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Dirty White Gold – bald fertig!

Ich bin schon so gespannt…. diesen Film habe ich vor langer Zeit mal crowdgefundet. Jetzt wird er bald fertig. Die Handlung: Eine Doku über indische Baumwollbauern und deren Lebenssituation plus deren Selbstmorde. Von einer sehr humorvollen Person in Kombination mit der absoluten Absurdität westlicher Fashion Shows gebracht. Ja, das kann funktionieren. Schaut selbst:

 

The Cotton Film: Dirty White Gold [12min taster] from Leah Borromeo on Vimeo.

 

Wahnsinn, freu ich mich auf den ganzen Film!

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Dos und Dont’s mit Flair

Also an so stinknormalen Frauenzeitschriften, an denen komm ich einfach nicht vorbei. Ob sie nun Petra, Brigitte oder sonstwie heißen, ich blätter die liebend gern durch (eigentlich sollt ich öfter zum Friseur, da gibts die massenweise). Und so hab ich mir vor ein paar Wochen auf der Vienna Fashion Week ein Gratis-Kurzabo von der flair andrehen lassen – immerhin war da eine Gratis-Stofftasche dabei, und von denen hab ich ja erst so wenig….

Die Flair selbst ist nicht so meins, zu abgehoben, für ein zu großes Budget, zu wenig greifbar. Welcher Jungdesigner der nächste heiße Scheiß ist und so. Und plötzlich stolpere ich über eine Seite, bei der mir das Herz aufging. Ja!! Die Grundregeln des fairen Modekaufs habens in die Flair geschafft (auch wenn das nur diese eine Seite ist und davor und danach wieder „böse“ Sachen zu sehen sind, hey, Freude!). Ich bin wirklich begeistert, da auf einer Doppelseite unglaublich viele Dinge stehen, für die auch ich einstehe, quasi, oder wie nennt man das?

„Modisch mit gutem Gewissen, die 10 Dos und Don´ts“ beim Modekauf. Und ja, das haben die richtig gut hingekriegt – logisch, haben ja auch mit den richtigen Leuten geredet, und zwar mit Alex Bohn von Fair-a-Porter und mit Marina Chahboune von Beyond Fashion.

Alex Bohn liefert die 10 Gebote (und ich zitiere hier wörtlich aus der Flair Oktober 2014, Text: Alex Bohn und Marina Chahboune):

  1. Nehmen Sie es persönlich: Unsere Mode fällt nicht vom Himmel, sondern wird von Menschen gefertigt, die ein gutes Leben führen wollen. Stellen Sie sich vor, die anonyme Näherin hinter Ihrem Traum-T-Shirt wäre Ihre beste Freundin. (….)
  2. Schärfen Sie ihren Orientierungssinn: Im Laden oder Onlineshop bekommen Sie selten Auskunft über den Produktionshintergrund der Kleidung. Finden Sie  daher lieber bei der Fair Wear Foundation (fairwear.org), bei Fair a Porter (fairaporter.com) oder Get Changed heraus, welche Marken ethisch produzieren.
  3. Machen Sie den Mund auf. Wenn es im Laden Ihrer Wahl streng riecht, fragen Sie beim Personal oder Kundenservice des Herstellers nach. Kleidung und Schuhe mit Chemiegeruch wurden vielleicht mit toxischen Chemikalien behandelt. Das darf man nicht stillschweigend hinnehmen – zum eigenen Schutz und dem der Textilarbeiter.
  4. Kennen Sie Ihre Macht. Als Konsument sind sie nicht Teil einer unmündigen Masse, die nur kaufen und bezahlen darf. Im Gegenteil: Jeder Kauf unterstützt eine Marke, jede Verweigerung kostet sie Umsatz und Gewinn. Seien Sie sich dessen bewusst, und setzen Sie Ihre Macht verantwortungsvoll ein.
  5. Genießen Sie das Schöne: Mode ist toll, weil wir uns mit ihr inszenieren können. Kosten Sie diesen Genuss mit  gutem Gewissen aus – zum Beispiel, indem Sie den Umwelt- und Corporate-Responsibility-Versprechungen der Produzenten nicht einfach glauben, sondern sie bei unabhängigen Stellen nachprüfen.
  6. Wachen Sie auf. Machen Sie beim Shopping die Augen auf, und studieren Sie die Etiketten genau. Wussten Sie, dass das „Made in“ nicht das Herkunftsland bezeichnet, sondern nur, wo das Produkt zusammengesetzt wurde? (…)
  7. Bleiben Sie realistisch. Für Moralapostel zählt nur die reine Lehre: Die Materialien müssen aus ökologischem Anbau sein, ihre Mode sollte eine komplett transparente Lieferkette vorweisen können. (…) Üben Sie sich in der Kunst der kleinen Schritte, und treffen Sie die ethischere Wahl, wo es möglich ist.
  8. Seien Sie achtsam: Konventionelle Mode, deren Produktion unfair zu Mensch und Umwelt ist, tragen wir aus Gedankenlosigkeit unbeschwert. Sind wir aber achtsam, fallen uns die Widersprüche auf: Wünschen wir uns den Rhein als stinkende Kloake, in der giftige Abwässer herumschwimmen? Genau so sieht es nämlich in der chinesischen Provinz Zhejiang aus.
  9. Finden Sie Geiz grausig. „Aber Mode aus ethischer Produktion ist doch so teuer!“, hört man oft. Stimmt gar nicht: Vergleichen Sie Marken wie People Tree mit konventionellen – kein preislicher Unterschied. Das Gilt auch fürs Luxussegment (…).
  10. Lassen Sie vom Leder. Fleisch von „glücklichen Kühen“ findet man überall… Leder leider seltener, ob von der Kuh oder vom Schaf. Achten Sie auf Produkte aus ökologischer Gerbung ohne giftige Chromsalze (…). Oder steigen Sie auf vegane Varianten um (…) … und auch einmal verzichten.

