Schlagwort-Archive: Tauschen

Erschreckend

Ich habe jetzt auch noch meinen T-Shirt-Bestand, Sommer UND Winter, auf zwei recht flache Kommodenladen reduziert. Auch meine Kästen gehen alle wieder locker zu, kaum was liegt herum. Die herzugebenden Sachen füllen zwei mobile Kleiderständer, dass diese sich inzwischen bereits durchbiegen, und am Wohnzimmertisch stapeln sich auch noch Shirts und Strumpfhosen.

Aber ich hab IMMER noch keinen Überblick über meine Strumpfhosen! Dünne, die ich fast nie trage, hab ich haufenweise, dicke weniger – und wo verdammtnochmal ist schon wieder meine schöne mit der roten Naht?!

Ich reduziere jetzt so lange, ich wieder den totalen Überblick habe. Den ganzen Ballast weg. Herrlich wird das.

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Pause bis Amsterdam

Ich hab mich selbst überfordert. Neun Tage nach Ende meines Shoppingboykotts hab ich absichtlicherweise ein neues Paar Stiefel, unabsichtlicherweise zwei neue Strumpfhosen, hab die Sachen von Anita abgeholt (muss den Pulli für sie aber doch nochmal nachbessern, eigener Beitrag folgt) und ein paar Gummistiefel. Letztere hätte ich im vergangenen Jahr ein paarmal gebraucht und hab mich sehr geärgert, keine zu haben. Die zählen wirklich zur Kategorie „brauch ich“ und weniger zur Kategorie „will ich“. Ich geb zu, dass ich die Stiefel auch im Frühling hätte kaufen können, da war meine Ungeduld wohl schuld. Von Anitas Sachen (die noch dazu ökologisch und sozial vertretbar sind)  und den Stiefeln wusste ich sogar schon, und sogar das fühlt sich jetzt nach „zuviel“ an.

Warum ich das schreibe? Weil ich ehrlich sein will mit den LeserInnen. Wie verlogen wäre das denn bitte, ein Jahr lang stolz zu schreiben, dass man nix kauft, und dann die Käufe (und Täusche und Geschenke!) vorzuenthalten? Nöh. Wenn schon schiefe Optik, dann auch dazu stehen.  Vielleicht find auch nur ich die Optik so schief…

Wo ich früher kaum mit der Wimper gezuckt hätte, wird mir heut schlecht dabei, so viel auf einmal. Am Mittwoch war ich aus medialen Gründen zum ersten Mal in den Geschäftslokalen von Anukoo und Anzüglich, und es hat mich genau gar nicht gereizt. Das rote Kleid bei anzüglich, das war WIRKLICH schön, aber der Gedanke, mir das jetzt zu kaufen, der war sehr sehr sehr weit weg. Ich brauchs nicht.

Ich bin komplett überfordert, fühle mich wirklich mies und wünsche mit mein Boykott-Korsett wieder her.  Pause bis Amsterdam.

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Absage ans Tauschen

Ich hab ja mal vor ein paar Wochen geschrieben, dass ich gerne eine Tauschparty machen würde. Sorry Leute, davon bin ich jetzt abgekommen: Letzte Woche habe ich den Rest meines Zeugs, das ich ausmiste, auf die Kleiderständer gehängt, und mit jedem Stück stieg die Belastung. Ich glaube, ich miste grade mehr Sachen aus, als mein Liebster besitzt. Und meine Kästen sind immer noch gut gefüllt (ok, einer ist jetzt fast leer, aber die restlichen zwei biegen sich immer noch in alle Richtungen).

Der Gedanke, dass ich mein Zeug wegtausche, um Neues nachhause zu bringen, der war der Grund für diese Belastung. Wie gut es sich doch angefühlt hat, als meine Lieblingsaniger mit einer Textilschwedentasche voller Zeux von mir rausspaziert ist – und mit dem Verbot, mir im Gegenzug was zu schenken.

Also: Ich werde mein Zeug einfach herschenken. Und zwar an die Leute, bei denen ich weiß, sie tragen es gerne oder können nähtechnisch etwas damit anfangen. Ein paar Freundinnen und Bekannte werden aufgrund von vergleichbarer Größe (wobei, zu meiner eigenen großen Überraschung habe ich auch Kleider in Größe 38 besessen, und ich hab sogar wirklich mal in die reingepasst, es gibt Beweisfotos!) bevorzugt behandelt, und wie es dann weitergeht – lest ihr sehr wahrscheinlich bald einmal hier 🙂

Schönen Samstag wünsch ich euch!

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Die Erleichterung

Langsam gehts los: Die ausgeborgten Kleiderstangen sind aufgebaut, alle verfügbaren Kleiderhaken sind benutzt, weitere Kleiderhaken kommen nächste Woche.

Voila, das schaut ja langsam schon nach was aus, so ausmisttechnisch!

(c) nunette colour

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Allerdings: Da fehlt noch viiiiel – und die ganz  Aufhängerei hat mir grad noch mehr Lust auf Ausmisten gemacht!

