Schlagwort-Archive: Steinwidder

Mahlzeit

Ohje, gestern eine traurige Feststellung gemacht – die blöden Weihnachtsfeiern und die zugehörige Bäckerei und die Schokonikoläuse haben Spuren hinterlassen. Ich muss wieder in ein paar Sachen meines Schranks hineinschrumpfen. Der Klassiker für einen Jahresvorsatz, oder? Näh, nicht mit mir. Mein Tempo. Und mein Ansporn: Das eine für mich reservierte Teil von Anita spannt etwas in der Oberweitengegend (was jetzt nicht zwangsweise schlecht ist, aber es hat Grenzen, also textile Grenzen).

Und nein, das ganze wird jetzt definitiv nicht bildlich untermalt. Ätsch.

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Die Designerin in meinem (schrägen) Design

Ich weiß gar nicht, wie ich diesen Beitrag jetzt anfangen soll. Es ist so schräg, was passiert ist. Also. Ich war ja gestern beim Flohmarkt im Glanz und Gloria. Erstens mal, weil ich unbedingt Lady Grey wiedersehen wollte, zweitens, weil ich – ehrlich! – schauen wollte, ob ich für den Liebsten ein paar LPs abstauben kann, und drittens – zugegeben – weil der Gedanke an Steinwidder-Teile zu Flohmarktpreisen schon verdammt verführerisch war. Anita ist ja auch die Designerin meines heißgeliebten Sockenpullis. Und überhaupt hat sie so derartig coole Sachen, so ein unfassbarer lässiger Style, das Ganze aus alten Socken, Shirts oder ähnlichem.

Und dann geschah eben was ganzganzganz Schräges: Ich komm dort rein, probiere ein paar Sachen an (ich wollte halt mal die Gelegenheit haben, diese feinen Sachen anzuhaben – war eh eine blöde Idee, als ob ichs nicht voher gewusst hätte), und hatte fast schon den Deal mit Anita, dass sie mir zwei Stücke bis Jänner zurücklegt.

Das war noch nicht das Schräge. Ich zog mich wieder an – und ich hatte meinen selbstgestrickten Pulli an. Plötzlich waren alle um mich schwerstens begeistert, auch Anita Steinwidder.  Es war so unglaublich seltsam – mitten in einem Geschäft, in dem kaum ein Teil zu einem zweistelligen Preis zu kaufen ist, reißen sich alle um ein Teil, das ich gemacht habe. Lady Grey wollte einen haben, zwei andere Ladies im Raum waren ebenfalls hin und weg, auf der Straße vor dem Geschäft wurde der Pulli von einer mir Unbekannten abfotografiert, da sie ihn ihre Mami nachstricken lassen will, und Anita selbst probierte ihn auch an.

(c) nunette colour

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Jetzt steht der Deal: Ich stricke Anita genau so einen Pulli (was relativ spannend wird, da ich mich mehr so Pi mal Daumen an der Anleitung orientiert hab, aber versuchen kann ichs ja), und dafür bekomme ich die zwei Teile, die ich mir ausgesucht hatte…

Ich find das unfassbar, nochmal: Da steh ich da, umgeben von unglaublich tollen Oberteilen und Röcken, die um hunderte Euro verkauft werden, und alle reißen sich um meinen Pulli. Noch besser kann man mich echt nicht bauchpinseln….

Und wenn ich dann den Kinderpulli fürs Freundinnenzwergerl, die Haube für den Arbeitskollegen und den Pulli für Anita fertiggestrickt habe, widme ich vielleicht doch wieder einem eigenen Pulli, für den ich die Wolle schon zuhause liegen habe. Oder … vielleicht kriegt doch die graue Kirsche auch so einen? 😉

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Der Stiefelknopf

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber langsam rückt das Jahresende immer näher, und das danach stellt mich vor immer mehr Fragezeichen…. Hab heut früh mal kurz drüber nachgedacht, was nach diesem Jahr WIRKLICH so auf meiner Einkaufsliste steht. An alleroberster Stelle, hüstelhüstel, stehen Basicswennihrwisstwasichmeine. Nie wär mir früher aufgefallen, wie schnell sich diese Teile verwaschen. Sauber werden sie noch allemal, aber verwaschen bis zum gehtnichtmehr.

