Schlagwort-Archive: Stricken

Nix kaufen heißt noch gar nix

Ich hab letztens mal „Kassasturz“ gemacht und zusammengezählt, was in den vergangenen neuneinhalb Monaten so alles in meinem Kleiderschrank gelandet ist, das da vorher noch nicht war. Und holla, das ist nicht grad wenig – irgendwie wird mir grad klar, warums mir nicht wie Verzicht vorkommt, das Jahr. Vorausschickend: Ich habe nicht um Geschenke gebeten. Bis auf eine Tasche. Geb ich zu.

  • Eine Strumpfhose, extrem genial, aber leider umgehend innerhalb meiner vier Wände so derartig professionell verschustert, dass sie seither nicht mehr aufgetaucht ist.
  • Insgesamt fünf (bist du irre!!!) Paar Leggings, von denen zwei leider nachm ersten Waschgang wieder „adios“ gesagt haben und eine zu klein, aber sehr sehr cool ist (vom Liebsten)
  • drei selbstgenähte Röcke: 1, 2, 3
  • ein selbstgenähter Mantel,
  • ein selbstgenähter, ein selbstgestrickter (siehe Foto), ein geschenkter Schal
  • ein fast fertiggestrickter Pullover 
  • der unfassbar geniale Sockenpulli, mein Geburtstagsgeschenk
  • eine selbstgenähte, zwei geschenkte Taschen (die zweite ist giftgrün und von meiner liebgehabten Frau vom See)
  • ein Cardigan
  • ein Shirt, das Ena bekommen hat, ihr aber zu groß war. Third Hand quasi.
  • ein Seidenkleid, ein Pulli, ein Rock, ein Shirt, noch ein Shirt – bei einer Tauschparty. Hab aber mehr Teile hingebracht als mitgenommen. Gilt aber dennoch als „neu“ in meinem Schrank.
  • eine Wollhose von der zweiten Tauschparty, die allerdings längentechnisch noch etwas gepimpt werden muss…
  • Alte, von meiner Lieblings-aniger nimmer getragene Strumpfhosen (Freundinnen jenseits der 1,80 sind in Sachen Kleidertausch bei mir echt Gold wert). Mal schauen, ob sie mir passen.

Aaaaaalter Schwede.

Also erstens: Ende Jänner ist Großausmisttag. Aber sowas von.

Und zweitens: Diese Liste da oben ist ein Bruchteil dessen, was ansonsten so durchschnittlich in einem Jahr neu in meinem Kleiderschrank gelandet ist. Und die Freude über jedes einzelne Teil war 2012 locker viermal so groß wie vorher.

Drittens: Ich hab mich komplett an meine eigenen Regeln gehalten. Trotzdem kommt mir diese Liste da oben echt wie ein Regelbruch vor.

Aaaaaaaaaaber viertens: Auf die Tour kann ich locker noch ein paar Monate länger weitermachen. Wäre da nicht das mit Aniger geplante Amsterdamwochenende 🙂

(c) nunette colour

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Von der Backliesl zur Strickliesl

Zwei Häuserblocks vom Büro gibts eine ganz feine Biobäckerei, die Backliesl. Und die Backliesl, das ist eigentlich die Backbianca, und die ist eine ganz eine Nette. Nachdem wir letztens ins Gespräch gekommen sind, hab ich ihr vom Blog erzählt, sie hat gleich mal gelesen und wir haben festgestellt: Bianca kann nicht stricken, wills aber lernen, Nunu kann stricken und bringts ihr bei.

Gesagt, getan, Montagabend, nach Genuß von Kürbissuppe und einem ihrer unpackbar guten, genialen, herrlichen Karotten-Limetten-Muffins (Suchtgefahr!!) ….

