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Indisches

Vorausschickend: Ich hab keinen blassen Schimmer vom Hinduismus und will auch niemandem jetzt zu nahe treten, aber – Wahnsinn, ich hätt grad echt gern mehrere Armpaare. Eins zum Schreiben, eins zum Stricken wäre ideal.

 

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Endlich Erleichterung

Halleluja, die Kleiderständer sind doch wieder nur noch halb voll, es ist wirklich einiges von meinen Freundinnen mitgenommen worden. War wirklich lustig, gestern Abend ein paar Ladies dabei zuzusehen, wie sie sich durch meine Sachen probierten – und immer wieder fragten, ob sie das denn wirklich haben und so und überhaupt und eeecht? Ich nahm allen das Versprechen ab, dass sie die Sachen auch wirklich tragen sollten – im Kasten herumliegen und verstauben können sie bei mir nämlich auch. Lustig, wie es immer wieder diese Gesichter von wegen „Und ich kann das echt haben, Nunu, du willst echt nix dafür?“ anzusehen und zu betonen, wie froh ich sei, dass der Krempel weg sei und dass man sich bitte viel mitnehmen solle.

Die kleine Tochter einer Freundin suchte sich ein Shirt aus, das ich besaß, seit ich selbst so alt war wie die Kleine. Es ist mir ein Rätsel, wieso ich es immer noch hatte.

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Erschreckend

Ich habe jetzt auch noch meinen T-Shirt-Bestand, Sommer UND Winter, auf zwei recht flache Kommodenladen reduziert. Auch meine Kästen gehen alle wieder locker zu, kaum was liegt herum. Die herzugebenden Sachen füllen zwei mobile Kleiderständer, dass diese sich inzwischen bereits durchbiegen, und am Wohnzimmertisch stapeln sich auch noch Shirts und Strumpfhosen.

Aber ich hab IMMER noch keinen Überblick über meine Strumpfhosen! Dünne, die ich fast nie trage, hab ich haufenweise, dicke weniger – und wo verdammtnochmal ist schon wieder meine schöne mit der roten Naht?!

Ich reduziere jetzt so lange, ich wieder den totalen Überblick habe. Den ganzen Ballast weg. Herrlich wird das.

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Absage ans Tauschen

Ich hab ja mal vor ein paar Wochen geschrieben, dass ich gerne eine Tauschparty machen würde. Sorry Leute, davon bin ich jetzt abgekommen: Letzte Woche habe ich den Rest meines Zeugs, das ich ausmiste, auf die Kleiderständer gehängt, und mit jedem Stück stieg die Belastung. Ich glaube, ich miste grade mehr Sachen aus, als mein Liebster besitzt. Und meine Kästen sind immer noch gut gefüllt (ok, einer ist jetzt fast leer, aber die restlichen zwei biegen sich immer noch in alle Richtungen).

Der Gedanke, dass ich mein Zeug wegtausche, um Neues nachhause zu bringen, der war der Grund für diese Belastung. Wie gut es sich doch angefühlt hat, als meine Lieblingsaniger mit einer Textilschwedentasche voller Zeux von mir rausspaziert ist – und mit dem Verbot, mir im Gegenzug was zu schenken.

Also: Ich werde mein Zeug einfach herschenken. Und zwar an die Leute, bei denen ich weiß, sie tragen es gerne oder können nähtechnisch etwas damit anfangen. Ein paar Freundinnen und Bekannte werden aufgrund von vergleichbarer Größe (wobei, zu meiner eigenen großen Überraschung habe ich auch Kleider in Größe 38 besessen, und ich hab sogar wirklich mal in die reingepasst, es gibt Beweisfotos!) bevorzugt behandelt, und wie es dann weitergeht – lest ihr sehr wahrscheinlich bald einmal hier 🙂

Schönen Samstag wünsch ich euch!

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Die Erleichterung

Langsam gehts los: Die ausgeborgten Kleiderstangen sind aufgebaut, alle verfügbaren Kleiderhaken sind benutzt, weitere Kleiderhaken kommen nächste Woche.

Voila, das schaut ja langsam schon nach was aus, so ausmisttechnisch!

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Allerdings: Da fehlt noch viiiiel – und die ganz  Aufhängerei hat mir grad noch mehr Lust auf Ausmisten gemacht!

Dieser Berg muss noch „abgearbeitet“ werden..

(c) nunette colour

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Energetischer Stress

Die letzten Tage meines Shoppingboykotts werden langsam stressig. Nicht, dass ich noch viel in die verbleibenden zehn (!!!) Tage stopfen will, irgendwie überschlägt es sich grad trotzdem wieder. Nicht nur, dass mein Aufräum- und Ausmistfieber mich täglich in kleinen bis mittelgroßen Dosen ereilt, ich noch die Vorderteile von den beiden Pullis stricken muss, eigentlich grad an einem Loop für mich stricke, Filzwolle für neue Batschen (meine haben nach drei Jahren w.o. gegeben) vor mir liegen habe, derzeit fast täglich leidenschaftlich koche und noch an zwei anderen nicht gerade kleinen Projekten arbeite, geht auch die Arbeit langsam, aber sicher nach den Feiertagen wieder los.

