Archiv für den Monat November 2014

10 Tipps gegen Konsumrausch für Wienerinnen und andere

Ich mag sie ja, die Wienerin. Ich mag sie sehr. Auch wenn es eine klassische Frauenzeitschrift ist, in ders in einer Ausgabe ums Abnehmen und in der nächsten ums „Lieb dich so wie du bist“ geht – hin und wieder haben sie wahre Perlen des Frauenprintmagazinhochglanzjournalimus. So zum Beispiel in der aktuellen eine Geschichte zu Dopamin und Konsumrausch.

Dopamin ist das Hormon, das in uns ausgeschüttet wird, wenn wir Glück empfinden. Und Konsum-Sucht ist de facto eine Sucht nach dem Ausstoß von Dopamin in unserem Körper. Der Kick, wenn man shoppen war, eben. Der kann aber auch echt was (übrigens, persönlich Erfahrung: Der kann noch viel mehr, wenn man ihn sich selten gibt…). Der Haken am Dopamin: Wenn man sich den Kick einmal gegeben hat, muss er beim nächsten mal heftiger sein. Beim ersten Mal reicht eine Kleinigkeit in der Einkaufstasche, beim nächsten Mal muss es dann doch schon ein Markenprodukt sein, damit das Dopamin ordentlich durch die Adern fetzt.

Der Artikel (Seite 166!) beschreibt auch gut, was ich „drüber schlafen“ nenne. Nicht sofort den Gelüsten nachgeben, die sich einem in den Weg werfen, sondern erst mal Zeit vergehen lassen und überlegen, ob man das Teil wirklich will. Und braucht! Ich finds sehr spannend, dass diese Gelüste und Konsumverhalten im Allgemeinen echt auch durch klassische Biochemie erklärt werden kann.

Ich erlaube mir jetzt, auch direkt aus der Wienerin zu zitieren – es werden 10 Tipps gegen Konsumrausch aufgeführt, die gerade jetzt im Advent (shoppen für andere) und umgehend danach (Geschenke umtauschen, Ausverkauf, kaufen für sich selbst) sicherlich ganz praktisch sind. Im Grunde sind einige davon wirklich No-Na, aber die Auflistung find ich hübsch. Nur: Wenn ich schon so frech bin und abschreibe, müssts ihr bitte eine Sache schon kaufen: Die neue Wienerin. Damit die nicht böse auf mich sind, weil ich „klaue“. 🙂

Also.

  1. Tun Sie Dinge, die Sie lieben. (…) Die Liebe und Leidenschaft zu täglichen Aufgaben steigern Wohlbefinden und Befriedigung.
  2. Selbstwertgefühl. Tun Sie alles (außer shoppen!), was nötig ist, um sich selbst mehr zu mögen: Tanzkurs, Klavierstunden, …
  3. Sport: Wissenschaftler der Universität von Exeter vermuten, dass körperliche Aktivität Botenstoffe im Gehirn dazu veranlasst, Süchte und Gelüste einzudämmen.
  4. Spontanität: Kleine Fluchten aus dem Alltag machen glücklich. (…) Spontan Ausflüge unternehmen, Rucksack packen und los!
  5. Spazieren gehen. Am besten in der Natur! Natur erdet, ordnet die Gedanken und macht glücklich.
  6. Stress in Grenzen halten. Manchen Stresssituationen kann man bewusst aus dem Weg gehen. Stress sorgt bekanntlich für Frust und dieser fordert Kompensationen.
  7. Ausreichend schlafen. Wer zu wenig schläft, greift schneller nach Süßem und nimmt schneller zu. Der Energiemangel und das Bedürfnis, das auszugleichen, steigert das Verlangen nach Zucker (Anmund ergo nach Kaufrausch im Supermarkt).
  8. Hand- und Gartenarbeit. Nähen, Stricken, Gartenarbeit und jedes andere Handwerk wirken nicht nur beruhigend aufs Gemüt. Das sichtbare und greifbare Ergebnis sorgt für innere Befriedigung und Zufriedenheit.
  9. Entschleunigung. Weniger ist mehr. Je langsamer wir werden, desto aufmerksamer (…).
  10. Sex: Dass man beim Sex jede Menge Glückshormone ausschüttet, ist bekannt. Aber auch schon Berührungen und Umarmungen sorgen für Stabilität und Zufriedenheit bei der Bewältigung des Alltags.

 

Getaggt mit

Mein Wort zum Samstag. Und Sonntag. Und überhaupt.

