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Geburtstagswünsche

Ich hab doch bald Geburtstag. Sehr bald sogar. Und eine liebe Freundin hat mich bereits drauf angeredet, ob ich mir denn etwas Spezielles wünsche – Strumpfhosen, Leggings oder so… Und ich muss sagen, so sehr ich Anfang des Jahres dachte, der Geburtstag pünktlich kurz vor der Halbzeit würde mich rausreissen, so sehr habe ich jetzt das Gefühl: Nö, ich brauch nix.

Sicher, meine Unterhosen werden derzeit nicht hübscher durchs viele Waschen, mein Strumpfhosenproblem wird sich eventuell durch radikale Diät lösen lassen (sodass mir die zukleinen Hosen wieder passen), und mein Shirts bekommen nach und nach kleine Löcher, aber alles in einem Ausmaß, das mich dennoch nicht zweifeln lässt, dass ich LOCKER bis Mitte Jänner 2013 komme. Und wer mag schon den Dreierpack Baumwollunterhosen ausm Geschenkpapier auspacken….

Also, Fazit: Sicher, so ein Sockenpulli oder ein Paar Stiefel oder ein schönes Shirt oder eine textile Kleinigkeit oder so, freuen würds mich, logisch. Aber brauchen tu ich es nicht. Und klare Ansagen von wegen „Ich wünsche mir ein paar graue Bikerboots“ oder ähnliches wird es von mir nicht geben. Ich freu mich viel mehr auf eine kleine, feine Runde an Freunden, die mit mir feiern werden. Denn nach eigentlich eineinhalb persönlich recht heftigen Jahren kann ich erst seit einigen Wochen wieder wirklich von ganzem Herzen sagen: Es geht mir wieder gut. Und das muss gefeiert werden.

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Window Retail Therapy

Also derzeit bin ich wirklich neben der Spur. Der Einbruch, aber auch ein Umbruch im familiären Umfeld haben mich ordentlich verunsichert. Teilweise renn ich grad wirklich abwesend durch die Gegend, und fühl mich einfach nicht wohl. Doch solche Krisen machen erfinderisch: Ich habe mich nicht mit Retail Therapy, sondern sozusagen mit Window Retail Therapy getröstet und abgelenkt. Was mich noch vor ein paar Wochen manchmal ziemlich gestresst hat – in der Auslage Dinge sehen, die ich nicht haben darf – entspannt mich inzwischen regelrecht. Einfach der Anblick feiner Dinge, Kopf ausschalten, nicht nachdenken, einfach nur schauen. Herrlich.

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Pflichttermin

Von 28.-30. September 2012 bin ich bereits voll verplant. In Linz. Ich freufreufreu mich schon extrem darauf, viele neue Anbieter fairer Bio-Mode kennenlernen zu dürfen. Natürlich wirds megabitter, dass ich dann noch nicht shoppen darf – aber die Vorfreude überwiegt. Habe es vor kurzem schon mal angekündigt, und auch jetzt wird sehr wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein. Ich bin einfach begeistert, dass es so etwas in Österreich gibt – und dass man dafür nicht nach Berlin oder London muss. Bleibt statt Zug- oder Flugticket mehr Geld fürs Shoppen. THEORETISCH NATÜRLICH! 🙂

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Türkisblau

Ich weiß. Der Textilschwede ist mein Feindesfreund. Man könnte glauben, mich würd nix mehr von denen interessieren, modisch gesehen. Und dann das: Eine Auslage voller türkisblauer Kleider.

H&M Mariahilferstraße (c) nunette colour

H&M Mariahilferstraße (c) nunette colour

Zu meiner Verteidigung: Es hätte jeder andere Textilhändler auch sein können. Es ist gar nicht so sehr das Kleid, es ist die Farbe! Kinderarbeit? Aber…. es ist türkis! Chemikalien? Aber… diese Blaugrünmischung! Billiglohnlandherkunft? Aber… auch die ganzen anderen Kleider in der Auslage sind türkis!

Wahnsinn, meine kurzfristigen Komplettaussetzer von Verstand beim Anblick einer Farbe sind echt bedenklich. Funktioniert im Bedarfsfall übrigens auch mit warmen Rottönen, Senfgelb, Olivgrün und hin und wieder sogar Magenta. Nicht immer.  Aber bei Türkis sind die Aussetzer garantiert.

