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Strickfilm heute im Heute

strickfilmheute

Wie fängt ein verregneter Tag besser an? In dem man dem grauen Schleier, der da draußen über allem hängt, trotzt und knallpinke Strumpfhosen anzieht (zum grauen Kleid, zugegeben), und indem man von einer Arbeitskollegin mit „Hallo Medienstar, bist scho wieder in der Zeitung“ angeredet wird – und selbst erstmal runter zur Busstation laufen muss, um sich zu überzeugen. Juhu! Strickfilm! Morgen! Und ich hoff, sie kommen alle wieder, die Susanne sowieso, die organisiert das schließlich, aber auch die Daria, die Judith, die Denise, die Eva, die Heike, die andere Eva, die Janne und ihre norwegian Gang…. nur die Sabine kommt nicht, die hat eine toskanische Ausrede 🙂

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Frauen und ihre Welt….

Es gab sie wirklich, eine Frauenzeitschrift aus Österreich, die mir völlig unbekannt war. Und jetzt: bin ich selbst drin, in der Welt der Frau:

(c) Welt der Frau / Carolina Frank

(c) Welt der Frau / Carolina Frank

Pfuh, ich kann vielleicht böse dreinschauen! Das rote Teil ist übrigens eins meiner im März gekauften Cora-Kemperman-Teile.

Das Interview mit Michaela Herzog war ein sehr Lustiges – und machte mich unglaublich nostalgisch. Sie packte nämlich kein modernes MP3-Aufnahmegerät aus, nicht einmal eines mit diesen kleinen Kassetten, sondern einen Walkmanartiges großes Teil samt Kassette, ein Teil, das definitiv noch lange vor dem Trend zur geplanten Obszoleszenz gebaut wurde…

Aber zurück zur Geschichte: Weiterlesen

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Ich bin fesches Mascherl!

Das Fesche Mascherl in Form der Feschen Madeline hat mich interviewt – netterweise in meinem heißgeliebten Dellago, und noch nettererweise hat sie das sogar erwähnt 🙂 Der Hund ist übrigens – LEIDER – nur ein fürs Foto ausgeborgter gewesen. Aber irgendwann krieg ich ihn, den Orden, dass ich jeden Hund von Wien gestreichelt habe…

http://feschesmascherl.blogspot.co.at/2013/05/ich-kauf-nix-ein-jahr-ohne-kleiderkauf.html

Klick aufs Bild – Ab zum gesamten Artikel!

Das Fesche Mascherl ist der eco-fashion-Blog von oikos Vienna, übrigens.

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Ichkaufnix – hörbar gemacht

Hab ich euch ganz unterschlagen: Ich war letzten Samstag im Radio! Und zwar zum zweiten Mal im richtig coolen Radio, das mit den tollen Geburtstagsfesten in der Arena!

Den Radiobeitrag kann ich leider hier nicht teilen (irgendwie sind das CMS von WordPress und ich keine Freunde, außerdem glaub ich, das dürfte ich gar nicht), aber den Webbeitrag dazu, den kann ich hier reinstellen. Bitteschön!

http://fm4.orf.at/stories/1715912/: 

The real fashion victims

Die aktuelle H&M „Conscious Collection“ bewirbt nachhaltigere Mode. In den Textilfabriken kollabieren inzwischen die Arbeiterinnen und Arbeiter. Ist fair produzierte Mode für die Massen überhaupt möglich?

Leggins um 4,95 Euro, ein Kleid oder ein Doppelpack T-Shirts um 7,95. Das sind aktuelle Angebote aus der „Conscious Collection“ von H&M, die suggeriert, auf den Kleiderstangen in den Filialen hänge ökologisch und sozial fair produzierte Mode.

Seit 2010 sind allerdings allein in Textilfabriken in Kambodscha mehr als 2900 Arbeiterinnen und Arbeiter aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen kollabiert. H&M gehört neben Gap, Levis und Zara zu den größten Abnehmern der dort ansässigen Produktionsstätten.