Und Marina Chaboune liefert die 10 Verbote:

  1. Seien Sie nicht zu impulsiv: Wir alle kennen das: nicht geplant und dann doch gekauft. Leider sind solche Impulskäufe meist ein Reinfall. Durchschnittlich vierzig bis siebzig Kleidungsstücke kaufen die Österreicher im Jahr, nur etwa die Hälfte davon wird regelmäßig getragen. (…)
  2. Meiden sie intransparente Brands. Firmen, die ihre Lieferketten nicht offenlegen, haben meist etwas zu verstecken. Wer bei der Herstellung nachhaltige und sozial-ethische Kriterien in allen Produktionsstufen beachtet, wird dies dem Endkunden kommunizieren. (…)
  3. Entziehen Sie sich dem Kaufzwang. Nicht alles muss neu sein – oft ist ohnehin schon zu viel da. Sortieren Sie im Kleiderschrank aus, und treffen Sie sich mit tauschwilligen Freundinnen: Swapping (Tauschhaltung) heißt der aktuelle Trend. (…) Allein in Europa werden jährlich 5,8 Millionen Tonnen Kleidung weggeworfen.
  4. Setzen Sie nicht auf Größe. Kaufen Sie nicht ausschließlich bei großen Modeketten. Unterstützen Sie stattdessen kleine lokale Läden und Labels (…)
  5. Verzichten Sie auf BlingBling. „Wegwerfmode“ und kurzlebige Modetrends sind selten nur günstige Angebote – oft kommen Tiefpreise durch Billiglöhne und Umweltschäden zustande. Wer auf Qualität achtet, hat länger Freude mit dem Lieblingsstück. (…)
  6. Zahlen Sie nicht für Umweltbelastung (Anm: Den Punkt seh ich ein kleines bissl anders, aber eben nur ein kleines bissl): Gut für die Ökobilanz: recycelte Fasern synthetischen und natürlichen Ursprungs, wie recycletes Polyester oder biologisch angebaute Baumwolle, Hanf oder Leinen. Konventionelle Baumwolle hingegen verbraucht im Anbau viel Wasser, und bei der Viskose-Herstellung werden jede Menge Chemikalien eingesetzt.
  7. Lassen Sie es keinen anderen tun. Dank unzähliger DIY-Plattformen und Nähcafes kann man wieder selbst Hand anlegen. (…)
  8. Sagen Sie „Nein“ zu Lockangeboten. Aufforderungen wie „Kauf drei zum Preis von zwei“ führen schnell in Versuchung, stellen sich aber im Nachhinein oft als unnötig heraus. Denn diese Schnäppchen enden meist als Schrankhüter und zu guter Letzt in der Altkleidersammlung.
  9. Weichen Sie Weichspülern aus. Mehr als fünfzig Prozent des ökologischen Fußabdrucks eines Kleidungsstücks fallen in die Gebrauchsphase. Durch sorgfältiges Tragen und Pflegen sowie einfache Tricks (Waschen bei niedrigen Temperaturen, Wäscheleine statt Trockner, keine chemische Reinigung) sparen Sie Wasser sowie Energie. Und Geld.
  10. Shoppen Sie nicht nur online. (…) Nach dem Ausprobieren zu Hause wird jedoch jedes zweite versandte Paket wieder zurückgeschickt, insgesamt macht das jährlich 286  Millionen Retouren aus. Für den Transport der Rücksendungen ergeben sich CO2-Emissionen von etwa 143.000 Tonnen. Das ist zuviel.

