Archiv für den Monat Mai 2013

Göttlich!

Hui, heut gehts mal wieder zu. Eigentlich wollte ich gestern ja noch einen Beitrag vorbereiten, aber dann bin ich mit einer wunderbaren Abendlektüre eingeschlafen – ist zwar schon seit einem Monat draußen, ich bin jetzt erst dazugekommen, sie mir anzuschauen: Die Gemeinwohl-Bilanz 2012 von Göttin des Glücks.

Es ist so schön zu lesen, wie es „auch“ funktionieren kann! Ich will mehr davon! Und die werte Göttin hat sich  – obwohl mir die Sachen bisher gar nie soooo gut gefielen – zu einer meiner Lieblingsmarken entwickelt. Komplett transparent, komplett fair, schlaue Kooperationen und ökologisch korrekte Produktion.

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Strickfilm, die zweite

omamamia

Vorfreude! Allzuviel gibt es dazu nicht zu sagen. Erstens: Danke tausendmal für Organisation und Flyer und alles Pipapo der Frau ohne Klumpert, zweitens: Aufs Bild klicken und zur Veranstaltung gelangen, dort zusagen und weitere Freunde einladen, ihr kennt die ungeschriebenen Facebookgesetze. Und Drittens: Zur Einstimmung nochmal der Artikel in der Wiener Zeitung von der wunderbaren Sabine Karrer über den ersten Strickfilm (viele Links, alle führen euch wo anders hin. Schön, so ein Internet!)

Ach ja, und: Alles Gute zum Geburtstag, Bruderherz!

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Bildboykott

Melde mich gehorsamst aus dem Kurzurlaub samt Funkloch zurück!

Nicht, dass die Bildzeitung ein Blatt für die Intelligenzia des Landes ist, aber wenn sogar die das Boykottthema aufnehmen, dann hat wirklich bald niemand mehr die Ausrede der Unwissenheit, oder?

Und was ich noch viel spannender finde: So wirklich eine Antwort auf die Frage „Boykott oder nicht“ haben sie auch nicht, oder? Ich tu mir immer noch schwer damit: Ich weiß, dass es in Bangladesch selbst heißt, dass ein Boykott kontraproduktiv ist. Aber nach all den Dingen, die ich in den letzten eineinhalb Jahren mitbekommen habe, vom Brand über Massenohnmachten bis hin zum Gebäudeeinsturz mit über 1100 (!!!!!) Toten – sorry, aber ich KANN einfach nicht mehr zu Zara, Mango und Co. gehen! Geht einfach nicht! Ich habe mich da eh schon ein paarmal wiederholt: Das Argument, nicht zu boykottieren, ist brandgefährlich im wahrsten Sinne des Wortes – weil so viele es einfach als Ausrede nutzen könnten, um genauso weiterzumachen wie bisher.

Ich bin WIRKLICH schon gespannt auf für die ArbeiterInnen merkbare Auswirkungen des nun von so vielen großen Unternehmen unterzeichneten Brandschutzabkommens….

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It’s official: „Ich kauf nix!“ – Das Buch

Dass ich das jetzt schon poste und nicht erst Ende Juni, liegt bitte nicht an meiner Ungeduld (ok, vielleicht ein bißchen), sondern auch daran, dass es an anderer Stelle bereits publiziert wurde und ich die „Zweitankündigung“ machen will.

Also.

Durchatmen.

Es ist so unglaublich, und ich freu mich jedes einzelne Mal, wenn ich das Bild sehe: Ich habe ein Buch geschrieben. Ja, ich! Buch! So ganz final fertiggeschrieben ist es noch nicht, aber umgerechnet bin ich Philipp, einem Verlagsmitarbeiter, zufolge „im achten Monat“ – und ich hoffe auf keine Komplikationen in den letzten Wochen.

Dass dieses Buch zustande gekommen ist, macht mich so glücklich, dass meine Lektorin bereits meinte, sie hätte noch niemals eine Autorin gehabt, die sich so sehr gefreut hat bei Vertragsabschluss. Und ich denk mir nur: Moment, ist das nicht bei allen so? 🙂 Für mich geht eine Art Lebenstraum in Erfüllung. Ich kanns kaum erwarten, in eine Buchhandlung zu gehen, und dort im Regal meinen Namen zu sehen. Sorry, aber echt jetzt: Wie cool ist das denn bitte?!

Seit gestern klick ich mich immer wieder zwischen hier und hier und hier hin und her, und hier kann mans auch raussuchen, und packs einfach gar nicht. Es ist echt offiziell. Gut, viele meiner Freunde wussten es schon, aber hey, jetzt wirds wirklich….real! Herzklopfen!

