12

Wow. 3/12 komplett verpasst. Also. 4/12. Ich hab ein Drittel des Shoppingboykotts rübergebracht. In dieser Zeit:

  • habe ich mir ganz schön viele Bücher gekauft… 🙂
  • habe ich kleidungstechnisch selten, schuhtechnisch permanent Verführungen widerstanden.
  • wurde ich nach und nach froh drüber, Schuhe in den Boykott miteinbezogen zu haben, weil ich
  • mein Konto saniert habe. Nicht famos, aber immerhin bleibts jetzt grün.
  • Grün im übertragenen Sinne endgültig zu meiner Lieblingsfarbe erklärt.
  • immer noch keine Antwort vom bunten Spanier bekommen.
  • Blieb dunkles türkis aber immer noch effektiv die Farbe, bei der bei mir die Sicherungen durchbrennen.
  • Habe ich unglaublich tolle Medienresonanz erfahren, von ORF und Biorama über News.at und Schaufenster bis hin zu Heute.
  • Habe ich tolle Frauen „kennengelernt“, die mich per Emails und Kommentare super motivieren.
  • Habe ich Severin „erschaffen“.
  • Habe ich abgesehen von einem etwas verwoardacklelten Schlauchschal noch kein Kleidungsstück genäht. Noch nicht.
  • Und auch noch keines gestrickt. Noch nicht.
  • Habe ich eine Strumpfhose und zwei Paar Leggings geschenkt bekommen und ein paar Kleidungsstücke ertauscht.
  • Habe ich festgestellt, dass ich meinen persönlichen roten Faden gefunden habe.
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Die knallharte, petrolfarbene Wahrheit

Und weil ich die letzten Tage wieder so moralisiert habe, wird es Zeit, mal wieder richtig knallhart ehrlich zu mir zu sein. Was dabei rauskommt? Ein kurzfristiger „Habenwollen“-Impuls, dass es ärger kaum geht: ein türkisfarbenes Kleid.

Das Teil, graue Bikerboots, eventuell was Gürteliges auf der Hüfte. Nur was man da drüber anzieht, ist mir ein Rätsel. Jeansjacke schaut doof aus bei so viel Stoff drunter, oder?

Und keine zehn Minuten später, als ich das Foto hier in den Beitrag kopiert hatte, wars auch schon wieder vorbei. So schön ist das Kleid nämlich gar nicht. War wohl mal wieder mein Türkis-Elstern-Impuls…

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Selbsterkenntnis die Dreihundertfünfundvierzigste

Wie schon manchmal erzählt, neige ich zur Anhäufung von Kleidungshaufen, statt diese in den Kleiderschrank zu räumen. Mein Freund nennt die seit der ersten Woche unseres Zusammenseins manchmal mehr, manchmal weniger liebevoll „Mount McWäscheberg“. Irgendwo liegt immer so ein Haufen herum, im Bad auf der Waschmaschine (nicht zum waschen, einfach vorm Duschen dorthingelegt und liegen gelassen), manchmal ein kleiner Jackenhaufen am Tischchen im Vorzimmer (auf die Haken direkt darüber aufhängen wär ja anstrengend), manchmal ein Haufen vor der Badewanne, aber wirklich IMMER ein Haufen im Schlafzimmer, vor und auf der Kommode. Manchmal wird dieser Haufen sogar mir zu groß. Dann tu ich das Unglaubliche: Ich räume auf. Also…. ich sortiere die Wäsche durch nach „Kann man nochmal tragen“ oder „Iiiek, ab in die Schmutzwäsche damit“, und mache dann Stapel – Hosen, Röcke, Pullis usw. Um dann beim Einräumen in den Kleiderschrank bei der Hälfte die Geduld zu verlieren und den Rest wieder auf die Kommode zu stapeln  – der Rest, den ich in den Kasten in einem anderen Zimmer bringen müsste, so weeeit, oder der mit den ganzen Strumpfhosen, die ich zusammenlegen müsste und dann fein und eng ins Badezimmerkastl schlichten müsste, oder der mit dem Zeug, für das ich eigentlich so ganz allgemein nicht wirklich Platz habe, einzelne Handschuhe zum Bleispliel (dies ist ein Insider, kein Rechtschreibfehler..).

Und hui, so weise und bedacht und gescheit, wie ich im Laufe dieses ersten fasthalben Jahres geworden bin, muss ich gleich mal wieder eine Selbsterkenntnis rausmeiern: Ich. hab. zu. viel. Gewand. Ich kann Excellisten aufstellen, mir neue Sortiersysteme überlegen – kannst alles vergessen. Das mitm Überblick, das wird nix. Nicht bei der Menge.

Gut, die obige Selbsterkenntnis hatte ich bereits im Jänner, wenn nicht sogar vor Beginn des Projekts. Aber das Fazit daraus, das ist neu: „Ich will mich von sehr viel meiner Kleidung trennen.“  Na? Ganz schön mutig für mich, die seit Monaten sagt, sie wolle nix weggeben, weil in jedem Teil, das sie besitzt, ja auch Arbeit und Rohstoffe stecken, und das wäre ja Verschwendung, und überhaupt kommt alles irgendwann wieder und außerdem werden auch die Jeans ausm Maturajahr irgendwann wieder passen und überhaupt ist so eine große Auswahl doch was Feines…. Auch wenn ich sicherlich mehr trage als die klassischen 20 Prozent des Kleiderschranks – ich glaube, dass es mir gut tun wird, weniger Fetzen zu besitzen.

Selbsterkenntnis und Fazit kommen nicht ohne ein „aber“ angerollt: ABER erst nach Ende des shoppingfreien Jahres. Ich weiß ganz genau, dass die viele Auswahl mir das Jahr sehr stark erleichtert. Aber danach, dann spielts Tacheles!

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