Schlagwort-Archive: shoppingfrei

Kann man sich Schlanksein kaufen?

Weil ich ja letztens über zwickende Jeans und das Abnehmen geschrieben habe, konnte ich es natürlich nicht lassen, mir da auch so ein paar philosophische Gedanken drüber zu machen.

Also. Kann man sich Schlanksein kaufen? Nein. Aber wir machen es immer wieder. Bei mir konnte man das in zwei Phasen einteilen bisher. Entweder ich hatte das Gefühl, ich muss meine paar Kilo zuviel kompensieren mit Shoppen von GENAU der richtigen Optik, die grad angesagt war – oder ich fühlte mich so überdrüberzuviel (mit so manchem Kilo weniger als heute) – dass ich aus Angst vor nicht passenden Hosen erst gar nicht losging zum Shoppen. War die günstigere Version 🙂

Rückblickend betrachtet war die erste Version ein Garant erster Güte für Fehlkäufe, sei es der Kategorie „steht mir nicht, ist aber grad in“ oder einfach nur der Kategorie: „Oleeeoleoleole ich pass rein in Größe 40!!! Ein Wunder ist geschehen! Das Teil ist zwar grottenhässlich, aber es paaasstt!!!“

Ich denke, oder nein, ich bin mir sicher: Da will man sich doch eigentlich keine neue Kleidung kaufen. Da will man sich viel mehr ein anderes, leichteres Lebensgefühl kaufen. Was nie, aber wirklich NIE gelingt. Denn ob mit oder ohne neue Fetzen: Die Kilos auf der Waage und die Kurven im Spiegel bleiben dieselben. Aber kurzfristig macht solches Shopping, wenn erfolgreich, wirklich glücklich. Weil es so schön ablenkt vom Unwohlsein im eigenen Körper….

Getaggt mit ,

Fairtrade, Bio, Billig?

Die liebe Astrid hat mir gestern eine spannende Frage gestellt: „Wo ist eigentlich die Bio- und Fairtrade-Mode, die für Leute mit kleinem Budget bezahlbar ist?“ Noch habe ich nicht recherchiert dazu, aber so aus dem Bauch heraus würde ich die Frage hier mal gerne beantworten.

Es ist logisch, dass Bio und Fairtrade teurer ist. Denn – zumindest in meinen naiven Augen – gehört da dazu, auf faire Bezahlung nicht nur der Kleidungs-, sondern auch der Stoffhersteller zu sorgen, in realistischen, kleineren Mengen zu produzieren, um möglichst wenig Überschuss zu produzieren, und sowohl bei der Herstellung als vor allem auch beim Transport auf umweltschonende Praktiken zu setzen. Bei all diesen Punkten ist relativ klar: Das ist teurer als Massenproduktion auf Kosten von Mensch und Umwelt. Dafür muss man mehr auf den Tisch legen, und zwar einen realistischen Preis, das, was die Herstellung des Kleidungsstückes auch wirklich gekostet hat – unter Berücksichtigung aller obengenannten Aspekte.

Aber natürlich muss Bio und Fairtrade auch bezahlbar sein. In diesem Spannungsfeld befinden sich viele Hersteller, aber auch viele KundInnen. Wenn man weiß, dass man Shirts um fünf bis zehn Euro haben kann, wozu mehr zahlen? Und überhaupt, wie soll man dieses „Mehr“ bezahlen, wenn man ein studentisches Budget von etwa 7-800 Euro im Monat für alles, also incl. Miete, Energie, Essen, Freizeit, Studienmittel hat? Versteh ich. Been there.