In der vergangenen Zeit frag ich mich immer öfter: Leb ich eigentlich richtig? Gut, zugegeben, das hat jetzt viel mit einigen Umbrüchen bei mir zu tun (und wahrscheinlich auch mit meinem permanenten Schlafmangel und der grad ausbrechenden Halsentzündung. Vor allem bei zuwenig Schlaf hab ich meine Emotionen nicht im Griff. Da ist dann alles Weltuntergang und die kleinsten Kleinigkeiten blasen mich auf Stunden/Tage um. Da versteh ich nicht nur, wenn Schwangere bei der Merci-Werbung heulen, da heul ich gleich mit.), aber auch mit dem einen oder anderen Gespräch in letzter Zeit, das in mir nachwirkt.

Also.

Ich leb nicht öko. Ich leb unabsichtlich ein bissl ökologischer als früher, weil sämtliche Räder, die ich unter meinen Füßen hab, nur noch von selbigen betrieben werden können, so ganz ohne motorische Unterstützung. Und ich geb zu – es nervt mich. Ich bin auch im Alltag nicht 100 Prozent öko. Manchmal stopf ich mir einen Keks in den Mund, der aus einer Packung aus dem Supermarkt kommt, und ich weiß schon währenddessen: Hmpf. Käfigeier. Aber ich tus dann halt trotzdem, weil die Dinger vor meiner Nase stehen. Immerhin, selbst kaufen tu ich sie nicht. Weil ich sie eigentlich gar nicht so gut find. Aber so vor meiner Nase eben….. blöde Nase. 🙂 Anderes Beispiel: In meiner Wohnung stehen auch Teile vom Möbelschweden. Seit ein paar Wochen auch ein neuer Teppich. Ich hab vorher nach „fairen“ Teppichen geschaut, und kann sie mir nicht leisten, und auf willhaben gab nichts nach meinen Vorstellungen (wobei willhaben mich da wirklich selten im Stich lässt). Aber einen Teppich hab ich gebraucht.

Ich könnt die Liste lang fortsetzen. Ich bin sicher keine, die autark leben will, ihre Energie selbst erzeugen will, ausschließlich bio isst und ihren Fußabdruck auf ein Minimum reduziert hat.  Ich denk mir auch oft: So richtig komplett öko und fair leben, wo kein Mensch für dich in menschenunwürdigen Zuständen schuften musste, kein einziges Nutztier leiden musste (ok, der Punkt wär möglich, aber beim Leder komma halt wieder zur Glaubensfrage Erdöl oder Tier), du der Natur mehr zurückgibst, als du nimmst… das ist heutzutage fast unmöglich. Schon allein dieser Beitrag würde gerade nicht entstehen, auf meinem Laptop, auf meinem alten Sofa (und bei beidem weiß ich nicht: wer hat daran gearbeitet? Chemikalieneinsatz in der Produktion?), in meiner heiztechnisch ziemlich ungünstigen, aber wunderschönen Wohnung.

Allein schon wenn man anfängt, sich zu informieren, ist man schnell überfordert, ist mir allein im Textilbereich ja auch immer wieder so gegangen. Ich war während meines Shoppingboykotts oft an dem Punkt, wo ich einfach nicht wusste: Ja was kann ich denn bitte noch richtig machen, wenn ich wieder einkaufen darf? Einfach nie wieder einkaufen und meine Dinge tragen, bis sie mir in Fetzen vom Körper hängen? Nur noch selbst produzieren? Aber wie kann ich sichergehen, dass der Stoff auf den Stoffballen fair produziert wurde? Nur noch tauschen? Naja, ich hab ja auch ein bissl einen Wunsch, mich modisch zu „äußern“, nicht so einfach also. Keine Lederschuhe mehr? Das hieße dann: erdölbasierte Teile. Grmpf!

Klar macht einen das fertig! Das ist auch wieder diese Luxusproblemdiskussion: Wir verzichten oder kaufen anders, weil wirs uns leisten können. Weiter über den Tellerrand denken wird leider immer ein Elitending sein – weils meiner Meinung nach erst dann einsetzt, wenn die Grundbedürfnisse nicht frieren, nicht hungern, am Ende mehr Geld als Monat zu haben und nicht umgekehrt, trotz Wohnkosten usw. gedeckt sind. Was ja auch logisch ist.