 

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

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Es kann halt doch nicht genug Bücher geben…

Ich hatte gestern null Zeit, mir einen neuen Blogbeitrag zu überlegen. Warum? Weil ich erstens weiter geräumt und geräumt habe, sich im Vorzimmer bereits die Kisten stapeln, was ich alles weggeb, und ich danach dann in diesem Buch festgehangen bin. Will das schon sehr lange rezensieren, ist immer am Stapel gelegen, hab ich immer aufgeschoben. Bin noch nicht allzu weit, aber bisher kann ich die Rezension von meinen Kollegen auf der Grünen Mode nur unterstützen. Lesenswert auf alle Fälle!

(c) gruenemode.de

(c) gruenemode.de

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Wenn Size Zero „normal“ sein soll, dann….

Auf einem recht netten konventionellen Modeblog, wobei, nein, eigentlich Modeportal habe ich kürzlich einen Artikel über Brandy Melville gelesen. Diese mir völlig unbekannte Marke ist anscheinend der neueste heiße Scheiß. Und: Es gibt die Teile von denen NUR entweder Size Zero oder in „one size“ (also xxs, xs und s). Muss ich dazu wirklich was schreiben?

Alter Falter, die Welt ist einfach schlecht und wird jeden Tag schlechter. Da kann man sich seit Jahr und Tag für eine faire Modewelt und vor allem ein gesunderes Frauen(selbst)bild einsetzen, vergiss es. Man rennt sich eh nur den Kopf gegen die Wand. Hochglanzmagazine, teure Modeschauen, von Heroin Chic zu Size Zero Wahn – hat man als Frau eigentlich noch irgendeine Chance, sich diesem Wahnsinn nicht auszusetzen? Ich hab lang genug gebraucht, um mich selbst und die Tatsache zu akzeptieren, dass es bauchfrei bei mir nicht mehr spielen wird. Weil da Bauch ist. Inzwischen ok, aber ich mit 15? Üble Sache gewesen. Gut, vielleicht kratzt es jetzt nicht unbedingt mehr das Selbstbewusstsein von runden, (fast) gsunden Endzwanzigerinnen an (der Magen, mal wieder). Aber grad eben die jungen Mädels, beeinflussbar bis dorthinaus, kriegen Miniwunzigrößen als „one size“ vorgesetzt? Und eine Firma, die sich das einfallen lässt, hat damit auch noch rauschenden Erfolg?!

Ich brauch einen Schokoriegel. Jetzt.

 

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Und alle so: Skandaaal!

Alter (Textil-)Schwede, bin ich im Moment eine Nörglerin. Ich hoff, das gibt sich bald mal wieder, mein Magen macht sich auch schon wieder bemerkbar, der erträgt meine Laune auch nicht mehr. Aber sorry, ich muss nochmal nörgeln. Ich bin genervt, und zwar sowohl von Textilfirmen als auch von den Medien.

Also. Mango hat vor kurzem eine Bluse auf den Markt gebracht, die angeblich „Blitze“ drauf hat, aber ausschaut wie eine Naziuniform mit lauter SS-Runen drauf. Die zwei scharfkantigen „S“ nebeneinander, geschichtlich Interessierte und häufige Actionfilmseher werden es kennen. Und gleich ein riesiger Aufschrei auf Twitter, Facebook und in weiterer Folge auch in den klassischen (Online-)Medien weltweit. Nicht falsch verstehen, an sich find ich das ja super, wenn Nachrichten den Weg von persönlicher Entrüstung (und Darstellung derselben auf der persönlichen Online-Mitteilungsfläche) zu allgemeiner Information in breiten Kanälen finden – auch mein Blog wäre nicht so bekannt, wie er nun ist, ohne genau dieses Web 2.0 – System.

Aber in dem Fall find ichs erstens ermüdend und zweitens saublöd. Anscheinend merkt niemand, dass das pures und reines Marketing ist. Und gar nicht mal blödes! Man produziert und präsentiert ein Produkt, das eindeutige Assoziationen hervorruft, bekommt einen Sturm der Entrüstung und somit viel, und zwar richtig sauviel Aufmerksamkeit, freut sich nach innen über die vielen, vielen Klicks und vor allem diejenigen, die von der SS-Bluse weiterklicken und dann ein Kleid finden, das man ja mal probieren könnte und schwupps schon ist es bestellt. Nach außen wird natürlich mit großem Aaah und Oooh und Hooooppala und Tschuuuulligung und Isunsnichtaufgefallen und bittewarvollkeineAbsicht herumgetönt.

Eines muss man Mango sogar zu Gute halten: Die habens zumindest ein bisserl subtiler hingekriegt. Das SS-Zeichen (im Unterschied zur SS selbst, ich meine nur die Bebilderung!) ist glaub ich nicht ganz so bekannt wie folgende Beispiele: Allein in den letzten Monaten hat Zara zuerst eine Handtasche mit Hakenkreuz und einen Kinderpulli (!) mit Judenstern (!) angeboten. Außerdem war dann noch eine andere Kette, ich bin mir nicht mehr sicher, wer, die einen Pulli verkauften, die aussah wie nach dem Selbstmordattenat/Amoklauf/wasweißichmitvielBlut.