Die NGO Clean Clothes hat aus diesem Anlass eine Gegenkampagne lanciert, die einmal mehr auf Missstände in der Modebranche hinweist.

Es stellt sich daher die Frage, ob nachhaltige und gleichzeitig preiswerte Mode für die Massen überhaupt möglich ist.

Mode-Bloggerin und Konsum-Verweigerin Nunu Kaller unterscheidet hier zunächst den sozialen vom ökologischen Aspekt. Aus sozialer Sicht, meint sie, müsse es sich ausgehen:

„Es muss möglich sein, dass die Näherinnen unserer Kleidung fair bezahlt werden, dass sie in ihren eigenen Landern und vor allem an ihren Arbeitsplätzen ein sicheres Leben führen können.“

Aus ökologischer Sicht sei die Sache schon schwieriger, was vor allem daran liege, dass der Markt für Bio-Baumwolle innerhalb des konventionellen Baumwoll-Marktes nach wie vor relativ klein sei.

Baumwollfeld

Zudem wird es immer schwieriger zu durchschauen, was hinter den grünen Versprechen vieler Mode-Konzerne steckt. H&M, Adidas und Marks & Spencer zum Beispiel setzen nun vermehrt auf sogenannte „Better Cotton“. Gegenüber konventioneller Baumwolle sei diese hinsichtlich Wasser- und Pestizideinsatz beim Anbau sicherlich umweltverträglicher, meint Kaller, die positive Einstellung der Initiative zu gentechnisch verändertem Saatgut sei allerdings problematisch.

  • Der WearFair Shopping-Guide präsentiert eine Reihe von Modelabels, die sozial und/oder ökologisch nachhaltig produzieren. Zusätzlich gibt er eine Übersicht über Geschäfte in Österreich, die öko-faire Kleidung verkaufen und liefert Infos zu Gütesiegeln.

Aufholbedarf hat die Bekleidungsindustrie auch in puncto Arbeitsbedingungen und Menschenrechte.

Berichte von abgebrannten Fabriken mit zahlreichen Toten, von Unfällen durch Chemikalien, Unterernährung und Überarbeitung zeigen immer wieder, dass das Wohlergehen der Arbeiterinnen und Arbeiter dem Profitdenken untergeordnet ist.

Die Mode-Konzerne argumentieren dagegen oft, dass es an den Regierungen der Produktionsländer läge, Sicherheitsstandards einzuhalten und Mindestlöhne zu bezahlen. Ausreden, meint Nunu Kaller, hätten die Unternehmen doch durchaus Macht und Möglichkeiten, hier Druck zu machen.

Fabriksbrand

Brennende Textilfabrik in Bangladesh: Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen?

Clean Clothes rechnet vor, dass eine faire Bezahlung selbst bei Mode zu Diskontpreisen möglich wäre. Für ein T-Shirt um 8 Euro erhält der oder die ArbeiterIn in der Fabrik maximal 24 Cent. Um diesen Lohn zu verdoppeln, müsste der Händler lediglich weitere 24 Cent aufschlagen – eine Summe, die KonsumentInnen in westlichen Ländern wahrscheinlich nicht einmal auffallen würde.

Dass vonseiten der Politik in den Billiglohnländern hinsichtlich gerechter Entlohnung von Arbeitskräften nicht viel zu erwarten ist, ist wenig verwunderlich. Aus Angst um ihre Wettbewerbsfähigkeit treffen sie keine Maßnahmen, die große Modeketten dazu veranlassen würden, ihre Produktionen zu verlegen.

Paradoxerweise bleibt so der Konsum von Billigprodukten für die Textilarbeiterinnen und -arbeiter überlebenswichtig. GewerkschafterInnen betonen, dass nur, wenn die Menschen einkaufen gehen, die ArbeiterInnen ihre Jobs auch behalten könnten.