Dann, ebenfalls ganz oben und seit Tag  sechs meines Shoppingboykotts, als mit ein solches Paar in einem „gerne großen“ Einkaufszentrum angestarrt hatte: Boots. Eh klar. Oft genug drüber geschrieben. Stellt euch einfach einen tiefen Seufzer vor.

Mit dem Mantel von km/a wollte ich mich ja belohnen, nachdem ich tollerweise den Sockenpulli bereits zum Geburtstag bekommen habe. Derzeit ist aber die schönere Belohnung der Gedanke an das Wochenende meiner allerliebsten und co-reiseerprobten Aniger in Amsterdam, inklusive sowas von einem Besuch bei Cora Kemperman.

Ansonsten: Brauchen tu ich gar nix außer den ehschonwissen. Wollen tu ich Bootsbootsbootsbootsboots. Freuen tu ich mich auf Frau Kempermans Produkte. Und auch auf den Mantel freu ich mich. Aber das Lustige ist: Bei keinem einzigen dieser Teile zähle ich bereits ungeduldig die Tage, bis ich wieder shoppen darf. Im Gegenteil, irgendwie stressts mich fast. Wenn ich daran denke, was ich so alles auf den Listen für danach schon draufhatte – Kleider, Röcke, Schuhe, Taschen, alles mögliche. Gut, wenn man Zeit hat, sich zu überlegen, was man WIRKLICH will. Und meine unglaubliche persönliche Idiotie: Ich will trotz meiner sieben Paar Stiefel in Verwendung und noch so einigen in den Kisten WIRKLICH neue Boots. Fazit: Nach einem Jahr Abstinenz bin ich zwar gescheiter im Hirn, aber der Stiefelknopf im Kopf, der wird sich wohl mein Leben lang nicht lösen.

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Nix kaufen heißt noch gar nix

Ich hab letztens mal „Kassasturz“ gemacht und zusammengezählt, was in den vergangenen neuneinhalb Monaten so alles in meinem Kleiderschrank gelandet ist, das da vorher noch nicht war. Und holla, das ist nicht grad wenig – irgendwie wird mir grad klar, warums mir nicht wie Verzicht vorkommt, das Jahr. Vorausschickend: Ich habe nicht um Geschenke gebeten. Bis auf eine Tasche. Geb ich zu.

  • Eine Strumpfhose, extrem genial, aber leider umgehend innerhalb meiner vier Wände so derartig professionell verschustert, dass sie seither nicht mehr aufgetaucht ist.
  • Insgesamt fünf (bist du irre!!!) Paar Leggings, von denen zwei leider nachm ersten Waschgang wieder „adios“ gesagt haben und eine zu klein, aber sehr sehr cool ist (vom Liebsten)
  • drei selbstgenähte Röcke: 1, 2, 3
  • ein selbstgenähter Mantel,
  • ein selbstgenähter, ein selbstgestrickter (siehe Foto), ein geschenkter Schal
  • ein fast fertiggestrickter Pullover 
  • der unfassbar geniale Sockenpulli, mein Geburtstagsgeschenk
  • eine selbstgenähte, zwei geschenkte Taschen (die zweite ist giftgrün und von meiner liebgehabten Frau vom See)
  • ein Cardigan
  • ein Shirt, das Ena bekommen hat, ihr aber zu groß war. Third Hand quasi.
  • ein Seidenkleid, ein Pulli, ein Rock, ein Shirt, noch ein Shirt – bei einer Tauschparty. Hab aber mehr Teile hingebracht als mitgenommen. Gilt aber dennoch als „neu“ in meinem Schrank.
  • eine Wollhose von der zweiten Tauschparty, die allerdings längentechnisch noch etwas gepimpt werden muss…
  • Alte, von meiner Lieblings-aniger nimmer getragene Strumpfhosen (Freundinnen jenseits der 1,80 sind in Sachen Kleidertausch bei mir echt Gold wert). Mal schauen, ob sie mir passen.