Letztes Jahr warens noch die sexistischen Schamhaarwerbungen von American Apparel, die mich auf die Palme gebracht haben. Wobei auffiel: Wirklich schockieren konnten die nicht (was an und für sich schon schockierend ist, aber das ist eine andere Diskussion). Dann muss halt jetzt was ärgeres her. Ah ja! Da war doch was! Nationalsozialismus! Sechs Millionen getötete Juden! Verfolgung von Randgruppen, von Homosexuellen, von Wandervölkern, alle waren sie aus Sicht einer beängstigend verqueren Ideologie nicht lebenswert. Au ja, mit den Bildern kann man schockieren! Da regen sich alle drüber auf – in einer Zeit, in der man mit „der neuen Kollektion“ als Fast Fashion Unternehmen eh nicht mehr punkten kann, weil einfach täglich neue Sachen in den Webshops und Filialen dieser Welt landen. Auch spezielle modische Schnitte und Trends sind kein Newswert mehr – zuviel gibt es, zuviel gleichzeitig, und im Endeffekt ein großer Teil in Rekordzeit kopiert von den Laufstegen dieser Welt! Neinnein, da muss schon mehr her, da müssen die letzten Tabus niedergerissen werden. Als nächstes gibt’s wahrscheinlich Standbilder von Hardcore-Pornos auf Kindershirts, weils eh schon so normal geworden ist, kann sich ja jedes Kind im Internet anschauen. Oder Leichenbilder, mit Pailletten umrandet (Pailletten = immer Kinderarbeit. Diese Gleichung krieg ich noch in alle meiner LeserInnen rein, fix!). Echt, Leute. Perfektes Marketing. Und so viele fallen auf den Aufschrei rein.

Ich kann ja verstehen, dass der erste Impuls genau dieser Aufschrei ist – und es ist auch gut so, dass es Leuten noch nicht egal geworden ist, SS-Runen, Judensterne oder Hakenkreuze auf Modeaccessoires zu haben. Also dass sie das nicht wollen, mein ich. Aber ich finde es absolut verachtenswert, niederträchtig, wääääääh, dass es anscheinend Menschen gibt, die erstens in einflussreichen Marketingpositionen weltweit sitzen und zweitens mit genau diesem Aufschrei spielen. Dieser Gedanke macht meine Magenschmerzen nicht zwingend besser, merk ich grad.

Weil ich garantiert nicht bebildern will, worüber ich geschrieben habe, weil das meinem gesamten Artikel widersprechen würde, und weil ich sowieso schon einen Horror davor hab, mit welchen Suchbegriffen zweifelhafte Suchmaschinenuser nun auf meiner Seite landen werden, gibt’s für euch jetzt ein Bild von einigen Studenten, die ich sehr bewundere (und denen ich meine Diplomarbeit gewidmet habe, ja, so super find ich die). Ich hoff, es wissen jetzt alle, wer das da unten ist (Quelle, um nix zu verraten: Facebook).

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Und weil es grad kritisches Feedback auf Facebook dazu gegeben hat: Ja, ich finde das Bild passend. Weil man keine künstlichen Skandale rund um eine Zeit erschaffen braucht, die voll von menschenerschütternden Skandalen war. Nicht an die Uniformen soll man sich erinnern, sondern an die Menschen, die Opfer dieser Uniformen (und Uniformierten) wurden. Die hier abgebildeten StudentInnen gehören für mich zu den mutigsten Menschen jener Zeit. An denen man sich orientieren sollte.

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Das Luxusproblemdilemma

Habe mich heute mit einem alten Freund getroffen, mit dem ich vor langer Zeit mal regelmäßig unfassbar viel zu lachen hatte (unvergessene Momente auf Wiener Wohnungsparties!), mit dem ich aber auch immer gut ernsthaft reden konnte. Der blöderweise im falschen Land wohnt, und der meine Entwicklung der vergangenen Jahre und meine Themen zwar mitverfolgt hat, aber eben nur aus der Entfernung. Er stellte eine Frage, mit der ich mich zwar selbst bereits seit langer Zeit auch beschäftige, die im Moment aber gerade für mich selbst auch wieder drängender geworden ist: „Bio ist halt Luxus. Und ist ja gut, wenn die Leute kapiert haben, dass sie sich kein Shirt vom fünf Euro beim Textilschweden kaufen sollen, aber was sollens denn dann tun? Wie wissen sie, welches die „guten“ Marken sind, und können sie das überhaupt finanzieren? Es ist halt teurer, das gute Zeug!“ (Lieber R., falls ich dich jetzt nicht wörtlich erwischt hab, red ich mich auf Übersetzungsfehler aus dem Schweizerdeutschen raus 😉 ).

