Ich bin genervt. Liebe Leute, vor allem liebe Männer: Für dieses Projekt habe ich mir die Regeln selbst gemacht – und auch eingehalten. Keine neue Kleidung, keine neuen Schuhe, keine neuen Taschen, keine neuen Accessoires. Material zur Selbstproduktion ist erlaubt.
Ich weiß nicht, wie oft ich in den vergangenen Monaten folgendes Gespräch führte:
er (ganz egal wer, es war nicht nur einer): „Du hast wirklich nix gekauft? Nichtmal irgendein Shirt?“
ich: „Nein.“
er: „Und auch keine Schuhe? Geh bitte, Frauen schaffen das doch nie!“
ich: „Nein, auch keine Schuhe.“
er: „Was ist denn das für ein Armband bitte? Das schaut echt neu aus!“
ich: „Das ist auch neu, das hab ich selbst gemacht!“
er: „Ah, selbst machen ist also erlaubt? Na dann kaufst ja auch Wolle und Stoffe und so.“
ich: „Ja, aber das ist auch erlaubt, das ist meine Regel. Kein fertigproduziertes neues Zeug. Ich wollt mir ja anschauen, wie lang es dauert, solche Dinge selbst zu nähen oder stricken.“
er: „Aber geh bitte, irgendwas hast du dir sicher gekauft. Nagellack!“
ich: „Ja, habe ich. Ist aber erlaubt.“
er: „Ahaaaaa!!! Du hast also doch was gekauft!“
An dem Punkt hab ich meistens aufgegeben. Aber ich versteh schon, sehr viel Attraktion an diesem Blog besteht auch in dem voyeuristischen Wunsch, mich scheitern zu sehen. Aber Leute, diesen Gefallen werd ich euch nicht mehr tun, nicht auf der Zielgeraden. Obwohl, in ein paar Minuten brech ich auf zum Flohmarkt von Anita Steinwidder. Ich hoff, dass ich nicht wie eine Slalomläuferin bei den letzten Toren doch noch einfädel. Obwohl: Nah. Keine Chance. Den Gefallen tu ich all denen, die das obige Gespräch mit mir geführt haben, nicht. 🙂