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4/12

Wow. 3/12 komplett verpasst. Also. 4/12. Ich hab ein Drittel des Shoppingboykotts rübergebracht. In dieser Zeit:

  • habe ich mir ganz schön viele Bücher gekauft… 🙂
  • habe ich kleidungstechnisch selten, schuhtechnisch permanent Verführungen widerstanden.
  • wurde ich nach und nach froh drüber, Schuhe in den Boykott miteinbezogen zu haben, weil ich
  • mein Konto saniert habe. Nicht famos, aber immerhin bleibts jetzt grün.
  • Grün im übertragenen Sinne endgültig zu meiner Lieblingsfarbe erklärt.
  • immer noch keine Antwort vom bunten Spanier bekommen.
  • Blieb dunkles türkis aber immer noch effektiv die Farbe, bei der bei mir die Sicherungen durchbrennen.
  • Habe ich unglaublich tolle Medienresonanz erfahren, von ORF und Biorama über News.at und Schaufenster bis hin zu Heute.
  • Habe ich tolle Frauen „kennengelernt“, die mich per Emails und Kommentare super motivieren.
  • Habe ich Severin „erschaffen“.
  • Habe ich abgesehen von einem etwas verwoardacklelten Schlauchschal noch kein Kleidungsstück genäht. Noch nicht.
  • Und auch noch keines gestrickt. Noch nicht.
  • Habe ich eine Strumpfhose und zwei Paar Leggings geschenkt bekommen und ein paar Kleidungsstücke ertauscht.
  • Habe ich festgestellt, dass ich meinen persönlichen roten Faden gefunden habe.
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Die knallharte, petrolfarbene Wahrheit

Und weil ich die letzten Tage wieder so moralisiert habe, wird es Zeit, mal wieder richtig knallhart ehrlich zu mir zu sein. Was dabei rauskommt? Ein kurzfristiger „Habenwollen“-Impuls, dass es ärger kaum geht: ein türkisfarbenes Kleid.

Das Teil, graue Bikerboots, eventuell was Gürteliges auf der Hüfte. Nur was man da drüber anzieht, ist mir ein Rätsel. Jeansjacke schaut doof aus bei so viel Stoff drunter, oder?

Und keine zehn Minuten später, als ich das Foto hier in den Beitrag kopiert hatte, wars auch schon wieder vorbei. So schön ist das Kleid nämlich gar nicht. War wohl mal wieder mein Türkis-Elstern-Impuls…

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Was Böses

Ich hab was Böses getan. Was auch meinen Öko/Fairtrade-Plan widerspricht. Aber: Ich habe ein paar Stiefel, die ich un-fass-bar liebe. Die tonnenweise CO2 an den Sohlen haben. Weil: Die gabs nur in den USA zu bestellen. Einer meiner liebsten Freunde lebt in den USA. Und den war ich vor einem Jahr etwa besuchen. Ich hatte ihn gebeten, mir diese Babies zu bestellen.

(c) SteveMadden.com

(c) SteveMadden.com

Ich meine, gebt euch mal DIESE Rückansicht! Es war Liebe auf den ersten Blick, und es ist Liebe auf ewig. Stolz (und gequält, weil sie beim ersten Tragen noch sehr eng waren) flog ich wieder nach Wien mit ihnen. Um in Wien den Einnäher in den Stiefeln zu sehen: „Made in Romania“. Die sind auch quasi einmal um die Welt gereist. Meinetwegen. Mein schlechtes Gewissen kompensiere ich damit, dass ich sie wirklich andauernd trage, ich habe im vergangenen Winter quasi meine ganze Garderobe auf diese Stiefel abgestimmt (ok, hauptsächlich. Ist ja nicht so, dass ich nicht noch viele andere Paare hätte). Mein Gewissen wurde durch ein einfaches „Die haben sich aber sooowas von ausgezahlt!“ beruhigt. Und abgesehen von den nicht wiedergutmachbaren Schiffs- und Flugmeilen denke ich wirklich so: Diese Stiefel haben sich durch mein häufiges Tragen ein kleines bißchen mehr in Richtung „sinnvoll“ (eine Einbahnstraße, auf der man am Weg in Richtung „nachhaltig“ zwangsweise durchmuss) bewegt.