Meine Bauchantwort wäre also folgende: Auf die Qualität schauen. Mode kaufen, die länger als eine Saison „in“ ist. Für Basics in Bio-Qualität etwas in die Tasche greifen. Ich bin allerdings kein Freund der Moralkeule für ein schlechtes Gewissen. Wer es nicht anders finanzieren kann, soll halt zum Textilschweden. Aber dann halt vielleicht nicht – so wie ich früher – mit ein bis zwei Teilen an der Kassaschlange stehen und im Vorbeigehen noch ein, zwei Shirts dazunehmen, die halt so schön griffbereit und billig vor der eigenen Nase hängen (die sind ja auch nicht blöd, die Textilschweden…ist wie mit der Schokolade bei den Supermarktkassen). Und wie schon paarmal geschrieben, der Textilschwede ist nicht der Schlimmste aller Hersteller, im Gegenteil, bei denen ist mehr Bemühen bemerkbar als bei vielen anderen – man sollte ihnen halt nicht alles glauben, was sie als grün verkaufen.

Mein zweiter Tipp: Auch Hersteller nachhaltiger Mode haben Ausverkauf. Der geht auch jetzt grad los. Vielleicht finden sich da ja auch ein paar Schnäppchen. Wo genau das ist, das liefere ich nach, versprochen, aber nach Kindergeburtstagsfest, Ärztekonzert und X-Tremgolftrophy unter praller Sonne bin ich heute definitiv nicht in langer Laptop-Recherche-Laune. Tschulligung.

Getaggt mit , ,

Und wieder ein Jeansdilemma…

Gestern festgestellt – mein Kaufnixjahr muss wirklich dringend von einer Abnehmaktion begleitet werden – es passen zwar die meisten Jeans noch, aber sie zwicken und zwacken und sind knackeng inzwischen. Ganz schlecht. Muss geändert werden. Dementsprechend: Ich wünsche euch ein sportliches Wochenende …

 

Getaggt mit ,

Problem der oberflächlichen Art

Was zieht man eigentlich an, wenn man in der Früh ins Büro muss, von dort zu Mittag schnell nachhause hetzen muss, auf die Geburtstagsfeier der seit gestern sechsjährigen Nichte, um dort ein paar hysterische Kindergartlerinnen im Zaum zu halten, und von dort aber pünktlich abhauen, weil man am Abend aufs Ärztekonzert geht? In dem Zeitplan steht nix drin, dass sich Umziehen ausgeht. Oioioi, da lässt jetzt sogar mein Kleiderschrank aus. Vor allem, weil die bequeme Lieblingsjeans vor ein paar Wochen Adios gesagt hat…

 

 

Getaggt mit ,

Grassroots-Designermäntel

Bin heute in meinem heißgeliebten bunten Desigual-Mantel (nicht dem, den ich aus lauter Panik einen Tag vor Beginn des Projekts gekauft hatte, sondern der, für den ich 300 Euro ausgab, und den es ein Dreivierteljahr später um 80 Euro im Outlet gab…) am Jahresgeneralmeeting aller FoE-Organisationen aufgetaucht. Am Hinweg dachte ich mir noch, ui, das wird nicht gut ankommen. Böse werden die mich anschauen. Wie kann ich nur so ausbeuterische Mode tragen? Und dann noch bei den Grassroot-Ökos so auftauchen?

Nun ja. Es kam anders. Drei Leute erklärten mir, wie gut mir der Mantel passe und/oder wie schön der Mantel ist.

Nicht nur andere haben mir gegenüber also schon ein schlechtes Gewissen, ich habs anscheinend vor mir selbst sogar viel ärger.

Getaggt mit , ,

Coole Schuhe!

Folgende Konversation fand heute bei mir im Büro statt.

Nunu:

Coole Schuhe!

(quietschbunte, knöchelhohe Sneakers).

Schuhträgerin Juli:

Danke! Die gibt es in aaaallen Farben, so geil!

kurzes Zögern, kein Grinsen mehr im Gesicht:

Aber ich hab mich jetzt noch nicht mit den Produktionsverhältnissen auseinandergesetzt….