Backliesl Karotten Limetten Muffins

Backliesl Karotten Limetten Muffins

Gings los. Bianca hochkonzentriert:

(c) nunette colour

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…und happyhappy mit den ersten Maschen. Eine schnelle Lernerin, die Gute! Ich freu mich bereits auf Beibringen von linken Maschen – das gestern waren rechte Maschen, übrigens, liebe Bianca! 😉

(c) nunette colour

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Ich bin in der Zwischenzeit von Stricken auf „Baumstammschwingen“ umgestiegen (Copyright Nicole)…

(c) nunette colour

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Der Mustang unter den Stricknadeln

Wenn man neue Hobbies entdeckt, dann entdeckt man da plötzlich einen ganz eigenen Markt. Da entstehen gleich ganz neue Konsumwünsche, mein lieber Schwede! Ich kann mich noch gut erinnern, als eine liebe Freundin, die seit Jahren leidenschaftlich strickt, zum Geburtstag quasi den Ford Mustang Baujahr 1968 in der Stricknadelliga geschenkt bekam:

Knitpro Symfonie ROSE Deluxe Set

Knitpro Symfonie ROSE Deluxe Set

.Damals hab ich nicht ganz verstanden, wieso nicht nur ihr vor Freude, sondern auch einigen ihrer Freundinnen vor Neid quasi der Sabber geronnen ist. Tja, so ändern sich die Zeiten: JETZT versteh ichs. Das Teil und dazu noch solche Anstecknadeln in den Größen 10, 12 und 15….dann bräucht ich wohl nie wieder neue Nadeln. Hach.

Nein, ich bin stark. Ich werd mir die nicht zulegen. Das Auto vom Service, die Gasrechnung, das Parkpickel und noch so einige andere Argumente sprechen da dagegen…

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Happyhappy

Draußen Sauwetter? Egal! Happyhappy!

(c) nunette colour

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Hoooked Zpagetti – nicht nur der Name ist cool

Wahnsinn, bin ich begeistert. Seit Wochen habe ich überlegt, wie ich mir diesen Pullover (ohne Muster!!) selbst mache, wenn ich doch keine T-Shirts zum Zerschneiden habe – daraus ist er nämlich gemacht. Weil ich nicht genügend Shirts in einer Farbe habe, die ich auch zerschneiden wollen würde. Und dann wies mich die Lady Grey auf was unglaublich cooles hin, das es grad beim Thalia gibt:

(c) nunette colour

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Das sind Baumwollreste, die bei der Kleidungsproduktion anfallen, und die zu Bändern geschnitten werden. Also im Grunde genau das, was ich selbst machen wollte, auf breiterer Basis. Hier steht in nicht immer komplett richtigem Deutsch eine genauere Beschreibung. Ich bin restlos begeistert…. wie cool, die Reste in der Massenproduktion gscheit zu verwerten, anstatt bestehende, schon genähte Shirts zu zerschneiden! Zweiteres ist natürlich auch ein guter, kreativer Zugang, aber diese Version erscheint mir schon sehr sinnvoll – und die Website trotz oder gerade wegen ihrer vielen Fehler im deutschen Teil sehr sympathisch.

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Verarscht vom Online-Store

Bitte wie cool ist diese Idee?? We are knitters ist ein Onlinestore, in dem man sich superschön Gestricktes von der Haube bis zum Pulli aussuchen und bestellen kann. Und was dann ankommt, ist ein brauner Papiersack, in dem sich die richtige Menge an Wolle, Stricknadeln und die Anleitung befinden.

Was sich im ersten Moment anhört wie die größte Verarsche überhaupt (irgendwie, als ob einem im Restaurant einfach die rohen Zutaten einzeln serviert werden würden), ist meiner Ansicht nach ein megaschlaues Konzept – erstens sind die Designs einfach um Welten cooler als die klassischen Burda-Sabrina-Schlagmichtot-Strickheftanleitungen, zweitens springen die Produzenten (aus Spanien) komplett den DIY-Trend auf, und drittens: Jeder dieser selbstgestrickten Pullis ist individuell, hat seine eigene Geschichte und ist der Trägerin einfach mehr wert, weil sie selbst Arbeit hineingesteckt hat. Auch sehr brav: Sie achten stark auf Nachhaltigkeit, liefern Holznadeln statt solcher aus Plastik, das ganze in Papier verpackt, die Wolle – aus Uruguay – ist 100% acrylfrei, also kein Plastik drin, reines Naturprodukt. Es warat ja eigentlich wirklich einfach, beim Stricken nur nachhaltige Materialien zu verwenden – aber anscheinend muss man heutzutage dennoch schon wieder drauf hinweisen. Vor allem die Farben der Wolle weisen nicht zwangsweise auf ökologische Produktion hin. Trotzdem. Ich mag das Konzept. Und ich mag endlich wieder stricken….langsam könnte mein Arm es wieder zulassen, mal schauen.

