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Kreativer Leo und masochistische Nunu

Einen gewissen Hang zum Masochismus kann man mir anscheinend nicht absprechen. Ich hab selbst bei der von mir beworbenen Vernissage von Nählehrer Leo vorbeigeschaut. Was soll ich sagen: Da hingen zwei Kleider und vor allem ein Oberteil, das ich gerne anprobiert hätte. Und zumindest das Oberteil hätte ich mir sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit gekauft. Nicht nur GOTS-zertifizierte Baumwolle und ganz sicher nicht von armen kleinen Kindern aus Bangladesh genäht, sondern auch einfach nur su-per-schön. Genau meins. Einfarbig, aber im Schnitt hochkreativ.

leo (c) nunette colour

leo (c) nunette colour

Leo und ich sind aber draufgekommen, dass wir rein beruflich in nächster Zeit mindestens einmal, aber hoffentlich zweimal miteinander zu tun haben werden. Ich freue mich sehr drauf!

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Werbeeinschaltung für meinen Nählehrer

Die liebe Alex vom Stoffsalon hat mich gebeten, hier am Blog Werbung für die Ausstellung von Leo zu machen. Leo ist der Mann, der mit mir das Tascherl und den Rock genäht hat. Und dem ich bald gestehen muss, dass ich seither nur in höchst zärtlichen Schritten weitergemacht hab mit der Näherei (gilt der Einbruch eigentlich drei Wochen später auch noch als Ausrede?)…

Mach ich doch gerne, bitteschön: Stattfinden wird der Spaß im Stoffsalon selbst (Westbahnstraße 38) am 23. Juni von 15-20h…..

LEOS Kollektion „ …anbandeln kann zu Verstrickungen führen…“
beschäftigt sich, wie schon mehrere Jahre, mit dem Thema „Wirkware“.
Hand – und Maschinenstrick, Walk und Jersey sind die vorherrschenden
Materialien. Diesmal wird GOTS- zertifizierte Biobaumwolle
pflanzengefärbt in den Farben erdschwarz, morgennebelgrau, wiesengrün,
sonnengelb und feurigrot verwendet.

Der Baumwolljersey wird z.B. in Streifen geschnitten, gerafft
aufgesteppt oder sogar manuell verstrickt. Teilweise wird, scheinbar
wahllos, abgesteppt. Oberteile werden verdreht bzw. werfen Blasen oder
stülpen sich in Zacken aus.

Der Zufall in der Verarbeitung spielt eine wichtige Rolle, es entstehen
dadurch Unikate. Die Kollektion ist für den Alltag gedacht. Die
spielerischen Elemente verführen zum Hinschauen und Erstaunen. Einfach
und doch interessant, freiheitsliebend, temperamentvoll und manchmal wild.

Und was ganz Feines kommt zum Schluss: Es gibt Prosecco!!

Hier ein bildlicher Vorgeschmack (und ja, bei so manchem Teil fuxt mich mein Shoppingboykott doch wieder….schaut gemütlich, fesch und so schön „anders“ aus!).

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James hat wieder was zum Schauen

Ladies and Gentlemen, meet mein neues Bügeleisen, gekauft auf willhaben.at und in der Tasche gleich mal ausgeronnen, weils Wasser noch drin war, und mein neues Bügelbrett, Geschenk meiner lieben Leserin M_S! Ich freu mich grad wirklich sakrisch, ab jetzt wird James mich zweifelnd beim Bügeln betrachten. James betrachtet mich seit Jahren prüfend, ob beim Faulenzen am Sofa, beim Bloggen, bei meinen ersten Nähversuchen oder früher mal im Schlafzimmer (da ist er aus vorstellbaren Gründen aber ausgezogen)…

Vielen vielen vielen vielen Dank an die so liebe M_S (ich weiß nicht, ob es ihr recht ist, ihren Namen hier zu schreiben). Zu dem Bügelbrett gabs nämlich gleich mal fünf Nagellacke geschenkt dazu! Noch dazu hat sie zwei Katzis, von denen einen eine gröbere Schmuseeinlage hingelegt hat – hab mich ein bißchen gefühlt wie ein Junkie beim ersten Schuss nach dem Entzug, endlich! wieder! Katze! kraulen! 🙂 Das wars wert, durch halb Wien mit der Ubahn zu fahren. Und wieder zu merken: Es hat einen Grund, warum ich nur am Fahrrad unterwegs bin….