Solange also die Modekonzerne ihre Verantwortung nicht ausreichend wahrnehmen, muss jeder und jede selbst überlegen, welche Kleidung er oder sie guten Gewissens kaufen kann, oder eben nicht.

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„Kleine“ Bauchpinselei

Ach ist das nett, wenn man sich ausgerechnet an einem Tag, an dem man permanent von a nach b gerissen wird und keine Zeit hat, sich einen feinen Blogbeitrag zu überlegen, in der Onlinezeitung entdeckt:

Diesmal hat mir meine Fratze in der Kleinen Zeitung entgegengegrinst: Tataaaa!

„Kleiderfasten“ ist in Mode

Entsagen ist modern geworden in einer Welt voller unnützer Konsumgüter. Die Wienerin Nunu Kaller gehört zu einer immer größer werdenden Anzahl von Bloggern, die ihren Verzicht für die Öffentlichkeit dokumentieren. Ein Jahr schwor sie dem Kleiderkauf ab – und ist heute eine kritische Konsumentin. Von Karin Fritzl

Nunu Kaller in Selbstgestricktem Foto © KKNunu Kaller in Selbstgestricktem

34 Röcke und 30 Jacken im Kleiderschrank einer Frau? Textilhersteller bekommen bei dem Gedanken vor Freude wohl feuchte Augen, aber für Nunu Kaller stellte diese Inventur ihres Kleiderschrankes im Jänner 2012 ein einschneidendes Erlebnis dar. „Ich kauf nix mehr“, dachte sie, und plötzlich fiel es der Pressesprecherin eines Non-Profit-Unternehmens wie Schuppen von den Augen. „Ich bin Nunu, und ich bin shopping-süchtig“, bekannte sie in einem ihrer ersten Einträge auf ihrem Blog ichkaufnix.

Ein Jahr lang entsagte sie jeglichem Kleiderkauf. Im Jänner 2013 wurde das Projekt erfolgreich beendet.Wir baten die Wienerin zum Interview.

Warum gerade Kleidung entsagen?

 

KALLER: Ich hatte interessanterweise eigentlich nur bei der Kleidung so einen Kaufdrang. Bei Lebensmitteln und anderen Luxusprodukten war ich eher sparsam. Nach den ersten Wochen ohne Kleiderkauf begann ich aber plötzlich sehr viel Bücher zu hamstern. Der Gedankengang: Da ich jetzt Geld spare, kann ich mir jetzt mehr Bücher leisten. Als mir das klar wurde, reduzierte ich meinen Bücherkauf auch radikal und ging mit anderen Käufen auch bewusster um. Die Frage „Brauche ich das wirklich?“ stelle ich mir sicherlich öfter als vor dem Nix-Kauf-Jahr. Wenn man weniger kauft, bekommt das, was man sich dann doch leistet, gleich einen ganz anderen Wert. Das finde ich schön.

Wie wichtig war der finanzielle Aspekt?

KALLER: Es war nicht der Hauptgrund für das Projektjahr, allerdings sicherlich ein Mitauslöser – gegen Ende des Monats wurde es bei mir immer eher rötlich am Konto. Immer nur kleinere Beträge, aber garantiert immer, weil etwas aus einem Kleiderladen oder Schuhgeschäft abgebucht wurde. Allerdings kann ich gar nicht sagen, wie viel ich mir erspart habe – zu Beginn ging das Geld eben in Bücher und danach habe ich mit einer teuren Ausbildung begonnen. Mehr Geld als vorher habe ich also definitiv nicht.

„Keine große Leistung“

„Alles was ich getan habe war, ein Jahr lang keine Kleider zu kaufen. Das ist keine große Leistung. Nunu Kaller.

Warum wurde dein Blog übers Entsagen so ein Renner?