Aaaaaalter Schwede.

Also erstens: Ende Jänner ist Großausmisttag. Aber sowas von.

Und zweitens: Diese Liste da oben ist ein Bruchteil dessen, was ansonsten so durchschnittlich in einem Jahr neu in meinem Kleiderschrank gelandet ist. Und die Freude über jedes einzelne Teil war 2012 locker viermal so groß wie vorher.

Drittens: Ich hab mich komplett an meine eigenen Regeln gehalten. Trotzdem kommt mir diese Liste da oben echt wie ein Regelbruch vor.

Aaaaaaaaaaber viertens: Auf die Tour kann ich locker noch ein paar Monate länger weitermachen. Wäre da nicht das mit Aniger geplante Amsterdamwochenende 🙂

(c) nunette colour

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Wetterwechsel

Herbst, wärmere Sachen. Meine Liste für „will ich mir nächstes Jahr zulegen“ wird doch länger. Ich bin einfach ein größerer Herbst-Kleidungsfan (gibts sowas?) Derzeit befinden sich graue Bikerbooks (Symbolfoto, ich hab nicht vor, dort je wieder was zu bestellen,), dieses Kleid, dieser Mantel, ein Einkauf bei Cora Kemperman und der perfekte Parka drauf. Abgesehen davon, dass diese Liste komplett mein Konto sprengen wird, sich sowieso noch verändern wird (Ich sehs schon kommen, Nunu im Jänner: „Welches Kleid war das nochmal? Ok, kann doch nicht so dringend gewesen sein.“)  und ich so nebenbei ein paar Basics erneuern werden muss, da das ganze Textilschwedenklumpert grad zusehends auseinanderfällt – ist es sowieso eine Illusion.

Vor allem der perfekte Parka. Er ist relativ lang, geht hinten fast bis in die Kniekehlen, ist hinten gebogen und nicht gerade abgeschlossen, hat eine Kapuze, ist schmal geschnitten, wirkt aber trotzdem locker, ist typisch parkagrün eben. Und passt mir wie angegossen, so nebenbei.

Drei grüne Oberbekleidungsstücke hab ich schon verbraucht. Einen Mantel, den ich irgendwo mal angebaut hab, eine dicke Jacke im Parkastil, aber zu kurz, und eine dünne Jacke, eigentlich cool mit großem Kragen und in dem richtigen Parkagrün, aber auch zu kurz. Hatte sie heute an und so wie jedes Mal fühlte ich mich unwohl.

Was ich aber ganz sicher aus diesem Jahr jetzt schon gelernt habe: Ich werde mir keine Kompromissparkas mehr kaufen. Sondern erst dann zuschlagen, wenn ich den. einen. richtigen. gefunden habe. Und wenns dann so weit ist, werde ich kein Geld mehr haben für ihn, weil ich mir graue Bikerboots, das Kleid und den Mantel und einen Shoppingtrip nach Amsterdam zu Cora gegönnt habe.

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Die graue Kirsche

Ich war das Wochenende  bloggingfaul – schlicht, weil ich es in einer wunderschönen alten Mühle im Waldviertel verbracht habe. Eine meiner allerliebsten ehemaligen Arbeitskolleginnen, ich nenne sie jetzt mal liebevoll Kirsche (copyright Daniela), hat mit ihrem Mann und mit drei anderen Familien dort so ziemlich das fantastischste Garten-Wohn-Natur-Paradies, das man nördlich von Krems finden kann.

