Archiv des Autors: nunette

Tauschparty 2.0-Idee

Einen Bericht über die Tauschparty bin ich euch noch schuldig – ja, es war wieder erfolgreich, aber nicht ganz so super wie beim letzten Mal. Leider war es vom Platz für Frauenmode sogar weniger als letztes Mal (was aber an einem Hoppala in der Buchung des Lokals begründet ist, dafür konnte die liebe Organisatorin Danila nix), und auch die Größensortierung hat nicht so gut geklappt wie damals im Dellago. Aaaaber: Die Stimmung war super, der Andrang enorm, und ich hab mir doch so zwei, drei Teile gefunden. Und ein paar eigene wieder mitgenommen, nachdem sie zwei Stunden später immer noch dahingen. Macht aber nix. Es war wirklich fein!!!!

Mir ist aber so von wegen Prozessoptimierung dann doch was gedämmert: Ich würde gerne Ende Jänner, nach Ablauf meines Jahres, eine Tauschparty auf etwas höherem Niveau machen. Das heißt nicht, dass die bisherigen Tauschparties niveaulos waren, aber mein Anspruch wäre folgender: Bring nicht deine ultimativen Schrankleichen, die seit fünf Jahren im hinterletzten Regal verstauben, sondern bring nur solche Kleidungsstücke, die du selbst aus modischer Sicht ohne Genieren auf der Straße tragen würdest – und die du halt aus einem Detailgrund (zu kurz, zu eng, zu klein, zu knallrot, zu mutig beim Kauf gewesen, zu wenig mein Stil) nicht mehr anziehen magst. Und das wird von den Damen am Eingang auch sehr streng bewertet.

Der Grund: Der Anteil der Kleidungsstücke, die in den Neunzigern das letzte Mal modern waren und die es auch bei liberalster Interpretation des Retro/Vintage-Styles nicht aus dem Kleiderschrank raus schaffen sollten, war v.a. bei der letzten Tauschparty doch etwas hoch. Damit bekommts wieder Flohmarkt-Flair.

Ich würd mir also mehr Qualität als Quantität wünschen. Wär das eine gute Idee oder ist das nur hochrangiges Raunzen? Und bei ersterem: Wer würde mir bei der Organisation helfen?

Getaggt mit ,

Stalkerinnen rocken einfach…

Ach wie schön, wenns laaft, laafts. Gestern war ein Tag, an dem ich mehrfach festgestellt hab, dass ich dieses Blogprojekt wirklich liebe. Zum Beispiel, wenn eine neue Studienkollegin sich als „Stalkerin“ vorstellt, weil sie in der Früh bereits den Blogbeitrag desselben Tages gelesen hatte. Oder, wenn ich auf dem Weg Richtung U-Bahn der Frau M_S übern Weg renne, die eine meiner treuesten Leserinnen und eifrige Kommentatorin ist – und die ich bereits mal kennenlernen durfte, weil sie mir ihr altes Bügelbrett überlassen hat. Oder, wenn ich – was mich aufgrund von akuter Ermüdung einige Überwindung gekostet hat – zum ersten Geburtstagsfest des Stoffsalons fahre, und dort von einer wildfremden Frau mit: „Du bist die kaufnix-Bloggerin!“ angeredet werde, die sich als Anni, ebenfalls treue Leserin und Kommentatorin und obendrein sehr sympathische Frau, herausstellt. Ich find das wirklich so toll, euch alle kennenzulernen, und vielen Dank, dass ihr mein Jahr so mitlebt!

You rock!

Getaggt mit , , , ,

Abercrombie, the Bitch!

Weil gestern die Diskussion drauf kam und gefragt wurde, ob Abercrombie und Fitch eigentlich zu den Guten gehören (einfache Antwort: NEIN), hab ich mal reinrecherchiert. Zugegebenermaßen gleich mal vorbelastet – auf Google gleich mal nach „Abercrombie Fitch Kritik“ gesucht 🙂

Das Ergebnis war auf seine eigene Art und Weise doch wieder überraschend. A&F wurde nämlich mal wegen Rassendiskriminierung angeklagt.