nolita sweater von we are knitters

nolita sweater von we are knitters – ich find den wunderschön

Und wenn ich dran denk, was ich für mein Pulloverprojekt schon hingeblättert hab, sind die Preise für die Pullis halbwegs realistisch. Die für die Hauben und Schals allerdings nicht….wui, teuer.

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Problematische Inspiration

Mich hat es mal wieder erwischt. Kennt ihr das, wenn in eurem Kopf ein Outfit „wächst“? Und ihr überlegt, wie ihr was kombinieren könnt oder was ihr Neues haben wollt, damit dieses Outfit zustande kommt? Ich hab das immer wieder – und bin früher dann immer in die Läden gerannt und habe gesucht, gesucht, gesucht.

Lange Zeit hat es jetzt funktioniert, dass ich mir meine Outfits aus meinem Kastenbestand zusammensetzen konnte und es mir Spaß gemacht hat. Jetzt hat es mich wieder erwischt. Ich bilde mir ein Outfit ein, bei dem mir so ziemlich jeder Bestandteil fehlt. Noch dazu ist es nichtmal ein kreatives Outfit, sondern ein klassisches „Bobo-Frau-rennt-so-durch-den-siebten-Hieb“-Outfit: Schwarze enge Hose, Bikerboots (check), überlanges weißes Herrenhemd, (Kunst-)Lederjacke im Bikerstil, dickerfetterbreiter Schal (wie ich gestern draufgekommen bin: check, hab letztes Jahr erst einen gemacht, Alzheimer lässt grüßen), graue Haube (check), große Tasche (check, auch wenn sie am Auseinanderfallen ist).

Also fehlen mir:

– Jacke
– Hose
– Hemd/Kleid.

Nicht grad die unwesentlichen Bestandteile…
Noch dazu ist das sicherlich ein Outfit, dass mir mit gefühlten xx Kilo weniger besser stehen würde. Dennoch. Ich bilde es mir grad ein. Und würd am liebsten gleich jetzt beginnen, online bei diversen Shops herumzusurfen. Irgendwie bin ich dann wieder recht froh über mein Projekt: Ich weiß, ich darf nicht, kann das Problem jetzt mal auf die Seite schieben und hab wieder ein paar Stunden gewonnen, die ich mit der Suche nach der perfekten schwarzen Hose, der darauffolgenden Depression aufgrund der benötigten Größe, dem perfekten Herrenhemd und der Jacke versch….en hätte. Vielleicht findet sich ja doch in meinem Kleiderschrank was, in dem ich mich ähnlich wohl fühlen kann.

 

Seufz… Ich reds mir halt ein.

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DIY: Jetzt is aber mal wieder genug!

Und ich hab doch wieder genäht, weil ich – um gleich mal die graue Kirsche zu beruhigen – beim Nähen absolut schmerzfrei bin. Und ich einfach uuuunbedingt endlich mal eine Hose ausprobieren wollte. Sie ist wieder genau so entstanden wie (abgesehen vom Mantel) alle meine Stücke: Bewährtes Teil, das nachgenäht werden soll, als Vorlage genommen, Daumen mal Pi und ohne einen einzigen Einsatz eines Maßbandes oder einer Anleitung losgenäht. Das Ergebnis ist zwar gemütlich, weil megaweit, aber: unterschiedlich lang an den Beinen, am Bund gestückelt und außerdem überbetont es auf fast schon ironische Weise meine natürlich absolut nicht vorhandenen Reiterhosen. In anderen Worten: Gemütlich, aber so derartig hässlich, dass ich sie hier sicher nicht herzeige. Vielleicht irgendwann mal, später, in einem wirklich wirklich mutigen und/oder betrunkenen Moment.