KALLER: Die Zugriffe waren enorm und haben meine Erwartungen mehr als überstiegen, zu Spitzenzeiten hatte ich mehrere 1000 Klicks pro Tag, und auch jetzt, nach Ablauf des Jahres, schauen immer noch mehrere hundert Leute täglich auf meinen Blog. Das Feedback war und ist überwältigend und durchgehend positiv. Ich denke, dass ich mehr oder weniger unabsichtlich einen Nerv der Zeit erwischt habe: Noch nie wurde uns so derartig viel angeboten, noch nie hatten wir so viel Auswahl. Statt wie früher auf Produktionsweise und Qualität zu achten, geht es nur noch um das Aussehen des Produkts und den Preis. Alles andere ist ausgeblendet worden.

Ich glaube, dass das schlicht zu einer Überforderung der Menschen geführt hat – egal, wohin man schaut, es schreien einen Ausverkaufsschilder an, es wird einem eingeredet, dass man ‚kaufenkaufenkaufen‘ muss. Und wenn man beschließt, das nicht zu tun, ist es gleich etwas Ungewöhnliches. Ich finde das bedenklich. Alles, was ich getan habe, war, ein Jahr lang keine neue Kleidung zu kaufen, weil ich wirklich genug davon besitze. Das ist keine große Leistung – und wird doch von vielen bewundert. Ein bisschen absurd war das schon Aber es freut mich – gemessen an dem Feedback der LeserInnen stehe ich mit meiner Überforderung und meinem Wunsch danach, wieder zu wissen, woher meine Kleidung kommt, wie sie produziert wird und nach einer Verkleinerung meines eigenen Kleiderschranks nicht alleine da. Was mich besonders gefreut hat (und immer noch freut), war und ist das immer noch andauernde Interesse der Medien – das zeigt mir, dass ein bewussterer Umgang mit dem Thema Kleidung, Produktion und Konsum nach gut 20 Jahren massiver Beschleunigung des Textilmarktes wieder spannend wird.

Wie ging dein Umfeld damit um?

KALLER: Meine Freunde waren durchwegs angetan von dem Projekt. Vor allem freuten sich viele mit mir, weil sie merkten, dass ich mit dem Thema wirklich meinen persönlichen roten Faden gefunden habe. Es macht mir Spaß, biofaire Alternativen zu suchen, ich finde es schön, dass ich mich persönlich über die konventionelle Kleidungsproduktion auslassen kann, und ich hoffe, dass ich mich in dem gesamten Thema noch weiter entwickeln kann.

Wie hast du auf deine Gemütsschwankungen reagiert, wenn kaufen keine Option war?

KALLER: Ich wusste ja von Anfang an, was ich da in den letzten Monaten, in denen ich wirklich sehr viel eingekauft hatte, kompensiert hatte. In meiner Familie ging es drunter und drüber, und auch mein damaliger Job überforderte mich. Durch die Auszeit und den bewussten Umgang fing ich an, diese Themen ganz anders zu verarbeiten und ich hatte dann einfach bald keine Gemütsschwankungen mehr. Die Zeit, die ich früher mit (Online-)Shopping verplempert hatte, verbrauchte ich inzwischen dafür, mich intensiv in die verschiedenen Themen rund um Kleidung und Konsum einzulesen. Das machte wahnsinnigen Spaß, so traurig die Themen teilweise auch waren.

Deine Tipps für den Aufbau einer qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Garderobe?

KALLER: Zuerst muss man eine Bestandsanalyse machen. Schau deinen Kleiderschrank durch, was davon ziehst du wirklich an, was waren Fehlkäufe, wie müssen Kleidungsstücke aussehen/geschnitten sein, damit sie dir wirklich stehen? Bei neuer Kleidung immer überlegen: Brauche ich das wirklich? Natürlich darf man sich auch hin und wieder auch einfach was gönnen – bringt ja nix, wenn Kleiderkauf gar keinen Spaß mehr macht.

