Archiv des Autors: nunette

I wish I could…

Doch noch was: Ich hab grad gaaaaaaaaar kein Geld übrig für irgendwelche Spaßettln. Das Auto muss zum Service und braucht neue Reifen, der Kamin, den wir einbauen wollen, baut sich auch nicht ganz ohne monetären Einsatz ein, die FH kostet Länge mal Breite mal Höhe, und und und und und …..

…und ich werd den Teufel tun und auf die Blickfang schauen. Höchstgefährlich. Für die, die dürfen: Bitteschön. Bewundert bitte für mich den Schmuck von NOLZ und überhaupt diese ganzen coolen Möbeldesigns auch und so. Neinnein, ich darf da auf keinen Fall hinschauen. Das Parkpickerl ist ja auch teurer geworden.

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Verschlafen…

Nachdem dank dieses Sängers meine gestrige Nacht etwas lang war, habe ich erstens fulminant verschlafen und zweitens bin ich damit beschäftigt, meine bereits nicht mehr schlafenden Hirnzellen dazu zu bringen, sich der Arbeit zu widmen. Drum: Sorry! Das wird nix mit mir und über die böse Textilwirtschaft nachdenken heute. Zum Glück widmen sich dem andere Leute: Mal wieder Breitseite von ganz neuer Front gegen den Textilschweden. Liebe Schweden, das hab ich bereits auf der FH gelernt: Gute CSR ist auch gut nach innen, schließt also gute Personalwirtschaft mit ein. Oahjee.

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Mann träumt von mir

Ich bin ein Traumwesen! Folgende Nachricht schickte mir ein alter Bekannter – der anonym bleiben möchte – heute früh (zwecks Anonymisierung minimal verändert):

Übrigens, Frau Nunu, hab ich heute geträumt von dir! smile

Ich hab nämlich eine relativ neue superfeine tweed hose die mein ganzer Stolz ist und mit 140 Euro auch die teuerste Hose die ich habe.

Und in besagtem Traum war ich irgendwo mit Freunden aus meinem Heimatort und dir auf einem Zeltfest oder so. Und bin dann vor lauter dicht auf der Bierbank eingeschlafen. Und während ich schlief, hast du mit Kugelschreiber ganz groß über den ganzen rechten Oberschenkel der Hose ein Nunu Logo gezeichnte (schiarch gezeichnet) Und ich hatte voll den Schleim auf dich. Naja und zum Happy End kams nicht weil ich dann aufgewacht bin.

Keine Ahnung was das bedeutet wink (Aber zum Glück schlaf ich eh schon lang nicht mehr beim ausgehen )

Schöne Grüße,

Na gut, die Assoziation Nunu und Kleidung hat es in sein Unterbewusstsein geschafft. Aber was mach ich eigentlich als Ganzes in seinem Unterbewusstsein? Höchst amüsant! Wir haben es übrigens umgehend geklärt: Er mag mich trotzdem. Egal, was sein Unterbewusstsein oder seine Hose sagen. Puh. Aber wieso geht er mit einer sauteuren Tweedhose eigentlich auf ein Zeltfest?

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Problematische Inspiration

Mich hat es mal wieder erwischt. Kennt ihr das, wenn in eurem Kopf ein Outfit „wächst“? Und ihr überlegt, wie ihr was kombinieren könnt oder was ihr Neues haben wollt, damit dieses Outfit zustande kommt? Ich hab das immer wieder – und bin früher dann immer in die Läden gerannt und habe gesucht, gesucht, gesucht.

Lange Zeit hat es jetzt funktioniert, dass ich mir meine Outfits aus meinem Kastenbestand zusammensetzen konnte und es mir Spaß gemacht hat. Jetzt hat es mich wieder erwischt. Ich bilde mir ein Outfit ein, bei dem mir so ziemlich jeder Bestandteil fehlt. Noch dazu ist es nichtmal ein kreatives Outfit, sondern ein klassisches „Bobo-Frau-rennt-so-durch-den-siebten-Hieb“-Outfit: Schwarze enge Hose, Bikerboots (check), überlanges weißes Herrenhemd, (Kunst-)Lederjacke im Bikerstil, dickerfetterbreiter Schal (wie ich gestern draufgekommen bin: check, hab letztes Jahr erst einen gemacht, Alzheimer lässt grüßen), graue Haube (check), große Tasche (check, auch wenn sie am Auseinanderfallen ist).