Jetzt hab ich eine Ausrede weniger zum Nähen …. starte heute gleichmal erste Freestyletests. Nach dem Stadtspaziergang!

James und das Bügelbrett (c) nunette colour

James und das Bügelbrett (c) nunette colour

So, und liebe potentielle Einbrecher, das einzige Wertvolle auf diesem Bild (also alles, was mehr als 20 Euro gekostet hat), ist das Klavier. Und das hat einen Stahlkorpus. Das derschleppts ihr nicht.

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Ich. Selbstgemacht!

Kennt ihr diese Szene aus „Cast Away“, wo Tom Hanks es zum ersten Mal schafft, Feuer zu machen? Wie er sich dann ungläubig freut? Hier nochmal zum Ansehen. Ja, so in etwa hab ich mich heute gefühlt. „I have made a skirt!!“

Langsam bekomme ich das Gefühl, dass mein Shoppingboykott gar keine so argen Auswirkungen hat auf meinen Kleiderschrank. Letztens erst ein paar neue Teile ertauscht, hab ich heute das erste Kleidungsstück meines Lebens genäht. Der Stoff war einerseits geschenkt, andererseits günstig vom Müller (jaaa, ich weeeeiß…). Andererseits war der Kurs selbst doppelt so teuer wie ein durchschnittlicher Rock vom Textilschweden. Macht aber nix, ich wollte ja was lernen. Und ich habe gelernt: Selbst zuhause nachmachen ist nicht. Nicht ohne Overlock-Maschine, und wenn ich nichtmal bereit bin, 50 Euro für ein Bügeleisen zu brennen, dann ist eine solche Maschine komplett jenseitig teuer. Danke also an Leo und den Stoffsalon!

Aber bitteschön, Fotos möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Schulligung wegen der schlechten Qualität, es war spät, ich war dann schon recht müd und dann zuhause definitiv zu faul und ungeduldig, mich da mit der Kamera vom Holden zu spielen. Mein Handy muss es auch tun:

Materialauswahl (c) nunette colour

Materialauswahl (c) nunette colour

Zuschneiden (c) nunette colour

Zuschneiden (c) nunette colour

tadaaaa (c) nunette colour

tadaaaa (c) nunette colour

Der Kurs hatte noch dazu einen sehr netten Zusatzeffekt: Es gab vier Teilnehmerinnen. Und eine davon war meine ehemalige Mitbewohnerin, mit der ich fast sechs Jahre lang Wohnung (und Kleiderschrank) teilte. Und mit der es einige legendäre WG-Festl gab. War schön, sie wiederzusehen!

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Nähkurs, die zweite

In einer Stunde gehts los Richtung Nähkurs, die zweite. Diesmal steht wirklich ein Kleidungsstück am Programm – ein Rock. Bin mir nur noch nicht sicher, aus welchem Stoff ich ihn nähen werde. Zur Auswahl: Rotweiß-gestreift mit dunkelblau, oder beige getupft mit weißnichtwas, muss ich noch besorgen. Man darf gespannt sein. Ich bins auch. Hab nämlich in der Zwischenzeit nur freestyle genäht und immer noch kein Bügeleisen… irgendwie hab ich sogar ein schlechtes Gewissen, wie damals beim Klavierunterricht, als ich zwischen den einzelnen Stunden so gut wie null übte… Und Severin lass ich wohl auch zuhause. Sonst kriegt der noch Komplexe, wenn an seinen Formen herumkritisiert wird…

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4/12

Wow. 3/12 komplett verpasst. Also. 4/12. Ich hab ein Drittel des Shoppingboykotts rübergebracht. In dieser Zeit:

  • habe ich mir ganz schön viele Bücher gekauft… 🙂
  • habe ich kleidungstechnisch selten, schuhtechnisch permanent Verführungen widerstanden.
  • wurde ich nach und nach froh drüber, Schuhe in den Boykott miteinbezogen zu haben, weil ich
  • mein Konto saniert habe. Nicht famos, aber immerhin bleibts jetzt grün.
  • Grün im übertragenen Sinne endgültig zu meiner Lieblingsfarbe erklärt.
  • immer noch keine Antwort vom bunten Spanier bekommen.
  • Blieb dunkles türkis aber immer noch effektiv die Farbe, bei der bei mir die Sicherungen durchbrennen.
  • Habe ich unglaublich tolle Medienresonanz erfahren, von ORF und Biorama über News.at und Schaufenster bis hin zu Heute.
  • Habe ich tolle Frauen „kennengelernt“, die mich per Emails und Kommentare super motivieren.
  • Habe ich Severin „erschaffen“.
  • Habe ich abgesehen von einem etwas verwoardacklelten Schlauchschal noch kein Kleidungsstück genäht. Noch nicht.
  • Und auch noch keines gestrickt. Noch nicht.
  • Habe ich eine Strumpfhose und zwei Paar Leggings geschenkt bekommen und ein paar Kleidungsstücke ertauscht.
  • Habe ich festgestellt, dass ich meinen persönlichen roten Faden gefunden habe.
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Severin