Aber Achtung, jetzt wirds gleich wieder weniger sinnvoll. Ich wünsch mir noch so ein Paar. Von all meinen viiielen Paar Stiefeln ist dieses Paar einfach nur perfekt! Einfach. nur. perfekt. Und noch gibt es sie. Im Ausverkauf noch dazu. Es gibt sie sogar in hellgrau (seltsamerweise „olive“ genannt. Aber meine schwarzen laufen auch unter „grey“). In meiner Größe. Ich könnt heulen – doppeltes Verbot grad. Sowohl Shoppingboykott als auch knappe 70 Dollar Versandkosten nach Österreich minimum.

Lustig – ich bin komplett überzeugt, dass ichs schaffe, und ich weiß, dass ich dieses Jahr nix kaufen werde. Daran ändern auch diese Stiefel nichts. Was mich nervt, ist das Gefühl, 2013 wirds die nicht mehr zu bestellen geben. Weil dann die neue Kollektion da ist und dieses Design auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein wird.

Und drum hab ich was Böses getan. Von dem ich noch gar nicht weiß, ob es funktionieren wird. Ich hab ebenjenen Freund in den USA gefragt, ob er nicht die Schuhe bestellen will und sie mir 2013 „verkaufen“ will. Ich hab überhaupt kein Problem, sie erst in einem Jahr zu haben – aber ich weiß einfach, dass es dieses Paar sein muss. Nicht die Levis-Boots von letztens, nicht die von Februar, nein. Die hier.

Ich weiß nicht, ob ers machen wird.

 

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Das Schuh-Dilemma

Draußen wird grad wunderschön warm (meinem kratzenden Hals sollte das auch mal jemand sagen…) und ich freu mich. Sonne, warm, gut! Frühlingsbeginn hat modisch gesehen jedoch auch immer ein bisschen ein trauriges Smiley dabei: Ich kann meine geliebten Stiefel nicht mehr tragen. Habt einen schönen Sommer in der Kiste, geliebte dunkelblaue Rauhlederstiefel, und seid lieb zu euren roten Schwestern, und auch ihr, meine innigst verehrten schwarzen Boots mit dem roten Zipp hinten drauf, macht es gut..

Ich habe leider recht breite Füße, brauche Senkfußeinlagen, und eine optische Wohltat sind diese zwei Dinger da unten bei aller Liebe und mit oder ohne Nagellack auch nicht. Es ist nicht so, dass ich nicht sonst auch noch genug Schuhe hätte – aber wenns wirklich heiß wird, dann haben meine Füße auch noch die charmante Angewohnheit, größer zu sein als sonst. Größer, als sie in Schuhgeschäften beim Sommerschuhkauf sind. Sommer und Schuhe ist einfach bäh. Werd wohl auch diesen Sommer wieder in diversen Flipflos und meinen acht Jahre alten, aus genau zwei Lederriemen und einer Schnur bestehenden weißen Sandalen wohnen. Und mir einen Schuster suchen, der mir beibringt, wie ich selbst solche Sandalen herstelle.

 

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Habenwollen nach dem Jahr

Hab mich selbst duch die im letzten Beitrag angegebenen Shops durchgeklickt. OK, beim Waschbärversand ist mir wirklich zuviel „Jute-statt-Plastik-Mief“ bei den Frauenkleidern, aber Slowmo rockt!! Diese Kombi find ich SUPER, allerdings find ich leider das Top nicht im Shop….wenns das in ein bissl dünkler gäbe. HACH!! Das kommt auf die Liste, gleich nach Sockenpulli und Ina-Kent-Tasche

www.slowmo.de

 

 

 

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Gemeinheit

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Hab festgestellt, dass ich gegen das klassische Windowshopping relativ immun bin – Onlineshopping ist da viel gefährlicher. Insofern kein Problem, wie heute die Mariahilferstraße runterzugehen. Die einzige Ausnahme: Diese Hose. So eine senfgelbe wollte ich unbedingt noch vorm Shoppingboykott haben, doch die einzige, die ich in Barcelona fand, war mir zu eng (wie das ja bei Hosen öfter vorkommen soll, hüstelhüstel).

Würde ich derzeit shoppen, ich hätte schon längst eine senfgelbe Hose. Jetzt schau ich mal, ob ich die nächstes Jahr auch noch haben will, und dann schau ich, dass ich sie irgendwo herkrieg, wo ich ein halbwegs gutes Gewissen dabei hab. 34,90 bei Zero riecht nach meinen derzeitigen Recherchen nämlich ein bißchen zu sehr nach nicht ganz so easy-cheesy Produktionsverhältnissen.

Man beachte das Foto – würde die Hose nicht wunderbar zu meiner alten Freitagtasche passen? 🙂

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