Also fehlen mir:

– Jacke
– Hose
– Hemd/Kleid.

Nicht grad die unwesentlichen Bestandteile…
Noch dazu ist das sicherlich ein Outfit, dass mir mit gefühlten xx Kilo weniger besser stehen würde. Dennoch. Ich bilde es mir grad ein. Und würd am liebsten gleich jetzt beginnen, online bei diversen Shops herumzusurfen. Irgendwie bin ich dann wieder recht froh über mein Projekt: Ich weiß, ich darf nicht, kann das Problem jetzt mal auf die Seite schieben und hab wieder ein paar Stunden gewonnen, die ich mit der Suche nach der perfekten schwarzen Hose, der darauffolgenden Depression aufgrund der benötigten Größe, dem perfekten Herrenhemd und der Jacke versch….en hätte. Vielleicht findet sich ja doch in meinem Kleiderschrank was, in dem ich mich ähnlich wohl fühlen kann.

 

Seufz… Ich reds mir halt ein.

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DIY: Jetzt is aber mal wieder genug!

Und ich hab doch wieder genäht, weil ich – um gleich mal die graue Kirsche zu beruhigen – beim Nähen absolut schmerzfrei bin. Und ich einfach uuuunbedingt endlich mal eine Hose ausprobieren wollte. Sie ist wieder genau so entstanden wie (abgesehen vom Mantel) alle meine Stücke: Bewährtes Teil, das nachgenäht werden soll, als Vorlage genommen, Daumen mal Pi und ohne einen einzigen Einsatz eines Maßbandes oder einer Anleitung losgenäht. Das Ergebnis ist zwar gemütlich, weil megaweit, aber: unterschiedlich lang an den Beinen, am Bund gestückelt und außerdem überbetont es auf fast schon ironische Weise meine natürlich absolut nicht vorhandenen Reiterhosen. In anderen Worten: Gemütlich, aber so derartig hässlich, dass ich sie hier sicher nicht herzeige. Vielleicht irgendwann mal, später, in einem wirklich wirklich mutigen und/oder betrunkenen Moment.

Nachdem ich mich jetzt monatelang vorwurfsvoll von meiner Nähmaschine habe anstarren lassen, ist das doch bitte kein schlechter Schnitt für drei Tage – Mantel, Rock und eben Hose….

Zwischenfazit dieses Teils meines Projekts (das Selbstherstellen von Kleidung, um erstens rauszufinden, wie lange sowas wirklich dauert, und zweitens, wenigstens aus sozialer Sicht ein gutes Gewissen zu haben): Oidaaaaaa, das zaaaht sich! Alles, was länger als eine Stunde dauert, übersteigt beim Nähen meine Geduldsgrenzen (daher werden die Hosenbeine der Hose sicherlich erst in ein paar Tagen angeglichen, genauso wie eine Lösung fürs bisher einfach zugeknotete Gummiband im Bund noch gefunden werden muss) . Das einzige Teil, das halbwegs nach „ok, das könnte es wo zu kaufen geben auch“ ausschaut, ist der Mantel. Trotzdem: Ich werd auch weiterhin diverse Näh- und Strick-Herausforderungen annehmen. Weil: Innerhalb dieser Stunde macht das einfach einen Mörderspaß!

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Stolz wie Osk…. Nunu

Wahnsinn, bin ich stolz! War heute mit dem neuen Mantel, dem neuen Rock, meinem nichtmehrsoneuem Schlauchschal und einer selbstgestrickten Haube im Büro und hab mir so einige Bewunderung abgeholt. Tirili! Mein Lieblingszitat von Kollege T: „Hast dir das auf der WearFair gekauft?“… Nicht nur, dass ich die Sachen selbst produziert habe, nein, ich trau mich auch in die freie Wildbahn damit!