Doch auch diese „Eliten“ kommen manchmal zu dem Schluss: „Naja, und? Wenn ich jetzt die Bio-Milch kauf und den fair gehandelten Kaffee, dann fällt in China ein Sack Reis um. Also was soll ich mich noch damit auseinandersetzen? Wieso soll ich mir antun, über den ganzen Scheiß Bescheid zu wissen, und mein eigenes Gewissen sauber kaufen, wenn die Welt sowieso vor die Hunde geht? Na dann geh ich doch bitte auch zum Textilschweden, fesches, günstiges Zeug gibts dort und ich bin immer trendy.“

Und genau DAS ist die Reaktion, die mir so wiederstrebt. Ja, ich weiß, dass ich nicht alles richtig machen kann, und ich stelle den Anspruch auch gar nicht. Ich finde trotzdem, dass man nicht vor lauter Riesenproblemen, die Kapitalismus, Globalisierung und schlicht und einfach menschliche Gier ausgelöst haben, nicht den Kopf in den Sand stecken sollte. Jede/r kann beitragen. Und sei es durch den „richtigen“ Konsum – weil man dadurch ein Zeichen setzt, das auch die großen Bösen, die unsere Welt vor die Hunde bringen, verstehen. Ich hab jetzt weder die romantische Vorstellung, dass der/die Einzelne die Welt verändern und retten kann, noch ist meine Hoffnung allzugroß ausgeprägt, dass irgendwann mal die Menge der kritischen KonsumentInnen überwiegen wird.

Aber deshalb gleich komplett drauf scheißen, das geht einfach nicht. Sorry. Wissen, Handlungsmöglichkeiten haben (und damit mein ich nicht nur den elitären Bereich!) und nix tun, das ist einfach feig.

Was dann noch gefährlich ist, ist, auf das Greenwashing von Unternehmen reinzufallen – weil die wiederum genau wissen, dass die KonsumentInnen immer mehr nach bio und fair und sozial und überhaupt verlangen. Aber darauf geh ich ein anderes Mal ein. Einfach ist das jedenfalls nicht, das Leben, wenn man drüber nachdenkt.

Getaggt mit ,

Jeans gesucht – ich brauch euren Rat

Sooo, jetzt brauch ich mal euren Rat. Ich suche was, und ich stell mich auf eine lange Suche ein. Es ist nämlich so – zu Studientagen hatte ich zwei Paar Jeans, die ich heiß geliebt habe. Die waren uuuuurlang, was bei meiner Größe was sehr lässiges war, glockig und stretchig. Ich habe sie geliebt. Und ich habe sie anscheinend schon vor Jahren weggegeben. Und ich könnt mich in den Hintern beißen deshalb, da die Jeans aufgrund des Stretchanteils wahrscheinlich auch trotz leichter Vergrößerung jenes hineinzubeißenden Hinterns doch jetzt noch passen würden.

Stattdessen habe ich mir vor knapp sechs Jahren eine neue Bell Bottom Jeans gekauft – die zwar super ist, aber nur, wenn ich gewichtstechnisch grad die kritischen drei Kilo unten hab und nicht oben. Diese kritischen drei Kilo sind aber immer wieder mal gern bei mir und dann doch wieder nicht und dann doch. Mir wars egal, dann halt dicken Gürtel drüber und Knopf offen. Aber irgendwie war die Hose auch so ums Äutzerl, so ein Zentimeter oder so, zu kurz. Da bin ich pingelig, bei Glockenhosen will ich quasi draufsteigen können, so lang müssen die sein.

Und jetzt, nach sechs Jahren, gibt diese unstretchige Jeans leider grad auf, so richtig schön hauchdünngeschabt an eher blöder Stelle – gerade jetzt, wo ich beschlossen habe, wieder häufiger diesem elendigen Skinny-Jeans-Trend zu trotzen. Ich find sie einfach cool, die Glockenjeans, und außerdem machen sie eine schönere Figur als die Knackpellen, die zwar gerade viele Frauen gut tragen, die aber eigentlich, „sammas uns eahrlich“, nur wirklich schlanken Menschen stehen.

Ich hab nicht vor, mir jetzt, sofort und gleich eine neue Jeans zu bestellen, ich bin da jetzt viel mehr auf eine lange Suche eingestellt. Eine sehr lange, weil meine ersten Impulse haben mich leider ein bissl enttäuscht.

Ausschauen soll die Hose so, die Fotos sind von Pinterest, ich habe jeweils das Pinterestbild verlinkt, damit man über diesen Umweg auch gleich zum Ursprung kommt…. oder so 🙂

bellbottompinterest1 bellbottompinterest2

Und jetzt seid ihr gefragt, wisst ihr im FairFashionBereich mehr als ich? Ich suche eine laaaaaaaaange Glockenjeans, nicht zu extrem glockig, aber es sollt schon der ganze Fuß sich drunter verstecken können, und ganz wichtig: stretchig. Ich find unstretchige Jeans so unbequem.