Abercrombie & Fitch wurde 2003 wegen Rassendiskriminierung angeklagt. 2005 endete das Verfahren und Abercrombie & Fitch zahlte den 10.000 Betroffenen insgesamt 40 Millionen Dollar. Jene Personen wurden bei ihrer Bewerbung benachteiligt, weil bei Abercrombie & Fitch fast ausschließlich Weiße arbeiteten. Zu dem Gerichtsurteil gehören auch noch weitere Gleichberechtigung fördernde Auflagen. Außerdem ist bekannt geworden, dass Abercrombie & Fitch ihre Kleidung durch Kinderarbeit auf den Philippinen für einen unmoralisch niedrigen Lohn und unter menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen herstellen lassen. (Wikipedia)

Na, mal was Neues! Die Abgründe werden immer tiefer…

Und sowas ist grad die ultimative Modemarke….. das einzige, was mir an denen gefällt, ist dieses in sozialen Netzwerken immer wieder auftauchende Foto:

 

Getaggt mit , ,

Sanft offtopic: Fundi oder Realo?

Ich muss mir jetzt mal durch die Außenperspektive mein eigenes Weltbild wieder gerade rücken. Ich bin ja normalerweise in meinem gesamten Arbeitsumfeld umgeben von Leuten, die so ticken wie ich. Quasi eine Öko-Gutmenschenblase, wenn mans so bezeichnen will. Die anderen ticken sogar noch viel lauter, ärger. Im NGO-Umfeld würde ich mich jetzt mal als „Realo“ bezeichnen. Ich bin weder fanatische Veganerin, sondern mehr so eine 90% Vegetarierin… Ich beschäftige mich zwar intensiv mit meiner Kleidung, renne aber tageweise dennoch von oben bis unten in den Textilschweden eingekleidet herum (ok, dafür hab ich derzeit auch eine Ausrede…) …. Ich bin, uh, jetzt kommt das Geständnis, sogar eine sehr schleißige Mülltrennerin, und habe vor allem keinen eigenen Biomüll, weil sonst noch mehr Tiere in meiner Küche leben würden, als es aufgrund der allsommerlichen Ameisenstraße quer durch eh schon tun. Ich fahre Auto, noch dazu gibt es in meinem Umfeld ein weiteres Auto, mit dessen Abgasen sich mirnixdirnix ein paar Radfahrer um die Ecke bringen lassen. Aber ich fahre eben auch liebend gerne Rad, habe wenig Verständnis für den Autoverkehr von a nach b innerhalb Wiens, schau mir an, wo mein Gemüse herkommt, hab keinen Bock auf Pestizidcocktails, und beginne außerdem – dank Sandra – meinen Umgang mit Plastik(-verpackungen) massiv zu überdenken.

Worauf ich hinaus will nach so viel persönlichem Outing? Ich bin doch bitte wirklich Mittelmaß aus ökologischer Sicht. Ich machs vielleicht in vielen Bereichen ums Äutzerl bewusster (nicht per se besser!!) als die Masse, aber ein Fundi bin ich bitte doch noch lange nicht!

Seit Montag sitze ich in meiner neuen Ausbildung zum Thema CSR-Management. Meine Studienkolleginnen kommen aus den unterschiedlichsten Ecken, über Pharma-, Banken- und Gastrowesen bis hin zu den diversesten NGO-Vertretern. Ich bin jedoch die einzige mit beruflichem Öko-Hintergrund. Und sicherlich die mit der größten Pappm, aber das ist wirklich nicht schwer, diesen Contest hab ich schon öfter mal für mich entschieden… Und in den vom Studiengangsleiter sicherlich bewusst provozierten Diskussionen über Ethik komm ich immer mehr drauf: Pfuh, ich bin ja doch Fundi! Oder? Ich kenn mich nimmer aus. Ist dieser Blog Fundi? Nicht wirklich, oder? Oder fängt meine Definition von Fundi nur einfach viel später an als die von anderen?

Getaggt mit , ,

Ernsthaft?

Ich weiß, ich übertreibe. Und ich weiß, ich hab grad ein geschärftes Bewusstsein für das große Problem, dass wir allesamt viel zu viel konsumieren. Dass wir Shopping als Hobby betrachten und nicht als Nötigkeit, weil was Neues gebraucht wird. Und hin und wieder ist genau das ja auch völlig in Ordnung – sich belohnen, sich ablenken, sich trösten. Natürlich darf man das, aber bitte nicht andauernd (so wie ich damals). Aber. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAber.