Liebe LeserInnen: Wer den Blog gelesen hat, wird so einiges im Buch wieder entdecken, jedoch mit „persönlicherer“ Note und jede Menge blöden Kommentaren vom Liebsten. Ich würde mich freuen, wenn ihr dann Ende Dezember (ja, erst, ich weiß, aber ich bin deadlinetechnisch da gar nicht so unglücklich darüber) im ersten Weihnachtsgeschenkumtauschrausch ins Buchgeschäft euer Wahl stiefelt und einen Zehner für 250 Seiten Kaufnix-Lektüre drauflegt. Was kaufen, auf dem ichkaufnix steht, ich stell mir schon lauter grinsende Buchhändlerinnengesichter vor….und ich geb sogar den Tipp dafür! 😀 Aber mei, ich geb auch andere Kauftipps

Shoppingdiät? Ja, Shoppingdiät. Ein paar Kilometer weiter westlich, im schönen München, hatte Katrin bekanntermaßen die gleiche Idee. Und sie nannte es „Shoppingdiät“. Als dieses Buch entstand, wurde auch mir (mit Überredung meiner Lektorin) klar: „Shoppingdiät“ ist einfach das passende Wort. Und ich danke Katrin aus ganzem Herzen dafür, dass ich es in diesem Druckwerk ebenfalls beanspruchen darf.

Ein weiteres Dankeschön geht an Ulla vom Buchkontor. Die ist nämlich „schuld“ daran, dass das Buch bei Kiepenheuer & Witsch rauskommt, einem Verlag, über den ich aus Autoren- und Buchhändlerkreisen in den letzten Monaten nur Gutes gehört habe, und diese positiven Eindrücke kann ich nur absolut bestätigen!

So, und jetzt mal Schluss mit dieser oskarreifen pathetischen Danksagungs-Sabbelei. Ich denk mal, dass ich mich freu, kommt rüber, oder? Also, 27.12. im Kalender eintragen, dass ihr  was im Buchgeschäft (oder online, als E-Book erscheints auch) zu erledigen habt 😉

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Unisex

Hahah, der Lacher von heute: Ich hab ja mal über American Apparel geschrieben, und wie unfassbar sexistisch deren CEO und deren gesamtes Marketing sind. Sabine hat heute einen Link verschickt, der diesen alten Post von mir bebildert:

Bitteschön – AA und ihre Interpretation von Unisex….

Kleiner Spoiler:

DAS ist ein Unisexhemd, getragen von einem Mann:

Und so trägt es aus Sicht von American Apparel eine Frau. Unisex.

 

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Guter Tag, ein guter Tag

Gestern war ein verdammt guter Tag. Die Entzündung in meinem Hals tobt zwar immer noch, aber wenigstens kann ich wieder durch die Nase atmen und fühl mich nicht mehr, als ob ein Lastwagen grad über mich drübergefahren wäre (nur noch ein alter 2CV…ha.ha.). Das Gute an dem Tag war, dass ich einen alten Bekannten wiedergetroffen habe:

(c) Nunu Kaller

Warum schaust du denn so zerdrückt drein?

Lange nicht gesehen! Was machst denn du in meinem Schmutzwäschekorb, den ich locker fünfmal auf der Suche nach dir umgedreht habe?!

Außerdem ist noch was anderes passiert, und einigen Freunden hab ichs schon ungefragt auf die Nase gebunden, aber hier werde ich es erst am 26. Juni vorstellen. Nur soviel vorab: Für mich geht bald ein Traum in Erfüllung!

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Freuen! Jetzt! 31mal!

Ich hock mal wieder mit Halsentzündung zuhause, und bin derartig müde, dass Gedanken, die sich in ganze Sätze formen, grad eher schwer möglich sind – also deren Umsetzung ins Schriftliche. Aber es gibt etwas zu feiern – ich übergebe hiermit der Clean Clothes Kampagne das Wort:

Wir haben es geschafft! 31 Unternehmen unterzeichnen das Sicherheitsabkommen für Bangladesch

Wien, 16.05.2013 – Vor Ablauf der Frist, gestern Mitternacht haben 31 Firmen das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz unterzeichnet. Mehr als 1.000 Fabriken in Bangladesch sind damit Teil des Verbesserungsprogramms.

Wir möchten uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken! Nur durch den großen öffentlichen Druck war dieser Erfolg möglich!

Das Abkommen ist ein Meilenstein für die bangladeschische Bekleidungsindustrie. Die Firmen unterzeichnen damit ein transparentes, rechtlich bindendes Abkommen, das die lokalen Gewerkschaften einbindet und die Unternehmen finanziell an den Sanierungen der Fabriken beteiligt.