Das Depperte: Ich weiß. Jeansproduktion. Scheiße. Nur die fairen Jeans, die ich kenn, sind alle stretchfrei. 😦

Getaggt mit , ,

Freitag Wahnsinn – Samstag Kaufnix – Sonntag Fair Fashion

Ich bin jetzt ein bissl in der Bredoullie (oder wie auch immer man das schreibt): Am Wochenende ist ein ziemlich lässiger Markt, wo ich auch hinschauen möchte. Im Falkensteiner Hotel am Margaretengürtel – ich fahr täglich vorbei und denk mir immer wieder: spaciges Teil, das Gebäude, aber schön?! – findet der b.dressed fair fashion sale statt:

Wir von b.dressed laden Designer ein, ihre Lager zu räumen. Für Euch präsentieren wir die schönsten Teile ihrer Kollektionen aus den vergangenen Saisonen in einem gemeinsamen Sale. Zu attraktiven Preisen mit bis zu 70% Rabatt.

Wir legen Wert darauf, dass die teilnehmenden Labels in ihrer Produktion auf die Umwelt und auf die Menschen achten. Das gilt sowohl für die Produktion in Österreich als auch für die in Europa.

b.dressed: fair produzierte Mode, die Du mit reinstem Gewissen kaufen darfst.

Zeit:
Samstag, 29. November 2014, 9 – 22 Uhr
Sonntag, 30. November 2014 9 – 20 Uhr
Ort:
Falkensteiner Hotel Wien Margareten
1050 Wien, Margareten Gürtel 142

Teilnehmende Labels aus Österreich:
amateur fashion, art point, Anja Lauermann, Draskovits, Fröhlich, [kaRja], km/a, Lothar Daniel Bechtold, LILA, Maido Fashion, mangelware, MILK, modus vivendi, Petra Gilgenbach, pitour, Urban Tool, UlliKo, …

Und aus dem benachbarten Ausland:
Artista, Charlotte Wooning, Etna Maar, IN-Q, Jungle Field, La lic a, Michaela Kraft, Winschu, …

Eintritt frei!

Aber. Aaaaber. Und das is jetzt blöd, weil ich die Idee zu dem Sale so nett find, und das jetzt wirklich nicht bashen will: Am Samstag ist Kaufnix-Tag! Und der ist, weil am Freitag  davor immer „Black Friday“ in den USA ist. Das ist der Tag, wo alle konsumistisch komplett auszucken. An dem Tag (ein Tag nach Thanksgiving) haben viele AmerikanerInnen frei, und der Handel lockt mit Killerangeboten. Vööööllige Hysterie.

Spannendes Wochenende. Freitag Konsumismuswahnsinn, zumindest in Teilen der Welt (ich bin ja gespannt, wie lang das braucht, bis das a la Halloween auch bei uns ankommt), Samstag Kaufnix-Tag, Sonntag Fairfashion-Sale. Oder so. 🙂

bdressed

Getaggt mit , , , ,

Outfit in biofairupcyclingdiysecondhandalt

Verschlafen. Gestern Abendtermin, heute Abendtermin. Im Halbschlaf angezogen. Unterwegs bemerkt: Hey, ist gut! Hab eine gute Mischung erwischt: Schuhe Kleiderkreisel (die einzigen 7cm Hacken in denen ich gehen kann), Socken uralt, Strumpfhose Geschenk, Rock und Top bio und fair, Pulli steinalt und Lieblingsteil, Mantel Upcycling von km/a, Tasche selbst upgecyclet. Alles dabei 🙂

image

image

Nur am Gesicht muss ich noch üben. Das geht sonst bald nicht mal mehr als Vintage durch 🙂

image

Getaggt mit , , , , , ,

Göttliche Investitionen

So. Wie oft hab ich das schon gehört. „Gäbs gute Firmen, ich würd investieren!“ – „Mein Geld ist Macht, das will ich auch bewusst einsetzen, damit will ich ein Zeichen setzen!“ – „Crowdfunding ist so ein tolles Konzept!“ Immer wieder habe ich Gespräche, in denen diese Sätze fallen. Wenn es über die Mode hinausgeht, hin zu allgemeinem nachhaltigen Lifestyle. Und wieviele tuns dann wirklich? Sich umschauen, wo sie ihr Geld anlegen können? Wenn sie denn eines haben? Ich weiß, es ist nicht selbstverständlich, mind. 2000 Euro am Konto zu haben – aber es gibt solche Leute. Und die sollen sich hier jetzt bitte angesprochen fühlen.