In einer Zeitschrift bin ich kürzlich über folgendes Bild in einer Modelinie gestolpert:

Foto Myself S. 88

Foto Myself S. 88

Ich mein ja nur….ist das nicht ein bissl gar oarg? „Shoppen ist der neue Lunch“ – und in der Hand hat sie obendrein Kindermode, damit ja die das lesenden Jungmamis auch drauf abfahren. Aber ich weiß, ich weiß, ich reg mich da viel zu sehr auf, und objektiv gesehen ist das im Grunde nur ein Ausdruck dessen, was man in so ziemlich allen Magazinen dieser Art jeden Monat neu vorfindet. Aber. AAAAAAAAAAAAAber.

Kerstin Weng, die Dame, die mich zu meiner Shoppingabstinenz inspiriert hat, indem sie selbst eine solche im November 2011 begann, arbeitete bis vor kurzem bei diesem Magazin. Nur so nebenbei.
Und noch nebenbeier: Es ärgert mich eigentlich sehr, dass Frau Weng nach ihrem Jobwechsel nicht weitergemacht hat. Nicht das Jahr fertig-nichtgeshoppt und fertig-gebloggt hat. War wohl doch mehr redaktioneller Auftrag als persönliche Überzeugung…. schade. Tut aber nix zur Sache. Ich wollt das nur mal rausraunzen. Tschulligung. Ab morgen wieder bessere Laune 🙂

Getaggt mit

Tauschparty, heute!!

Hinkommen – Damen mit Größen mit einer Vier vorne bitte erst gegen 18h auftauchen, da reite ich nämlich auch ein, tschakkkkaaaa!! Ich freeeeeuuuu mich!!! Das sind so nette Events, man geht nachhause mit neuem Gewand, guter Laune, einem guten Gewissen und in meinem Fall mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch einem Damenspitz….

Tauschparty (c) die checkeria // GLOBAL 2000

Tauschparty (c) die checkeria // GLOBAL 2000

Tauschparty (c) die checkeria // GLOBAL 2000

Tauschparty (c) die checkeria // GLOBAL 2000

Getaggt mit , , ,

Auf Entzug

Es dauert. Immer noch. Habe gerade nach knapp zwei Wochen den ersten Strickversuch gestartet – und nach fünf Reihen war Schluss. Die blöde Hand will noch nicht. Bäh.

Getaggt mit ,

Ich bin ein UHU!!

nicht so:

sondern: In 99 Tagen darf ich wieder shoppen gehen. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! I´m on a ride – und was für einem. Echt unglaublich, was mein Projekt alles auslöst, aber darüber hab ich eh schon mal geschrieben.

Der Schmäh an der Gschicht: Ich glaub derzeit noch nicht, dass ich gleich an Tag 1 wieder einkaufen gehen werde. Ich hab zwar so ein paar Ideen, die sich immer wieder ändern – derzeit sind der Mantel von km/a, diese Stiefel vom Kleiderkreisel und natürlich das Wochenende in Amsterdam samt einem ausführlichen Besuch bei Cora Kemperman hoch im Rennen, aber das kann sich stündlich ändern…

Getaggt mit , , ,

Im Rausch

Ok, serious problem. Bin vorhin grade zurückgekommen von einer wunderbaren Lesung (im in Mindestzeit mitten in mein Herz geschafften Buchkontor) von Blasmusikpop von der wirklich netten und gleichzeitig erschreckend jungen (erschreckend, dass mir das auffällt, wieviel jünger als ich sie ist 🙂 ) Vea Kaiser. Mit zwei neuen Büchern im Gepäck, eins davon eine signierte Ausgabe von Blasmusikpop und das andere der neue Roman von Christopher Moore.

Falls wer Christopher Moore nicht kennt: Fehler! Falls wer gern die Mischung aus feinem und verdammt doofem Humor mag, gewürzt mit unglaublich viel Wortwitz und einer gewaltigen Portion an Phantasie: Lest Christopher Moore. Tut jetzt nichts zur Sache, aber hey, ich hatte sogar meinen heißgeliebten verstorbenen Kater Biff nach einer Hauptfigur von Moore getauft. Und es war gut so. Biff war genauso eine gutherzige Gretzn wie der ausm Buch….