Einerseits wär die Antwort ja leicht: Wer das Geld hat, hat die Macht. Also sollen die, die das Geld haben, es bitte auch bewusst einsetzen und ihre Konsumhandlungen kritisch überdacht setzen. Sich eben ein biofaires Shirt um dreißig Euro kaufen, dabei aber auch wirklich auf die Qualität schauen (Nähte, Stoffqualität, usw.), und eben nicht sechs Shirts beim Textilschweden um den gleichen Preis. Denn damit wird ja eben auch ein Zeichen gesetzt: Liebe Wirtschaft, mir ist bio und fair wichtig, ich will, dass mein Geld dort hin geht, wo darauf geachtet wird. Einfache Rechnung, de facto. Und damit mehr Menschen derartige Käufe leichter gemacht werden, gibt es Orientierungshilfen wie den Fashion Shopping Guide von Greenpeace oder das wunderbare Webportal Get Changed. Und wer Quantität mit Qualität aufwiegt, wird merken, dass es nicht zwingend teurer ist – einfach, weil die Philosophie hinter biofairer Mode auch die Langlebigkeit und Haltbarkeit ist.

Aber was ist mit denen, die sich das eben nicht leisten können? Die wirklich darauf angewiesen sind, dass ein Shirt nur fünf Euro kostet? Ich nenne da als Beispiel immer die imaginäre Teilzeit arbeitende und alleinerziehende Supermarktkassiererin. Der würde ich doch niemals vorwerfen, dass sie sich bitte nicht drum kümmert, sich biofair einzukleiden! Abgesehen von der fehlenden Finanzierung und der fehlenden Zeit, sich zu informieren ist da wahrscheinlich das Bewusstsein gar nicht da! Natürlich gibt es de facto auch für sie Alternativen, sei es Second Hand oder seien es Tauschkreisel. Ich kann aber auch verstehen, dass bei Leuten, die finanziell auf Second Hand angewiesen sind,  das wiederum stigmatisiert ist. Und ein Neu-Gefühl um das gleiche Geld für sie eine viel höhere Wertigkeit hat.

Ich will jetzt auch gar nicht von denen ja und uns da und elitäre Scheiße und blabla schreiben. Tatsache ist: Mein Umfeld ist über weite Strecken eines, in dem sich Leute hin und wieder was leisten können, das über die Grundbedürfnisse Dach überm Kopf, Wärme und Essen hinausgeht. Die einen mehr, die anderen weniger. In meinem Freundeskreis gibts keine alleinerziehende Billakassiererin, aber eine alleinerziehende Unilektorin (und auch die muss sehr drauf schauen, dass sie am Ende des Geldes nicht allzuviel Monat übrig hat). Es gibt auch eine alleinerziehende Kellnerin, die ihre Sachen regelmäßig am Flohmarkt verkauft, gar so schwarzweiß ist es eben einfach nie. Das ist keine elitäre Selbstdarstellung, sondern eine ungeschönte Betrachtung meines Umfelds. Ist einfach so. Und von diesem meinem Umfeld traue ich mich auch etwas einzufordern, und zwar kritischen Konsum.

Im Endeffekt wünsche ich mir das natürlich dann auch von der imaginären Supermarktkassiererin, denn nur wenn immer mehr und mehr Menschen kritisch konsumieren und ihre Käufe ein bissl überdenken, kann sich was ändern. Und genau das ist der Grund, wieso ich Erlebnisdiskontershoppen wie bei Primark sehr sehr sehr sehr sehr kritisch sehe. Weils damit einfach in die falsche Richtung geht.

Fazit: Biofaire Kleidung befindet sich derzeit noch in einer Luxusnische. Derzeit noch schreibe ich, weil ich die Hoffnung nicht ganz aufgebe, dass faire Produktion und ein höherer Anteil an Biobaumwolle und sonstigen umweltverträglichen Textilien irgendwann mal selbstverständlich wird wie Biobananen beim Diskonter. Aber das, was außerhalb der Nische passiert, ist halt sehr bedenklich, weils immer schneller in eine immer unkritischere Richtung geht. Diejenigen, die es sich jetzt schon leisten können, können für eine höhere Nachfrage an biofairer Kleidung sorgen – damit diese mal für breitere Schichten verfügbar ist. Aber wenn sich dieses Primark-Shoppinggefühl weiter durchsetzt, seh ich leider sehr dunkelgrau für so eine optimistische Zukunft.

Bissl hin und her, der Beitrag, aber ich wollt nochmal heute Besprochenes ein bissl reflektieren. Übrigens das feinste Detail am Rande: R. saß den ganzen Abend in einem Hemd von Knowledge Cotton Apparel da. „Was, das ist öko und fair? Ich habs cool gfunden, aber sauteuer wars“, war sein Kommentar. Er hats also unabsichtlich richtig gemacht! 🙂

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Schwarzbuch Markenfirmen: Too big to be good

Es passieren aber auch einige Dinge in letzter Zeit, die sind ziemlich cool. Zum Beispiel, dass das Schwarzbuch Markenfirmen endlich neu rausgekommen ist, nach der ersten Fassung 2001, die sich weltweit etwa eine Viertelmillion Mal verkaufte (wenn ich den Pressetext richtig im Kopf hab, bin grad viel zu faul aufzustehen, es ist schon recht spät), waren 13 Jahre dann doch eine recht kräftige Wartedauer.

