Schlagwort-Archive: Onlineshopping

Klickklick!

Ich muss sagen, dieses Onlineshopping ist wirklich ein Hund. Ich surfe derzeit wieder ganz ern auf diversen Onlinepages, hauptsächlich Dawanda. Aber ich habe noch nix gekauft, bitteschön. Ich hab nämlich eine neue Methode: Alles, was mir gefällt, wird erstmal bei den Browser-Lesezeichen unter „haben?“ abgespeichert.

Seit ein paar Tagen speichere ich da Links hinein. Ich denke mir dann einfach: Wenn ich morgen noch dran denk, dann klick ichs nochmal an und schau es mir wieder an, ob ich es mir bestelle.

Und keinen einzigen dieser Links habe ich seither wieder angeklickt.

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Inspirierendes virtuelles Windowshopping

Ich darf ja jetzt endlich wieder auf Dawanda stöbern, ohne nervös zu sein, weil ich was finden könnte, was mir dann gefällt und was ich dann aber nicht kaufen und überhaupt, aaah, Hilfe, Stress…. Komplett stressfrei hab ich mich gestern Abend, während der Liebste neben mir fernsehschlief, durch einige Kategorien von Dawanda gesurft. Sehr löblich: Im Modebereich gibt es eine eigene Kategorie „Grüne Mode„, in der man sogar nach den diversen Zertifikaten (Ökotex, GOTS, … ) filtern kann. Und ich musste wieder mal feststellen: Mir gefällt Upcycling oder einfach Design aus ungewöhnlichen Stoffen einfach am allerallerbesten. Ich mag die Kreativität, die dahinter herrscht.

Der Pulli erinnert mich vom Konzept her ein kleines bißchen an Anita Steinwidders Sockenmode (sozusagen deconstruct und reconstruct)…

Eine Riesenauswahl an umgenähter Kleidung gibt es im Recycling-Markt. Nicht alles mein Stil, aber immerhin überlegt sich da jemand etwas, um die Lebensdauer aussortierter Kleidungsstücke zu verlängern. Mag ich!

In dem Bereich gibt es natürlich auch sehr viel Hippieoptik-Patchwork. Mag viel Arbeit sein und auch das gleiche, ökologische Ziel verfolgen, aber mir gefällts einfach nicht so gut. Ich freu mich trotzdem, dass es so viel davon gibt. Das Teil hier ist jetzt nicht so meins, ich weiß aber, dass es beispielsweise Ena sehr gut gefallen würde..

Was wiederum mir gleich wieder viel besser gefällt, sind Kleider, die aus alten Zelten genäht sind. Über den Schnitt lässt sich noch diskutieren, aber die Idee machts einfach aus!

Also dass ich auch auf bunte Farben stehe, fällt in diesem Beitrag nicht wirklich auf 🙂 Und jetzt, jetzt muss ich nur noch wieder Lust auf Shopping kriegen. Wobei das „müssen“ da wohl das kritischste Wort in dem Satz ist. Ich freu mich einfach, dass ich jetzt völlig entspannt nach Inspiration suchen kann – und obwohl ich vor allem den Pullover ganz oben richtig gut finde, denke ich mir bei jedem Stück, auch bei dem: Näh. Brauch ich nicht. Noch nicht. Aber schön zu wissen, wo ichs dann finden kann, wenn sich das ändert.

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Cybergefahren

Uiuiuiuiuiui, knappe Sache. Bei einem muss ich wirklich aufpassen: Beim Onlineshopping. Ich verbringe derzeit meine Abende (leider) auch oft vorm Laptop, und neben dem sowieso permanent offenen Tabs Blog und Facebook schwappt in mir regelmäßig die Versuchung auf, in Onlineshops herumzustöbern. Dieses „Ich könnte mir zur Belohnung doch was bestellen“ – das ist ein gaaaaaaaaaaaaanz gefährlicher Gedanke. Ich belohne mich doch sowieso schon doppelt, mit meinem Amsterdamwochenende mit meiner Lieblingsaniger und mit den Stiefeln – noch dazu belohne ich mich für etwas, das ich im Nachhinein gar nicht so als wirkliche Leistung betrachte (ok, gut, aufs fast tägliche Bloggen bin ich schon stolz, das war teilweise echt viel Arbeit).

Aber eines habe ich mir doch schon bestellt. Etwas, was ich brauche, weil ich so etwas nicht habe, und darüber hab ich mich dieses Jahr ein paarmal geärgert. Was genau es ist, präsentiere ich, wenns da ist. Ist mir nämlich ein bisschen peinlich. Da brauch ich noch Mut, um drüber zu schreiben. Wahnsinn, derzeit ist mir wirklich jede Kaufhandlung, die was mit Kleidung zu tun hat, ziemlich peinlich.