Merkt man, dass ich etwas angedüdelt bin? Ich bin grad erstens angefüllt mit zwei (drei? vier?) Glas Wein, zweitens schwelge ich im Glück, weil der Liebste mir doch wirklich eine randvoll gefüllte Schultüte zum ersten FH-Tag geschenkt hat, und drittens bade ich grad im Einkaufsglücksgefühl. Ja, Bücher SIND eine Ersatzdroge. Aber eines garantiere ich euch: Niemals, niiiiiiiiiiiiemals werde ich einen einjährigen Bücherboykott machen. Nie. Bücher sollten mir Grundnahrungsmitteln gleichgesetzt werden. Bücherlesen ist sinnvoll. Und ökologisch gesehen wage ich jetzt mal den Verdacht: Lieber viel Papier aus nachwachsenden Ressourcen als einen E-Reader aus seltenen Erden. Wobei, das mit den Produktionsbedingungen, das muss ich mir erst anschauen. Druckerschwärzenchemie und Einbandskleber und so…. Aber es geht einfach nichts über den Geruch, die Haptik eines neuen Buches, und das erste Aufschlagen, das Lesen der ersten Seiten erst!

Schrecklich ist das mit mir. Aber das mitm Kleiderkauf, also dem NICHTkauf, das halt ich durch. Das ist auch nur halb so schwer… Ein bissl mies komm ich mir ja grad vor, ich schaff in wirklich wirklich vielen Gebieten ressourcenbewussten Konsum, vom Gemüse über Möbel bis hin zum Urlaub, aber Bücher? Pfuh. Da bin ich eine personifizierte Schwachstelle…

Prost. Ich geh lesen.

Getaggt mit , ,

Konventionelle Konsequenz 2013?

Habe gestern mal wieder über meine eigene Konsequenz nachgedacht – also meine eigene nur in sehr geringen Maßen vorhandene Konsequenz. Eigentlich ist es ein Wunder, dass ich dieses Jahr durchhalte. Wahrscheinlich ist die Angst, mich zu blaimeren, größer als die Verführung in den Auslagen. Die WearFair war wirklich die Hölle für mich, lauter tolle ökofaire Mode, und ich durfte nicht. Schrecklich.

Gestern bin ich gedanklich bei der Konsequenz 2013 gelandet. Und habe mir ehrlich eingestehen müssen: NUR noch bio und fairtrade, das werd ich wahrscheinlich nicht hinkriegen. Natürlich weiß ich, dass die großen Ketten für mich passè sind, aber was ist, wenn mir wieder ein Desigual-Teil gefällt, oder Schuhe einer bestimmten Marke, die ganz bestimmt nicht ökofair ist? Im Talk bei Stöckl hab ichs ja schon mal angesprochen: Wir sind so vielen Verführungen ausgesetzt, und das Wort „Verzicht“ ist so unglaublich negativ behaftet, dass es wirklich schwierig ist, immer „das Richtige“ zu tun. Und ich nehme mich da nicht aus. Das wird schwierig, wenn ich wieder einkaufen „darf“.

Aber nachdem dieses Eingeständnis mein eigenes schlechtes Gewissen anfeuert (ich will ja wirklich auf öko und fair schauen!), suche ich grad nach Auswegen, wie ich zwar hin und wieder „konventionellen Schwächeanfällen“ nachgeben kann, aber trotzdem meine teilweise neuentdeckten Werte nicht aufgeben muss.

Und – correct me if I am wrong – ich glaub, ich habe einen Lösungsansatz gefunden – der mich einiges an Portogebühren kosten wird: Der Kleiderkreisel. Schon vor längerer Zeit immer wieder drauf hingewiesen worden, habe ich mich gestern vormittag dort mal umgeschaut. Es war herrlich: Kleider, Schuhe, Second Hand, guter Zustand, günstig! Quasi eine Tauschparty mit Geldeinsatz. Manche bieten überhaupt gleich einen Tausch an.

Screenshot

Screenshot

Ich bin begeistert. Second Hand auf einem verdammt hohen Level. Und weniger schlechtes Gewissen als beim Neukauf. Der einen Müll, der anderen Schatz.

Liebe Lady Grey, die hier ziehen mich schon magisch an, wahrscheinlich aus Nostalgie, weil du sie in unserer gemeinsamen Arbeitszeit immer an hattest … scheinen für die betreffende Dame ein ziemlicher Fehlkauf gewesen zu sein. Klassischer Fall: Würd ich shoppen dürfen – wären die jetzt gekauft. 🙂

Screenshot

Screenshot

Ach ja, aber nur so nebenbei fürs Protokoll: Ja, ich werde 2013 sehr sehr stark auf ökofaire Produktion schauen. Der Kleiderkreisel soll keine Ausrede sein, in alte Muster hineinzufallen. Cool find ich ihn halt trotzdem.

Getaggt mit , ,