Und über die Kirsche wollte ich schon lange schreiben. Es gibt nämlich kaum eine Frau, die mich mit ihrem Stil so komplett beeindruckt. Kirsche hat strahlend blaue Augen und trägt immer nur grau, weiß und Jeans. Hin und wieder passiert ihr auch beige, aber das muss dann schon ein mutiger Tag sein…. Außerdem rennt sie meistens in zerfetzten Jeans herum, nie im Rock, hat teilweise löchrige Shirts – und kombiniert sie dann mit tollen, coolen, lässigen Designerteilen. Sie war auch diejenige, die im Winter vor zwei Jahren in einem Sockenpulli ins Büro gekommen ist. Das Tolle – abgesehen davon, dass sie auch in ihrer ganzen Art eine Person ist, die man einfach nur liebhaben kann – ist: Ihr Stil wirkt so komplett entspannt. Einfach lässig mal zwei, drei Teile zusammenwerfen – ist eh alles grau, passt also zusammen.  Und ich bewundere sie jedes Mal aufs Neue dafür.

Sie folgt keinem Trend, sondern einem Stil. Und ich bin fast ein bißchen neidig im positiven Sinne (geht das?!), dass sie ihr Ding gefunden hat. Mir passiert dann doch immer wieder so die Stilhampelei, das Trend-hinterherrennen. Stil statt Trend – wenn das mal nicht nachhaltig ist….

PS: Ich war das gesamte Wochenende so tiefenentspannt, dass mein Handy irgendwo herumgelegen ist, und ich komplett drauf vergessen hab, ein Foto von ihr zu machen. Wobei, nein, ich hab schon manchmal dran gedacht – war dann aber zu faul, das Gedachte auch auszuführen. Ihr müsst sie euch jetzt einfach vorstellen – und dann stellt euch ein schallendes, lautes Lachen dazu vor. Das ist die Kirsche. Ich mag sie…

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200 Tage

Also gut, jetzt hab ich auch den 200er. Seit 200 Tagen habe ich mir keine neue Kleidung gekauft. Kollegen sind ganz verzückt, dass ich immer noch nicht zerlumpt im Büro sitze, mein Konto ist seit Monaten nicht mehr in der Gefahr, auf die rote Seite der Null zu fallen, und das Projekt hat – wie schon vor kurzem mal geschrieben – mein Leben verändert.

Inzwischen scheint es wirklich fast allen Leuten, die ich seltener treffe, ein Bedürfnis zu sein, mir ihre Begeisterung und ihr Lob über diesen Blog mitzuteilen. Und ich? Ich freu mir jedes einzelne Mal einen Haxen aus – vor allem, wenn es von so überraschenden Seiten kommt wie von meinem Bruder (der sich normalerweise der sozialen Seite des Internets eher verschließt und zu meinem großen Entsetzen seit kurzem auf Xing zu finden ist – ich glaub, in zehn Jahren hat er es dann auch auf Facebook geschafft 😉 ), von entfernten Bekannten, die ich ewig nicht höre, und das erste, was sie sagen ist, dass der Blog so super sei, von Barbara, der Stalkerin (die ich übrigens sehr vermisse), oder von von mir angehimmelten Kleidungsproduzenten wie ihr.

Ich liebe den Sommer, und finde es super, dass es dieses Wochenende wieder heiß sein wird. Aber… Weiterlesen

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HALBZEIT – die Dankesrede

Wow, ich habs echt geschafft. Übermorgen ist Halbzeit. Ich habe mir sechs Monate lang kein einziges Kleidungsstück gekauft, kein einziges Paar Schuhe, keine Strumpfhosen, keine Leggings, keine Taschen, keine Stiefel. Dass ich als Ersatzhandlung viele Bücher gekauft hab, habe ich eh erst kürzlich berichtet. Sehr süß auch meine Freunde, die meinen Geburtstag dazu nutzten, mich einzukleiden. Es ist unglaublich viel passiert – vom kleinen Detail bis zum großen Ganzen: Das Projekt verändert grad mein Leben.

Nicht nur, dass ich tolle neue Leute kennenlernen darf – ja Katrin, du bist da an erster Stelle gemeint -, dass ich mich wirklich über das ganze Interesse meiner Freunde freue, dass ich mittlerweile mein Projekt bei der Clean Clothes Kampagne vorstellen durfte, dass ich medial vorkomme, und dass ich per Mail wirklich schöne Hinweise und Ezzes bekomme, nein, ich habe auch einfach meinen roten Faden gefunden.