Jedenfalls: Die Vorfreude, aber auch die Spannung war groß. Besonders, als eine Greenpeace-Kollegin erwähnte, dass Lobo auch über das Fairphone schreiben würde, und zwar nicht unkritisch. Ich hab ja auch so eines, und ich bin begeistert – sowohl, weil es einfach ein pipifeines Menü hat, als auch, weil es in einigen Punkten der Produktion echt besser ist als der Rest der Bagage. Nicht alle, aber ein paar Punkte immerhin.

Nach der Messe wieder in Wien gabs erstmal frisch überzogenes Bett, frisch geduscht und angenehm ermattet vom Wochenende auf der Messe im Bett dann ein erstes Durchblättern. Hin zum Fairphone-Kapitel. Und was les ich? Meinen Namen!! Hinten in der Literaturliste gleich nochmal. Neben Jean Ziegler! Christian Felber! Corinna Milborn! Thomas Seifert! Naomi Klein! Kathrin Hartmann! Thilo Bode! steht doch wirklich und glatt ein Hinweis auf dieses Buch.

Ja, das ist ein Erfolgserlebnis. Aber das Schwarzbuch Markenfirmen, das würd ich auch förmlich fressen vor lauter Interesse, wenn mein Name nicht drin stehen würde, echt jetzt. Pflichtlektüre. Aber sowas von. Um sich immer wieder vor Augen zu führen: Die großen Konzerne, die mögen wir nicht. Die sind nicht gut. Es gibt ja dieses Sprichwort „too big to fail“, also zu groß, um zu scheitern. Ich find, es sollt auch ein „too big to be good“ geben, zu groß, um gut zu sein. Traurig, aber wahr.

loboullanunu

Da simma, die zwei höchst unterschiedlichen Autoren (er) und Autorinnen (eh klar), und in der Mitte: Ulla Harms, meine Lieblingsbuchkontoristin.

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Kritische KonsumentInnen sind keine „Zielgruppe“!

Ich war letztens auf einer Veranstaltung für CSR. CSR ist ja ein Riesenthema bei Unternehmen – aus unterschiedlichsten Gründen. Gut, einigen Unternehmen glaube ich, dass sie wirklich Richtung Nachhaltigkeit unterwegs sein wollen, und schrittweise ihr Kerngeschäft anpassen wollen, anderen glaub ich das genau absolut NULL.

Ein Beispiel ist Coca Cola. Die machen jetzt auch auf nachhaltig. Und haben herausgefunden, dass das relevanteste Thema für sie da draußen die Fettleibigkeit der Menschen ist. Und was macht Coca Cola? Sie erklären jetzt den Leuten da draußen, dass die sich bitte mehr bewegen sollen. Und genau da wirds meiner Meinung nach absurd. Ein Produzent von Zuckerwasser, der in Millarden an PET-Flaschen abfüllt, von denen sehr wahrscheinlich nur ein sehr geringer Anteil in einen Recyclingkreislauf kommt und ein sehr großer als Plastikmüll im Meer landet, sieht die Fettleibigkeit der Leute als größtes Thema ihres Konzerns. Echt jetzt?