Würde mein Arm (inzwischen tuts gar nicht mehr so sehr am Handgelenk, sondern mehr in der Unterarmmitte weh) nicht so nerven, ich würd ausm Selberkleidermachen gar nimmer rauskommen. Auf meinem Couchtisch stapeln sich bereits die Ideen – besonders angefixt bin ich grad von dem Gedanken, nach Beendigung des dunkelgrauen Pullovers einen gaaaaaaaaaanz breiten hellgrauen Schal zu stricken – und den dann mit einer nichtvorhandenen (Kunst-)Lederjacke in Schwarz zu kombinieren. Hm! Haken!

Oder dieses Kleid, das lässt mich auch nicht los…und nachdem alles andere grad so gut gelingt, würd ich mich da sogar drübertrauen, so echt mit Schnitt und so, nix mit freestyle…… Bidde ich wünsch mir, dass mein Arm bald wieder heil ist! Es neeeeeeeeeeeervt schon so….

(c) nunette colour

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Nix Jutesack!

Oh wow, ich bin gestern Abend mal wieder vorm Laptop picken geblieben, anstatt weiter eins meiner wunderbaren Bücher zu lesen. Wo? Beim Future Fashion Guide. Ähnlich wie bei ECOenVOGUE zeigt diese Website, dass man sich die Jutesack-Vorwürfe an faire Ökomode echt langsam in die Haarwurzeln massieren kann.

Oder erkennt ihr an diesem Foto bis hin zur klassisch verkrümmten Modelpose (ich denk mir wirklich jedesmal: Hui, das schaut nach Blinddarmschmerzen aus, oder isses doch der Ischias? Die Arme…) irgendeinen Unterschied zu klassischen Modefotos?

Und weils grad viel Kritik gab: Ja, ich weiß, dass die Dame ausschaut wie ein Hungerhaken de luxe. Ich wollte einen Vergleich zur konventionellen High Fashion herstellen. Wenn man beispielsweise die Vogue aufschlägt, sieht man genau diese anorektischen Wesen. DIESE Diskussion muss an ganz anderer Stelle beginnen, da kann die faire Ökomode relativ wenig dafür. Aber mir ist klar, dass diese Diskussion dringend geführt werden muss.

http://www.futurefashionguide.com/eco-fashion-label/trash-couture/

Das Label „Trash Cotoure“ auf Future Fashion Guide

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Na wenn ich nicht stricken darf…dann nähe ich eben!

Ok, es hat mich mal wieder ein Nähanfall überkommen. Weils gestern trotz unglaublicher Müdigkeit bei Ena so gut geklappt hat, hab ich heute begonnen, einen ehemaligen Wandschmuck in einen Rock umzunähen. Wiedermal so, dass da keiner genauer hinschauen darf, aber immerhin! Eigentlich sollte er gerade enden, aber da hätt ich viel zu viele Abnäher machen müssen, dafür war ich eindeutig zu denkfaul, und jetzt ist er eben schräg – genauso wie ich, wie der Liebste und ich vor Jahren schon festgestellt haben.

Also. Von so (samt unerkannt bleiben wollendem Model) – der Stoff war einen langen Gang entlang an der Wand jahrelang einfach aufgenagelt:

(c) Flo, der andere

(c) Flo, der andere

in einer Stunde (hey, Anfängerin!) zu so:

(c) nunette colour

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Nochmal: Das Schräge ist Absicht! Das Chaos hinter mir nicht.

Tirili!! Morgen gibts abgesehen von Leggings und Shirt und Schuhen nur Selbstgenähtes im Outfit, inklusive Schal. Und ja, mich macht das schon so ein klitzekleines bisschen stolz. Und fixt mich grad an, weiterzumachen. Fehlt nur noch, dass ich endlich den Pullover fertigstricke, und dann hab ich in Sachen Kleidung selbst produzieren alles, was ich mir vorgenommen habe, auch erreicht… 🙂

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Es ist vollbracht!

Das Erstlingswerk wurde zwar nicht selbiges, weil zwei Röcke schneller waren, aber es ist fertig. Hatte schon vor einiger Zeit einen Nähtag bei der lieben Ena vereinbart. Der war gestern. Ich machte mich also auf zu ihr zu ihrer feinen Familie (unglaubliches Phänomen – jedesmal, wenn ich ihre Kinder sehe, sind sie gleich nochmal herziger geworden…) und ignorierte die wieder beginnenden Sehnenscheidenentzündungsschmerzen, die schon fast weg waren und deren Ausläufer jetzt mit Entzündungshemmern niedergeknüppelt werden. Die Nähmaschine wurde gleich mal als qualitativ hochwertig bewertet und netterweise gleichmal neu eingeölt. Was aber nix daran änderte, dass sie dreimal so laut war wie Enas High-Tech-Teil.