Ich schreib zwar groß drüber, hab aber schon länger nix mehr in die Richtung gemacht: Nähen. Hab mir zwar ein schlaues Nähbuch gekauft (jaaa, ich weiß….), aber immer noch kein Bügeleisen. Drum: kein ernsthaftes Nähen bisher  (abgesehen von vier Kissenüberzügen, endlich endlich endlich ist das grässliche gelb-grau-gacksi-karierte Muster ausm Wohnzimmer verschwunden – Couch vom Liebsten alt und endlos bequem, aber auch endlos hässlich gewesen).

Aber dafür komisches Nähen, einfach drauflos! Hach, macht das Spaß. Das Ergebnis heißt Severin und ist ein selbstgenähter Glücksbringer. Könnte von meiner fünfjährigen Nichte genäht worden sein. Ist es aber nicht. Ist meiner. Hab ich gemacht. Einfach drauflosgenäht. Den Näherinnen unter den Leserinnen werden sich wohl die Zehennägel aufkringeln. Aber trotzdem, ich mag ihn. Willkommen am Sofa,  lieber Severin!

severin (c) nunette colour

severin (c) nunette colour

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New Dress a Day

Nukimama, die diesen wundervollen Blog betreibt, hat mich vorgestern auf diese unglaublich tolle Seite hingewiesen: New dress a day. Marisa beschloss Ende 2009, sich keine neuen Kleider mehr zu kaufen, sondern nur noch auf Flohmärkten, in Caritaslager-artigen Einrichtungen in den USA und bei Freunden nach Kleidung zu suchen. Optimalerweise sollten die Teile geschenkt oder nicht mehr als ein Dollar kosten. Und sie würde ein Jahr lang jeden Tag ein neues Teil präsentieren, das sie aus den alten Kleidern umgenäht hat.

Der Blog rennt seither durchgehend. Ich habe mich mit riesiger Begeisterung durch etwa 30 Seiten geklickt, hier meine Favoriten:

Vorher (c) newdressaday.com

Vorher (c) newdressaday.com

Nachher (c) newdressaday.com

Nachher (c) newdressaday.com

oder:

Vorher (c) Newdressaday.com

Vorher (c) Newdressaday.com

Nachher (c) Newdressaday.com

Nachher (c) Newdressaday.com

Mir steht schon wieder meine eigene Ungeduld im Weg. Ich wär gern so viel besser beim Nähen, als ichs bin… bin über die Polsterüberzugsphase noch nicht drübergekommen.

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Ob das was wird?

Der Schnitt ist gekauft, die Nähmaschine ist ausgeborgt, der Stoff ist besorgt, das Garn ebenso, Bügelbrett und -eisen fehlen noch.

Jetzt brauch ich nur noch jemanden, der (oder wahrscheinlicher die) mich an der Hand nimmt und mir Schritt für Schritt erklärt, was ich falsch mach ….und die mir hilft, den Schnitt etwas zu pimpen.

(c) nunette colour

(c) nunette colour

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Stoffiges

Ich war ja jetzt ein paarmal im Stoffsalon – die haben wirklich, WIRKLICH schöne Stoffe, und etwa ein Drittel davon sind sogar in Bio-Qualität. Und weil ich hier (und sonst noch wo, aber das verrat ich, wenns soweit ist)  ja relativ ungeniert Werbung mach für sie, hat mir die liebe Besitzerin Alex einen Meter Stoff geschenkt. Ein Stoff, der mir schon seit dem ersten Mal im Stoffsalon ins Auge gestochen ist:

Stoff von Naomi Ito (c) Nunette Colour

Stoff von Naomi Ito (c) Nunette Colour

Werd mir das Stück Stoff gut aufheben – denn Ende Mai mach ich einen weiteren Nähkurs, diesmal wird ein Rock genäht. Genau, ein getupfter.

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