Zum Shoppen hätt ich im Moment eh keine Zeit, weder on- noch offline. Wie ich mir bereits zum Jahreswechsel dachte: Schlaf wird im ersten Halbjahr Mangelware.  Mich wundert wirklich, wo diese ganze Energie in mir drin herkommt….

Und jaaaa, ich gebs zu, das ist Raunzen auf verdammt hohem Niveau…

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Share and Care

Auweia, ich bin in Shoppinglaune. Aber nicht für Kleidung, sondern für Einrichtung. Das Bad, das war immer so mein Sorgenkind, irgendwie bin ich auf keinen Nenner gekommen, wie ich das stimmig einrichte – und sowas ist mir verdammt wichtig. Außerdem nerven mich die Berge an ausgemisterer Kleidung im Wohnzimmer grad ziemlich, vor allem, weil sie grad lose daliegen, da ich die Taschen kürzlich dringend benötigt habe.

Ein paar Zerquetschte hab ich dann auch wirklich beim Möbelschweden liegen lassen – es gab günstige Metallregale fürs Bad, und in diesen Tisch (türkis!) bin ich seit August verliebt, den habe ich mir gegönnt (passenderweise hat der Liebste sich endlich einen Akkuschrauber gegönnt, sind wir nicht eine perfekte Symbiose?).

Und leiderleider, ich war mal wieder so richtig „in the zone“. In the Fundgrubenzone, nämlich. Dort hab ich dann gleich noch eine passende Lampe fürs Bad gefunden (und dankenswerterweise per Facebook auch einen Elektriker, der sie mir montieren wird – die alten Fassungen in meiner Wohnung sind abenteuerlich). Und Lust auf ein weiteres Regal bekommen. Und Liebster, meinst du nicht, dass wir so einen Fauteuil brauchen, wenn wir dann mal das eine Zimmer umgebaut haben? Und hey, wieso häng ich die ausgemistete Kleidung nicht auf einer mobilen  Kleiderstange auf, bis ich beschlossen habe, was an Freundinnen, was an Restldesignerinnen und was in meinen eigenen Nähkorb geht?

Zum Glück konnte ich mich (und konnten die mich unsäglich nervenden Menschenmassen beim Möbelschweden, die mich zur Flucht zwangen) bremsen. Abgesehen von der Lampe wurde nix mitgenommen. Kurz mal nachgedacht, und schwupps, mal auf willhaben und vor allem share&care nachgeschaut.

Share&Care ist einfach megaleiwand. Da gehts nicht ums Tauschen, sondern ums Suchen und Schenken. Entweder man bietet etwas an, gratis, oder man postet, was man sucht. Selbiges tat ich, und keine 24h später holte ich zwei mobile Kleiderstangen ab. Am neunten hol ich mir dann auch noch einen Berg an Kleiderhaken, und meine Begeisterung ist unendlich. Ich kanns echt nur weiterempfehlen – ich werd in Zukunft öfter reinschauen. Wer weiß, vielleicht sucht ja jemand ein Klumpert, das ich loswerden will?

Übrigens gibts das System für viele verschiedene Städte, einfach nach eurer Stadt suchen!

Ps: Das Bad ist endlich richtig schön geworden, und diese Verschönerung hat mich genau 25 Euro gekostet. Der Rest war wiedermal einfaches Umstellen. Umdenken hilft manchmal ungemein gegen die Kaufrauschgefahr….

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Ausmistlaune – wegen dem Glück warats

Ich bin ein wandelndes Klischee – aber Neujahr, das hat was von Neubeginn. Bei mir ist dieser Neubeginn aus mehreren Gründen auf den 3. Jänner anstelle des 1. datiert, und pünktlich seit gestern juckts mich in den Fingern. Ich möchte meine Wohnung entrümpeln, das Badezimmer verschönern, meine Fachhochschulunterlagen schön durchsortieren (Rekord, seit Anfang Oktober Ausbildung und schon Chaos in den Papieren!), ein Stoff/Nähmaschinen/Wolle-Eck anlegen statt der Verteilung aufs gesamte Wohnzimmer, die ganzen auf die Wohnung aufgeteilten Schränke effektiver und v.a. organisierter nutzen. Und meinen Kleiderbestand mag ich noch weiter reduzieren – jetzt brauch ich ja auch bald diese psychologische Stütze von wegen „Ich hab ja eh so viel“ nicht mehr…

Zur Erinnerung: Schlampertatsch ist mein zweiter Vorname. Früher litt die Frau Mama drunter, jetzt tuts der Liebste. Schulligung.