Achte auf die Qualität: Kleidung aus Bio-Stoffen ist inzwischen nicht mehr viel teurer als Kleidung aus konventioneller Stoffproduktion (gut, mit dem Drei-Euro-Top kann sie nicht mithalten, aber ab 10 Euro bekommt man bereits Bio-T-Shirts) und ist sehr viel umweltverträglicher. Ein Viertel aller weltweit produzierten Pestizide landet auf der Baumwolle, in der Biobaumwollproduktion sind chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel aber verboten.

Achte auf die Produktion: Es gibt leider wenige Gütesiegel, die sowohl die ökologischen als auch den sozialen Aspekt der Produktion berücksichtigen. Ausnahme ist das GOTS (Global Organic Textile Standard)-Siegel. Am Anfang steht immer die Recherche: Wo bekomme ich fair produzierte Kleidung? Eine schöne Quelle ist hier der Shoppingguide www.wearfair.at sowie die Messe selbst – dieses Jahr findet die WearFair von 27. – 29. September statt. Ein Fixtermin für modisch interessierte Menschen, die mit gutem Gewissen einkaufen gehen wollen. Auch ich habe auf meinem Blog eine kleine Auflistung.

Wem es Spaß macht: Selbermachen! Ich bin zum totalen Strick-Junkie geworden und sogar stolzes Gründungsmitglied des ersten Wiener Strickvereins. Tauschen ist auch eine bewährte Alternative. Private Tauschpartys werden zu Recht immer beliebter – Dinge, die man selbst aus irgendwelchen Gründen nicht mehr trägt, können einer Freundin passen und für sie ein besonderes Stück im Kleiderschrank werden. Ich bin ein Riesenfan dieser Partys, weil man mit dem Kleidungsstück gleich eine Geschichte dazu geliefert bekommt, und weil man es ganz anders in Ehren hält, eben weil es von einer Freundin stammt.

Kann man Kleidung aus Bio-Baumwolle tatsächlich vertrauen? Worauf muss man achten?

KALLER: Grundsätzlich ja. Biobaumwolle ist eine gute Alternative – leider ist der Anteil an der Weltbaumwollproduktion noch sehr klein, etwa fünf Prozent. Kauft man bei Massenproduzenten, sollte man aber darauf achten, wie hoch der Biobaumwollanteil ist – oft sind es nur ein paar Prozent, mit denen das ganze Kleidungsstück dann groß beworben wird – mir persönlich fällt da nur der Ausdruck „Greenwashing“ dazu ein.

 

Warum ist es etwas anderes sich den Pullover selbst zu stricken anstatt ihn zu kaufen?

KALLER: Stricken konnte ich vorher schon, habe mir jedoch nie Pullover gestrickt, sondern immer nur Hauben und Schals. Der Pullover war mein erstes Großprojekt, das wahnsinnigen Spaß machte – inzwischen habe ich bereits vier oder fünf Pullis gestrickt. Grundsätzlich wollte ich einfach wissen, wie lange es eigentlich dauert, mir einen Pullover selbst herzustellen, den ich für wenig Geld (in schlechter Qualität) auch kaufen kann. Ich habe gesehen, dass sowohl der Zeit- als auch der Kostenfaktor recht hoch sind – trotzdem hat mir diese Eigenproduktion einfach total Spaß gemacht.

Planst du weitere Entsagungs-Projekte?

KALLER: Derzeit nicht, und ich habe auch festgestellt: Das Leben als bewusste Käuferin ist um einiges komplizierter als das der bewussten Nicht-Käuferin. Letztes Jahr war es einfach, ich durfte einfach nicht. Dieses Jahr darf ich, und das bedeutet, dass ich mich den Verführungen ganz anders stellen muss.

Was ist die Verlockung an Geschäften wie H&M, Zara, Mango etc…? Die ständig neuen Kollektionen oder der Preis?