Leeeute, ihr braucht jetzt nicht in meiner Gegenwart das kollektive schlechte Gewissen aufziehen – ich find es gut, wenn jede/r für sich draufkommt, ob und wo er/sie auf soziale oder ökologische Hintergründe achten will. Ich will doch bitte niemanden missionieren, ich renn ja selbst mangels Alternativen – heute wirklich von oben bis unten – in Sachen vom Textilschweden herum. Und ich kann auch nicht garantieren, dass ich 2013 nicht mehr dorthin shoppen gehen werde (Stichwort Konsequenz und so…). Aber ich kann garantieren, dass ich über neue Teile genauer nachdenken werde – woher, wie und wozu. Nur ist das meine ganze persönliche Entscheidung. Ich sehe ja an mir selbst, dass so ein Umdenkprozess von innen kommen muss. Und dass, sobald dieser Prozess einsetzt, man ganz von selbst eigentlich keine Lust mehr auf Kaufräusche bei Kleiderriesen hat. Aber auch, dass das nicht immer einfach ist, ich sabber ja auch die Stiefel von Steve Madden an, sogar in dem Wissen, dass die einmal um die gesamte Welt reisen, bis sie bei mir sind….

Morgen ist übrigens Blogpause, ich bin auf Dienstreise.

Getaggt mit , ,

MÖP!

Ein Tag, der mit einem Patschen am Fahrrad beginnt, kann kein guter Tag sein. Und genau. Die Lieblingsconverse haben nämlich einen riesigen Riss, in der Arbeit warte ich auf wichtige Rückrufe und überhaupt pass ich grad schon wieder in eine meiner Jeans nicht rein – die, die ich gerade anhabe, das macht es ein bissl unpraktisch.

Hab auch nicht wirklich Neuigkeiten, die hier berichtenswert sind… vielleicht bin ich ja heut Nachmittag kreativer!

 

 

Getaggt mit

Aber zuerst gönn ich mir was!

Nach der ganzen Aufregung der vergangenen Wochen freu ich mich derzeit richtig arg auf die kommenden Tage, die zwar arbeitstechnisch recht voll sind und auch bereits recht verplant sind, was die Freizeit angeht – aber es ist nix wirklich Stressiges dabei. Herrlich. Mein ehemals aufgeräumter Kleiderkasten hat die Halbwertszeit in Richung „Wollt ihr das totale Chaos“ sowieso schon wieder seit einiger Zeit überschritten, und auch die ganzen Winterstiefel, die derzeit zwar noch brav nebeneinander AM Regal stehen, gehören endlich wieder IN die Kisten. Meine Lust auf eine solche Aufräumaktion hält sich in Grenzen…

Doch vorher gönn ich mir noch was! Hab heute endlich Friseurtermin – den ich schon laaang vor mir hergeschoben hab. Immer war was wichtigeres zu tun.

Aber es wird wirklich bereits Zeit….

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Getaggt mit , ,

Ich werde shoppen. Bald. Hoffentlich.

Der Einbruch, mal wieder. Die Liste der gestohlenen Gegenstände liegt jetzt mal bei Polizei und Versicherung, die Schadensmeldung ist gemacht, und wir warten darauf, dass sich der Sachverständige der Versicherung meldet. Derzeit habe ich immer noch den Laptop von Alex und Ina – ein feines Teil, aber eben nicht mein Teil. Da kann und will ich nicht schnell mal testweise ein Programm installieren, meine heißgeliebten elektronischen Sticky Notes am Desktop vollkritzeln und große Datenmengen runterladen.

Allerdings will ich mir auch keinen neuen Laptop kaufen, wenn ich noch keine Rückmeldung von der Versicherung hab. Es juckt mich aber schon so sehr in den Fingern, jeden Tag habe ich locker drei bis vier Momente, wo ich mir denke: „Heute. Heut geh ich los, der Cyberport (übrigens seit der Eröffnung am Westbahnhof das Elektronikgeschäft meines Vertrauens, große Empfehlung!) liegt eh quasi fast am Heimweg, und ich will endlich wieder mein eigenes Stück Elektronik haben. Heute mach ichs.“

Und dann wart ich doch wieder auf die Versicherung.

