Weil ich ja letztens über zwickende Jeans und das Abnehmen geschrieben habe, konnte ich es natürlich nicht lassen, mir da auch so ein paar philosophische Gedanken drüber zu machen.
Also. Kann man sich Schlanksein kaufen? Nein. Aber wir machen es immer wieder. Bei mir konnte man das in zwei Phasen einteilen bisher. Entweder ich hatte das Gefühl, ich muss meine paar Kilo zuviel kompensieren mit Shoppen von GENAU der richtigen Optik, die grad angesagt war – oder ich fühlte mich so überdrüberzuviel (mit so manchem Kilo weniger als heute) – dass ich aus Angst vor nicht passenden Hosen erst gar nicht losging zum Shoppen. War die günstigere Version 🙂
Rückblickend betrachtet war die erste Version ein Garant erster Güte für Fehlkäufe, sei es der Kategorie „steht mir nicht, ist aber grad in“ oder einfach nur der Kategorie: „Oleeeoleoleole ich pass rein in Größe 40!!! Ein Wunder ist geschehen! Das Teil ist zwar grottenhässlich, aber es paaasstt!!!“
Ich denke, oder nein, ich bin mir sicher: Da will man sich doch eigentlich keine neue Kleidung kaufen. Da will man sich viel mehr ein anderes, leichteres Lebensgefühl kaufen. Was nie, aber wirklich NIE gelingt. Denn ob mit oder ohne neue Fetzen: Die Kilos auf der Waage und die Kurven im Spiegel bleiben dieselben. Aber kurzfristig macht solches Shopping, wenn erfolgreich, wirklich glücklich. Weil es so schön ablenkt vom Unwohlsein im eigenen Körper….