(c) nunette colour

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Man kann hier bewundern: Links meine alte Oma-Nähmaschine, brav wie die Oma selbst, rechts das Hightech-Teil von Ena, und die wunderbare Ena selbst. Für die leidenschaftlichen Näherinnen unter euch: Hinter den Vorhängen rechts sind nur Stoffe, nix Kleidung, fertig und so, nur Stoffe. Geil, oder?

(c) nunette colour

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Eine der insgesamt fünf Nähte des Mantels wird vorbereitend abgesteckt.

(c) nunette colour

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So schaut ein unfertiger, zu breit geratener Mantel aus. Vier Arbeitsschritte  vor Schluss. Hier übrigens großes Kompliment an Ena – sie hat mir bei allen Schritten gesagt, wie es geht, aber mich jede Naht selbst stecken und nähen lassen. Hab ich also wirklich selber gemacht. Mit Ausnahme von ein, zwei Scherenschnitten, weil die Scherenschnittbewegung meine Sehnenscheiden immer noch aufjaulen lässt.

Fazit: Ok, der Schnitt ist wirklich watscheneinfach, der Mantel muss nicht eingesäumt werden, ist sehr einfach zuzuschneiden gewesen und hat für Nähprofis wie Ena wahrscheinlich den Schwierigkeitsgrad einens Gschirrhangerls. Außerdem muss er noch an ein, zwei Stellen geradegeschnitten werden und es fehlen zwei große Druckknöpfe zum Zumachen. Aber insgesamt und dennoch muss ich sagen: Ich bin zufrieden, sehr. Und boah ist der warm – könnte beziehungsfördernd sein: Anstatt mitm Liebsten um die Temperatureinstellung am Thermostat zu streiten, einfach den Mantel anziehen. Tschakka.

(c) nunette colour

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Vielen vielen Dank, liebe Ena!!!!! Freu mich schon drauf, das Teil gemeinsam mitm Lieblingsrock, einem dünnen Pulli und braunen Boots auszuführen. Nix kaufen hat schon lang nicht so viel Freude bereitet wie gestern…

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Unweghaubare Kleiderleichen

So, nachdem jetzt hier sowieso schon jede/r weiß, wie ich ausschau – nix mit Anonymität des Internets, das hat genau drei Monate gehalten hier am Blog – bin ich mutig. Und zeig euch jetzt mal Fotos von mir. Aus allen möglichen Zeiten. Mit Kleidungsstücken, die ich heute nicht mehr trage. Die aber immer noch in meinem Kleiderkasten liegen. Und die ich nicht weggeben kann, keine Chance. Weil einfach genau diese Erinnerungen dran hängen.

Los gehts in der Zeitreise:

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Es geht um die Kette. Die inzwischen nach jeglichem modischen Maß unter aller Sau ist – und ich kann sie aufgrund genau dieser Erinnerung nicht weggeben. Es war 2006, und ich war in Wiesbaden. Bin extra dorthin gefahren, um meinen absoluten Lieblingssänger SIOEN zum ersten Mal mal live zu sehen. Und außerdem gabs da so einen Wiesbadener, der damals etwas Herzklopfen verursachte. Es blieb beim Herzklopfen, er wurde ein sehr guter Freund, der in der falschen Stadt wohnt, und es wurde eine Erinnerung an ein unglaublich feines Wochenende. Der breitestmögliche Grinser in meinem Gesicht galt jedoch Sioen, nicht dem Kerl. Jedesmal, wenn ich die Kette sehe, ists wieder da, die Erinnerung. Das Shirt hab ich übrigens immer noch, in heavy usage. Respekt, das hat ja lang gehalten für ein Textilschwedenteil…

(c) nunette colour

Halloween 2004. Das Kleid gabs damals beim Texilschweden, und obwohl es weder meinem Stil entsprach noch ich außerhalb von Halloween Gelegenheit sah, es anzuziehen, musste es sein. Inzwischen obenrum viel zu eng, hab ichs in den letzten Jahren genau keinmal mehr angehabt. Dennoch, es liegt im Schrank, und ich komm nicht weg davon, kanns einfach nicht hergeben. Die Jacke ist nochmal ein anderes Kapitel – gekauft 2002 in Hamburg auf einer der absolut besten Reisen meines Lebens, war sie jahrelang Standarduniform und wurde erst durch die Jacke aus New York 2008 abgelöst. Aber das Kleid, echt, völliger Schwachsinn, dass ichs immer noch habe.