Ich hoff, das Gefühl hält noch eine Weile an 🙂

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Kurzfristiger Anfall von Schnappatmung

Der M, der is ja einer meiner besten Freunde – und das, obwohl er vor fünf Jahren schändlicherweise nach New York gezogen ist (ok, nicht ganz so schändlich, dort eine Wohnmöglichkeit zu haben…). Und der hat meine mehr oder minder gar nicht subtilen Hinweise verstanden (es könnte sogar sein, dass ich ihm sogar den spezifischen Link zu den Stiefeln geschickt habe…natürlich unter der strengen Auflage, sie erst nach dem 16.1. zu bekommen und zu bezahlen). Seit heut ist er in Wien und hat mir vorhin ein kurzes Mail geschickt. Inhalt: Ein Foto. Dieses Foto. Das ich trotz mehrminütigem Kampfes gegen meinen Laptop nicht drehen konnte, dauernd Fehlermeldung. Bäh.

(c) M

(c) M

Und ich weiß, Steve Madden ist NICHT bio. NICHT öko. NICHT fair. Ich kann da nur sagen, dass ich vermute, dass da drin wahrscheinlich genau DIE einen jenen Stiefel sind, die ich in den nächsten Jahren quasi durchgehend tragen werde. Dass ich sie mir seeehr wünsche. Und dass ich mich grade bei Schuhen leider bisher noch nicht mit den „guten“ Alternativen habe anfreunden können, so rein optisch gesehen. Und dass ich sie hegen und pflegen werde und liebhaben werde und achten werde und ehren werde und aaaaalter Schwede, da sind wirklich Stiefel drin, für mich! Das kauffreie Jahr ist mir bis heute wirklich kurz vorgekommen. Jetzt plötzlich ist der Gedanke, dass es noch soooo viele Tage bis zum 16. Jänner sind, zaaaaaach.

Noch weiß ich nicht, ob ich sie ihm pünktlich Mitte Jänner zahle (und somit entgegen meiner bisherigen Überzeugung sehr wohl am 16.1. gleich Geld ausgeben werde… fühlt sich doof an)  oder geschenkt bekomme, da stehen wir in „Verhandlungen“ … und ein kleiner Insider so nebenbei: Liebster M, das nächste Mal wette ich mit verdammt hohem Einsatz :)…

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Was Besonderes

Sorry, meine Einträge verspäten sich derzeit, weil ich am Abend zu kaputt bin, um vorzuproduzieren.

Aus meiner Nase kommen bunte Herbstfarben, meine Stimme erinnert an ein Reibeisen, und ich langweile mich zuhause, weil ich nicht so krank bin, dass ich mich auf nix konzentrieren könnte. Auch so ein klassischer Fallenmoment, was Onlineshopping angeht, früher hab ich an solchen Tagen Stunden in Onlineshops verbracht.

Und so auch heute. Habe mich sogar auf dawanda getraut. Dort gibts bitteschön Autogurte, und Gurtspanner, richtig coole Materialien für meine diversen noch zu nähenden Taschen! Und Strickutensilien! und Stoffe! Und …. ich klicke krampfhaft NICHT auf die anderen Kategorien, weil sonst könnte ich ja schon wieder über Jekyll und Kleid stolpern, die es auch auf Dawanda gibt, und die mich schon mal fast verführt hat:

 

Ich find die einfach unglaublich hübsch, die Kleider. Und irgendwie überfällt mich bei diesen Teilen jetzt ausnahmsweise mal nicht der „wie cool, das kann man sicher nachnähen, ich muss gleich meine Schneiderfreundinnen befragen“-Anfall, sondern ich will mir irgendwann, nicht gleich, aber irgendwann im Laufe des kommenden Jahres ein Kleid von denen kaufen. Und das wird dann was Besonderes sein.

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Nur die Versandkosten halten mich noch

Nein, ganz so arg ist es nicht – ich wollt nur mal wieder einen reißerischen Titel bringen…

Aber ich hab einen neuen fairtrade & organic – Webshop entdeckt. So richtig reizt mich drin nix, der Gesamtanblick ist dennoch ein hübscher und im Ausverkauf sind die Sachen sogar halbwegs leistbar. Das Einzige, was ich mir dann doch noch überleg: Wenn ich die Sachen aus den USA bestell, ist das nicht sinnlos? Auch lustig, letztes Jahr noch war ich leidenschaftliche Shopperin, von einer Woche in New York kam ich mit einer Tasche zurück, die ich kaum noch schließen konnte. Und jetzt denk ich mir: Ok, Organic und Fairtrade, aber wozu um die halbe Welt schicken?!