Was mich auch ärgert: Alle sagen sie: Der kritische Konsument wird wichtiger. Ja, endlich! Eigentlich sollts mich ja freuen, denn genau darum gehts mir ja – dass KonsumentInnen nicht als willenlose Masse wahrgenommen werden, denen man Bedürfnisse einimpfen kann. Sondern dass es da draußen Leute gibt, die das nicht ok finden, wie im Endeffekt der Kapitalismus mit den Menschen und der Umwelt umgeht. Und die ganz klar faire und ökologische Produktion ihrer Güter einfordern. Sogar Lars Wittenbrink stellt auf gruenemode.de fest: „Kritischer Konsum wird relevanter“. Endlich!
So weit, so gut. Aber was mich nervt: Jene Unternehmen, die die kritischen KonsumentInnen lediglich als neue Zielgruppe wahrnehmen. Eine Zielgruppe, die sie erreichen wollen, koste es, was es wolle. Da kommt dann nämlich so halbseidener Kommunikationsquatsch raus, da gibt es dann genau eine Produktlinie, die öko und vielleicht sogar fair ist, und das Hauptgeschäft wird weiterhin mit unökologischer, mieser und/oder giftiger Produktion gemacht. Es gibt eine immer größer werdende Gruppe an kritischen KonsumentInnen – denen ihre Kauf- und sonstigen Handlungen selbst überlassen sein sollen. Ja, das Angebot stellen ist gut. Aber nicht, wenn das dann aus dem Grund geschieht, dass man sich diese Leute gemeinsam mit all den anderen unkritischen Leuten bitte auch abholt. Schwierig zu erklären, ich hoff, ich mach mich da grad verständlich. Ein Beispiel: Schlecht find ich, wenn ein Unternehmen tausend verschiedene Produkte anbietet, und fünf davon sind ab sofort und stark beworben dezitiert giftfrei. Gut finde, wenn ein Unternehmen seine gesamte Lieferkette anschaut und Schritt für Schritt daran arbeitet, dass giftige Chemikalien komplett aus dieser Lieferkette verschwinden. Wie es eben die Detox-Kampagne macht, aber das ist jetzt eine andere Geschichte. Oder: Es ist suuuuper und extremst wichtig, dass es inzwischen in jedem Supermarkt ein immer größer werdendes Angebot an Bio gibt. Aber mir ist es auch ein Anliegen, dass der viiiiiiel größere Bereich des konventionellen Angebots ökologischer wird (so wie, hui, ungewohntes Lob, es mit Pro Planet geschieht).
Das, was ich eigentlich die ganze Zeit schon schreiben will: Liebe Unternehmen, die ihr die kritischen KonsumentInnen seit Neuestem als Zielgruppe wahrnehmt – schiebt nicht die Verantwortung gleich mal auf nur uns ab. Wie ich das meine? Unternehmen überholen sich ja momentan grad gegenseitig mit tollen Tipps, wie man als EndkundIn nachhaltiger leben kann: Mehr zu Fuß gehen! Kälter waschen! (Teure) Qualität (bei uns!) kaufen, ist nämlich langlebig! Geben Sie uns ihre alte Kleidung zurück, wurscht von welcher Marke, und wir geben dir dafür Gutscheine fürn Neukauf! und. so. weiter. Ja, schön! Danke für die Info! Mich nervt das inzwischen echt unsäglich. Ja, es gibt viele Schritte, die jede/r einzelne von uns setzen kann, und seien sie noch so klein! Und ich find das auch gut, ich bin ein großer Fan der kleinen Schritte. Aber liebe Unternehmen, ihr habt selbst Verantwortung. Ihr könnt in eurer Produktion, in eurer Lieferkette, in eurem Verkaufskonzept ansetzen! Meinetwegen auch in kleinen Schritten, aber Hauptsache, mit der richtigen Intention!
Vielleicht bin ich ja speziell allergisch dagegen, aber ich mags echt nicht, wenn mir jene Unternehmen Tipps geben, wie ich denn bitte bewusster konsumieren soll, die gleichzeitig aber auch ausnutzen, dass viele KonsumentInnen einfach überhaupt nicht nachdenken (wollen). Ich finds viel glaubhafter, wenn solche Tipps von den Leuten selbst kommen – oder, und das ist mir sehr wichtig, ihren professionalisierten VertreterInnen dieser Zivilgesellschaft in Form von NGOs – da herrscht einfach oft Informationsvorsprung und eben eine Professionalisierung, die für eine andere Form der Kommunikation mit den Unternehmen sorgt, als sie einzelne KonsumentInnen zusammenbringen.  Klar, Kampagnen wie von Patagonia, die jedes Kleidungsstück zurücknehmen und die sogar sagen: Don´t buy this jacket! – die finde ich gut und sehr spannend. Aber der Hintergrund muss doch bei Unternehmen immer ein verkaufs- oder imagefördernder sein. Das dürfen auch wir kritische KonsumentInnen bitte nie vergessen.
Kurz: Liebe Unternehmen, ob Textil- oder sonstwas, es ist schön und sehr begrüßenswert, wenn nicht sogar schon überfällig, wenn ihr euch in Sachen Nachhaltigkeit engagieren wollt. Aber bitte hört auf, die Verantwortung auf die KonsumentInnen abzuschieben, nur weil wir unsere eigene Verantwortung erkannt haben. Wir sind uns dessen schon bewusst, danke.
PS: Und liebe Politik – ihr seids aus dem Spiel auch nicht raus. Ich bin sehr gespannt, was bei dieser wirklich spannenden Initative des deutschen Minister Müller rauskommt. Und wie andere Länder darauf reagieren. *hinthint*
PS2: was mir beim Schreiben dieses Beitrags – das war jetzt ein zehnminütiger Wutanfall – aufgefallen ist: Warum gibt es eigentlich Preise und eigene Konferenztage und wasweißich für Unternehmen, die CSR in ihr grundsätzlich wenig nachhaltiges Kerngeschäft (a la Coca Cola) integrieren – aber nur wenig entsprechendes für Unternehmen, die von vorneherein Nachhaltigkeit im Fokus haben und TROTZDEM Gewinn machen (ich denke an bellaflora mit seiner schrittweisen Komplettumstellung oder an manomama, die überhaupt gleich als Social Business gestartet ist und einen Bombenerfolg hat).
PS3: Und ich hab grad komplett absurderweise Bock auf Cola. Aber aus Trotz werd ich mir diesen Wunsch jetzt nicht erfüllen. Liebes Cola-Team, ihr habt gerade eine Flasche weniger verkauft als ihr hättet können. Ist in etwa so relevant wie der umgefallene Reissack in China, aber für mich machts halt doch den Unterschied, ob ich drüber nachdenk, ob ich das jetzt wirklich unterstützen will, oder eben nicht.
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Primark: Been there, done that, eeeew.