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Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich mir den Rock 2005 in Kopenhagen gekauft. Hier sitze ich gerade am Fensterbrett in meinem Zimmer in der Jugendherberge im 13. Stockwerk. Den Rock habe ich in den zwei Jahren danach heiß geliebt – feine Farbe und – sieht man am Foto nicht – recht coole Abnäher und Reißverschlüsse an unerwarteter Stelle. Seither liegt er im Schrank, passt zu meiner großen Überraschung sogar noch halbwegs, ist aber am Hinterteil zerrissen, die aufgenähte Tasche ist halb unten. Wäre aber leicht reparierbar, weil er nicht an der Naht aufgerissen ist, sondern nur am Taschenstoff. Zum Reparieren seit Jahren zu faul, hergeben kann ich ihn aufgrund all der Erinnerungen, die an ihm hängen, einfach nicht. Ach ja, und den Gürtel hab ich auch immer noch. Irgendwann wird der wohl doch auch wieder modern werden…

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Hach, mein alter Laptop, gleich nochmal nostalgisch – den hab ich durch ein Update umgebracht. Aber auf diesem Bild gehts eigentlich um die Schuhe. 13 Euro und vom Hofer, gekauft Ende 2010. Böse at its best, also. Aber an denen hänge ich unendlich. Dieses Foto postete ich mit dem Titel „Mad Men, neue Schuhe, life is good“ damals auf Facebook. Und nur wenige Tage später ging mit einem unglaublichen Bombenschlag die schrecklichste Zeit meines Lebens los, bei deren Erinnerung ich in der Sekunde losheulen könnte, und die seit etwa einem Dreivierteljahr gefühlt wirklich erst vorbei ist  – die Schuhe waren also der letzte Nicht-Frustablenkbelohnungströst-Kauf, bis heute.

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Dieses Foto darf in der Sammlung einfach nicht fehlen. Ich brauchs nur kurz anschauen und muss schon lachen. Entstanden 2002 in Norwegen, ich damals alleine am backpacken und plötzlich mit zwei Bayern, Susi und Tobi, unterwegs. Von drei Monaten Reise die beste Woche überhaupt. Susi hab ich leider aus den Augen verloren, aber ich freue mich, Tobi bis heute zu meinen Freunden zählen zu dürfen. Nur für den dreckigen Blick samt Banane in der Hand auf dem Foto könnt ich ihm immer noch … nein, ich finds einfach nur lustig und freu mich jedesmal über die Erinnerungen. Das Kleid hab ich mir damals auch während der Reise gekauft, bei irgendeinem Textilschweden in Skandinavien im Ausverkauf. Der Schnitt war ja ganz nett, das Rot war mir immer ein bißchen zu tomatig und wirds auch immer bleiben. Ich habs trotzdem noch und kanns auch nicht hergeben – er erinnert mich zu sehr an diese geniale Zeit meines Lebens.

Super, und ich hock jetzt da und denk mir: So lustig wars damals, so wirds nie wieder…. Ich komme während des Schreibens grad drauf: Andere haben Fotoalben, ich habe den Kleiderschrank, voll von Erinnerungen. Und schwelge grad hochmelancholisch in ebenjenen. Traurig machts mich, weils so toll war und so frei, nix mit vierzig Stunden arbeiten gehen und schaun, dss sich die Kohle am Ende des Monats so ausgeht, dass ich auch noch was sparen kann und um Weiterbildung kümmern und die Miete und nicht ausschlafen können und und und (merkt mans? Ich vermisse meine Studententage unglaublich…) Nur bei der Frage, ob ich mich von der Kleidung trennen sollte, wer weiß, vielleicht wirkt das ja sogar befreiend, bei der Frage komm ich nicht weiter…Fotoalben schmeißt man doch auch nicht weg.

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