Dennoch, ich freu mich immer, wenn ich solche breiten Shops mit fairer Ökomode finde, deshalb enthalte ich ihn euch auch nicht vor: Indigenous. Bitteschön.

 

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Plan B: Strickoma werden!

Hach, danke liebe Katrin. Seit ein paar Tagen weiß ich, wie ich mir mal meine Pension auffetten werde – ich werde zur Auftrags-Strick-Oma bei myoma.de! Tolles Konzept – man bestellt sich Hauben, Schals, Handschuhe, und bekommt gleich mitgeliefert, wer das Teil gestrickt hat.

Und weil ich grad sehr wenig Zeit habe und nicht nur um kurz nach fünf grad mal Mittagspause mache (damit das vielleicht doch noch was wird mit einer gscheiten Pension…), sondern noch soooo eine Liste abzuarbeiten hab vorm Abendtermin, lass ich die von MyOma.de mal selbst sprechen:

Hier trifft traditionelles Handwerk auf Mode. Stöbern Sie in unseren Kollektionen und finden Sie Ihr Lieblingsprodukt. Lernen Sie außerdem unsere Strickerinnen kennen, die ganz unter dem Motto von Oma Christel: «Die Nadel darf nicht rosten» individuelle Sachen für Sie anfertigen. Unsere Strick-Omas beherrschen und lieben ihr Handwerk seit Jahrzehnten – und das sieht man auch!

Mit dem sozialen Projekt MyOma möchten wir die ältere Generation unterstützen und ihnen eine Aufgabe geben, die Spaß macht und gleichzeitig die Rente aufbessert. Wir von MyOma sind der Meinung, dass Lebenserfahrung sowie das Wissen und Können von älteren Menschen eine Bereicherung für die Gesellschaft darstellt, die genutzt werden sollte. Mit MyOma möchten wir eine Gemeinschaft schaffen, in der sich unsere „Strickomas“ wohl und gebraucht fühlen. Jede Oma wird selbstverständlich pro Strick- oder Häkelauftrag entlohnt und entscheidet selbst, was und wie viel sie stricken möchte. Jeder, der sich für ein MyOma-Produkt entscheidet, unterstützt somit auch eine Oma.

Hach, das Internet ist doch eine tolle Sache – es ermöglicht auf so viele Weisen, konventionelle Massenproduktion zu umgehen. Gefällt mir!!

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Hessnatur und die Atombombe

Mir wurde ein Mailtext zugespielt, der meine Verwirrung über Hessnatur ins Unermessliche steigen lässt. Sie selbst sind weiterhin um öko und fairtrade bemüht, betreiben – wohl auch aus Schadensbegrenzung – intensives Marketing. Also die Firmenleitung. Einige Mitarbeiter dürften das anders sehen – und vor allem viele Konsumenten.
In der Mail  steht was von Anteilseigner des Fonds, Atombombe und einstweiliger Verfügung. Ich selbst habs im ersten Draft zwar hier im Beitrag zitiert, aber ehrlich gesagt ist mir das dann doch zu heiß…

So, wie sich das liest, bin ich über meinen Cardigan nicht allzu glücklich. Gut, hätt ich vorher auch wissen können. Da war der Wunsch nach was Neuem wohl vordergründig, böse Nunu. Aber auch wenn ich persönlich immer noch kein Bild von der Situation habe, da ich das Gefühl habe, ich bekomme von beiden Seiten sehr einseitige Infos – ich unterstelle jetzt mal nicht, dass sie eingefärbt sind – was da oben in der Mail steht, glaube ich. Ich hab dennoch  immer noch das Gefühl, ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und solange sich das nicht ändert, wird Hessnatur weiterhin nicht auf meiner Kaufempfehlungsliste landen. Ich mein hallo, einstweilige Verfügungen gegen Kundeninitiativen erreichen, das ist schon aus einer Schublade sehr weit unten rausgeholt, liebe Hessnaturalisten.

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Verarscht vom Online-Store

Bitte wie cool ist diese Idee?? We are knitters ist ein Onlinestore, in dem man sich superschön Gestricktes von der Haube bis zum Pulli aussuchen und bestellen kann. Und was dann ankommt, ist ein brauner Papiersack, in dem sich die richtige Menge an Wolle, Stricknadeln und die Anleitung befinden.