Und damit meine ich nicht nur den für die Nähmaschine (den ich übrigens auch in Evas Nähschachtel gegeben hab, statt ihn bei mir zu behalten), sondern den fürs (Berufs-)Leben. Ich habe mit dem ganzen Thema rund um faire Mode, faire und ökologisch verträgliche Produktion einfach mein Ding gefunden – so sehr, dass ich selbst oft überrascht bin, mit welchem Elan und Interesse ich mich durch trocken geschrieben Studien arbeite, und wie groß mein Wunsch, selbst nach Bangladesch oder Indien zu den Fabriken zu reisen, geworden ist.

Ich freue mich wirklich unglaublich drüber, dass ich meine Fähigkeiten im Job seit kurzem für die WearFair einsetzen darf – nicht nur ein Wink, sondern ein gewaltiges Direkt-vor-dem-Gesicht-wacheln des Schicksals, danke dafür an wen auch immer da oben (ich hab da wen im Verdacht…).

Mein Wunsch, wirklich intensiver an dieser Materie arbeiten zu können, kostet mich ab Oktober übrigens auch sehr viel Geld. Ich habe mich dazu entschlossen, berufsbegleitend eine Ausbildung in Sachen CSR zu machen. Kostet tausende Euro, aber ich hoffe, ist jeden Cent wert. Schließlich – und das hat mir jemand beigebracht, ders wissen muss – sind die einzig wahren Investitionen die in die eigene Gesundheit und die in die eigene Bildung.

Hätte nie gedacht, dass Nichtshoppen sich so derartig auswirken könnte. Der Ursprung meiner Idee war ja die Erkenntnis, dass ich mich durch Shopping betäubt habe, um all die Gemeinheiten und Grauslichkeiten 2011, den Krebs und sonstige schwere Erkrankungen geliebter Familienmitglieder und – schwach im Vergleich, hart in der Realität – die Krankheit des geliebten Katers (ich vermiss dich immer noch, Biff…), die blöden Leut, die keine Grenzen kennenden Chefinnen, alles mögliche kurzfristig zu vergessen. Vieles davon ist nun entweder überstanden oder zumindest halbwegs verarbeitet, logischerweise ging das auch ohne Shopping. Doch dass es mir inzwischen SO derartig gut geht, damit hätt ich nie gerechnet. Ein Ziel zu haben, egal, ob das nun das Erreichen der Jahresfrist oder das Erlangen des nächsten akademischen Grades ist, motiviert ungemein und macht mich in meiner Grundstimmung in letzter Zeit meistens happy wie ein Glücksschweinderl.

Was mich grad auch wahnsinnig motiviert, ist der Gedanke an die kommenden zwei Wochen. Weil da bin ich im Urlaub (liebe Einbrecher: Es erwarten euch Sicherheitsvorrichtungen, sensibilisierte Nachbarn, überraschende Anwesenheiten in der Wohnung und wer weiß, vielleicht hab ich mir in der Zwischenzeit ja ein paar freilaufende Giftschlangen zugelegt?). Und so sehr ich normalerweise das Gefühl habe, ohne Internet bin ich verloren und im Alltag nicht lebensfähig: Urlaub bedeutet bei mir auch Urlaub vom Internet.

Auszeit. Auch am Blog.

Ich wünsch euch was! Bleibts mir gewogen bis Anfang August! Und: DANKE an jede/n Einzelne/n von euch, der/die mich schon mal in Glaubenskrisen motiviert, in starken Phasen bestärkt, und für meine Frei-Schnauze-Schreiberei am Blog gelobt hat. Ihr seids super!