Jetzt gibts eine Gelegenheit – man kann in die Göttin des Glücks investieren (ich nicht, ich hab nämlich grad nix zum investieren 🙂 ). Bitteschön, hier der Text, den sie ausgeschickt haben.

Beteiligungsmodell der Göttin des Glücks GmbH.

Wir laden Sie ein, in unsere Arbeit durch die Gewährung eines Darlehens zu investieren. Ihr Geld liegt in dem Fall nicht auf einer Bank, sondern in unserem Unternehmen, das höchste soziale und ökologische Werte lebt und schafft.

Sie gewähren der „Göttin“ ein Darlehen
(qualifiziertes Nachrangdarlehen)

> im Minimum EUR 2.000,00
> im Maximum EUR 20.000,00

und erhalten im Gegenzug für Ihr Vertrauen

> 2,5% Zinsen ausbezahlt ODER
> 4% Zinsen in Form von Warengutscheinen

Wenn Sie unsere „göttliche“ Mode selbst tragen
wenn Sie werthaltige Geschenke benötigen
wenn Sie uns und unserer Arbeit vertrauen
wenn Sie Wert auf Transparenz bei Ihrer Geldanlage legen
so ist das eine wunderbare Synergie!

Alle näheren Details entnehmen Sie bitte unserer Broschüre, die SieUNTENSTEHEND downloaden können. Den Vertrag senden wir Ihnen bei Interesse gerne persönlich zu.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Lisa Muhr (Geschäftsführung)
lisa.muhr@goettindesgluecks.at
T: +43-1-9411141

Getaggt mit , ,

Jedes Kleidungsstück um fünf Pfund. JEDES.

Es geht noch. Man kann mich noch wirklich schockieren. Es geht NOCH billiger. Was bedeutet, NOCH mieser produziert, sozial und ökologisch gesehen.

Ich bin sprachlos. Jedes Produkt in diesem Shop kostet fünf Pfund, bissl über sechs Euro. JEDES von der Hose übers Kleid bis zur Jacke. Und ihr müssts schon selbst googlen, ich verlink das sicher nicht, ich zeige nur Screenshots mit dem (c) Everything 5 Pounds.

5p 5p1 5p2

Getaggt mit , , ,

Simplify und „schon sehr schmutzig“

So, ich bin einen Beitrag schuldig. Die Helplings, die haben mich nämlich geknackt. Nachdem sie zweimal erfolglos bei mir anfragten von wegen Blogbeitrag übers Putzen, erwischten sie mich beim dritten Mal genau richtig. Meine Wohnung ein einziges Chaos, umgeräumt, seit Wochen nicht geputzt, und dann: Helpling. Putzkräfte, die hier angemeldet sind. Und das find ich gut, auch wenns mich mehr kostet. Auch wenn wirs nicht gern lesen, fair heißt halt auch „nicht schwarz“. Deppert, weil wir mehr zahlen müssen, weil da Steuern abgeführt werden müssen, aber gut, weil die Putzenden sozial- und krankenversichert sind. Das sollte es eigentlich wert sein.

Auch die Anmeldung lief entgegen anderer Berichte eigentlich recht einfach. Adresse angeben, Stundenzahl schätzen, eventuelle Zusatzwünsche, und los gehts. Was ich noch nicht gesehen hab: Ob man Dauertermine buchen kann, und ob da dann immer wer anderer kommt. Das fänd ich nämlich doof, einmal erklären muss doch reichen. Wobei, meinem persönlichen Helpling musste ich im Endeffekt gar nicht viel erklären. Bäder (ja, Plural) putzen, Böden waschen. Bissl peinlich wars allerdings schon, als er mitten im von mir seit Mitte August ungenutzten Bad stand und meinte: „Ist schon sehr schmutzig hier.“

Was das jetzt hier mitm Blog zu tun hat? Eine Erkenntnis: Nicht nur eine halbwegs aufgeräumte und ausgemistete Wohnung fühlt sich gut an, auch eine saubere. Nur dass es bei mir schon wieder verdreckt ist, weil ich aus lauter Motivation die hinterletzten Kastenecken jetzt auch bearbeitet hab und ausgemistet und entstaubt – Staub, der dann jedoch wiederum am Boden gelandet sein könnte. 🙂 Dennoch, dieser simplify und cleanup-your-life-Gedanke, der hat was. Für mich fühlt sich das grad irgendwie nach logischer Fortsetzung meines Projekts an. Nur runter auf 100 Dinge besitzen komm ich garantiert nicht…..aber spannend wärs schon, oder?