Dieser Berg muss noch „abgearbeitet“ werden..

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Share and Care

Auweia, ich bin in Shoppinglaune. Aber nicht für Kleidung, sondern für Einrichtung. Das Bad, das war immer so mein Sorgenkind, irgendwie bin ich auf keinen Nenner gekommen, wie ich das stimmig einrichte – und sowas ist mir verdammt wichtig. Außerdem nerven mich die Berge an ausgemisterer Kleidung im Wohnzimmer grad ziemlich, vor allem, weil sie grad lose daliegen, da ich die Taschen kürzlich dringend benötigt habe.

Ein paar Zerquetschte hab ich dann auch wirklich beim Möbelschweden liegen lassen – es gab günstige Metallregale fürs Bad, und in diesen Tisch (türkis!) bin ich seit August verliebt, den habe ich mir gegönnt (passenderweise hat der Liebste sich endlich einen Akkuschrauber gegönnt, sind wir nicht eine perfekte Symbiose?).

Und leiderleider, ich war mal wieder so richtig „in the zone“. In the Fundgrubenzone, nämlich. Dort hab ich dann gleich noch eine passende Lampe fürs Bad gefunden (und dankenswerterweise per Facebook auch einen Elektriker, der sie mir montieren wird – die alten Fassungen in meiner Wohnung sind abenteuerlich). Und Lust auf ein weiteres Regal bekommen. Und Liebster, meinst du nicht, dass wir so einen Fauteuil brauchen, wenn wir dann mal das eine Zimmer umgebaut haben? Und hey, wieso häng ich die ausgemistete Kleidung nicht auf einer mobilen  Kleiderstange auf, bis ich beschlossen habe, was an Freundinnen, was an Restldesignerinnen und was in meinen eigenen Nähkorb geht?

Zum Glück konnte ich mich (und konnten die mich unsäglich nervenden Menschenmassen beim Möbelschweden, die mich zur Flucht zwangen) bremsen. Abgesehen von der Lampe wurde nix mitgenommen. Kurz mal nachgedacht, und schwupps, mal auf willhaben und vor allem share&care nachgeschaut.

Share&Care ist einfach megaleiwand. Da gehts nicht ums Tauschen, sondern ums Suchen und Schenken. Entweder man bietet etwas an, gratis, oder man postet, was man sucht. Selbiges tat ich, und keine 24h später holte ich zwei mobile Kleiderstangen ab. Am neunten hol ich mir dann auch noch einen Berg an Kleiderhaken, und meine Begeisterung ist unendlich. Ich kanns echt nur weiterempfehlen – ich werd in Zukunft öfter reinschauen. Wer weiß, vielleicht sucht ja jemand ein Klumpert, das ich loswerden will?

Übrigens gibts das System für viele verschiedene Städte, einfach nach eurer Stadt suchen!

Ps: Das Bad ist endlich richtig schön geworden, und diese Verschönerung hat mich genau 25 Euro gekostet. Der Rest war wiedermal einfaches Umstellen. Umdenken hilft manchmal ungemein gegen die Kaufrauschgefahr….

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Los gehts!

Irgendwie ist von beginnender Weihnachtsruhe bei mir nix zu spüren. Nicht etwa wegen dem Geschenkeeinkaufsstress, sondern aufgrund spannender Arbeit bis zum letzten Arbeitstag sowie diverser persönlicher Entwicklungen, über die ich schreib, wenn die Eier gelegt sind.

Das Schöne ist die abendliche Entspannung – mit den Stricknadeln in der Hand, dem nächsten Projekt auf ebenjenen Nadeln, und einer der absolut besten Serien der letzten Jahre am TV-Gerät…. Ich kann mir gar nimmer vorstellen, wie das funktioniert hat letztes Jahr, fernschauen ohne stricken. Wenn ich früher gewusst hätte, wie cool selbstgestrickte Pullover sein können (ok, sie können auch fürcherlich peinlich sein und scheiße aussehen, zugegeben), ich hätt mir diverse 14,90 oder 19,90-Teile vom Textilschweden nicht besorgt.

(c) nunette colour

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Neuer Tauschrausch in Sicht

Es wird mal wieder getauscht – Danila, die schon die letzte Tauschparty, auf der ich war, organisiert hat, war wieder am Werk. Morgen, 6.12., ab 12h, im Café Schottenhof in der Amundsenstraße 5 im wunderbaren 14. Hieb (ich liebe das Wort Hieb…wer sagt denn bitte in Wien noch Bezirk?).

Ich selbst bin noch nicht sicher, ob ich hinschaue. Müde ist grad gar kein Ausdruck, am liebsten würde ich auf Winterschlaf gehen. Gestern habe ich mich um neun Uhr Abends bereits im Bett eingerollt (und diesen Artikel geschrieben, zugegeben). Andererseits: Ich hätte drei Ikeasäcke aussortiertes Zeugs…..

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TopSwap!