KALLER: Wahrscheinlich beides. Durch immer neue Kollektionen werden immer neue „Needs“ erschaffen – das Marketing und die Werbung dieser Unternehmen versteht es sehr gut, in den Konsumentinnen immer wieder den Wunsch nach Neuem zu erschaffen, und sie gleichzeitig mit den günstigen Preisen anzulocken. Klar ist es super, dass man es finanzieren kann, dass man jederzeit nach den neuesten Trends gekleidet sein kann – aber will man das auch? Ich empfinde mich selbst zwar als modebewussten Menschen, aber alle zwei Wochen neue Kollektionen in den Läden, das ist mir einfach zu steil, zu schnell. Und wer wirklich in seinem Kleiderschrank auf Nachhaltigkeit achten will, der unterstützt dieses System von „Fast-Fashion“ einfach nicht – denn genau diese schnelle Massenproduktion erschwert die soziale und ökologische Situation in der Kleidungsproduktion unermesslich.

KARIN FRITZL
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88.6 – und Einfallslosigkeit

Folgende Gschicht müssts mir jetzt einfach glauben, falls ihr sie nicht selbst gehört habts: Tirli, ich war wieder im Radio, diesmal 88,6! Ich bin dafür öffentlich in eine Ecke von Wien gefahren, die mir normalerweise nur entweder vom Autositz, vom Straßenbahnsitz oder vom Fahrradsattel aus gefällt – einfach eine Ecke zum durchfahren, nicht zum dort bleiben. Das Interview war sehr nett und lustig, ich hab brillianterweise am Anfang komplett am Mikro vorbeigeredet und ins Mikro dann auch kurz ein bissl einen Schrott geredet – nicht mein Bruder, der Liebste lässt sich damit schockieren, ein Jahr lang keine Schallplatten zu kaufen.

Ich hoffe, ich krieg noch einen Mitschnitt geschickt, und dann hoffe ich, dass ich ihn hier posten darf, und dann hoffe ich noch mehr, dass ich das auch zusammenbringe 😀

So. Genug dahingeblubbert (merkt man, dass mir für heut kein Beitragsthema einfällt?). Ich schau jetzt weiterhin brav in meine Job-Mails,  aus dem Fenster (was soll das bitte?! Schnee?!?), auf den Wau, den ich heut wieder abgeben muss und nach einem gscheiten Thema fürn Blog 🙂

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Nach der Wienerin kommt die Wiener Zeitung

Juhu, ich bin wieder einmal befragt worden. Diesmal zum Thema Flohmärkte. Und das habe ich zu sagen:

Auf Flohmärkten wie dem am Naschmarkt oder in der Neubaugasse trifft man Nunu Kaller eher selten. Zwar sei sie eine leidenschaftliche Flohmarktbesucherin, aber gerade für den Kleiderkauf besuche sie lieber private Tausch- bzw. Verkaufspartys, erzählt die Verfasserin des Blogs ichkaufnix.wordpress.com,, die sich ein Jahr lang selbst eine „Kaufabstinenz“ verschrieben hatte. „Ich habe irgendwann gemerkt, dass Shopping für mich Ablenkung, Trost, Belohnung geworden ist“, sagt sie über ihre Beweggründe, eine „Mode-Fastenzeit“ einzulegen.

Erst nach und nach hat sich bei ihr auch der Gedanke der Wiederverwertung eingenistet. Und den bemerkt sie auch bei anderen. Neben den echten Flohmärkten boomen nämlich auch Plattformen wie willhaben.at und „Share & Care“-Gruppen im Internet. Erst kürzlich hat Kaller an einer kleinen „Vintage-Party“ unter Freundinnen teilgenommen – und die Atmosphäre genossen: Besonders, dass in der kleinen Runde jede erzählt habe, wo sie dieses oder jenes Kleidungsstück gekauft oder wo sie es getragen hat. Kaller selbst ist froh, dass die Mutter ihres Freundes selbst am Flohmarkt verkauft. „Ich habe inzwischen im Vorzimmer eine Kiste stehen, wo alles reinkommt“, erzählt sie. Für sie sei es inzwischen ein befreiendes Gefühl, Dinge wegzugeben. Und die Gewissheit zu haben, dass es Menschen gibt, die sich auch noch über ihre „Flöhe“ und vielleicht sogar über die Geschichten dahinter freuen.