Übrigens – weils grad so schön zu meinem Glück passt – ich hab vor kurzem alte Fotos durchgeschaut, die ich kistenweise ganz oben am Regal verstaut hatte. Und bin über die Fotos der besten Zeit meines Lebens gestolpert – die leider schon ganze zehn Jahre her ist. Ich war damals drei Monate mit Rucksack durch Europa unterwegs. In Norwegen war ich ein paar Tage mit zwei Bayern unterwegs, Susi und Toby. Gemeinsam waren wir am Prekkestolen, einem 600 m hohen Felsen, der senkrecht aus dem Meer herausragt. Auf dem Foto baumle ich mit den Füßen, unter mir viel Luft und ganz unten das Meer (ein hübscher Norweger hatte kurz vorher gemeint, dass ich mich das nie trauen würde, pfah, challenge accepted). Toby hat damals meinen Glücksgrinser fotografiert. Es war der beste Tag der besten Reise meines Lebens…. auch wenn da noch ein paar verdammt gute Reisen danach auch waren… und irgendwie befinde ich mich auch mit dem Projekt auf einer ziemlich coolen Reise…

(c) Toby Volke

(c) Toby Volke

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Socken gesucht!

Ich war letztens bei der Anita Steinwidder im Geschäft, mich für den tollen Sockenlongpullover bedanken – schließlich hat sie meinen SchenkerInnen (von denen so nebenbei eine zu ihren besten Kundinnen zählt…) auch ein paar Prozente gegeben. Haben eine Weile getratscht, und dann musste ich sie fragen: „Bitte woher bekommst du all die Socken?!“ Sie hat erzählt, dass sie das meiste von der Volkshilfe organisiert, und dass ihre Verwandtschaft unter latenter Sockenarmut leidet. Allerdings hat sie derzeit einen Engpass. Weil ich so toll finde, was sie so produziert, hab ich beschlossen, hier mal einen Sockensuchaufruf für sie zu starten.

Also, liebe Leute – wenn ihr einfärbige alte Socken habt (ein buntes Randl oben ist auch erlaubt, das kann man abschneiden), die ihr loswerden wollt, weil der zweite Socken längst in den Tiefen der Waschmaschine verschwunden ist und außer Wegwerfen mit den einzelnen Socken nicht mehr viel anzufangen ist, dann bringt es stattdessen doch am besten direkt zu ihr ins Glanz und Gloria in der Schottenfeldgasse oder kontaktiert sie direkt auf Facebook zwecks Übergabe!

Daraus entstehen dann solche genialen Teile (das schwarze Kleid kommt auch noch in meine Gasse, irgendwann mal, soviel ist fix :D)….

(c) steinwidder.com

(c) steinwidder.com

(c) steinwidder.com

(c) steinwidder.com

Übrigens Anita, sind Strumpfhosen auch willkommen?

 

PS, Anita hat gerade noch präzisiert:

„herzlichen dank für den aufruf! ich muss das allerdings noch etwas präzisieren: schwarz, grau, beige, rot, blau, und vor allem grün (das ist grade akut), einzelne, löchrige, baumwolle, wolle… DANKE!“

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Ja seids denn ihr wahnsinnig geworden?!

Das war ein Meeeeeeeeeeeegageburtstag!!! DANKE AN ALLE!! Vom Tag berichte ich ein anderes Mal, der Abend war einfach nur ein Burner!! Warum? Weil meine Lieblingskirsten und meine Lieblingsmoni sich mit meinem Allerliebsten und meiner Lieblingsmama zusammengetan haben und es doch glatt getan haben – sie haben mir den tollsten aller Sockenpullis geschenkt, eigentlich schon ein Sockenkleid!

steinwidder (c) nunette colour

steinwidder (c) nunette colour

Und nein, ich habe da letztens nicht zwischen den Zeilen gesprochen, ich hatte ganz klar das Ziel: Den kauf ich mir als Belohnung 2013 selbst. Nichtsdestotrotz: Ich freu mir grad einen Haxen aus und hab ihn trotz der nicht unbedingt kühlen Abendstunden natürlich gleich anprobieren müssen. Ich freu mich wirklich so so so so so so so so so so so so so so sehr!! Wer war nochmal Cora Kemperman? 😉

Hier, als Beweis, mein mit-3-Promille-bei-25-Grad-im-Wollpulli-foto mit sehr seltsamem Stockerlpopo, der bitte, so für die Allgemeinheit, ansonsten nicht ganz so eckig geformt ist…

eine sehr glückliche nunu (c) nunette colour

eine sehr glückliche nunu (c) nunette colour

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