Primark. Oft hab ich schon drüber geschrieben, noch nie war ich bei einem. Glaube ich jedenfalls. Ich bin mir nicht ganz sicher, was das für ein Laden damals 2002 in Irland war, wo ich mir mein Fleecepyjama gekauft habe, ein noch schlimmerer Liebestöter als die Verhütungshose. Aber jedenfalls, seit der Primark-Trend um sich gegriffen hat, war ich nie in einem. In Wien gibt es die derzeit (zum Glück) auch nur am Stadtrand in Einkaufszentren – und weder das G3 noch die SCS haben mich jemals derartig angezogen, dass ich unbedingt hin musste.

In Köln hatte ich heute dann etwas Zeit, bevor mein Zug zurück nach Wien ging. Und sah am Neumarkt: Primark. Da musste rein. Schließlich reg ich mich so oft drüber auf, das will ich mit eigenen Augen gesehen haben. Gedacht, getan.

Drinnen: Voll. Und stinkend. Nach Kunstfaser, nach Lösungsmitteln, nach Menschenschweiß. Aber im ersten Moment war ich gar nicht so schockiert. Sah auch nur aus wie ein etwas größerer Textilschwede, so auf den ersten Blick. Und es hingen sogar ein paar ganz nette Teile herum.

Kurz wunderte ich mich über mich selbst, warum ich nicht gleich in einem Anfall von Ekel und Abscheu den Laden wieder verließ (gut, in der Schuhabteilung, in der es nach Lösungsmitteln stank, als ob ich mitten auf einer Sondermülldeponie wäre, war mir kurz danach). Im Gegenteil, ich sah sogar das eine oder andere Stück, das gar nicht so übel aussah – rein optisch. Besonders ein Pulloverkleid mit einem langen Zippverschluss am Rücken um 15 Euro löste in mir sogar ganz kurz einen „Soll ich?“-Effekt aus. Aber sorry, ein Teil von Primark kaufen: Ausgeschlossen. Angegriffen waren die Sachen alle einfach nur grauslich. Leider nicht fotografiert: Ein Wollmantel, auf dem „enthält Wolle!“ draufstand – der Blick aufs eingenähte Label zeigte: 87% Acryl, 10% Polyester, DREI PROZENT Wolle. Und mit den drei Prozent machens Werbung…. und wieder zeigte sich: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

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Nett“ auch die Kleider, die in Dutzenden da hingen: Gleich mal komplett zerrissen. Hammerqualität. Wirklich die Augen haute es mir bei den Jeansgilets raus: DREI EURO? Für ein Jeansgilet?!?! Und vor allem: Hey! Jetzt nur drei Euro! Statt vorher….drei Euro!! Ich wage jetzt mal die Theorie: Es gibt Leute, die auf sowas wirklich reinfallen. Unfassbar.

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Ich fing ziemlich schnell an, mehr auf die Leute als auf die Produkte zu schauen. Und ja, Leute waren echt genug da. Mit riesigen von Primark zur Verfügung gestellten Einkaufssäcken oder -wägen. Was sich mir zeigte: Eine Art des Einkaufens, wie ich sie eigentlich nur von Lebensmitteldiskontern kenne. Den Wagen vollmachen, das Zeug ist eh so billig. Die Quantität steht hier im Vordergrund, weitaus ärger, als es bei Textilschwede und Co. der Fall ist. Die Umkleidekabinen: Abgedunkelt. Das Angebot: Maaaaassseeennweise. Die Leute: Von Hartz 4 bis Audi A4 war alles vorhanden.

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Mein Fazit: Es ist gar nicht so sehr die Optik oder das Angebot von Primark, das ich so abstoßend finde. Es ist die Einkaufsphilosophie, die sich hier zeigt. Kleidung kann man nicht so schnell verbrauchen wie Lebensmittel, Kleidung ist einfach kein Wegwerfprodukt!!

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Hart, aber fair!

Heute gibts wieder einen kleinen Tipp, diesmal fürs TV – und auch meine deutschen LeserInnen haben etwas davon: Meine liebe Kollegin Kirsten Brodde wird heute in „hart aber fair“ in der ARD mitdiskutieren. Das Thema: „Der Kick der kleinen Preise – wie billig darf Kleidung sein?“

 

Ich bin gespannt!

 

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