Nachdem ich mich jetzt monatelang vorwurfsvoll von meiner Nähmaschine habe anstarren lassen, ist das doch bitte kein schlechter Schnitt für drei Tage – Mantel, Rock und eben Hose….

Zwischenfazit dieses Teils meines Projekts (das Selbstherstellen von Kleidung, um erstens rauszufinden, wie lange sowas wirklich dauert, und zweitens, wenigstens aus sozialer Sicht ein gutes Gewissen zu haben): Oidaaaaaa, das zaaaht sich! Alles, was länger als eine Stunde dauert, übersteigt beim Nähen meine Geduldsgrenzen (daher werden die Hosenbeine der Hose sicherlich erst in ein paar Tagen angeglichen, genauso wie eine Lösung fürs bisher einfach zugeknotete Gummiband im Bund noch gefunden werden muss) . Das einzige Teil, das halbwegs nach „ok, das könnte es wo zu kaufen geben auch“ ausschaut, ist der Mantel. Trotzdem: Ich werd auch weiterhin diverse Näh- und Strick-Herausforderungen annehmen. Weil: Innerhalb dieser Stunde macht das einfach einen Mörderspaß!

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Stolz wie Osk…. Nunu

Wahnsinn, bin ich stolz! War heute mit dem neuen Mantel, dem neuen Rock, meinem nichtmehrsoneuem Schlauchschal und einer selbstgestrickten Haube im Büro und hab mir so einige Bewunderung abgeholt. Tirili! Mein Lieblingszitat von Kollege T: „Hast dir das auf der WearFair gekauft?“… Nicht nur, dass ich die Sachen selbst produziert habe, nein, ich trau mich auch in die freie Wildbahn damit!

Würde mein Arm (inzwischen tuts gar nicht mehr so sehr am Handgelenk, sondern mehr in der Unterarmmitte weh) nicht so nerven, ich würd ausm Selberkleidermachen gar nimmer rauskommen. Auf meinem Couchtisch stapeln sich bereits die Ideen – besonders angefixt bin ich grad von dem Gedanken, nach Beendigung des dunkelgrauen Pullovers einen gaaaaaaaaaanz breiten hellgrauen Schal zu stricken – und den dann mit einer nichtvorhandenen (Kunst-)Lederjacke in Schwarz zu kombinieren. Hm! Haken!

Oder dieses Kleid, das lässt mich auch nicht los…und nachdem alles andere grad so gut gelingt, würd ich mich da sogar drübertrauen, so echt mit Schnitt und so, nix mit freestyle…… Bidde ich wünsch mir, dass mein Arm bald wieder heil ist! Es neeeeeeeeeeeervt schon so….

(c) nunette colour

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Na wenn ich nicht stricken darf…dann nähe ich eben!

Ok, es hat mich mal wieder ein Nähanfall überkommen. Weils gestern trotz unglaublicher Müdigkeit bei Ena so gut geklappt hat, hab ich heute begonnen, einen ehemaligen Wandschmuck in einen Rock umzunähen. Wiedermal so, dass da keiner genauer hinschauen darf, aber immerhin! Eigentlich sollte er gerade enden, aber da hätt ich viel zu viele Abnäher machen müssen, dafür war ich eindeutig zu denkfaul, und jetzt ist er eben schräg – genauso wie ich, wie der Liebste und ich vor Jahren schon festgestellt haben.

Also. Von so (samt unerkannt bleiben wollendem Model) – der Stoff war einen langen Gang entlang an der Wand jahrelang einfach aufgenagelt:

(c) Flo, der andere

(c) Flo, der andere

in einer Stunde (hey, Anfängerin!) zu so:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Nochmal: Das Schräge ist Absicht! Das Chaos hinter mir nicht.

Tirili!! Morgen gibts abgesehen von Leggings und Shirt und Schuhen nur Selbstgenähtes im Outfit, inklusive Schal. Und ja, mich macht das schon so ein klitzekleines bisschen stolz. Und fixt mich grad an, weiterzumachen. Fehlt nur noch, dass ich endlich den Pullover fertigstricke, und dann hab ich in Sachen Kleidung selbst produzieren alles, was ich mir vorgenommen habe, auch erreicht… 🙂

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