Was sich im ersten Moment anhört wie die größte Verarsche überhaupt (irgendwie, als ob einem im Restaurant einfach die rohen Zutaten einzeln serviert werden würden), ist meiner Ansicht nach ein megaschlaues Konzept – erstens sind die Designs einfach um Welten cooler als die klassischen Burda-Sabrina-Schlagmichtot-Strickheftanleitungen, zweitens springen die Produzenten (aus Spanien) komplett den DIY-Trend auf, und drittens: Jeder dieser selbstgestrickten Pullis ist individuell, hat seine eigene Geschichte und ist der Trägerin einfach mehr wert, weil sie selbst Arbeit hineingesteckt hat. Auch sehr brav: Sie achten stark auf Nachhaltigkeit, liefern Holznadeln statt solcher aus Plastik, das ganze in Papier verpackt, die Wolle – aus Uruguay – ist 100% acrylfrei, also kein Plastik drin, reines Naturprodukt. Es warat ja eigentlich wirklich einfach, beim Stricken nur nachhaltige Materialien zu verwenden – aber anscheinend muss man heutzutage dennoch schon wieder drauf hinweisen. Vor allem die Farben der Wolle weisen nicht zwangsweise auf ökologische Produktion hin. Trotzdem. Ich mag das Konzept. Und ich mag endlich wieder stricken….langsam könnte mein Arm es wieder zulassen, mal schauen.

nolita sweater von we are knitters

nolita sweater von we are knitters – ich find den wunderschön

Und wenn ich dran denk, was ich für mein Pulloverprojekt schon hingeblättert hab, sind die Preise für die Pullis halbwegs realistisch. Die für die Hauben und Schals allerdings nicht….wui, teuer.

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Fairtrade, Bio, Billig?

Die liebe Astrid hat mir gestern eine spannende Frage gestellt: „Wo ist eigentlich die Bio- und Fairtrade-Mode, die für Leute mit kleinem Budget bezahlbar ist?“ Noch habe ich nicht recherchiert dazu, aber so aus dem Bauch heraus würde ich die Frage hier mal gerne beantworten.

Es ist logisch, dass Bio und Fairtrade teurer ist. Denn – zumindest in meinen naiven Augen – gehört da dazu, auf faire Bezahlung nicht nur der Kleidungs-, sondern auch der Stoffhersteller zu sorgen, in realistischen, kleineren Mengen zu produzieren, um möglichst wenig Überschuss zu produzieren, und sowohl bei der Herstellung als vor allem auch beim Transport auf umweltschonende Praktiken zu setzen. Bei all diesen Punkten ist relativ klar: Das ist teurer als Massenproduktion auf Kosten von Mensch und Umwelt. Dafür muss man mehr auf den Tisch legen, und zwar einen realistischen Preis, das, was die Herstellung des Kleidungsstückes auch wirklich gekostet hat – unter Berücksichtigung aller obengenannten Aspekte.

Aber natürlich muss Bio und Fairtrade auch bezahlbar sein. In diesem Spannungsfeld befinden sich viele Hersteller, aber auch viele KundInnen. Wenn man weiß, dass man Shirts um fünf bis zehn Euro haben kann, wozu mehr zahlen? Und überhaupt, wie soll man dieses „Mehr“ bezahlen, wenn man ein studentisches Budget von etwa 7-800 Euro im Monat für alles, also incl. Miete, Energie, Essen, Freizeit, Studienmittel hat? Versteh ich. Been there.

Meine Bauchantwort wäre also folgende: Auf die Qualität schauen. Mode kaufen, die länger als eine Saison „in“ ist. Für Basics in Bio-Qualität etwas in die Tasche greifen. Ich bin allerdings kein Freund der Moralkeule für ein schlechtes Gewissen. Wer es nicht anders finanzieren kann, soll halt zum Textilschweden. Aber dann halt vielleicht nicht – so wie ich früher – mit ein bis zwei Teilen an der Kassaschlange stehen und im Vorbeigehen noch ein, zwei Shirts dazunehmen, die halt so schön griffbereit und billig vor der eigenen Nase hängen (die sind ja auch nicht blöd, die Textilschweden…ist wie mit der Schokolade bei den Supermarktkassen). Und wie schon paarmal geschrieben, der Textilschwede ist nicht der Schlimmste aller Hersteller, im Gegenteil, bei denen ist mehr Bemühen bemerkbar als bei vielen anderen – man sollte ihnen halt nicht alles glauben, was sie als grün verkaufen.

Mein zweiter Tipp: Auch Hersteller nachhaltiger Mode haben Ausverkauf. Der geht auch jetzt grad los. Vielleicht finden sich da ja auch ein paar Schnäppchen. Wo genau das ist, das liefere ich nach, versprochen, aber nach Kindergeburtstagsfest, Ärztekonzert und X-Tremgolftrophy unter praller Sonne bin ich heute definitiv nicht in langer Laptop-Recherche-Laune. Tschulligung.

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