Diesmal nicht wir, sondern TopSwap: Es wird wieder getauscht!

topswap

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Nix kaufen heißt noch gar nix

Ich hab letztens mal „Kassasturz“ gemacht und zusammengezählt, was in den vergangenen neuneinhalb Monaten so alles in meinem Kleiderschrank gelandet ist, das da vorher noch nicht war. Und holla, das ist nicht grad wenig – irgendwie wird mir grad klar, warums mir nicht wie Verzicht vorkommt, das Jahr. Vorausschickend: Ich habe nicht um Geschenke gebeten. Bis auf eine Tasche. Geb ich zu.

  • Eine Strumpfhose, extrem genial, aber leider umgehend innerhalb meiner vier Wände so derartig professionell verschustert, dass sie seither nicht mehr aufgetaucht ist.
  • Insgesamt fünf (bist du irre!!!) Paar Leggings, von denen zwei leider nachm ersten Waschgang wieder „adios“ gesagt haben und eine zu klein, aber sehr sehr cool ist (vom Liebsten)
  • drei selbstgenähte Röcke: 1, 2, 3
  • ein selbstgenähter Mantel,
  • ein selbstgenähter, ein selbstgestrickter (siehe Foto), ein geschenkter Schal
  • ein fast fertiggestrickter Pullover 
  • der unfassbar geniale Sockenpulli, mein Geburtstagsgeschenk
  • eine selbstgenähte, zwei geschenkte Taschen (die zweite ist giftgrün und von meiner liebgehabten Frau vom See)
  • ein Cardigan
  • ein Shirt, das Ena bekommen hat, ihr aber zu groß war. Third Hand quasi.
  • ein Seidenkleid, ein Pulli, ein Rock, ein Shirt, noch ein Shirt – bei einer Tauschparty. Hab aber mehr Teile hingebracht als mitgenommen. Gilt aber dennoch als „neu“ in meinem Schrank.
  • eine Wollhose von der zweiten Tauschparty, die allerdings längentechnisch noch etwas gepimpt werden muss…
  • Alte, von meiner Lieblings-aniger nimmer getragene Strumpfhosen (Freundinnen jenseits der 1,80 sind in Sachen Kleidertausch bei mir echt Gold wert). Mal schauen, ob sie mir passen.

Aaaaaalter Schwede.

Also erstens: Ende Jänner ist Großausmisttag. Aber sowas von.

Und zweitens: Diese Liste da oben ist ein Bruchteil dessen, was ansonsten so durchschnittlich in einem Jahr neu in meinem Kleiderschrank gelandet ist. Und die Freude über jedes einzelne Teil war 2012 locker viermal so groß wie vorher.

Drittens: Ich hab mich komplett an meine eigenen Regeln gehalten. Trotzdem kommt mir diese Liste da oben echt wie ein Regelbruch vor.

Aaaaaaaaaaber viertens: Auf die Tour kann ich locker noch ein paar Monate länger weitermachen. Wäre da nicht das mit Aniger geplante Amsterdamwochenende 🙂

(c) nunette colour

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Tauschparty 2.0-Idee

Einen Bericht über die Tauschparty bin ich euch noch schuldig – ja, es war wieder erfolgreich, aber nicht ganz so super wie beim letzten Mal. Leider war es vom Platz für Frauenmode sogar weniger als letztes Mal (was aber an einem Hoppala in der Buchung des Lokals begründet ist, dafür konnte die liebe Organisatorin Danila nix), und auch die Größensortierung hat nicht so gut geklappt wie damals im Dellago. Aaaaber: Die Stimmung war super, der Andrang enorm, und ich hab mir doch so zwei, drei Teile gefunden. Und ein paar eigene wieder mitgenommen, nachdem sie zwei Stunden später immer noch dahingen. Macht aber nix. Es war wirklich fein!!!!

Mir ist aber so von wegen Prozessoptimierung dann doch was gedämmert: Ich würde gerne Ende Jänner, nach Ablauf meines Jahres, eine Tauschparty auf etwas höherem Niveau machen. Das heißt nicht, dass die bisherigen Tauschparties niveaulos waren, aber mein Anspruch wäre folgender: Bring nicht deine ultimativen Schrankleichen, die seit fünf Jahren im hinterletzten Regal verstauben, sondern bring nur solche Kleidungsstücke, die du selbst aus modischer Sicht ohne Genieren auf der Straße tragen würdest – und die du halt aus einem Detailgrund (zu kurz, zu eng, zu klein, zu knallrot, zu mutig beim Kauf gewesen, zu wenig mein Stil) nicht mehr anziehen magst. Und das wird von den Damen am Eingang auch sehr streng bewertet.

Der Grund: Der Anteil der Kleidungsstücke, die in den Neunzigern das letzte Mal modern waren und die es auch bei liberalster Interpretation des Retro/Vintage-Styles nicht aus dem Kleiderschrank raus schaffen sollten, war v.a. bei der letzten Tauschparty doch etwas hoch. Damit bekommts wieder Flohmarkt-Flair.

Ich würd mir also mehr Qualität als Quantität wünschen. Wär das eine gute Idee oder ist das nur hochrangiges Raunzen? Und bei ersterem: Wer würde mir bei der Organisation helfen?

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