ps: Quasi sponsored Content, aber bezahlungsfrei. Sorry, das Angebot war zu verlockend 🙂 

Getaggt mit ,

Und mal wieder nix anzuziehen

Es ist doch wirklich unfassbar. Ich räume meinen Kasten um, gebe wieder ein paar Dinge weg, habe aber immer noch mehr als genug anzuziehen (besonders meine Näh-Aktionen haben die Menge meiner Kleidungsstücke wieder hinaufgejagt).  Ich sortiere alles, mache einen kleinen Wäschestapel. Gebe die Dinge, an denen ich emotional hänge, in eine große Lade, wo sie bleiben dürfen (ich habe beispielsweise noch eine Leggings aus meiner Unterstufenzeit. Beige mit Rosendruck. Fürchterlich. Aber nie im Leben würde ich sie wegtun). Ich hatte gestern jedes einzelne meiner Kleidungsstücke in der Hand, bei vielen war ich erfreut, dass ich sie habe, hab mir überlegt, wie ich die kombiniere. Ich hänge brav meine Kleider auf Kleiderhaken, meine Röcke staple ich ins Regal. Ich freue mich, wieder Überblick zu haben, nachdem ich ein paar Wochen lang Ikeasäcke herumstehen gehabt hab.

Und was ist jetzt? Ich sollt mich anziehen, in einer halben Stunde holt mich Frau Mama zum gemeinsamen Sonntag ab, und? Ich habe keine Ahnung, was ich anziehen soll. Voller Kasten! Nix anzuziehen! Ich dachte echt, über dieses gedankliche Hoppala bin ich drüber. Grmpf. Es gibt wirklich eindeutig einen Zusammenhang zwischen Stimmung und Kleidung. Aber ein Kleiderschrank voller nix anzuziehen, noch dazu so plakativ, das ist mir schon lang nicht mehr passiert. Gut, dass Sonntag ist, und ich gleich kein Internet mehr hab. Jegliche Shopping-Gelüste werden im Keim erstickt. Das geht doch echt gar nicht, bitte. Gut, die „nix anzuziehen“-Laune ist vielleicht noch vertretbar. Aber ich werde SICHER NICHT auf den Einserschmäh reinkippen und mir aus lauter schlechter Laune was bestellen, ooooh nein. Nicht mit mir, liebe Impulse, nicht mit mir!

2014-11-23 10.02.49

Getaggt mit , ,

Veranstaltung: Nunu detoxt im Auferstanden

Plant ihr auch immer am Sonntag eure Woche? Ich mach das oft, am Abend meinen Kalender durchschauen, Veranstaltungen auf Facebook durchklicken, wo ich hinschaun könnte, und schaun, wie ich meine Abende in der kommenden Woche verbringe.

Falls ihr das auch tut, hab ich einen Termin für Donnerstag, 27. November für euch: Im wunderbaren Auferstanden in der Neubaugasse werde ich ab halb sieben Uhr Abends interessierten BesucherInnen was von der Detox-Kampagne erzählen – und davon, worauf man beim Kleiderkauf achten sollte. Das ganze wird aber nicht langweilig vortragig, sondern gemütlich und hoffentlich lustig. Zumindest schreibt Vroni das in ihrem Text zur Veranstaltung:

Die Wiener Autorin Nunu Kaller („Ich kauf nix“) erzählt im kleinen, feinen Rahmen worauf man/frau beim Kleiderkauf achten sollte (Stichwort Greepeace Detox Kampagne!).

Eintritt ist frei! Wir starten gegen 18.30 und enden wenn der Prosecco/ Bier zur Neige geht! Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!!

Übrigens, weil ja grad der ganze Weihnachtsshoppingwahnsinn losgeht: Im auferstanden gibt es jede Menge toller Geschenkideen, die man wirklich mit gutem Gewissen kaufen kann – weil sie alle Upcyclingprodukte sind, neue Produkte, auferstanden aus alten Gebrauchsgegenständen. Ich find ja besonders die Armbänder aus Gabeln oder die Tische aus Verkehrsschildern sehr super! Vorbeischauen lohnt sich also auch für die, die mein Geschwafel schon kennen 🙂

Getaggt mit , , , ,