Mit Ende des gestrigen Tages haben 31 Unternehmen unterschrieben: H&M, Inditex, C&A, PVH (Calvin Klein, Tommy Hilfiger), Tchibo, Tesco, Marks & Spencer, Primark, El Corte Inglés, Hess Natur, jbc, Mango, Carrefour, KiK, Helly Hansen, G-Star, Hofer, New Look, Next, Mothercare, Loblaws, Sainsbury’s, Benetton, N Brown Group, Stockmann,  WE Group, Esprit, Rewe, Lidl, Switcher und Abercrombie&Fitch.

Der Generalsekretär von IndustriALL Global Union, Jyrki Raina begrüßt ebenso die Entscheidung der unterzeichnenden Unternehmen und ergänzt: “Wir werden die Tür auch nach dem Ablauf der Frist einen Spalt weit für weitere Unternehmen offen halten. Wir beginnen aber jetzt mit der Umsetzung. Nachzügler haben keinen Einfluss auf die bereits getroffenen Entscheidungen. Es geht nun um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, die mit einem Mindestlohn von rund 30 Euro im Monat ihr Leben riskieren, wenn sie zur Arbeit gehen.”

Das Abkommen umfasst unabhängige Sicherheitsinspektionen, verpflichtende Reparaturen und Renovierungen, Möglichkeiten Geschäftsbeziehungen mit den Fabriken zu beenden, wenn diese notwendige Sicherheitsmaßnahmen ablehnen, sowie die Involvierung der betroffenen ArbeiterInnen und ihrer Vertretungen, der Gewerkschaften. Ein Kernstück des Abkommens ist die Kostenbeteiligung. Die unterzeichnenden Markenunternehmen verpflichten sich dazu für Instandhaltungskosten in ihren Zulieferbetrieben aufzukommen und damit die Arbeitsplätze sicherer zu machen. Das Abkommen garantiert den ArbeiterInnen das Recht gefährliche Arbeit zu verweigern, wie es die ILO Konvention 155 vorsieht.

Und wer sich wirklich dafür interessiert: HIER gehts zu dem Abkommen, das die Firmen unterzeichnet haben. Ich hoffe wirklich, dass es jetzt schrittweise in Bangladesch zu massiven und schon lange gebrauchten Verbesserungen kommt – und danach sind dann Pakistan, Indien und all die anderen weiteren Billiglohnländer dran….? Bangladesch ist sicher das Land mit den schlimmsten Zuständen, dem geringsten Mindestlohn und und und, aber es ist nicht das einzige Land, in dem unfair produziert wird…

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Eine Idee für Arsch und Friedrich!

Auf Facebook teile ich signifikant oft Geschichten von Get Changed – die präsentieren dort einfach immer die besten Stories aus der Welt der nachhaltigen Mode.

Über folgendes Video bin ich auch durch einen Link von Get Changed gestolpert – und ich bin einfach nur begeistert. DAS ist tausendmal besser als ein Shitstorm, der irgendwelche Server lahmlegt!!!! Ein bissl überzogen gefilmt, aber ich musste echt ein paarmal auflachen…

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Thrift Shop

Dass es ein Song über Second Hand Mode letztes Jahr in die Charts geschafft hat, ist mal wieder an mir vorüber gegangen. Danke Gina fürn Hinweis!  Aber: Cooles Video, witzige Lyrics (am besten mitlesen)…. und: Gibts einen Delorean eigentlich auch im Second Hand Shop? 🙂

Der Typ hat übrigens auch einen ziemlich coolen Track über Consumerism und Markenirrsinn geschrieben…

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Ich hab auf die Rebellion vergessen!

Gestern ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen – ich habe einen Blogpost vergessen! Und zwar vor langer Zeit! Ich war ja vor ein paar Monaten in Köln. Seit gestern weiß ich, das ich Ende Juli noch einmal hin „muss“ (Quatsch, ich freu mich, auch wenn es eine wirklich, WIRKLICH hässliche Stadt ist, und leider, als Wienerin kann mich auch der Dom nicht beeindrucken….).

Und letztes Mal, da habe ich die Konsumrebellin getroffen – und habe doch glatt vergessen, darüber zu schreiben!! Also: Die Konsumrebellin ist ebenfalls seit fast einem Jahr mit einem selbstauferlegten Nichtkaufboykott beschäftigt und schreibt ganz hervorragend auf ihrem Blog.

Und ich hoffe, sie ist nicht böse auf mich, dass dieser Post erst Moooooonate verspätet kommt – und dass ich sie Ende Juli wieder treffe! 🙂

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