Aber was im wahrsten Sinne des Wortes viel schwerer wiegt: Ich hab einfach viel zu viel Zeug und mag mich von einigem trennen. Bei mir gibts Kisten in der Wohnung, in die ich seit gut zwei Jahren nicht mehr reingeschaut habe – die kann ich eigentlich gleich mal in geschlossener Form weggeben. Könnte auch sein, dass ich grad von diesem Leseerlebnis massiv beeinflusst bin. Tolles Buch, mit sehr charmanten Tippfehlern drin. Und sehr richtigen, wichtigen Aussagen. Dieses Übermaß, das macht einfach nicht glücklich. Und das mit dem Glück, das ist auch eines der ganz großen Ziele 2013. 2012 hat das schon mal ganz gut funktioniert, würd ich sagen 😉

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Ballaststoffe

Gesundheitlich grad nicht auf der Höhe blieb ich heute zuhause. Und hatte einen Anfall von „Ich hab zuviel Zeug, das muss weg!“. Nachdem diese Anfälle bei mir relativ selten sind und außerdem immer sehr schnell verfliegen, musste ich diesen Moment ausnutzen.

Das Ergebnis von heißen 15 Minuten (!) Räumerei:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Die zwei unteren Regale von einem halben Meter Pax und zwei Kommodenladen fehlen da noch, außerdem noch Taschen und Schuhe. In diesen Säcken ist nur Zeug drinnen, das ich mit sehr wenigen Ausnahmen ungelogen seit Jahren nicht mehr anhatte.

Nun folgen – meiner Motivation entsprechend wahrscheinlich in größeren Zeitabständen – folgende Schritte:

  • Den Rest auch noch ausmisten
  • Das Ausgemistete nochmal durchschauen, was davon ich eventuell umnähen kann
  • Das Ausgemistete auf Tauschbares durchschauen
  • Meine Nähgirls Aniger und Ena einladen, auf dass sie sich Sachen raussuchen (Ena, die Strickpullis sind dein – ich hoff, du peilst grün/blau-Töne an, dann hast gute Chancen bei mir)
  • Und der Rest wird wohl bei der Klamottenkunst landen, wenn sie es haben will…. Socken landen bei Steinwidder und recht „männlich“ geschnittene Wollhosen landen bei Milch. 

Irgendwie fühl ich mich leichter….

PS: Ja, das weiße Kleid ist dabei…

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Zwei Welten….ein Wertesystem

Gestern war ich in zwei verschiedenen Welten zu Besuch. Zunächstmal – ich weiß, ich verweise in letzter Zeit etwas viel auf die Seite, aber sie ist einfach mein Lieblingsprojekt im Job – war ich gestern auf der Ressourcentagung von REdUSE. Und dort hielt auch Didrot Nguepjouo, dessen Nachnamensaussprache ich schon wieder vergessen habe, einen Vortrag. Didrot ist Mitarbeiter von Friends of the Earth Cameroon. Ich hatte ja schon vorher das Vergnügen, ihn kennenzulernen und mit ihm über den Baumwollanbau in Kamerun und sonstige interessante „African Facts“ zu reden. FOE Kamerun kampagnisiert zum Thema Baumwolle. Dort ist nämlich das Problem nicht unbedingt der soziale Faktor (wobei, die Kinder werden dort auch statt in die  Schule zum Baumwollpflücken geschickt), sondern der gesundheitliche, sowohl für die Menschen als auch für die Böden. Die Pestizide landen in riesigen Mengen auf den Feldern, die Behälter werden nachher zum Trinkwasser holen (!) weiterverwendet.

Und wenn Didrot dasteht und sagt: „Kauft weniger! Ändert euer Kaufverhalten! Überlegt zweimal, bevor ihr euch ein neues Teil kauft, ob ihr es wirklich braucht! Re-Use and refashion for yourself. Tragt durch bewussten Kauf dazu bei, dass es mehr Biobaumwollanbau und Fairtrade gibt. Respektiert kleine Farmerfamilien.“

…dann geht das ganz  tief rein. Weil Didrot das nicht sagt, weil er „neidisch“ auf das Konsumverhalten der Europäer ist, sondern weil durch eine Verringerung der Nachfrage nach Baumwolle auf den Feldern wieder Gemüse angebaut werden könnte, das der Kamerunschen Exportwirtschaft zwar herzlich wenig bringt, den Einwohnern aber wieder mehr zu essen gibt. Das sitzt, oder?

So hab ich das bisher auch noch nicht gesehen. Noch so ein Aspekt, der zeigt, das alles zusammenhängt. Dass jede einzelne unsere Kaufentscheidungen einen Rattenschwanz an Konsequenzen mit sich zieht. Über diese Initiative muss ich Didrot demnächst noch befragen, dazu war dann keine Gelegenheit mehr.

Moralkeule fertig, und zur zweiten Welt komm ich später.

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