Zum ganzen Artikel geht es hier entlang, bitteschön!

PS: Und soeben entdeckt: Juhu – auch im Print erschienen! 🙂

 

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Anschläge aufs/ins Postkastl

Es lässt sich derzeit nicht anders ausdrücken: Ich ersaufe in Arbeit. Job, FH, Privates – alles ein bissl viel grad. Aber ich versuche, mein Zeitmanagement so gut wie möglich vorausschauend zu planen. Zum Beispiel habe ich gestern vorausgeschaut, dass es wohl keinen Weg mehr um die Thermenreparatur gibt (womit rein kostentechnisch weiteres Shopping, das eh nicht geplant ist, sowieso flach fällt). Und damit ich dem Techniker auch die Tür aufmachen kann, bin ich soeben nachhause gefahren. Vorausschauend, oder?

Im Postkastl hat lag dann etwas lange Ersehntes: Die neue Ausgabe der an.schläge. Warum die lange ersehnt ist? Weil ich selbst mitgearbeitet hab. Zunächst mal ist da von mir eingefädelt ein Interview mit mehreren Gewerkschaftsmitarbeiterinnen in Bangladesch (unglaublich herzlichen Dank anbei an Thomas Haunschmid von Care Österreich, der so spontan meine Fragen an die Damen weitergeleitet hat, und ebenso herzlichen Dank an Lucas Ditl und das Team der an.schläge für Transkription und Übersetzung – ich war echt nur einfädelnd damit befasst). Tadaaa:

Und dann hab ich auch noch einen kurzen Beitrag über mein eigenes Projekt und die Alternativen zum konventionellen Kleiderkauf schreiben dürfen:

Ich hoff, ich kann der Ulla  (dieser Ulla nämlich) damit eine kleine Freude machen? Schaugenau!

 

Tut leid, ihr müsst euch mit den Fotos abfinden, die Artikel sind online nicht erschienen – und die ganzen drei Seiten abtippen, sorry Leute, das zaaaht mich grad nicht, bitte nicht noch mehr Arbeit als eh schon und so. 😦 Wens interessiert (da sind nämlich andere tolle Artikel auch noch drin): Heft bestellen! 🙂

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Man interviewt mich

Eigentlich wollte ich schon längst im Wochenende sein und weg vom Computer, aber jetzt ist mir glatt noch eine Bauchpinselei reingeschneit – vienna.at hat mich interviewt, und mein Senf wurde soeben publiziert! Ick froi mir!

Früher war es mein Job, Interviews zu führen, jetzt geb ich sie….

Sogar mit Fotoshow! (Klick auf „Selbstgemachtes von Nunu“)

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Ein Fasten-Artikel!

Die liebe Laila hat mich letztens interviewt, und herausgekommen ist eine tolle Geschichte über Konsumwahn im Kurier heute. Find ich ja witzig, dass ausgerechnet jetzt die neuesten Beiträge am Blog von neuen Jacken und neuen Kleidern handeln…Naja, Timing ist alles – und genaugenommen ist meine persönliche, einjährige Fastenzeit ja vorbei. Aber dieses schlechte Gewissen, das ich bei Neuanschaffungen derzeit habe, das bestätigt mir immer noch, dass ich von einem Rückfall in den Konsumwahn noch weeeeit entfernt bin…

Klick auf den Screenshot = ab zum Artikel! Mir gefällt der Artikel aufgrund des ausführlichen Hintergrunds wirklich gut, und auch die Webtipps sind sehr fein ausgewählt.

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