Übrigens, so sehr ich Fan von gebrauchten Sachen bin, Möbel, Spiele, Haushaltsgegenstände, was weiß ich – bei Laptops bin ich eitel. Selbst bei Standcomputern könnte es mir wurschter nicht sein, beim Laptop brauch ich das „neu“-Gefühl. Der gestohlene eine war übrigens baugleich zu dem, den ich in meinem vorletzten Job hatte. War dort so zufrieden damit, dass ich ihn mir privat auch gleich kaufte. War witzig: Ich klappte den privaten Laptop das erste Mal auf – und es stellte sich kein „Neu“-Gefühl ein. Weil ich schon ein halbes Jahr auf exakt dem Gerät gearbeitet hatte. Und auch diesmal wird es das optisch sehr ähnliche Nachfolgemodell werden. Mal schauen, wie das so wird mit dem „Neu-„Gefühl….das fehlt mir nämlich, und das hab ich mir jetzt relativ oft über neue Bücher geholt. Das blöde „Neu“-Gefühl. Das ist sicher mitschuld an meinem Shoppingwahn gewesen.

Getaggt mit ,

Dolce vita – und süß wars!

Ich bin wieder da. Und zum ersten Mal, seit ich mich an derartige Kurztrips meinerseits erinnern kann, ohne ein neues Stück im Koffer. Aus Berlin kamen ja die ganzen Flohmarktfunde mit, aus Rom nichtmal das. Es waren zweieinhalb Tage mit etwas Sightseeing, einer gleich am ersten Abend ergangenen Blase am Ballen (grumpf…), bissl viel Alkohol, viel Lachen und Feiern, guter Pasta und sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr lieben Leuten. Fotos werden nachgeliefert, die Kamera ist grad mit dem Holden ins Büro gefahren. Ich sag nur soviel: Ins Pantheon sind wir nochmal. Nur, um jede Menge Fotos zu machen, die so witzig sind, dass diverse Touristen es uns nachmachten.

Nur ein Foto, weil vom Handy, kann ich liefern: Ja, es gab sie immer noch, die tollen Lachsspaghetti. Die Petersilie wars, die sie so leiwand macht!

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Nur eine Sache war hart. Elf Frauen, und alle wollten shoppen gehen. Der Holde war unglaublich lieb und beschloss, mit mir Soloprogramm zu machen – die Orte ansehen, die sich beim Sightseeing vor zwei Jahren nicht mehr ausgegangen waren. Aber vorher musste er noch schnell wohin….. Wohin? Ich zitiere aus einer SMS-Konversation mit der „Gastgeberin“:

Nunu:

F. ist grad im Hardrock Cafe und shoppt. Die Welt ist so ungerecht.

K:

Du musst das als Halbjahresprüfung sehen 🙂

Nunu:

Kann ich nicht einfach mit Klausel aufsteigen? 🙂

K:

Neinnein, geht maximal beim Abschlusstest! 🙂

Und übrigens: Sonntags haben alle Geschäfte offen, zumindest bis zum frühen Nachmittag. Und ich habe ein paar unglaublich tolle Schuhgeschäfte NICHT betreten. Nur einem Flohmarkt konnte ich wie immer nicht widerstehen. Dort war ich dann aber die Oberstreberin. Ich entdeckte ein paar Taschen, die per Upcycling aus Plastiksackerln, Telefonbüchern und Fahrradschläuchen hergestellt worden waren. Der Holde meinte sogar, dass er – der bitte wohlgemerkt strenger die Regeln einfordert als die Erfinderin der Regeln selbst – im Falle eines solchen Taschenkaufes nicht raunzen würde, weil ja Upcycling und so. Und ich? Habe sie NICHT gekauft. HA!

Getaggt mit , ,